Startseite http://dsaku.de/startseite/ Startseite de-de dsaku.de Fri, 08 Sep 2017 21:23:07 +0200 Startseite http://dsaku.de http://dsaku.de Patienteninfo AKU ist eine sehr seltene Erbkrankheit mit einer Häufigkeitsrate von 2 - 10 : 1 000 000. Die Krankheit wird autosomal rezessiv vererbt, d.h. beide Eltern besitzen mindestens ein defektes mutiertes HGD-Gen, welches für die Krankheit AKU verantwortlich ist. Sie sind HGD-Träger, können aber auch selber betroffene AKU-Patienten sein. Jedoch muss das betroffene AKU-Kind von jedem Elterteil jeweils ein mutierte HGD-Gene erhalten haben. Wenn beide Eltern nur HGD-Träger sind, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschieht, 1:3 (Abbildung 1). Abbildung 1: Schematische Darstellung der autosomal-rezessiven Vererbung von Alkaptonurie, wenn beide Eltern Träger eines defekten HGD-Gens sind. Ein roter Balken stellt ein Chromosom mit mutiertem HGD-Gen dar, ein weißer Balken weist auf das Chromosom mit gesundem intaktem HGD-Gen hin. Das rote Mädchen mit zwei roten Chromosomen ist das AKU-Kind, welches von beiden Eltern jeweils ein mutiertes HGD-Gene erhalten hat. Die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt bei 1:3. Bilder sind Schnappschüsse des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. In gesunden Menschen synthetisiert das HGD-Gen ein intaktes HGD- Protein , auch HGD-Untereinheit genannt, wie in Abbildung 2 dargestellt. Denn für das aktive HGD- Enzym werden sechs Untereinheiten benötigt, wovon drei Untereinheiten jeweils ein sogenanntes Trimer in Form einer Scheibe bilden. Beide Trimerscheiben wiederum lagern sich zu einem bioaktiven Hexamer aufeinander (Abbildung 3). Nur das bioaktive Hexamer ist das HGD-Enzym, welches die von Tyrosin stammende HGA zusammen mit Eisen(II) zu Maleylacetoacetat (MAA) umwandelt (siehe Abbildung 4). Abbildung 2: Synthese des HGD-Proteins vom HGD-Gen im gesunden Menschen. Die hier dargestellte Kristallstruktur von HGD wurde aus Pdb: 1EY2 entnommen und mittels der Graphiksoftware UCSF Chimera 5.1.3 bearbeitet. Das Bild ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 3: Schematische Darstellung des bioaktiven HGD-Enzymes. Das Enzym besteht aus 6 Untereinheiten, wovon jeweils 3 Untereinheiten eine trimere Scheibe bilden und zwei dieser Trimere sich wiederum zu einem bioaktiven Hexamer anordnen. Die Kristallstrukturen wurden aus Pdb: 1EY2-bio entnommen und mittels UCSF Chimera 5.1.3 graphisch bearbeitet. Diese Abbildung wurde aus 2 Schnappschüssen des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter entnommen und ins Deutsche übersetzt. Abbildung 4: Chemische Reaktion von Homogentisinsäure (HGA) zu Maleylacetoacetat (MAA) durch das HGD-Enzym in Anwesenheit von einem Eisen(II)ion. Gelbes Molekül = HGA, cyano Molekül = MAA, Fe ++ = Eisen(II)ion, grüne Moleküle sind die Aminosäuren, die an der Umwandlung von HGA zu MAA beteiligt sind. Die Kristallstruktur der HGD wurde aus Pdb: 1EY2-bio entnommen und mittels UCSF Chimera 5.1.3 graphisch bearbeitet. Diese Abbildung wurde aus 2 Schnappschüssen aus dem Alkaptonurie-Video von Danilo Halle und Patrick Richter entnommen. Eine Mutation im HGD-Gen verursacht eine Änderung in der HGD-Untereinheit, die zu einer Störung der hexameren Anordnung der HGD führt, und das HGD-Enzym ist nun nicht mehr in der Lage, das HGA-Molekül zu MAA umzusetzen. Abbildungen 5 und 6 zeigen den Einfluss der in Deutschland am meisten vorkommenden Mutation M368V (die Mutation verursacht einen Austausch der Aminosäure Methionin in Position 368 aus Aminosäuresequenz der HGD-Untereinheit mit der Aminosäure Valin (Val). Dies hat zur Folge, dass sich die Trimerscheiben nicht mehr zusammensetzen können und somit auch das bioaktive Hexamer nicht gebildet wird. Das Enzym ist jetzt inaktiv, was auch als HGD-Defizienz bezeichnet wird, und dadurch wird die HGA nicht mehr in MAA umgewandelt. Dies führt wiederum zu einer Anreicherung von HGA-Molekülen in der Zelle, welche anschließend durch die Zellmembran diffundieren (Abbildung 6) und dann in die Blutbahn gelangen (Abbildung 7A). Sie werden alsdann in der Niere filtriert (Abbildung 7B) und über den Urin aus dem Körper ausgeschieden (Abbildung 7C). Abbildung 5: Schematische Darstellung der in Deutschland am meisten vorkommenden Mutation, die zu einer M368V Änderung in der Aminosäuresequenz führt. Die Mutation wurde in der Kristallstruktur Pdb: 1EY2 mittels Graphicsoftware PyMol (TM, DeLanano Scientific LLC, 2008) eingebaut. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 6: Einfluss der M368V Mutation auf die nicht mögliche Trimer- und Hexamerbildung des HGD-Enzyms. Dadurch wird das HGD-Enzym inaktiv, auch HGD-Defizienz genannt, und ist somit nicht mehr in der Lage HGA zu MAA umzuwandeln. Die Mutation wurde in der Kristallstruktur Pdb: 1EY2 mittels Graphicsoftware PyMol (TM, DeLanano Scientific LLC, 2008) eingebaut. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 7: Anreicherung von HGA in der Zelle durch inaktives HGD. Gelbe Moleküle = HGA-Moleküle, die hier dargestellten HGD-Untereinheiten liegen einzeln in der Zelle und sind inaktiv. Dies führt zu einer Anreicherung von HGA-Moleküle. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Jedoch wird HGA entweder langsam durch den Sauerstoff der Luft oder schneller in einem alkalischen Milieu zu Benzochinon-Essigsäure (BQA) oxidiert. Diese chemische Reaktion verursacht das erste AKU-Symptom, nämlich die Dunkel- bis Schwazfärbung des Urins. Die meisten Patienten sind ansonsten in den ersten drei Jahrzehnten symptomlos und produzieren nur diesen ungewöhnlichen Schwarzharn (Abbildung 8). Abbildung 8: Physiologische Darstellung der HGA Ausscheidung. A , HGA gelangt über die Blutbahn zur Niere. B , in der Niere wird HGA filtriert; und C , über die Blase in den Urin ausgeschieden. Abbildungen sind Schnappschüsse des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Allerdings werden nicht alle HGA-Moleküle ausgeschieden, sondern ein Teil davon lagert sich als oxidiertes BQA am Bindegewebe, besonders aber am Knorpelgewebe an (Abbildung 9). Indes ist BQA chemisch betrachtet sehr reaktiv und polymerisiert, d.h. mehrere BQ-Moleküle formen ein mehrkettiges Molekül. Zusätzlich lagern sich noch andere unbekannte chemische Moleküle zu dieser Kette, um somit das ochronotische Pigment zu bilden (Abbildung 10). Abbildung 9: Schematische und reale Darstellung der Oxidierung von HGA zu BQA in Anwesenheit von Sauerstoff (O 2 ) und alkalischem Milieu (OH - ), die zur Schwarzfärbung des Urins führt. Abbildungen sind Schnappschüsse des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 10: Schematische Darstellung des Knochens mit Gelenkknorpel und deren Anlagerung eines BQA-Moleküls. Knochen besteht aus Knochenschwammgewebe (untere Schicht), Subchrondalen Knochen (mittlere Schicht) und dem darüber liegenden Gelenkknorpel. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 11: Schematische Darstellung der BQA-Polymerisierung und des ochronotischen Pigmentes. BQA-Polymer wurde mittels Chem3D Ultra 8.0 erstellt. Diese Abbildung besteht aus zwei Schnappschüssen des Alkaptonurie - Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Sobald das ochronotische Pigment entsteht, wird es von einer zwischen Knorpel und subchondralen Knochen liegenden Knorpelzelle, auch Chondrozyt genannt, aufgenommen. Wenn also ein Chondrozyt ein ochronotisches Pigment aufnimmt, sendet es außerdem Botenstoffe zu anderen Chondrozyten, um ebenfalls ein Pigment aufzunehmen. Zusätzlich wird das Pigment von der „Knochenmüllabfuhr“, den sogenannten Osteoklasten, „verschlungen“, was wiederum zum totalen Verlust des subchrondalen Knochens führt und der Knorpel liegt nun direkt auf dem Knochenschwammgewebe (Abbildung 11). Abbildung 12: Illustration der Ochronosis im Gelenkknorpel. Zunächst wird ein entstandenes Pigment von einer Knorpelzelle aufgenommen. Danach nehmen mehrere Knorpelzellen und Kollagenmoleküle ein ochronotisches Pigment auf. Anschließend wird der subchrondale Knochen von Osteoklasten abgebaut, so dass Gelenkknorpel nun direkt auf Knochenschwammgewebe liegt. Diese Abbildungen sind Schnappschüsse des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Des Weiteren lagert sich das ochronotische Pigment regelmäßig an Kollagenmolekülen an, welche ein Netzwerk aus Fasern zwischen den Knorpelzellen bilden und dem Knorpel sowohl die stabile Struktur als auch seine Elastizität verleihen. Der Knorpel wird schließlich komplett schwarz und brüchig. Darüber hinaus senden Osteoklasten Botenstoffe an immunologische Fresszellen, sogenannte Makrophagen, welche dann anschließend ochronotisch pigmentierte Knorpelzellen verschlingen. Abbildung 13: Entwicklung der Schwarzfärbung des Gelenkknorpels. Ochronotische Pigmente lagern sich regelmäßig an Kollagenmoleküle an, wodurch der ganze Gelenkknorpel schwarz gefärbt und brüchig wird. Diese Bruchstücke, auch „Shards“ genannt, werden von Makrophagen verschlungen, was wiederum zu einem Abbau des Gelenkknorpels führt. Diese Abbildungen sind Schnappschüsse des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 14 zeigt ein Ellbogengelenk mit ochronotischer Schwarzfärbung. Oft bleibt keine andere Wahl als endoprothetischer Gelenkersatz. Gewöhnt beginnt jedoch die ochronotischen Arthopathie (Arthrose) mit Schmerzen an der Wirbelsäule, verursacht durch Verengung und Kalzifizierung des Zwischenwirbelraums, der durch den Abbau der Bandscheiben entsteht, wie in Abbildung 14 illustriert. Außerdem sind Sehnen-, Bänder- und Muskelfaserrisse häufig bei AKU-Patienten zu beobachten (siehe Abbildung 15). Ein weiteres Merkmal von AKU-Patienten sind graue bis schwarze ochronotische Pigmente am Augapfel und an der Ohrmuschel, wie in Abbildung 16 dargestellt. Abbildung 14: Foto eines ochronotisch schwarzgefärbten Ellbogens von einem AKU-Patienten. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 15: Knochenszintigraphie eines 46-jährigen AKU-Patienten und Röntgenbilder der Wirbelsäule von AKU-Patienten, die eine altersabhängige Degenerierung der Wirbelsäule bei AKU-Patienten vorweist. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 16: Foto von einem Sprunggelenk eines AKU-Patienten mit einer Narbe, die durch die Operation eines Achillessehnenrisses entstand. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Des Weiteren bilden sich oft Nierensteine in der sechsten Dekade und bei Männern zusätzlich noch Prostatasteine (Abbildung 18). Abbildung 17: Beispiele einer ochronotischer Pigmentierung des Augapfels und der Ohrmuschel in AKU-Patienten. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 18: Beispiel einer ochronotischer Pigmentierung der Herzklappen in einem AKU-Patientenmit Herzklappenstenose. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 19: Operierter Prostatastein eines männlichen AKU-Patientenmit. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Video von Danilo Halle und Patrick Richter. http://dsaku.de/was-ist-alkaptonurie/patienteninfo/_part1131 Frau Leona Wagner Fri, 08 Sep 2017 21:23:07 +0200 part1131 AKU ist eine sehr seltene Erbkrankheit mit einer Häufigkeitsrate von 2 - 10 : 1 000 000. Die Krankheit wird autosomal rezessiv vererbt, d.h. beide Eltern besitzen mindestens ein defektes mutiertes HGD-Gen, welches für die Krankheit AKU verantwortlich ist. Sie sind HGD-Träger, können aber auch selber betroffene AKU-Patienten sein. Jedoch muss das betroffene AKU-Kind von jedem Elterteil jeweils ein mutierte HGD-Gene erhalten haben. Wenn beide Eltern nur HGD-Träger sind, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschieht, 1:3 (Abbildung 1). Abbildung 1: Schematische Darstellung der autosomal-rezessiven Vererbung von Alkaptonurie, wenn beide Eltern Träger eines defekten HGD-Gens sind. Ein roter Balken stellt ein Chromosom mit mutiertem HGD-Gen dar, ein weißer Balken weist auf das Chromosom mit gesundem intaktem HGD-Gen hin. Das rote Mädchen mit zwei roten Chromosomen ist das AKU-Kind, welches von beiden Eltern jeweils ein mutiertes HGD-Gene erhalten hat. Die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt bei 1:3. Bilder sind Schnappschüsse des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. In gesunden Menschen synthetisiert das HGD-Gen ein intaktes HGD- Protein , auch HGD-Untereinheit genannt, wie in Abbildung 2 dargestellt. Denn für das aktive HGD- Enzym werden sechs Untereinheiten benötigt, wovon drei Untereinheiten jeweils ein sogenanntes Trimer in Form einer Scheibe bilden. Beide Trimerscheiben wiederum lagern sich zu einem bioaktiven Hexamer aufeinander (Abbildung 3). Nur das bioaktive Hexamer ist das HGD-Enzym, welches die von Tyrosin stammende HGA zusammen mit Eisen(II) zu Maleylacetoacetat (MAA) umwandelt (siehe Abbildung 4). Abbildung 2: Synthese des HGD-Proteins vom HGD-Gen im gesunden Menschen. Die hier dargestellte Kristallstruktur von HGD wurde aus Pdb: 1EY2 entnommen und mittels der Graphiksoftware UCSF Chimera 5.1.3 bearbeitet. Das Bild ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 3: Schematische Darstellung des bioaktiven HGD-Enzymes. Das Enzym besteht aus 6 Untereinheiten, wovon jeweils 3 Untereinheiten eine trimere Scheibe bilden und zwei dieser Trimere sich wiederum zu einem bioaktiven Hexamer anordnen. Die Kristallstrukturen wurden aus Pdb: 1EY2-bio entnommen und mittels UCSF Chimera 5.1.3 graphisch bearbeitet. Diese Abbildung wurde aus 2 Schnappschüssen des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter entnommen und ins Deutsche übersetzt. Abbildung 4: Chemische Reaktion von Homogentisinsäure (HGA) zu Maleylacetoacetat (MAA) durch das HGD-Enzym in Anwesenheit von einem Eisen(II)ion. Gelbes Molekül = HGA, cyano Molekül = MAA, Fe ++ = Eisen(II)ion, grüne Moleküle sind die Aminosäuren, die an der Umwandlung von HGA zu MAA beteiligt sind. Die Kristallstruktur der HGD wurde aus Pdb: 1EY2-bio entnommen und mittels UCSF Chimera 5.1.3 graphisch bearbeitet. Diese Abbildung wurde aus 2 Schnappschüssen aus dem Alkaptonurie-Video von Danilo Halle und Patrick Richter entnommen. Eine Mutation im HGD-Gen verursacht eine Änderung in der HGD-Untereinheit, die zu einer Störung der hexameren Anordnung der HGD führt, und das HGD-Enzym ist nun nicht mehr in der Lage, das HGA-Molekül zu MAA umzusetzen. Abbildungen 5 und 6 zeigen den Einfluss der in Deutschland am meisten vorkommenden Mutation M368V (die Mutation verursacht einen Austausch der Aminosäure Methionin in Position 368 aus Aminosäuresequenz der HGD-Untereinheit mit der Aminosäure Valin (Val). Dies hat zur Folge, dass sich die Trimerscheiben nicht mehr zusammensetzen können und somit auch das bioaktive Hexamer nicht gebildet wird. Das Enzym ist jetzt inaktiv, was auch als HGD-Defizienz bezeichnet wird, und dadurch wird die HGA nicht mehr in MAA umgewandelt. Dies führt wiederum zu einer Anreicherung von HGA-Molekülen in der Zelle, welche anschließend durch die Zellmembran diffundieren (Abbildung 6) und dann in die Blutbahn gelangen (Abbildung 7A). Sie werden alsdann in der Niere filtriert (Abbildung 7B) und über den Urin aus dem Körper ausgeschieden (Abbildung 7C). Abbildung 5: Schematische Darstellung der in Deutschland am meisten vorkommenden Mutation, die zu einer M368V Änderung in der Aminosäuresequenz führt. Die Mutation wurde in der Kristallstruktur Pdb: 1EY2 mittels Graphicsoftware PyMol (TM, DeLanano Scientific LLC, 2008) eingebaut. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 6: Einfluss der M368V Mutation auf die nicht mögliche Trimer- und Hexamerbildung des HGD-Enzyms. Dadurch wird das HGD-Enzym inaktiv, auch HGD-Defizienz genannt, und ist somit nicht mehr in der Lage HGA zu MAA umzuwandeln. Die Mutation wurde in der Kristallstruktur Pdb: 1EY2 mittels Graphicsoftware PyMol (TM, DeLanano Scientific LLC, 2008) eingebaut. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 7: Anreicherung von HGA in der Zelle durch inaktives HGD. Gelbe Moleküle = HGA-Moleküle, die hier dargestellten HGD-Untereinheiten liegen einzeln in der Zelle und sind inaktiv. Dies führt zu einer Anreicherung von HGA-Moleküle. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Jedoch wird HGA entweder langsam durch den Sauerstoff der Luft oder schneller in einem alkalischen Milieu zu Benzochinon-Essigsäure (BQA) oxidiert. Diese chemische Reaktion verursacht das erste AKU-Symptom, nämlich die Dunkel- bis Schwazfärbung des Urins. Die meisten Patienten sind ansonsten in den ersten drei Jahrzehnten symptomlos und produzieren nur diesen ungewöhnlichen Schwarzharn (Abbildung 8). Abbildung 8: Physiologische Darstellung der HGA Ausscheidung. A , HGA gelangt über die Blutbahn zur Niere. B , in der Niere wird HGA filtriert; und C , über die Blase in den Urin ausgeschieden. Abbildungen sind Schnappschüsse des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Allerdings werden nicht alle HGA-Moleküle ausgeschieden, sondern ein Teil davon lagert sich als oxidiertes BQA am Bindegewebe, besonders aber am Knorpelgewebe an (Abbildung 9). Indes ist BQA chemisch betrachtet sehr reaktiv und polymerisiert, d.h. mehrere BQ-Moleküle formen ein mehrkettiges Molekül. Zusätzlich lagern sich noch andere unbekannte chemische Moleküle zu dieser Kette, um somit das ochronotische Pigment zu bilden (Abbildung 10). Abbildung 9: Schematische und reale Darstellung der Oxidierung von HGA zu BQA in Anwesenheit von Sauerstoff (O 2 ) und alkalischem Milieu (OH - ), die zur Schwarzfärbung des Urins führt. Abbildungen sind Schnappschüsse des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 10: Schematische Darstellung des Knochens mit Gelenkknorpel und deren Anlagerung eines BQA-Moleküls. Knochen besteht aus Knochenschwammgewebe (untere Schicht), Subchrondalen Knochen (mittlere Schicht) und dem darüber liegenden Gelenkknorpel. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 11: Schematische Darstellung der BQA-Polymerisierung und des ochronotischen Pigmentes. BQA-Polymer wurde mittels Chem3D Ultra 8.0 erstellt. Diese Abbildung besteht aus zwei Schnappschüssen des Alkaptonurie - Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Sobald das ochronotische Pigment entsteht, wird es von einer zwischen Knorpel und subchondralen Knochen liegenden Knorpelzelle, auch Chondrozyt genannt, aufgenommen. Wenn also ein Chondrozyt ein ochronotisches Pigment aufnimmt, sendet es außerdem Botenstoffe zu anderen Chondrozyten, um ebenfalls ein Pigment aufzunehmen. Zusätzlich wird das Pigment von der „Knochenmüllabfuhr“, den sogenannten Osteoklasten, „verschlungen“, was wiederum zum totalen Verlust des subchrondalen Knochens führt und der Knorpel liegt nun direkt auf dem Knochenschwammgewebe (Abbildung 11). Abbildung 12: Illustration der Ochronosis im Gelenkknorpel. Zunächst wird ein entstandenes Pigment von einer Knorpelzelle aufgenommen. Danach nehmen mehrere Knorpelzellen und Kollagenmoleküle ein ochronotisches Pigment auf. Anschließend wird der subchrondale Knochen von Osteoklasten abgebaut, so dass Gelenkknorpel nun direkt auf Knochenschwammgewebe liegt. Diese Abbildungen sind Schnappschüsse des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Des Weiteren lagert sich das ochronotische Pigment regelmäßig an Kollagenmolekülen an, welche ein Netzwerk aus Fasern zwischen den Knorpelzellen bilden und dem Knorpel sowohl die stabile Struktur als auch seine Elastizität verleihen. Der Knorpel wird schließlich komplett schwarz und brüchig. Darüber hinaus senden Osteoklasten Botenstoffe an immunologische Fresszellen, sogenannte Makrophagen, welche dann anschließend ochronotisch pigmentierte Knorpelzellen verschlingen. Abbildung 13: Entwicklung der Schwarzfärbung des Gelenkknorpels. Ochronotische Pigmente lagern sich regelmäßig an Kollagenmoleküle an, wodurch der ganze Gelenkknorpel schwarz gefärbt und brüchig wird. Diese Bruchstücke, auch „Shards“ genannt, werden von Makrophagen verschlungen, was wiederum zu einem Abbau des Gelenkknorpels führt. Diese Abbildungen sind Schnappschüsse des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 14 zeigt ein Ellbogengelenk mit ochronotischer Schwarzfärbung. Oft bleibt keine andere Wahl als endoprothetischer Gelenkersatz. Gewöhnt beginnt jedoch die ochronotischen Arthopathie (Arthrose) mit Schmerzen an der Wirbelsäule, verursacht durch Verengung und Kalzifizierung des Zwischenwirbelraums, der durch den Abbau der Bandscheiben entsteht, wie in Abbildung 14 illustriert. Außerdem sind Sehnen-, Bänder- und Muskelfaserrisse häufig bei AKU-Patienten zu beobachten (siehe Abbildung 15). Ein weiteres Merkmal von AKU-Patienten sind graue bis schwarze ochronotische Pigmente am Augapfel und an der Ohrmuschel, wie in Abbildung 16 dargestellt. Abbildung 14: Foto eines ochronotisch schwarzgefärbten Ellbogens von einem AKU-Patienten. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 15: Knochenszintigraphie eines 46-jährigen AKU-Patienten und Röntgenbilder der Wirbelsäule von AKU-Patienten, die eine altersabhängige Degenerierung der Wirbelsäule bei AKU-Patienten vorweist. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 16: Foto von einem Sprunggelenk eines AKU-Patienten mit einer Narbe, die durch die Operation eines Achillessehnenrisses entstand. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Des Weiteren bilden sich oft Nierensteine in der sechsten Dekade und bei Männern zusätzlich noch Prostatasteine (Abbildung 18). Abbildung 17: Beispiele einer ochronotischer Pigmentierung des Augapfels und der Ohrmuschel in AKU-Patienten. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 18: Beispiel einer ochronotischer Pigmentierung der Herzklappen in einem AKU-Patientenmit Herzklappenstenose. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Videos von Danilo Halle und Patrick Richter. Abbildung 19: Operierter Prostatastein eines männlichen AKU-Patientenmit. Diese Abbildung ist ein Schnappschuss des Alkaptonurie-Video von Danilo Halle und Patrick Richter. ]]> ESMAC-Congress (European Society of Movement Analysis in Adults and Children) Die DSAKU e.V. hatte am 10-12. September 2015 als einzige Patientenorganisation einen Info-Stand auf dem europäischen Ganganalysenkongress ESMAC-Congress in Heidelberg. Tatkräftige Unterstützung erhielt die DSAKU hierbei von Mitglied Karl Kaiser. Als einzige Patienten - Organisation wurden wir verwöhnt, was wir natürlich sehr genossen. Neben dem Info-Stand hielt Ganganalyse-Experte Prof. Dr. Barton einen Vortrag über AKU und Ganganalyse. Außerdem trafen sich Experten aus Polen und Deutschland (Prof. Dr. Dieter Rosenbaum) und die DSAKU-Vorsitzende zu den ersten Sondierungsgesprächen bezüglich eines europäischen Ganganalyseprojektes über AKU. Die 3-dimensionale Ganganalyse wird vom Nationalen AKU-Zentrum in Liverpool (GB) zur quantitativen und qualitativen Analyse von Veränderungen im Gangbild bei AKU empfohlen. Das schwarze ochronotische Pigment und die daraus folgenden Knorpelschäden führen zu Fehlstellungen und Fehlbelastungen der Wirbelsäule und Gelenke der unteren Extremität mit einer Veränderung der normalen Gehbewegung in der 4. Dekade (Barton et al., 2015). Anhand dieses diagnostischen Messverfahrens können anschließend gezielt therapeutische Empfehlungen wie Physiotherapie, Orthesen und chirurgische Eingriffe zur Prävention, Linderung und Überwachung der AKU-assoziierten Arthrose gegeben werden mit dem Ziel, die Lebensqualität bei AKU-Patienten zu erhalten bzw. zu verbessern. Die ersten altersabhängigen Ergebnisse der 3D-Ganganalyse bei AKU wurden von Prof. G. Barton unter dem Titel " Age-Related Deviation of Gait from Normality in Alkaptonuria " publiziert. Hierzu hat die DSAKU Informationen auf Ihrer Webseite zur Verfügung gestellt. Ganganalyse bei AKU. Der AKU-Society-Patienten-Infostand war ursprünglich als International AKU-Societies Stand angemeldet. Die Unkosten sowie Reisekosten des Info-Standes wurden aus den Fördergeldern des Pauschalantrags 2015 der DSAKU e.V. finanziert. http://dsaku.de/veranstaltungen/konferenzen-international/_part1204 Frau Leona Wagner Tue, 29 Aug 2017 15:45:30 +0200 part1204 Die DSAKU e.V. hatte am 10-12. September 2015 als einzige Patientenorganisation einen Info-Stand auf dem europäischen Ganganalysenkongress ESMAC-Congress in Heidelberg. Tatkräftige Unterstützung erhielt die DSAKU hierbei von Mitglied Karl Kaiser. Als einzige Patienten - Organisation wurden wir verwöhnt, was wir natürlich sehr genossen. Neben dem Info-Stand hielt Ganganalyse-Experte Prof. Dr. Barton einen Vortrag über AKU und Ganganalyse. Außerdem trafen sich Experten aus Polen und Deutschland (Prof. Dr. Dieter Rosenbaum) und die DSAKU-Vorsitzende zu den ersten Sondierungsgesprächen bezüglich eines europäischen Ganganalyseprojektes über AKU. Die 3-dimensionale Ganganalyse wird vom Nationalen AKU-Zentrum in Liverpool (GB) zur quantitativen und qualitativen Analyse von Veränderungen im Gangbild bei AKU empfohlen. Das schwarze ochronotische Pigment und die daraus folgenden Knorpelschäden führen zu Fehlstellungen und Fehlbelastungen der Wirbelsäule und Gelenke der unteren Extremität mit einer Veränderung der normalen Gehbewegung in der 4. Dekade (Barton et al., 2015). Anhand dieses diagnostischen Messverfahrens können anschließend gezielt therapeutische Empfehlungen wie Physiotherapie, Orthesen und chirurgische Eingriffe zur Prävention, Linderung und Überwachung der AKU-assoziierten Arthrose gegeben werden mit dem Ziel, die Lebensqualität bei AKU-Patienten zu erhalten bzw. zu verbessern. Die ersten altersabhängigen Ergebnisse der 3D-Ganganalyse bei AKU wurden von Prof. G. Barton unter dem Titel " Age-Related Deviation of Gait from Normality in Alkaptonuria " publiziert. Hierzu hat die DSAKU Informationen auf Ihrer Webseite zur Verfügung gestellt. Ganganalyse bei AKU. Der AKU-Society-Patienten-Infostand war ursprünglich als International AKU-Societies Stand angemeldet. Die Unkosten sowie Reisekosten des Info-Standes wurden aus den Fördergeldern des Pauschalantrags 2015 der DSAKU e.V. finanziert. ]]> Annual European Congress of Rheumatology (EULAR) Die EULAR ist mit ca. 15 000 Delegierten aus mehr als 100 Nationen einer der größten europäischen Rheumatologen-Kongresse, die einmal im Jahr in Großstädten Europas stattfinden. Aus diesem Grund ist der EULAR-Kongress eine gute Plattform, um bei Rheumatologen, Wissenschaftlern, den europäischen Rheuma-Ligen (PARE) und rheumatischen Gesundheitsberufen (Health Professionals, HP) auf die seltene Erkrankung Alkaptonurie aufmerksam zu machen. Dieses Jahr fand der EULAR-Kongress in London statt. Die DSAKU-Vorsitzende Dr. Leona Wagner wurde zum zweiten Mal als Gastrednerin eingeladen, einen Vortrag über Alkaptonurie (AKU) in den PARE-Sessions unter dem Titel „Living with alkaptonuria (AKU) and my activities for the Alkaptonuria Society“ zu halten. Neben den persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Alkaptonurie behandelte der Vortrag insbesondere drei Themen: Nationale und internationale Öffentlichkeitskampagnen wie Welt-Rheuma-Tag (WAD), Tag der seltenen Erkrankungen (TdSE) und auf wissenschaftlichen Kongressen; die Gründung der DSAKU e.V. und Etablierung ihrer Netzwerke sowie die Herausforderungen der Differentialdiagnostik von seltenen rheumatischen Erkrankungen. Im Anschluss gab es sehr viele Fragen darüber, unter anderem auch was die EULAR für die seltenen rheumatischen Erkrankungen (rare RMD’s) tun könnte. Als Vorschlag kam, eine Liste sämtlicher rheumatischer Erkrankungen (RMDs) inklusiv der seltenen RMD‘s zu erstellen. Als Beispiel für eine seltene Erkrankung wurde Alkaptonurie auch vom Krankenpfleger und Sklerodermie-Patienten Joep Welling in der „Highlights Session“ der Gesundheitsberufen vorgestellt. Insgesamt gab es in mehreren Parallel-Sessions über 600 Vorträge, die sich in 3½ Tagen mit den verschiedenen Aspekten und Disziplinen zum Thema Rheuma und Erkrankungen des Bewegungsapparates befassten. Besonders erwähnenswert waren die Vorträge der PARE und Gesundheitsberufen (Health Professionals) mit praktischen Tipps und Erfahrungen bezüglich Schmerzen, chronische Müdigkeit, sportliche Übungen mit Rheuma und Bechterews, Psychoneuroimmunologie (Zusammenspiel zwischen Gehirn, Hormonen und Immunologie), Schwangerschaft mit Rheuma/Lupus sowie Sexualität und Rheuma. Es wurden neue Kontakte insbesondere zu den portugiesischen PARE-Mitgliedern geknüpft. Ein weiteres Highlight war das Rheumatologen-Dinner im Natural History Museum mit einem leckerem Tapas und Disco-Tanz unter und um ein riesengroßes Diplodocus carnegii Dinosaurier-Skelett. Die DSAKU e.V. dankt der EULAR für die freundliche Unterstützung zur Teilnahme an der EULAR2016. Neben unserem Austellungsstand für die Internationale AKU-Societies ( IAKUS ), gab es auch ein Patienten- Poster von AimAKU-Vorsitzende Sylvia Sestini (italienische AKU-Selbsthilfegruppe) und Wissenschaftliches-Poster von Lia Milucci (Universität Siena). IAKUS ist eine lose Gemeinschaft von allen weltweiten AKU-Societies aus Deutschland (DSAKU e.V.), Italien (AimAKU), Großbritannien (AKUS, UK), Frankreich (ALCAP), Belgium (ALCAP.be), Jordannien (Jordanian AKUS), Indien (AKUS-India), Brasilien (AKU-Brasil) und Holland (VKS). AKUS Schweden ist dabei sich zu etablieren. Die Reisekosten und Postern wurde mittels den Pauschal-Fördergeldern der DSAKU e.V. finanziert. Poster über Ganganalyse bei AKU. Slide Show EULAR2015 Rom: IAKUS-Roll-Up-Poster entworfen mit Absprache der Internationen AKU-Societies von Dr. Leona Wagner EULAR London 2011 Dr. Leona Wagner (DSAKU) und Oliver Timmis (AKU-Society) vertraten die AKU-Society an einem Ausstellungs-stand und identifizierten 20 neue AKU-Patienten aus aller Welt. Die Reisekosten finanzierte Dr. Leona Wagner aus privaten Mitteln. EULAR Autumn Conference Athens 2011 Die DSAKU Vorsitzende Dr. Leona Wagner präsentierte 2 Poster und das AKU-Video für die AKU-Society in Athen. Außerdem wurde ihr angeraten eine Bewerbung zur Aufnahme der AKU-Society als angegliedertes Mitglied der PARE (People with Arthritis/ Rheumatism in Europe) zu schreiben. EULAR Berlin 2012 Frau Dr. L. Wagner repräsentierte am 6-9 Juni 2012 die AKU-Society und DSAKU mit mehreren Postern an einem Ausstellungsstand und identifizierte 10 neue AKU-Patienten aus aller Welt. Des Weiteren entstanden ein neue AKU-Projekt in Iran und Rumänien. Poster und Reisekosten wurden von Dr. Wagner privat finanziert. Viele Besucher und Freunde winkten die von Dr. Leona Wagner entworfene AKU-WAD-Fahne, um die Öffentlich-keit für den Weltarthrosetag 2012 auf die seltene Erkrankung Alkaptonurie aufmerksam zu machen. WAD-Flag2012-Slideshow: EULAR Paris 2014 Die Vorsitzende der DSAKU e.V., Dr. Leona Wagner war eingeladene Gastrednerin bei der PARE-Session auf der EUALR2014 in Paris. Als Vertreterin der "International AKU-Societies" präsentierte sie ihrem Vortrag: "Peer and research support in rare diseases: A case study of the International AKU-Societies" Somit konnte sie den verschiedenen europäischen Rheuma-Ligen auf die ultra-seltene Krankheit Alkaptonurie auf-merksam machen. Außerdem traf sie dort viele alte und neue Bekannte bzw. Freunde. Die DSAKU e.V. bedankt sich bei der EULAR für die freundliche Unterstützung zur Teilnhame an der EULAR2014. Impressionen: Die Fotos wurden freundlicherweise von WAD-Facebook Freundin Roula Angelidaki Stara aus Kreta zur Verfügung gestellt. http://dsaku.de/veranstaltungen/konferenzen-international/_part1111 Frau Leona Wagner Tue, 29 Aug 2017 15:41:50 +0200 part1111 Die EULAR ist mit ca. 15 000 Delegierten aus mehr als 100 Nationen einer der größten europäischen Rheumatologen-Kongresse, die einmal im Jahr in Großstädten Europas stattfinden. Aus diesem Grund ist der EULAR-Kongress eine gute Plattform, um bei Rheumatologen, Wissenschaftlern, den europäischen Rheuma-Ligen (PARE) und rheumatischen Gesundheitsberufen (Health Professionals, HP) auf die seltene Erkrankung Alkaptonurie aufmerksam zu machen. Dieses Jahr fand der EULAR-Kongress in London statt. Die DSAKU-Vorsitzende Dr. Leona Wagner wurde zum zweiten Mal als Gastrednerin eingeladen, einen Vortrag über Alkaptonurie (AKU) in den PARE-Sessions unter dem Titel „Living with alkaptonuria (AKU) and my activities for the Alkaptonuria Society“ zu halten. Neben den persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Alkaptonurie behandelte der Vortrag insbesondere drei Themen: Nationale und internationale Öffentlichkeitskampagnen wie Welt-Rheuma-Tag (WAD), Tag der seltenen Erkrankungen (TdSE) und auf wissenschaftlichen Kongressen; die Gründung der DSAKU e.V. und Etablierung ihrer Netzwerke sowie die Herausforderungen der Differentialdiagnostik von seltenen rheumatischen Erkrankungen. Im Anschluss gab es sehr viele Fragen darüber, unter anderem auch was die EULAR für die seltenen rheumatischen Erkrankungen (rare RMD’s) tun könnte. Als Vorschlag kam, eine Liste sämtlicher rheumatischer Erkrankungen (RMDs) inklusiv der seltenen RMD‘s zu erstellen. Als Beispiel für eine seltene Erkrankung wurde Alkaptonurie auch vom Krankenpfleger und Sklerodermie-Patienten Joep Welling in der „Highlights Session“ der Gesundheitsberufen vorgestellt. Insgesamt gab es in mehreren Parallel-Sessions über 600 Vorträge, die sich in 3½ Tagen mit den verschiedenen Aspekten und Disziplinen zum Thema Rheuma und Erkrankungen des Bewegungsapparates befassten. Besonders erwähnenswert waren die Vorträge der PARE und Gesundheitsberufen (Health Professionals) mit praktischen Tipps und Erfahrungen bezüglich Schmerzen, chronische Müdigkeit, sportliche Übungen mit Rheuma und Bechterews, Psychoneuroimmunologie (Zusammenspiel zwischen Gehirn, Hormonen und Immunologie), Schwangerschaft mit Rheuma/Lupus sowie Sexualität und Rheuma. Es wurden neue Kontakte insbesondere zu den portugiesischen PARE-Mitgliedern geknüpft. Ein weiteres Highlight war das Rheumatologen-Dinner im Natural History Museum mit einem leckerem Tapas und Disco-Tanz unter und um ein riesengroßes Diplodocus carnegii Dinosaurier-Skelett. Die DSAKU e.V. dankt der EULAR für die freundliche Unterstützung zur Teilnahme an der EULAR2016. Neben unserem Austellungsstand für die Internationale AKU-Societies ( IAKUS ), gab es auch ein Patienten- Poster von AimAKU-Vorsitzende Sylvia Sestini (italienische AKU-Selbsthilfegruppe) und Wissenschaftliches-Poster von Lia Milucci (Universität Siena). IAKUS ist eine lose Gemeinschaft von allen weltweiten AKU-Societies aus Deutschland (DSAKU e.V.), Italien (AimAKU), Großbritannien (AKUS, UK), Frankreich (ALCAP), Belgium (ALCAP.be), Jordannien (Jordanian AKUS), Indien (AKUS-India), Brasilien (AKU-Brasil) und Holland (VKS). AKUS Schweden ist dabei sich zu etablieren. Die Reisekosten und Postern wurde mittels den Pauschal-Fördergeldern der DSAKU e.V. finanziert. Poster über Ganganalyse bei AKU. Slide Show EULAR2015 Rom: IAKUS-Roll-Up-Poster entworfen mit Absprache der Internationen AKU-Societies von Dr. Leona Wagner EULAR London 2011 Dr. Leona Wagner (DSAKU) und Oliver Timmis (AKU-Society) vertraten die AKU-Society an einem Ausstellungs-stand und identifizierten 20 neue AKU-Patienten aus aller Welt. Die Reisekosten finanzierte Dr. Leona Wagner aus privaten Mitteln. EULAR Autumn Conference Athens 2011 Die DSAKU Vorsitzende Dr. Leona Wagner präsentierte 2 Poster und das AKU-Video für die AKU-Society in Athen. Außerdem wurde ihr angeraten eine Bewerbung zur Aufnahme der AKU-Society als angegliedertes Mitglied der PARE (People with Arthritis/ Rheumatism in Europe) zu schreiben. EULAR Berlin 2012 Frau Dr. L. Wagner repräsentierte am 6-9 Juni 2012 die AKU-Society und DSAKU mit mehreren Postern an einem Ausstellungsstand und identifizierte 10 neue AKU-Patienten aus aller Welt. Des Weiteren entstanden ein neue AKU-Projekt in Iran und Rumänien. Poster und Reisekosten wurden von Dr. Wagner privat finanziert. Viele Besucher und Freunde winkten die von Dr. Leona Wagner entworfene AKU-WAD-Fahne, um die Öffentlich-keit für den Weltarthrosetag 2012 auf die seltene Erkrankung Alkaptonurie aufmerksam zu machen. WAD-Flag2012-Slideshow: EULAR Paris 2014 Die Vorsitzende der DSAKU e.V., Dr. Leona Wagner war eingeladene Gastrednerin bei der PARE-Session auf der EUALR2014 in Paris. Als Vertreterin der "International AKU-Societies" präsentierte sie ihrem Vortrag: "Peer and research support in rare diseases: A case study of the International AKU-Societies" Somit konnte sie den verschiedenen europäischen Rheuma-Ligen auf die ultra-seltene Krankheit Alkaptonurie auf-merksam machen. Außerdem traf sie dort viele alte und neue Bekannte bzw. Freunde. Die DSAKU e.V. bedankt sich bei der EULAR für die freundliche Unterstützung zur Teilnhame an der EULAR2014. Impressionen: Die Fotos wurden freundlicherweise von WAD-Facebook Freundin Roula Angelidaki Stara aus Kreta zur Verfügung gestellt. ]]> International AKU-Workshops Die AKU-Society organisiert regelmäßig internationale Workshops für Patienten, Mediziner und Wissenschaftler, zu denen alle an Alkaptonurie Interessierte herzlich eingeladen sind.. Die DSAKU-Vorsitzende Dr. Leona Wagner hat bereits an den 4., 5., 6. und 7. Workshops auf eigene Kosten sowie mit Ünterstützung der DSAKU e.V. an den 8. und 9. Workshops teilgenommen bzw. einen Vortrag am 5. Workshop gehalten und das AKU-Video vorgestellt. 3th Internation Scientific and Patient AKU Workshop, Siena, Italy 4th International Scientific AKU-Workshop in Cambridge, UK Alkaptonuria, Cardiff 5th International Scientific and Patient AKU-Workshop in Liverpool, GB 6th International Scientific AKU-Workshop in Piešťany, Slowakei 7th International Scientific and Patient AKU-Workshop, Liverpool, GB 8th International Scientific AKU-Workshop, Stockholm, Schweden Zusammenfassung 9th International Scientific AKU-Workshop, Kopenhagen, Dänemark http://dsaku.de/veranstaltungen/konferenzen-international/_part1110 Frau Leona Wagner Tue, 29 Aug 2017 15:29:25 +0200 part1110 Förderer DSAKU-Veranstaltungen: Unsere DSAKU-Veranstaltungen und Mitgliederversammlungen in 2015 und 2016 wurden freundlicherweise von der Techniker Krankenkasse gemäß § 20c SGB V unterstützt. Pauschal: Die Deutschsprachige Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie e.V. (DSAKU) wird freundlicherweise durch die GKV- Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene gemäß § 20c SGB V von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert: Projekte: 1. Hebammen & Kinderarzt-Flugblatt: Für das Projekt "Hebammen & Kinderarzt-Flugblatt" zur Identifizierung von AKU-Kindern wurde die DSAKU e.V. 2016 freundlicherweise von der Betriebskrankenkasse (BKK) gemäß § 20c SGB V unterstützt. 2. AKU-Info auf arabisch: Für das Projekt "AKU-Info auf arabisch mit einem arabischen Flugblatt und einer arabischen Rubrik auf DSAKU-Webseite " wurde die DSAKU e.V. 2016 freundlicherweise von der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK gemäß § 20c SGB V unterstützt. Des Weiteren haben mehrere Familien die DSAKU e.V. gefördert: DSAKU e.V. Vorsitzende und Fanilie (Halle & Stuttgart) für die Kosten der Webseite und DSAKU-Flugblätter sowie Teilnahme an nationalen und internationalen Veranstaltungen zwischen 2011 und 2013. Familie Jäger (Oberhachingen) Familie Wagner (Pforzheim) Famile Schödl (München) http://dsaku.de/spenden/foerderer/_part1170 Frau Leona Wagner Tue, 29 Aug 2017 15:24:59 +0200 part1170 DSAKU-Veranstaltungen: Unsere DSAKU-Veranstaltungen und Mitgliederversammlungen in 2015 und 2016 wurden freundlicherweise von der Techniker Krankenkasse gemäß § 20c SGB V unterstützt. Pauschal: Die Deutschsprachige Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie e.V. (DSAKU) wird freundlicherweise durch die GKV- Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene gemäß § 20c SGB V von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert: Projekte: 1. Hebammen & Kinderarzt-Flugblatt: Für das Projekt "Hebammen & Kinderarzt-Flugblatt" zur Identifizierung von AKU-Kindern wurde die DSAKU e.V. 2016 freundlicherweise von der Betriebskrankenkasse (BKK) gemäß § 20c SGB V unterstützt. 2. AKU-Info auf arabisch: Für das Projekt "AKU-Info auf arabisch mit einem arabischen Flugblatt und einer arabischen Rubrik auf DSAKU-Webseite " wurde die DSAKU e.V. 2016 freundlicherweise von der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK gemäß § 20c SGB V unterstützt. Des Weiteren haben mehrere Familien die DSAKU e.V. gefördert: DSAKU e.V. Vorsitzende und Fanilie (Halle & Stuttgart) für die Kosten der Webseite und DSAKU-Flugblätter sowie Teilnahme an nationalen und internationalen Veranstaltungen zwischen 2011 und 2013. Familie Jäger (Oberhachingen) Familie Wagner (Pforzheim) Famile Schödl (München) ]]> Die DSAKU (Deutschsprachige Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie e.V.) ...wurde am 18.02.2012 in Gochsheim bei Schweinfurt gegründet. Seit 21.6.2012 ist die DSAKU auch im Amtsgericht Schweinfurt als gemeinnütziger eingetragener Verein registriert. Gruppenfoto zur Vereinsgründung der DSAKU am 18. Februar 2012 in Gochsheim bei Schweinfurt. Die DSAKU hat u. a. folgende Aufgaben: Frühere Diagnose, bessere medizinische Versorgung und Therapie durch Informationen über Alkaptonurie Kontaktpflege mit anderen AKU-Patienten => Aufhebung der oft gefühlten Isolation und Einsamkeit der Betroffenen Hilfe zur Selbsthilfe => Hilfestellungen für AKU-Patienten aller Altersgruppen in allen Lebenslagen und Lebenssituationen Hilfestellung in Rechtsfragen aufgrund der Zusammenarbeit mit der deutschen Rheumaliga Kontakt zur DSAKU e.V. Auf Grund falscher Informationen im Internet bezüglich der Deutschsprachigen Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie (DSAKU) e.V. durch Dritte möchte die DSAKU e.V. folgendes klarstellen: Die DSAKU e.V. ist ein gemeinnütziger Verein der Gesundheitspflege und Förderung von Patienten mit der angeborenen Stoffwechselkrankheit Alkaptonurie. Sie hat ihren Vereinssitz in Gochsheim Ist registriert im Amtsgericht Schweinfurt Ihr offizieller Wirkungskreis ist in der Bundesrepublik Deutschland. Die Geschäftsstelle der DSAKU e.V. befindet sich nicht in Cambridge (GB) Sie wurde nicht von einer im Ausland wohnhaften Organisation gegründet International ist die DSAKU e.V. Mitglied von EURORDIS, Orphanet und MSSO, steht ansonsten aber auf internationaler Ebene in keiner vertraglichen Verfplichtung mit einer anderen Organisation Ihre Hauptziele sind Kontaktpflege sowie bessere medizinische Versorgung durch Therapie und Differenzialdiagnose von AKU-Patienten und nicht eine klinische Studie oder gar ein pharmazeutischer Wirkstoff Die DSAKU e.V. legt sehr viel Wert auf Einhaltung der Helsinki Deklaration sowie Guter Klinischer Praxis gemäß AMG und EFGCP . http://dsaku.de/startseite/_part1056 Frau Leona Wagner Tue, 29 Aug 2017 15:16:14 +0200 part1056 ...wurde am 18.02.2012 in Gochsheim bei Schweinfurt gegründet. Seit 21.6.2012 ist die DSAKU auch im Amtsgericht Schweinfurt als gemeinnütziger eingetragener Verein registriert. Gruppenfoto zur Vereinsgründung der DSAKU am 18. Februar 2012 in Gochsheim bei Schweinfurt. Die DSAKU hat u. a. folgende Aufgaben: Frühere Diagnose, bessere medizinische Versorgung und Therapie durch Informationen über Alkaptonurie Kontaktpflege mit anderen AKU-Patienten => Aufhebung der oft gefühlten Isolation und Einsamkeit der Betroffenen Hilfe zur Selbsthilfe => Hilfestellungen für AKU-Patienten aller Altersgruppen in allen Lebenslagen und Lebenssituationen Hilfestellung in Rechtsfragen aufgrund der Zusammenarbeit mit der deutschen Rheumaliga Kontakt zur DSAKU e.V. Auf Grund falscher Informationen im Internet bezüglich der Deutschsprachigen Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie (DSAKU) e.V. durch Dritte möchte die DSAKU e.V. folgendes klarstellen: Die DSAKU e.V. ist ein gemeinnütziger Verein der Gesundheitspflege und Förderung von Patienten mit der angeborenen Stoffwechselkrankheit Alkaptonurie. Sie hat ihren Vereinssitz in Gochsheim Ist registriert im Amtsgericht Schweinfurt Ihr offizieller Wirkungskreis ist in der Bundesrepublik Deutschland. Die Geschäftsstelle der DSAKU e.V. befindet sich nicht in Cambridge (GB) Sie wurde nicht von einer im Ausland wohnhaften Organisation gegründet International ist die DSAKU e.V. Mitglied von EURORDIS, Orphanet und MSSO, steht ansonsten aber auf internationaler Ebene in keiner vertraglichen Verfplichtung mit einer anderen Organisation Ihre Hauptziele sind Kontaktpflege sowie bessere medizinische Versorgung durch Therapie und Differenzialdiagnose von AKU-Patienten und nicht eine klinische Studie oder gar ein pharmazeutischer Wirkstoff Die DSAKU e.V. legt sehr viel Wert auf Einhaltung der Helsinki Deklaration sowie Guter Klinischer Praxis gemäß AMG und EFGCP . ]]> Alkaptonuria (AKU) in English Introduction Alkaptonuria (AKU, ochronosis, omim 203500 , ORPHA56 ) is a rare genetic disease that requires two gene mutations - one from eacht parent - in order to occur. Thus, it is an autosomal recessive disorder. AKU affects the final breakdown of proteins as it is caused by an enzymatic deficiency of the tyrosine metabolism. Hence, patients accumulate the metabolite homogentisic acid at (HGA) about 2000 times the normal rate (1,2). Oxidation of HGA to BQA results in darkening of urine (Figure 1), cartilage degradation and symptoms similar to early-onset osteoarthritis. A unique feature of AKU patients is blackening of cartilage and other connective tissues such as tendons, ligaments, muscles, heart valve, auricles and eye sclera, also referred to as ochronotic pigmentation (Figure 2). This process is called ochronoses and results in oxidative stress, producing radical oxygen species (ROS), inflammation and secondory amyloidosis AA (5, 6). Therefore, as a chronic systemic disease, AKU requires age-dependent surveillance and subsequent therapeutic interventions as summarised in Table 1. Severity and disease progress can be monitored by the AKU-Severity-Score- Index, developed by Prof. Ranganath and Prof. Cox (2-4). Currently, there is no cure available and treatment entails symptom relief such as pain management, physiotherapy and surgery involving joint replacement. Presently, a FP7-funded clinical trial ( developAKUre ) is being conducted to investigate the drug nitisinone for the curative treatment of AKU as illustrated in Table 3 (2). Gait analysis has shown to be a powerful tool to assess onset of AKU-associated arthropathy and to monitor gait impairments for recommendations of effective therapeutic interventions (7). The worldwide prevalence of alkaptonuria is currently 4 - 10 : 1,000,000, however, there are so-called hotspots such as Slovakia, Jordan, India, the Dominican Republic and Berlin (8,9). The highest frequency is found in Slovakia with 1:19,000. Figure 1: Oxidation of homogentisic acid (HGA) to BQA causes darkening of the urine when exposed to air (8). Figure 2: AKU-symptoms due to ochronosis. Ochronotic pigmentation of the connective tissue causes arthropathy of the spine and joints, discolouration of eye and ear as well as aortic stenosis (1-3, 10, 11). AKU-Symtoms: Darkening of urine (brown - black) Darkening of cartilage (brown - black) Systemic Amyloidosis AA Blue -greyish discolourisation of ear pinna (~30 years) Brown - black spots in eye sclera Spondyloarthropathy with calcification of intervertebral disc space at ~30 years Age-dependent gait-impairments at ~30 years Rapid progressive polyarthropathy (ochronotic arthropathy) associated with pain at ~40 years Ruptures of tendons, muscles and ligaments Aortic stenosis at ~50 years Kidney- / prostate stones at ~60 years Figure 3: Summary of AKU associated symptoms. The first sign of AKU is darkening of urine upon exposure to the air. In early adulthood ochronosis begins, resulting in arthropathy of the spine and mainly larger joints, pigmentation of eye sclera and outer ear, aortic stenosis and kidney- / prostate-stones. Monitoring and Diagnostics: Surveillance of AKU-symptoms can be monitored as summarised in talbe 2 (1-4, 10, 12-14). Severity and disease progression is determined according to the AKU-Severity-Score-Index (AKUSSI) , developed by Prof. Ranganath and Prof. Cox and outlined in Table 3 (2-4). Table 2:Summary of monitoring AKU-symptoms (1-4, 11-15) Symptoms Age Diagnostic Interventions Dark urine 0 HGA determination, Mutation-analyses, kidney function Bone metabolism Healthy lifestyle, moderate protein intake, avoidance of sports and labour with high impact Pigmentation of skin, outer ear and sclera 30 Examination, documentation No special interventions are necessary Back pain due to degenerate arthropathy 30 X-rays, MRT, bone isotope scan Pain therapy, physiotherapy, physical exercises, surgery if indicated Ruptures of muscles, tendons and ligaments 30 MRT, ultrasound Strengthening of muscles/joints by moderate sport activities, , surgery if indicated Arthropathy of large joints 40 X-rays, MRT, bone isotope scan Pain therapy, physiotherapy, physical exercises, surgery, joint replacement if indicated Kidney-stones 50 Ultrasound, CT, laboratory diagnostics Surgical removal of kidney stones Prostate-stones 50 Ultrasound, CT Surgical removal of prostate stones Aortic stenosis 50 Echocardiogram, ECG Replacement of heart valves Depression / Isolation 30 Medical history, clarification of the causes Patients’ support-group DSAKU, psychotherapy, antidepressants Table 2: AKU-Severity-Score-Index (AKUSSI) as developed by Prof. Ranganath and Cox (2-4). *, eye conjunctiva: none, slight, moderate/marked; §, sclera:none, slight, moderate/marked; #, number of fracture or rupture. Therapy Table 3: Summary of symptomatic and curative therapies (2,11). Therapy / Counselling Treatment Summary Symptomatic Therapies: Nutrition Vitamin C Efficacy unproven Low Protein Diet Efficacy in adults unproven, compliance problematic Life style counselling Excercise Low impact sports, e.g. swimming, are recommended Choice of job Avoid jobs with heavy labour Family Planning Professional Genetic Counselling Disability Often difficult to obtain to to lack of knowledge about AKU Invalidity Therapies by health professionals Physiotherapy Underused, recommended to maintain mobility Occupational Therapy Underused, recommended to maintain work Pain management Tailored pain therapy Widely used palliative therapy, incompletely effective Surveillance Diagnostics Lack of knowledge prevents utilisation Surgery Organ replacement Probably unjustified in a disease with relatively preserved lifespan Palliative Surgery Effective but invasive, not universally available HGA-lowering curative Therapies: Substrate reduction therapy Nitisinon Currently under investigations ( www.developAKUre.eu ) Gene-therapy HGD-gene Not yet available Enzyme replacement HGD-enzyme Not yet available Disease Management: Table 4: Recommentations of disease management in AKU at all ages and life-circumstances (2,11-18). *Recommended by DSAKU e.V.,**possible symptoms or problems, Deutsche Rheuma-Liga = German League against Rheumatism, Unabhängige Patientenberatung Deutschland = independent patient-counselling Germany.*, great degree of variation; **, may occur. Age (±) Possible symptoms / problems Recommended interventions + treatment methods Infancy Identification* Laboratory analysis HGA Childhood Laboraty diagnostics* Surveillance of kidney functions Childhood Diet* Healthy low protein Childhood Sport activity* Avoidance diet of sport activity with high impact Adolescence Choice of occupation* Avoidance of jobs with heavy labour Adulthood Family planning* Genetic counselling 20 - 30 + Back pain* Physiotherapy, pain therapy, physical exercises 30 + Felt Isolation** Contacts with other AKU-patients via DSAKU e.V. 40 + Joint pain* Tailored pain therapy, physical therapy, 40 + Surveillance of kidney / prostate* Annual ultrasound + laboratory diagnostics 40 + Surveillance of heart / arteries* Annual ECG + Echocardiogram 40 + Working with AKU** Support by DSAKU + Deutsche Rheuma 1 50 + Stiffness + joint pain** Orthopaedic surveillance, surgery if required such as joint replacement 50 + Kidney- + prostate-stones** Surgical removal of kidney- / prostate-stones if required 50 + Aortic stenosis** Replacement of heart valves if required 50 + Possible occupational disability / invalidity** Support by DSAKU + Deutsche Rheuma-Liga 1 + Unabhängige Patientenberatung Deutschland References Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. D., Fitzpatrick, D. L., Anderson, P. D., Huizing, M., Anikster, Y., Gerber, L. H., and Gahl, W. A. (2002) Natural history of alkaptonuria. N.Engl.J.Med. 347, 2111-2121. Ranganath, L. R., Jarvis, J. C., and Gallagher, J. A. (2013) Recent advances in management of alkaptonuria (invited review; best practice article) J Clin.Pathol. 66, 367-373. Ranganath, L. R. and Cox, T. F. (2011) Natural history of alkaptonuria revisited: analyses based on scoring systems. J Inherit.Metab Dis. 34, 1141-1151. Cox, T. F. and Ranganath, L. (2011) A quantitative assessment of alkaptonuria : Testing the reliability of two disease severity scoring systems. J.Inherit.Metab Dis. 34, 1153-1162. Braconi, D., Millucci, L., Bernardini, G., Santucci, A. (2015) Oxidative stress and mechanisms of ochronosis in alkaptonuria. Free Radic Biol Med. 88 (Pt A), 70-80. Millucci, L., Ghezzi, L., Bernardini, G., Braconi, D., Lupetti, P., Perfetto, F., Orl,andini, M., Santucci, A. 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Unabhängige Patientenberatung Deutschland (2016) www.patientenberatung.de http://dsaku.de/hilfe-bei-alkaptonurie/english-aku-info-/_part1211 Frau Leona Wagner Fri, 25 Aug 2017 16:29:15 +0200 part1211 Introduction Alkaptonuria (AKU, ochronosis, omim 203500 , ORPHA56 ) is a rare genetic disease that requires two gene mutations - one from eacht parent - in order to occur. Thus, it is an autosomal recessive disorder. AKU affects the final breakdown of proteins as it is caused by an enzymatic deficiency of the tyrosine metabolism. Hence, patients accumulate the metabolite homogentisic acid at (HGA) about 2000 times the normal rate (1,2). Oxidation of HGA to BQA results in darkening of urine (Figure 1), cartilage degradation and symptoms similar to early-onset osteoarthritis. A unique feature of AKU patients is blackening of cartilage and other connective tissues such as tendons, ligaments, muscles, heart valve, auricles and eye sclera, also referred to as ochronotic pigmentation (Figure 2). This process is called ochronoses and results in oxidative stress, producing radical oxygen species (ROS), inflammation and secondory amyloidosis AA (5, 6). Therefore, as a chronic systemic disease, AKU requires age-dependent surveillance and subsequent therapeutic interventions as summarised in Table 1. Severity and disease progress can be monitored by the AKU-Severity-Score- Index, developed by Prof. Ranganath and Prof. Cox (2-4). Currently, there is no cure available and treatment entails symptom relief such as pain management, physiotherapy and surgery involving joint replacement. Presently, a FP7-funded clinical trial ( developAKUre ) is being conducted to investigate the drug nitisinone for the curative treatment of AKU as illustrated in Table 3 (2). Gait analysis has shown to be a powerful tool to assess onset of AKU-associated arthropathy and to monitor gait impairments for recommendations of effective therapeutic interventions (7). The worldwide prevalence of alkaptonuria is currently 4 - 10 : 1,000,000, however, there are so-called hotspots such as Slovakia, Jordan, India, the Dominican Republic and Berlin (8,9). The highest frequency is found in Slovakia with 1:19,000. Figure 1: Oxidation of homogentisic acid (HGA) to BQA causes darkening of the urine when exposed to air (8). Figure 2: AKU-symptoms due to ochronosis. Ochronotic pigmentation of the connective tissue causes arthropathy of the spine and joints, discolouration of eye and ear as well as aortic stenosis (1-3, 10, 11). AKU-Symtoms: Darkening of urine (brown - black) Darkening of cartilage (brown - black) Systemic Amyloidosis AA Blue -greyish discolourisation of ear pinna (~30 years) Brown - black spots in eye sclera Spondyloarthropathy with calcification of intervertebral disc space at ~30 years Age-dependent gait-impairments at ~30 years Rapid progressive polyarthropathy (ochronotic arthropathy) associated with pain at ~40 years Ruptures of tendons, muscles and ligaments Aortic stenosis at ~50 years Kidney- / prostate stones at ~60 years Figure 3: Summary of AKU associated symptoms. The first sign of AKU is darkening of urine upon exposure to the air. In early adulthood ochronosis begins, resulting in arthropathy of the spine and mainly larger joints, pigmentation of eye sclera and outer ear, aortic stenosis and kidney- / prostate-stones. Monitoring and Diagnostics: Surveillance of AKU-symptoms can be monitored as summarised in talbe 2 (1-4, 10, 12-14). Severity and disease progression is determined according to the AKU-Severity-Score-Index (AKUSSI) , developed by Prof. Ranganath and Prof. Cox and outlined in Table 3 (2-4). Table 2:Summary of monitoring AKU-symptoms (1-4, 11-15) Symptoms Age Diagnostic Interventions Dark urine 0 HGA determination, Mutation-analyses, kidney function Bone metabolism Healthy lifestyle, moderate protein intake, avoidance of sports and labour with high impact Pigmentation of skin, outer ear and sclera 30 Examination, documentation No special interventions are necessary Back pain due to degenerate arthropathy 30 X-rays, MRT, bone isotope scan Pain therapy, physiotherapy, physical exercises, surgery if indicated Ruptures of muscles, tendons and ligaments 30 MRT, ultrasound Strengthening of muscles/joints by moderate sport activities, , surgery if indicated Arthropathy of large joints 40 X-rays, MRT, bone isotope scan Pain therapy, physiotherapy, physical exercises, surgery, joint replacement if indicated Kidney-stones 50 Ultrasound, CT, laboratory diagnostics Surgical removal of kidney stones Prostate-stones 50 Ultrasound, CT Surgical removal of prostate stones Aortic stenosis 50 Echocardiogram, ECG Replacement of heart valves Depression / Isolation 30 Medical history, clarification of the causes Patients’ support-group DSAKU, psychotherapy, antidepressants Table 2: AKU-Severity-Score-Index (AKUSSI) as developed by Prof. Ranganath and Cox (2-4). *, eye conjunctiva: none, slight, moderate/marked; §, sclera:none, slight, moderate/marked; #, number of fracture or rupture. Therapy Table 3: Summary of symptomatic and curative therapies (2,11). Therapy / Counselling Treatment Summary Symptomatic Therapies: Nutrition Vitamin C Efficacy unproven Low Protein Diet Efficacy in adults unproven, compliance problematic Life style counselling Excercise Low impact sports, e.g. swimming, are recommended Choice of job Avoid jobs with heavy labour Family Planning Professional Genetic Counselling Disability Often difficult to obtain to to lack of knowledge about AKU Invalidity Therapies by health professionals Physiotherapy Underused, recommended to maintain mobility Occupational Therapy Underused, recommended to maintain work Pain management Tailored pain therapy Widely used palliative therapy, incompletely effective Surveillance Diagnostics Lack of knowledge prevents utilisation Surgery Organ replacement Probably unjustified in a disease with relatively preserved lifespan Palliative Surgery Effective but invasive, not universally available HGA-lowering curative Therapies: Substrate reduction therapy Nitisinon Currently under investigations ( www.developAKUre.eu ) Gene-therapy HGD-gene Not yet available Enzyme replacement HGD-enzyme Not yet available Disease Management: Table 4: Recommentations of disease management in AKU at all ages and life-circumstances (2,11-18). *Recommended by DSAKU e.V.,**possible symptoms or problems, Deutsche Rheuma-Liga = German League against Rheumatism, Unabhängige Patientenberatung Deutschland = independent patient-counselling Germany.*, great degree of variation; **, may occur. Age (±) Possible symptoms / problems Recommended interventions + treatment methods Infancy Identification* Laboratory analysis HGA Childhood Laboraty diagnostics* Surveillance of kidney functions Childhood Diet* Healthy low protein Childhood Sport activity* Avoidance diet of sport activity with high impact Adolescence Choice of occupation* Avoidance of jobs with heavy labour Adulthood Family planning* Genetic counselling 20 - 30 + Back pain* Physiotherapy, pain therapy, physical exercises 30 + Felt Isolation** Contacts with other AKU-patients via DSAKU e.V. 40 + Joint pain* Tailored pain therapy, physical therapy, 40 + Surveillance of kidney / prostate* Annual ultrasound + laboratory diagnostics 40 + Surveillance of heart / arteries* Annual ECG + Echocardiogram 40 + Working with AKU** Support by DSAKU + Deutsche Rheuma 1 50 + Stiffness + joint pain** Orthopaedic surveillance, surgery if required such as joint replacement 50 + Kidney- + prostate-stones** Surgical removal of kidney- / prostate-stones if required 50 + Aortic stenosis** Replacement of heart valves if required 50 + Possible occupational disability / invalidity** Support by DSAKU + Deutsche Rheuma-Liga 1 + Unabhängige Patientenberatung Deutschland References Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. D., Fitzpatrick, D. L., Anderson, P. D., Huizing, M., Anikster, Y., Gerber, L. H., and Gahl, W. A. (2002) Natural history of alkaptonuria. N.Engl.J.Med. 347, 2111-2121. Ranganath, L. R., Jarvis, J. C., and Gallagher, J. A. (2013) Recent advances in management of alkaptonuria (invited review; best practice article) J Clin.Pathol. 66, 367-373. Ranganath, L. R. and Cox, T. F. (2011) Natural history of alkaptonuria revisited: analyses based on scoring systems. J Inherit.Metab Dis. 34, 1141-1151. Cox, T. F. and Ranganath, L. (2011) A quantitative assessment of alkaptonuria : Testing the reliability of two disease severity scoring systems. J.Inherit.Metab Dis. 34, 1153-1162. Braconi, D., Millucci, L., Bernardini, G., Santucci, A. (2015) Oxidative stress and mechanisms of ochronosis in alkaptonuria. Free Radic Biol Med. 88 (Pt A), 70-80. Millucci, L., Ghezzi, L., Bernardini, G., Braconi, D., Lupetti, P., Perfetto, F., Orl,andini, M., Santucci, A. 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Unabhängige Patientenberatung Deutschland (2016) www.patientenberatung.de ]]> Aktuelles Zum Andenken an Bob Gregory... Am 15. Oktober 2014 erhielt die DSAKU die traurige Nachricht vom Tod des Gründers der AKU-Society aus Großbritannien, Robert (Bob) Gregory. Bob und Prof. Dr. Ranganath haben 2003 die AKU-Society gegründet und somit weltweit eine Lawine bezüglich Öffentlichkeit und Forschung von Alkaptonurie ausgelöst. Bob hat das DSAKU-Team maßgeblich inspiriert und deswegen hat die DSAKU e.V. z um Gedenken an Bob die obrige Abbildung mit seinem WAD2012-Foto erstellt und auf die Internationalen Facebookgruppe gepostet. Danke Bob für Deine Inspiration und AKU-Arbeit ! 8. Internationaler AKU-Workshop in Stockholm, Schweden Gastgeber der Veranstaltung war dieses Jahr Swedish Orphan Biovitrum (SOBI) und die Moderation gestaltete Dr. Eric Brouwer (SOBI). Wie immer war das wissenschaftliche Niveau sehr hoch und interdisziplinär. Dr. Leona Wagner nahm wieder als DSAKU-Vertreterin am Workshop teil und konnte auch dieses Mal wichtige Informationen aus den Vorträgen und durch Austausch mit den weltweit führenden AKU-Experten für die DSAKU mitnehmen. Anbei die Zusammenfassung des äußerst interessanten Workshops. Zusammenfassung des 8. Internationalen AKU-Workshops, 2014 in Stockholm DSAKUnews Seit 2013 berichtet die DSAKU e.V. ihren Mitglieder jährlich in der DSAKUnews über ihre Aktivitäten, deren Veranstaltungen und relevante Informationen / Links bezüglich Alkaptonurie (AKU) in Deutschland und international. Als Beispiel stellt die DSAKU die DSAKUnews2014 online zur Verfügung. Fokus der DSAKUnews2014 war die Netzwerkbildung und Öffentlichkeitsarbeit mit dem Hauptziel der Differentialdiagnostik, die zu einer früheren Diagnose von AKU sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenen-Alter führen soll. Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden. Überzeugen Sie sich selbst über die Arbeiten der DSAKU und lesen sie die DSAKUnews2014. dsakunews_2014_web.pdf http://dsaku.de/aktuelles/presse/_part1184 Frau Leona Wagner Thu, 24 Aug 2017 12:28:41 +0200 part1184 Zum Andenken an Bob Gregory... Am 15. Oktober 2014 erhielt die DSAKU die traurige Nachricht vom Tod des Gründers der AKU-Society aus Großbritannien, Robert (Bob) Gregory. Bob und Prof. Dr. Ranganath haben 2003 die AKU-Society gegründet und somit weltweit eine Lawine bezüglich Öffentlichkeit und Forschung von Alkaptonurie ausgelöst. Bob hat das DSAKU-Team maßgeblich inspiriert und deswegen hat die DSAKU e.V. z um Gedenken an Bob die obrige Abbildung mit seinem WAD2012-Foto erstellt und auf die Internationalen Facebookgruppe gepostet. Danke Bob für Deine Inspiration und AKU-Arbeit ! 8. Internationaler AKU-Workshop in Stockholm, Schweden Gastgeber der Veranstaltung war dieses Jahr Swedish Orphan Biovitrum (SOBI) und die Moderation gestaltete Dr. Eric Brouwer (SOBI). Wie immer war das wissenschaftliche Niveau sehr hoch und interdisziplinär. Dr. Leona Wagner nahm wieder als DSAKU-Vertreterin am Workshop teil und konnte auch dieses Mal wichtige Informationen aus den Vorträgen und durch Austausch mit den weltweit führenden AKU-Experten für die DSAKU mitnehmen. Anbei die Zusammenfassung des äußerst interessanten Workshops. Zusammenfassung des 8. Internationalen AKU-Workshops, 2014 in Stockholm DSAKUnews Seit 2013 berichtet die DSAKU e.V. ihren Mitglieder jährlich in der DSAKUnews über ihre Aktivitäten, deren Veranstaltungen und relevante Informationen / Links bezüglich Alkaptonurie (AKU) in Deutschland und international. Als Beispiel stellt die DSAKU die DSAKUnews2014 online zur Verfügung. Fokus der DSAKUnews2014 war die Netzwerkbildung und Öffentlichkeitsarbeit mit dem Hauptziel der Differentialdiagnostik, die zu einer früheren Diagnose von AKU sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenen-Alter führen soll. Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden. Überzeugen Sie sich selbst über die Arbeiten der DSAKU und lesen sie die DSAKUnews2014. dsakunews_2014_web.pdf ]]> Nützliche Links für Patienten, Gesundheitsberufe und Wissenschaftler Patientenunterstützung Partner VfASS Deutsche-Rheuma-Liga e.V. ACHSE e.V. (Allianz chronisch seltener Erkrankungen e.V.) SE-Atlas (Landkarte und Informationen bezüglich Versorgungseinrichtungen für Seltene Erkrankungen) UPD (Unabhängige Patientenvertretung Deutschlands) Orphanet Deutschland (Deutscher Vertretung von Orphanet) Kindernetzwerk e.V. AIMAKU (italienische AKU-Selbsthilfegruppe) Foren Für DSAKU-Mitglieder gibt es ein internes Forum Rheuma-Forum Seltener Erkrankungen EURODIS und NORD : Eurodis (Rare Diseases Europe) und NORD (National Organization for Rare Disorders) haben ein gemeinsames Plattforum für Alkaptonurie aufgebaut, das in deutscher, englischer, französischer, spanischer und italienischer Sprache übersetzt wird. Des Weiteren werden Veranstaltungen, Informationen und Patientenerfahrungen bzgl. Alkaptonurie angekündigt. Facebook: Die Mitglieder der DSAKU e.V. haben sich in der Mitgliederversammlung 2016 in Würzburg aus Datenschutzgründen gegen eine Facebook-Gruppe entschieden. Medizinische und wissenschaftliche Links Gene-Review : Wichtige Informationen über den Verlauf der Alkaptonurie Pub-med : Neuste Veröffentlichungen bzgl. Alkaptonurie Orphanet : Allgemeiner Überblick über Alkaptonurie Wikipedia : Die DSAKU plant demnächst einen Beitrag bzgl. Alkaptonurie auf Deutsch zu leisten Genetische Datenbank aller AKU-Mutationen, verwaltet durch die Molekularbiologin Dr. Andrea Zatkova, Slowakei Registrierte Kinische Studien über Alkaptonurie nach Guter klinischer Praxis Metabolic & Genetic Information Center (MIC) : Informationen zur Alkaptonurie mit Referenz zur genetischen Datenbank einiger deutschen Alkaptonuriepatienten Deusche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) : Aktuelle Informationen bezüglich Forschung und Konferenzen in der Rheumatologie. Deutsche Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie e.V.(DGORh) : Die DGORh beschäftig sich vor allem mit der Behandlung (sowohl konservativ als auch operativ) des durch einer rheumatischen Erkrankung zerstörten Gewebe. Hierbei steht vor allem der Funktionserhalt in den Vordergrund. Arbeitsgemeinschaft für angeborene Stoffwechselstörungen in der Inneren Medizin (ASIM) : Wenn Menschen mit angeborenen Stoff­wechsel­erkrankungen das Erwachsenen­alter erreichen, treten häufig neuartige Probleme auf. Ihre Ansprüche ändern sich, aus Beruf und Partnerschaft erwachsen andere Fragen, als sie aus ihrer Kindheit zu beantworten gewohnt sind. Die ASIM hat das Ziel, die ärztliche Arbeit, Fortbildung sowie die Forschung auf dem Gebiet der angeborenen Stoffwechselstörungen im Erwachsenenalter zu fördern und zu verbessern. Weiterhin berät und informiert die ASIM Ärzte, Pflegepersonal, Behörden und die Öffentlichkeit über Wesen und Behandlung angeborener Stoffwechselstörungen im Erwachsenenalter. OrphanAnesthesia: Das Ziel von OrphanAnesthesia ist die Entwicklung und Veröffentlichung von Leitfäden zur anästhesiologischen Betreuung von Patienten mit seltenen Erkrankungen wie zum Beispiel Alkaptonurie. Damit will das Projekt einen Beitrag zur Erhöhung der Patientensicherheit leisten. Die Leitfäden werden jeweils von einem Anästhesist und einem Experten bezüglich der seltenen Krankheit erstellt. Die Leitfäden zur anästhelogiischen Betreuung von AKU-Patienten kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: Leitfaden für Anästhesie bei AKU-Patienten (englisch) Das Institut für Humangenetik von der Universität Würzburg bietet AKU-Patienten an, ihre AKU-Mutation(en) zu analysieren. Außerdem können sowohl Betroffene, Partner oder Angehörige genetisch beraten werden . http://dsaku.de/links/_part1220 Frau Leona Wagner Thu, 24 Aug 2017 08:34:29 +0200 part1220 Natürlicher Verlauf der Alkaptonuriepathogenese (1-4) Allgemein: Die klinischen Befunde der Alkaptonurie umfassen die dunkle Verfärbung des Urins in der Luft durch das Vorhandensein von HGA und BQA, die Pigmentierung des Bindegewebes, auch als Ochronose bekannt, und die Arthrose der Wirbelsäule und der Großgelenken. Es sollte erwähnt sein, dass die Menge an HGA-Ausscheidung und der Schweregrad der Krankheit selbst innerhalb einer Familie mit gleichen Mutationen sehr stark schwanken können. Deshalb wird vermutet, dass Lebensstil, Diät und Prädisposition anderer Krankheiten einen wichtigen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit haben (1-4). Nichtsdestotrotz verursacht AKU weder eine Verzögerung der Entwicklung noch kognitive Beeinträchtigungen noch verringert sie die Lebenserwartung der Betroffenen (1)! Urinanalysen: Wie oben erwähnt, kann AKU im Säuglingsalter anhand der Verfärbung des Urins identifiziert werden. Ein Schnelltest für eine qualitative Bestätigung ist die Zugabe von alkalischen Lösungen wie zum Beispiel NaOH, Eisen(III)-chlorid + NaOH oder AgNO 3 + NaOH, die alle die Verfärbung des Urins auf wenige Sekunden beschleunigen. HGA kann jedoch auch quantitativ durch HPLC, GC-MS/MS, LC-MS/MS ermittelt werden. Zusätzlich sollte der Urin auf Anzeichen von Nierensteinen untersucht werden, da Urolithiasen sich häufig in AKU-Patienten bilden. Ferner scheiden AKU-Patienten vermehrt quervernetztes Telopeptid des Typ I Kollagen aus (1-6). Bewegungsapparat: Eine Pigmentierung des Faserknorpels wie zum Beispiel in den Bandscheiben oder den Gelenkknorpeln der großen Gelenken ist das häufigste Symptom. Der pigmentierte Knorpel wird anschließend brüchig und spaltet Knorpelbruchstücke ab, die radiologisch ähnliche Symptome aufweisen wie eine früh einsetzende Osteoarthritis. Der Rippenknorpel, das Kreuz-Darmbeingelenk und die Schambeinfuge können auch pigmentierter Faserknorpel enthalten. Sämtlicher pigmentierter Knorpel kann durch ein Knochenszinitgraph nachgewiesen werden. Zusätzlich sind bei AKU-Patienten Befunde bzgl. Sehnen, Bänder und Muskeln mit Symptomen einer verdickten Achillessehne, Sehnenentzündung, Achillissehnenriss, Kreuzbandriss und Muskelfaserrisse häufig zu beobachten, die diagnostisch durch MRT oder Ultraschall nachgewiesen werden können (1-4;7-12). Gelenke: Ochronotische Athropathie wird bei allen AKU-Patienten diagnostiziert. Die Gelenksymptome betreffen gewöhnlich zuerst die Wirbelsäule in der 3. Dekade, wobei in einer klinischen Studie am NIH 49 % von 58 Patienten über Schmerzen im Lendenwirbelbereich vor dem Alter von 30 Jahren berichteten und 94 % vor dem Alter von 40 Jahren (2;3). Symptome im Bereich der Lendenwirbel und der Brust-wirbeln treten für gewöhnlich vor den Symptomen der Halswirbeln auf. Meistens bleibt das Kreuz-Darmbeingelenk verschont. Die Einschränkung der Beweglichkeit der Wirbelsäule korreliert direkt mit dem Schweregrad der Behinderung. Betroffene mit verringerter Vorwärtsbeugung verspüren eine Funktionseinschränkung und erhöhte Müdigkeit (26). Radiologische Befunde weisen eine Ver-schmälerung und Kalzifizierung der Bandscheiben, Ankylosis, Osteophyten, Kyphose, Lordose und Skoliose auf. Eine Verringerung der Körpergröße wird oft erwähnt mit einer durchschnittlichen Verkürzung von 7,9 cm und einer Spannweite von 3,8-12,7 cm (1-4;8;12-14). Haut und Augen: Im Allgemeinen werden Pigmentierungen erst nach dem 30sten Lebensjahr beobachtet, obwohl der Grad und Beginn sehr stark schwanken kann. Eine Pigmentierung des Augapfels und der Ohrmuschel werden am häufigsten nachgewiesen und die Farben können beige, grau, grün-blau oder fast schwarz sein (Abbildung 1). Jedoch können auch die Armachseln, Nasenbrücken, Wangen und Hände mit einer Pigmentierung betroffen sein. Allgemein gilt, dass der Bereich der Haut, der vermehrt der Sonne ausgesetzt ist, der mehrere Schweißdrüsen enthält oder der direkt über Knorpel und Sehne liegt, sich am meisten verfärbt. Zusätzlich kann Schweiß die Kleider braun verfärben (2-4;12). Abbildung 1: Ochronotische Pigmentierung der Augäpfel (A) und Ohrmuscheln (B) in verschiedenen Altersgruppen von AKU-Patienten [In Anlehnung an Phornputkul et al., 2002 (3)]. Weitere betroffene Organe: Herzkreislauf: Herzbefunde treten für gewöhnlich in der 6ten Dekade aufgrund der ochronotischen Pigmentierung der Herzklappen, des Endokards, der aortalen Intima, der Herzkranzgefäßen und den Blutgefäßen auf (Abbildung 2). Diese können zu Aorta- und mitralen Herzklappenkalzifizierung oder Regurgitation und gelegentlich zu aortalen Dilation führen. Eine Verdickung der Herzklappen kann Herzinsuffizienz verursachen, was letztendlich eine Herzklappenstenose zur Folge hat, so dass ein Herzklappenersatz benötigt wird. Herzklappenpigmentierungen können durch ein Echokardiogramm diagnostiziert werden, während Kalzifizierung der Herzkranzgefäßen mit einem Brust CT untersucht werden kann (1-4;7;12;14-16). Abbildung 2: Ochronose und Stenose der Herzklappen eines AKU-Patienten [angelehnt an Helliwell et al., 2008 (7)]. Nierensteine: Im Alter von 64 Jahren haben 50% aller AKU-Betroffenen Nierensteine (Abbildung 3D) (1-3). Prostatasteine : Schwarze Prostatasteinen kommen recht häufig bei männlichen AKU-Patienten vor. In einer klinischen Studie hatten 8 von 27 Männern zwischen 31-60 Jahren Prostatasteine. Die Passagen dieser Steine sind äußerst schmerzhaft und verlangen oft eine chirurgische Entfernung (Abbildung 3A-C) (1-4). Abbildung 3: Darstellung eines Prostata- und Nierensteines in AKU-Patienten. A, Röntgenbild zeigt ein AKU-Prostatastein; B, CT von einem AKU-Prostatastein; C, Entfernung des Prostatasteines; D, endoskopisches Bild eines AKU-Nierensteins. [In Anlehnung an und geändert von Phornputkul et al., 2002 und Gahl, 2007 (3)] Atemwege: Starke Pigmentierung konnten im Knorpel der Sprachbox, Trachea und Bronchen detektiert werden (1;7;17;18). Gehör: Das Gehör kann durch Pigmentierung des Trommelfells und Arthropathie der Gehörknöchelchen beeinträchtigt werden (1;2;4;12;19,20). Andere: Zähne, zentrales Nervensystem und endokrine Drüsen können auch betroffen sein (1;2;20). Psychologisch: Eine internationale Umfrage, die die AKU-Society und „Royal Liverpool University Hospital (RLUH)“ durchgeführten, hat ergeben, dass AKU-Patienten sich aufgrund der Seltenheit ihrer Krankheit sehr isoliert fühlen und mehr Unterstützung von sowohl medizinischer Versorgung, der Gesellschaft als auch politscher und sozialer Seite bräuchten. Referenzliste Gahl, W.A., Introne, W., Kayser, M., Phornphutkul, C., and Suwannarat, P. (2011 ) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK1454/ . Kayser, M. A., Introne, W., and Gahl, W. A. 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Urinanalysen: Wie oben erwähnt, kann AKU im Säuglingsalter anhand der Verfärbung des Urins identifiziert werden. Ein Schnelltest für eine qualitative Bestätigung ist die Zugabe von alkalischen Lösungen wie zum Beispiel NaOH, Eisen(III)-chlorid + NaOH oder AgNO 3 + NaOH, die alle die Verfärbung des Urins auf wenige Sekunden beschleunigen. HGA kann jedoch auch quantitativ durch HPLC, GC-MS/MS, LC-MS/MS ermittelt werden. Zusätzlich sollte der Urin auf Anzeichen von Nierensteinen untersucht werden, da Urolithiasen sich häufig in AKU-Patienten bilden. Ferner scheiden AKU-Patienten vermehrt quervernetztes Telopeptid des Typ I Kollagen aus (1-6). Bewegungsapparat: Eine Pigmentierung des Faserknorpels wie zum Beispiel in den Bandscheiben oder den Gelenkknorpeln der großen Gelenken ist das häufigste Symptom. Der pigmentierte Knorpel wird anschließend brüchig und spaltet Knorpelbruchstücke ab, die radiologisch ähnliche Symptome aufweisen wie eine früh einsetzende Osteoarthritis. Der Rippenknorpel, das Kreuz-Darmbeingelenk und die Schambeinfuge können auch pigmentierter Faserknorpel enthalten. Sämtlicher pigmentierter Knorpel kann durch ein Knochenszinitgraph nachgewiesen werden. Zusätzlich sind bei AKU-Patienten Befunde bzgl. Sehnen, Bänder und Muskeln mit Symptomen einer verdickten Achillessehne, Sehnenentzündung, Achillissehnenriss, Kreuzbandriss und Muskelfaserrisse häufig zu beobachten, die diagnostisch durch MRT oder Ultraschall nachgewiesen werden können (1-4;7-12). Gelenke: Ochronotische Athropathie wird bei allen AKU-Patienten diagnostiziert. Die Gelenksymptome betreffen gewöhnlich zuerst die Wirbelsäule in der 3. Dekade, wobei in einer klinischen Studie am NIH 49 % von 58 Patienten über Schmerzen im Lendenwirbelbereich vor dem Alter von 30 Jahren berichteten und 94 % vor dem Alter von 40 Jahren (2;3). Symptome im Bereich der Lendenwirbel und der Brust-wirbeln treten für gewöhnlich vor den Symptomen der Halswirbeln auf. Meistens bleibt das Kreuz-Darmbeingelenk verschont. Die Einschränkung der Beweglichkeit der Wirbelsäule korreliert direkt mit dem Schweregrad der Behinderung. Betroffene mit verringerter Vorwärtsbeugung verspüren eine Funktionseinschränkung und erhöhte Müdigkeit (26). Radiologische Befunde weisen eine Ver-schmälerung und Kalzifizierung der Bandscheiben, Ankylosis, Osteophyten, Kyphose, Lordose und Skoliose auf. Eine Verringerung der Körpergröße wird oft erwähnt mit einer durchschnittlichen Verkürzung von 7,9 cm und einer Spannweite von 3,8-12,7 cm (1-4;8;12-14). Haut und Augen: Im Allgemeinen werden Pigmentierungen erst nach dem 30sten Lebensjahr beobachtet, obwohl der Grad und Beginn sehr stark schwanken kann. Eine Pigmentierung des Augapfels und der Ohrmuschel werden am häufigsten nachgewiesen und die Farben können beige, grau, grün-blau oder fast schwarz sein (Abbildung 1). Jedoch können auch die Armachseln, Nasenbrücken, Wangen und Hände mit einer Pigmentierung betroffen sein. Allgemein gilt, dass der Bereich der Haut, der vermehrt der Sonne ausgesetzt ist, der mehrere Schweißdrüsen enthält oder der direkt über Knorpel und Sehne liegt, sich am meisten verfärbt. Zusätzlich kann Schweiß die Kleider braun verfärben (2-4;12). Abbildung 1: Ochronotische Pigmentierung der Augäpfel (A) und Ohrmuscheln (B) in verschiedenen Altersgruppen von AKU-Patienten [In Anlehnung an Phornputkul et al., 2002 (3)]. Weitere betroffene Organe: Herzkreislauf: Herzbefunde treten für gewöhnlich in der 6ten Dekade aufgrund der ochronotischen Pigmentierung der Herzklappen, des Endokards, der aortalen Intima, der Herzkranzgefäßen und den Blutgefäßen auf (Abbildung 2). Diese können zu Aorta- und mitralen Herzklappenkalzifizierung oder Regurgitation und gelegentlich zu aortalen Dilation führen. Eine Verdickung der Herzklappen kann Herzinsuffizienz verursachen, was letztendlich eine Herzklappenstenose zur Folge hat, so dass ein Herzklappenersatz benötigt wird. Herzklappenpigmentierungen können durch ein Echokardiogramm diagnostiziert werden, während Kalzifizierung der Herzkranzgefäßen mit einem Brust CT untersucht werden kann (1-4;7;12;14-16). Abbildung 2: Ochronose und Stenose der Herzklappen eines AKU-Patienten [angelehnt an Helliwell et al., 2008 (7)]. Nierensteine: Im Alter von 64 Jahren haben 50% aller AKU-Betroffenen Nierensteine (Abbildung 3D) (1-3). Prostatasteine : Schwarze Prostatasteinen kommen recht häufig bei männlichen AKU-Patienten vor. In einer klinischen Studie hatten 8 von 27 Männern zwischen 31-60 Jahren Prostatasteine. Die Passagen dieser Steine sind äußerst schmerzhaft und verlangen oft eine chirurgische Entfernung (Abbildung 3A-C) (1-4). Abbildung 3: Darstellung eines Prostata- und Nierensteines in AKU-Patienten. A, Röntgenbild zeigt ein AKU-Prostatastein; B, CT von einem AKU-Prostatastein; C, Entfernung des Prostatasteines; D, endoskopisches Bild eines AKU-Nierensteins. [In Anlehnung an und geändert von Phornputkul et al., 2002 und Gahl, 2007 (3)] Atemwege: Starke Pigmentierung konnten im Knorpel der Sprachbox, Trachea und Bronchen detektiert werden (1;7;17;18). Gehör: Das Gehör kann durch Pigmentierung des Trommelfells und Arthropathie der Gehörknöchelchen beeinträchtigt werden (1;2;4;12;19,20). Andere: Zähne, zentrales Nervensystem und endokrine Drüsen können auch betroffen sein (1;2;20). Psychologisch: Eine internationale Umfrage, die die AKU-Society und „Royal Liverpool University Hospital (RLUH)“ durchgeführten, hat ergeben, dass AKU-Patienten sich aufgrund der Seltenheit ihrer Krankheit sehr isoliert fühlen und mehr Unterstützung von sowohl medizinischer Versorgung, der Gesellschaft als auch politscher und sozialer Seite bräuchten. Referenzliste Gahl, W.A., Introne, W., Kayser, M., Phornphutkul, C., and Suwannarat, P. (2011 ) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK1454/ . Kayser, M. A., Introne, W., and Gahl, W. A. (2009) Chapter 92: Alkaptonuria. In Vale, D., Beaudet, A. L., Vogelstein, B., Kinzler, K. W., Antonarakis, S. E., Ballabio, A., Scriver, C. R., Sly, W. S., and Childs, B., editors. The Scriver's Online Metabolic & Molecular Bases of Inherited Diseases , McGrawHill Companies, Columbus, 1-30. Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. D., Fitzpatrick, D. L., Anderson, P. D., Huizing, M., Anikster, Y., Gerber, L. H., and Gahl, W. A. (2002) Natural history of alkaptonuria. N.Engl.J.Med. 347, 2111-2121. Cox, T. F. and Ranganath, L. (2011) A quantitative assessment of alkaptonuria : Testing the reliability of two disease severity scoring systems. J.Inherit.Metab Dis. 34, 1153-1162. Mönch, E. and Link, R. (2006) Alkaptonurie. In Mönch, E. and Link, R., editors. Diagnostik und Therapie bei angeborenen Stoffwechselstörungen , SPS-Verlag, Heilbronn. Williams, D. 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Ausreichend Kalzium und Vitamin D sind wichtig für den Knochenstoffwechsel und beugen Osteopenie (Verminderung der Knochendichte, Vorstufe Osteoporose) und Osteoporose vor. Des Weiteren sind Omega 3-Fettsäuren entzündungshemmend sowie schmerzlindernd bei Gelenk- und Herz-/Kreislauferkrankungen. Antioxidantien wie Vitamin C verringen die Bildung von gewebezerstörenden freie Radikalen und reaktive Sauerstoff Spezien (ROS), was wiederum den Prozess des ochronotisches Pigments (dunkle Ablagerung am Bindegewebe bei AKU) verlangsamt. Aus diesem Grund empfehlen Prof Ranganath von der Uniklinik Liverpool (RLUH) ( www.developakure.eu ) und die DSAKU e.V. nach Literatur, Internet-Recherche sowie Empfehlungen von Stoffwechselexperten: Eiweiß: 0,8 g / kg Körpergewicht maximal 90 g Fleisch/Fisch pro Hauptmahlzeit maximal 60 g Fleisch/Fisch/Käse pro Zwischenmahlzeit Keine Lebensmittel mit Süßstoff Aspartam ! (Phenylalaninquelle, das zu Tyrosin umgewandelt wird) Omega 3-Fettsäuren (Vitamin F): 2 mal die Woche fettigen Fisch wie Lachs, Hering, Makrele oderThunfisch Leinöl, Hanföl, Walnussöl, Rapsöl, Chia-Samen oder Fischöl Kein oder sehr wenig Schweinefleisch bzw. tierische Fette und Palmöl (gesättigte Fett e ) ! Kalzium: 3 mal am Tag Milchprodukte mit geringem Eiweiß/Protein pro 100 g, wie z.B. Joghurt oder Quark Vitamine: Vitamin D: Nahrungsergänzend bei Mangel oder während der Winterzeit Bis zu 500 mg pro Tag unbedenklich, Vorsicht bei Bildung von Nierensteine durch Oxalate! Eiweißarme Ernährung Für AKU-Patienten spielt Ernährung neben Sport eine wichtige Rolle, um den Krakheitsverlauf der Alkaptonurie positiv zu beeinflussen. Anders als bei den Stoffwechselstörungen Phenylketonurie und Tyrosinose Typ I ist bei AKU eine strenge Diät jedoch nicht lebensnotwendig. Da aber Tyrosin und auch Phenylalanin Bausteine von Eiweiß sind, sollten vor allem Nahrungsprodukte mit geringen Anteilen an Phenylalanin und Tyrosin eingenommen werden, d.h. die in der Tabelle Rot dargestellten Nahrungsprodukten sollten möglichst vermieden oder zumindest in geringeren Maßen eingenommen werden. Die genaue Tyrosin - und Phenylalaningehalte einzelner Nahrungsprodukte kann über www.naehrwertrechner.de berechnet werden. Es ist allerdings auch zu beachten, dass Phenylalanin eine essentielle Aminosäure ist, d.h. sie kann nicht selbst vom Körper produziert werden. Ein kompletter Eiweißverzicht wäre demzufolge gesundheitsschädlich. Bei Kindern sollte zusätzlich in Erwägung gezogen werden, dass Eiweiß ein wichtiger Bestandteil für das Wachstum ist und entsprechend dem Alter angepasst werden muss. Der Verein für Angeborene Stoffwechselerkrankungen e.V. (VfASS) ein wichtiger Partner der DSAKU, hat diesbezüglich sehr viel Erfahrung besonders durch seinen Vorsitzenden Herrn Prof. Dr. Mönch, Kinderarzt und Stoffwechselexperte für angeborene Stoffwechselstörungen. Des Weiteren empfiehlt die DSAKU zu diesem Thema auch das Buchkapitel über Alkaptonurie geschrieben von Herrn Prof. Dr. Mönch: Mönch, E. und Link, R. (2006) Alkaptonurie. In Mönch, E. und Link, R. Diagnostik und Therapie bei angeborenen Stoffwechselstörungen , SPS-Verlag, Heilbronn, S. 55-72. Einnahme von Nitisinon Eine eiweißarme Diät ist hingegen bei Einnahme von Nitisinon erforderlich, um den Tyrosinspiegel im Blut nicht zu hoch ansteigen zu lassen. Bei einem erhöhten Tyrosinspiegel besteht die Gefahr, dass sich Kristallablagerung in der Bindehaut des Auges bilden, die sehr schmerzhaft sein können. Hierzu ist eine Ernährungsberatung durch einen Diätassistenten unbedingt zu empfehlen. Tabelle 1: Aufteilung der Nahrung in eiweißreich (rot), mäßigem Eiweißgehalt (orange) und eiweißarm (grün). Diese Informationen wurden aus Tyrosininämie Typ I (Tyrosinose) auf Verein für Angeborene Stoffwechselstörungen (VfASS) , entnommen und in einer Tabellenform umgewandelt. Vermeiden (eiweißreiche Nahrung) In Maßen Unbedenklich Milch Obst Wasser, Milchprodukte (Quark, Käse, Joghurt, Schokolade) Gemüse Limonade (ohne Aspartam), Kaffee, Tee Fleisch, Wurst Kartoffeln und Kartoffelprodukte verdünnter Fruchtsirup Fisch, Meeresfrüchte Reis KABA fit Banane/Vanille; Erdbeer/Himbeer Eier Sahne Margarine, Öl, Butter Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen) eiweißarme Nudeln Zucker, Zuckerwatte, Traubenzucker Mais eiweißarmes Brot, Brötchen, Kuchen, Waffeln Süßigkeiten ohne Gelatine Nüsse eiweißarme Milch Kaugummi (ohne Aspartam) Cornflakes Obstsäfte (bei größeren Mengen) Wassereis Gries Apfelmus Honig Normales Brot, Kekse Marmelade, Konfitüre Aspartam Instant-Götterspeise Links: www.developakure.eu Tyrosininämie Typ I (Tyrosinose) auf Verein für Angeborene Stoffwechselstörungen (VfASS) SHS Heilbronn http://dsaku.de/hilfe-bei-alkaptonurie/ernaehrung/_part1120 Frau Leona Wagner Fri, 18 Aug 2017 16:22:19 +0200 part1120 Satzung § 1 Name 1. Der Verein führt den Namen “Deutschsprachige Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie (DSAKU)”. 2. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und führt dann den Zusatz „e.V.“. § 2 Sitz 1. Der Verein hat seinen Sitz in Gochsheim und ist im Amtsgericht Schweinfurt eingetragen. 2. Der Wirkungskreis des Vereins erstreckt sich auf die Bundesrepublik Deutschland, ist aber darauf nicht begrenzt. 3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. § 3 Zweck und Steuerbegünstigung 1. Der Verein ist politisch und konfessionell nicht gebunden und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ des § 52 Abgabenordnung. Zweck des Vereins ist die Gesundheitspflege und Förderung von Patienten mit der angeborenen Stoffwechselkrankheit Alkaptonurie. 2. Der Zweck des Vereins wird verwirklicht insbesondere durch folgende Tätigkeiten: 2.1. Die Information und kostenlose Beratung der Betroffenen, deren Eltern und Erziehungsberechtigten; die Kontaktpflege und Aussprachemöglichkeit zwischen den Betroffenen bzw. deren Eltern oder Erziehungsberechtigten sowie die Förderung der Kontaktaufnahme zu nationalen und internationalen medizinischen und anderen Organisationen, die eine ähnliche Zielsetzung haben, die Pflege der Zusammenarbeit zwischen den Betroffen bzw. deren Eltern. 2.2. Die Unterstützung und Ausdehnung der Förderung von Maßnahmen zur Früherkennung und Frühdiagnostik von Alkaptonurie. Das gilt gleichermaßen für die Aufklärung der Ärzteschaft über die Möglichkeiten der Diagnose und Therapie sowie der allgemeinen Öffentlichkeit über Behandlungschancen und Erfolge. 2.3. Mithilfe bei der Erfassung von epidemiologischen Daten bezüglich Alkaptonurie in Deutschland beziehungsweise für den deutschsprachigen Raum. 2.4. Vermittlung von Hilfestellung und Beratung der Betroffenen bezüglich Arbeiten mit der Behinderung, Berufsunfähigkeit und anderen sozialen Fragen. 2.5. Die Aufklärung und Information der Öffentlichkeit über die besonderen Probleme der jeweils Betroffenen zur Hebung des Verständnisses für deren besondere und berechtigte Forderungen bei Behörden, Krankenkassen und Versicherungen etc. jeder Art. 2.6. Kooperation mit nationalen und internationalen Selbsthilfeorganisationen, die sich mit Alkaptonurie befassen, insbesondere Alkaptonuria (AKU) – Society, Verein für angeborene Stoffwechselstörungen (VfASS), Deutsche Rheuma-Liga (DRL), Rheumaliga Schweiz, Österreichische Rheumaliga (ÖRL), European League against Arthritis/Rheumatism (EULAR), Allianz chronisch seltener Erbkrankheiten (Achse e.V.) und Rare Diseases of Europe (Eurordis). 2.7. Unterstützung der Erforschung der Ursachen, der Therapiemöglichkeiten und der Nebenwirkungen der Therapien von Alkaptonurie unter Einbeziehung ethischer Grundsätze für die medizinische Forschung am Menschen (Deklaration von Helsinki) und Patientenrechten. 2.8. Kooperation mit den Fachgesellschaften, die sich mit Alkaptonurie befassen, insbesondere mit der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Stoffwechselstörungen (APS), der Arbeitsgemeinschaft angeborene Stoffwechselstörungen in der inneren Medizin (ASIM), der Arbeitsgemeinschaft der Regionalen Kooperativen Rheuma-Zentren (AGRZ), der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGRORh), der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), Zusammenarbeit mit den Teams der Stoffwechselzentren und den Zentren für Neugeborenenscreening. 3. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke. 4. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. 5. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. § 4 Mitgliedschaft 1.Die Vollmitgliedschaft können alle volljährigen natürlichen Personen erwerben. 2. Juristische Personen können förderndes Mitglied ohne Stimmrecht in der Mitgliederversammlung werden. 3. Der Antrag auf Erwerb der Mitgliedschaft ist schriftlich an den Vorstand zu richten, der innerhalb von 4 Wochen darüber zu entscheiden hat. Satzung sowie Beitrittserklärung geht dem Antragsteller schriftlich zu. 4. Gegen einen ablehnenden Bescheid des Vorstandes, der mit Gründen zu versehen ist, kann der Antragsteller Beschwerde erheben. Die Beschwerde ist innerhalb eines Monats ab Zugang des Bescheids schriftlich beim Vorstand einzulegen. Über die Beschwerde entscheidet die nächste ordentliche Mitgliederversammlung. 5. Die Mitgliedschaft endet: 5.1. durch Tod 5.2. durch Austritt 5.3. durch Ausschluss 6. Die Mitglieder haben bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung des Vereins keinen Anspruch auf Teile des Vereinsvermögens. 7. Der Austritt ist jederzeit zulässig und wird mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem die Austrittserklärung gegenüber dem Vorstand abgegeben wurde, wirksam. 8. Nach einem Beitragsrückstand von einem Kalenderjahr ruht für ein Jahr das aktive und passive Stimmrecht. Nach einem Beitragsrückstand von 2 Kalenderjahren erfolgt der Ausschluss. § 5 Beiträge 1. Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Die Höhe des Beitrages wird von der Mitgliederversammlung festgelegt, die auch die Zahlungsweise regelt. Der Beitrag beträgt mindestens 20,00 Euro im Jahr für Erwerbstätige und 15,00 Euro für Schüler, Studenten, Empfänger von Arbeitslosengeld und Sozialhilfe, Berufsunfähige, Rentner. 2. Über Höhe und Fälligkeit bestimmt die Mitgliederversammlung. 3. Ist ein Mitglied länger als 2 Jahre mit der Zahlung von Beiträgen im Rückstand, endet seine Mitgliedschaft automatisch. § 6 Organe des Vereins 1. Organe des Vereins sind: 1.1. Die Mitgliederversammlung 1.2. Der Vorstand § 7 Mitgliederversammlung 1. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Vereinsorgan. Sie bestimmt die Richtlinien der gesamten Vereinsarbeit. 2. Die Mitgliederversammlung wird jährlich mindestens einmal durch den Vorstand unter Bekanntgabe der Tagesordnung einberufen. Die Einberufung erfolgt schriftlich mindestens zwei Wochen vor dem Termin. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied dem Verein schriftlich bekannt gegebene Adresse gerichtet ist. Die schriftliche Form ist auch gewahrt, wenn die Einberufung termingerecht in Form einer E-Mail-Nachricht erfolgt. 3. Der Vorsitzende muss eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, wenn mindestens 2 Mitglieder des Vorstandes es fordern, oder wenn mindestens ein Viertel der Mitglieder dies verlangt, oder wenn das Interesse des Vereins die Einberufung erfordert. 4. Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder gefasst, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Zu Satzungsänderungen jedoch ist eine Stimmenmehrheit von 2/3 der Erschienenen, zur Auflösung des Vereins eine solche von 3/4 der den Erschienenen zustehenden Stimmen erforderlich. Die stimmberechtigten Mitglieder beschließen über alle ihnen nach dem Gesetz und dieser Satzung zur Entscheidung zugewiesenen Fragen, insbesondere 4.1. die Wahl des Vorstandes 4.2. die Wahl von zwei Kassenprüfern 4.3. den Rechenschaftsbericht des Vorstandes und des Kassenwarts, den Prüfungsbericht der Kassenprüfer 4.4. die Entlastung des Vorstandes 4.5. Satzungsänderungen 4.6. die Aufgaben des Vorstandes im kommenden Geschäftsjahr 4.7. die Verwendung der aufgebrachten Mittel 4.8. die Auflösung des Vereins. 5. Der Mitgliederversammlung kann auf Wunsch und Einladung des Vorstandes Beratung durch Sachverständige gewährt werden. 6. Zur Ausübung des Stimmrechts kann jedes stimmberechtigte Mitglied für die Dauer einer Mitgliederversammlung von einem anderen Mitglied schriftlich bevollmächtigt werden. Es kann jeweils nur eine Fremdstimme vertreten werden. 7. Beschlüsse und Wahlen sind zu protokollieren. Das Protokoll hat Ort, Datum, Tagesordnung und das Ergebnis der Abstimmungen/Wahlen zu enthalten und ist vom Versammlungsleiter zu unterschreiben. 8. Der Protokollführer wird vom Versammlungsleiter bestimmt. Versammlungsleiter ist der Vorsitzende des Vereins oder einer seiner Stellvertreter. Das Protokoll ist vom Protokollführer und dem Versammlungsleiter zu unterzeichnen. 9. Die ordnungsgemäß einberufene Versammlung ist stets beschlussfähig. § 8 Vorstand 1. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden und zwei weiteren Mitgliedern, die aus dem Kreis der stimmberechtigten Mitglieder gewählt werden. Die Reihe der Wahlgänge bestimmt die Stellung innerhalb des Vorstandes. Der Vorstand besteht aus: 1.1. Vorsitzendem 1.2. Stellvertretendem Vorsitzenden 1.3. Kassenwart 2. Vorstand im Sinne des § 26 BGB ist der Vorsitzende oder dessen Stellvertreter, jeweils gemeinsam mit einem anderen Vorstandsmitglied. 3. Der Vorstand ist zur Vertretung des Vereins berechtigt. 4. Der Vorstand wird alle zwei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt; Wiederwahl ist zulässig. Der Vorstand bleibt bis zur Wahl eines Nachfolgers im Amt. 5. Bei personeller Neubesetzung des Vorstandes hat unter Beteiligung aller Mitglieder des alten und des neuen Vorstandes innerhalb von spätestens vier Wochen nach Neuwahl die Übergabe der Amtsgeschäfte zu erfolgen. § 9 Auflösung des Vereins 1. Die Auflösung erfolgt durch Beschluss der Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 3/4 der abgegebenen Stimmen. 2. Bei Aufhebung oder Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen, soweit es die eingezahlten Kapitalanteile der Mitglieder übersteigt, an den Verein für angeborene Stoffwechselstörungen e.V. (VfASS), Hanauer Str. 67, 14197 Berlin, die es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat. (Letzte Eintragung 17.6.2015) http://dsaku.de/ueber-dsaku/satzung/_part1126 Frau Leona Wagner Thu, 17 Aug 2017 17:26:24 +0200 part1126 Das Team Vorsitzende: Dr. rer.nat. Leona Wagner Biochemische Wissenschaftlerin, selber Betroffene und Vereinsgründerin. Verantwortlich für die nationale und internationale Öffentlichkeitsarbeit der DSAKU und wissentschaftliche sowie medizinische Informationen bezüglich AKU Stellvertreter: Marion Hoyer Verantwortlich für Vereins- / Steuerrecht, Fördergelder, Sponsoring und geschäftliche Angelegenheiten. Selber AKU-Betroffene. Kassiererin: Melanie Wagner Vereinsgründerin, verantwortlich für die Buchhaltung. Medizinischer Berater: Prof. Dr. Eberhardt Mönch Kassenprüfer: Harald Wilke Kassenprüfer: Ingo Vigelahn Beisitzer 1: Ingeborg Wagner Beisitzer 2: Sandra Lauscher Beisitzer 3: Karl Kaiser http://dsaku.de/ueber-dsaku/das-team/_part1105 Frau Leona Wagner Thu, 17 Aug 2017 17:09:03 +0200 part1105 Vorsitzende: Dr. rer.nat. Leona Wagner Biochemische Wissenschaftlerin, selber Betroffene und Vereinsgründerin. Verantwortlich für die nationale und internationale Öffentlichkeitsarbeit der DSAKU und wissentschaftliche sowie medizinische Informationen bezüglich AKU Stellvertreter: Marion Hoyer Verantwortlich für Vereins- / Steuerrecht, Fördergelder, Sponsoring und geschäftliche Angelegenheiten. Selber AKU-Betroffene. Kassiererin: Melanie Wagner Vereinsgründerin, verantwortlich für die Buchhaltung. Medizinischer Berater: Prof. Dr. Eberhardt Mönch Kassenprüfer: Harald Wilke Kassenprüfer: Ingo Vigelahn Beisitzer 1: Ingeborg Wagner Beisitzer 2: Sandra Lauscher Beisitzer 3: Karl Kaiser ]]> Medizinische und wissenschaftliche Links Gene-Review : Wichtige Informationen über den Verlauf der Alkaptonurie Pub-med : Neuste Veröffentlichungen bzgl. Alkaptonurie Orphanet : Allgemeiner Überblick über Alkaptonurie Wikipedia : Die DSAKU plant demnächst einen Beitrag bzgl. Alkaptonurie auf Deutsch zu leisten Genetische Datenbank aller AKU-Mutationen, verwaltet durch die Molekularbiologin Dr. Andrea Zatkova, Slowakei Registrierte Kinische Studien über Alkaptonurie nach Guter klinischer Praxis OrphanAnesthesia: Das Ziel von OrphanAnesthesia ist die Entwicklung und Veröffentlichung von Leitfäden zur anästhesiologischen Betreuung von Patienten mit seltenen Erkrankungen wie zum Beispiel Alkaptonurie. Damit will das Projekt einen Beitrag zur Erhöhung der Patientensicherheit leisten. Die Leitfäden werden jeweils von einem Anästhesist und einem Experten bezüglich der seltenen Krankheit erstellt. Die Leitfäden zur anästhelogiischen Betreuung von AKU-Patienten kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: Leitfaden für Anästhesie bei AKU-Patienten (englisch) Metabolic & Genetic Information Center (MIC) : Informationen zur Alkaptonurie mit Referenz zur genetischen Datenbank einiger deutschen Alkaptonuriepatienten Deusche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) : Aktuelle Informationen bezüglich Forschung und Konferenzen in der Rheumatologie. Deutsche Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie e.V.(DGORh) : Die DGORh beschäftig sich vor allem mit der Behandlung (sowohl konservativ als auch operativ) des durch einer rheumatischen Erkrankung zerstörten Gewebe. Hierbei steht vor allem der Funktionserhalt in den Vordergrund. Arbeitsgemeinschaft für angeborene Stoffwechselstörungen in der Inneren Medizin (ASIM) : Wenn Menschen mit angeborenen Stoff­wechsel­erkrankungen das Erwachsenen­alter erreichen, treten häufig neuartige Probleme auf. Ihre Ansprüche ändern sich, aus Beruf und Partnerschaft erwachsen andere Fragen, als sie aus ihrer Kindheit zu beantworten gewohnt sind. Die ASIM hat das Ziel, die ärztliche Arbeit, Fortbildung sowie die Forschung auf dem Gebiet der angeborenen Stoffwechselstörungen im Erwachsenenalter zu fördern und zu verbessern. Weiterhin berät und informiert die ASIM Ärzte, Pflegepersonal, Behörden und die Öffentlichkeit über Wesen und Behandlung angeborener Stoffwechselstörungen im Erwachsenenalter. Das Institut für Humangenetik von der Universität Würzburg bietet AKU-Patienten an, ihre AKU-Mutation(en) zu analysieren. Außerdem können sowohl Betroffene, Partner oder Angehörige genetisch beraten werden . http://dsaku.de/links/medizinisch/_part1114 Frau Leona Wagner Tue, 15 Aug 2017 14:29:30 +0200 part1114 Krankheitsbewältigung Momentan gibt es weder eine präventive noch eine kurative Behandlung von AKU. Da AKU eine sehr komplexe systemische Erkrankung ist, werden viele medizinische Maßnahmen von verschiedenen Fachärzten benötigt. Es konnte jedoch bereits nachgewiesen werden, dass Stärkung und Erhalt der Gelenkbeweglichkeit den Verlauf der ochronotischen Arthropathie verlangsamt (26). Eine spezifisch angepassteSchmerztherapie ist sehr wichtig für AKU-Patienten, um den Alltag zu bewältigen und solang wie möglich im Beruf zu bleiben (3;19). Es ist zu empfehlen, die Organe, die erfahrungsgemäß pigmentiert werden, regelmäßig zu untersuchen, damit so früh wie möglich medizinische Maß-nahmen ergriffen werden können (19). Tabelle 2 fasst die alters- und symptomabhängige Untersuchungen und medizinische Interventionsmaßnahmen zusammen (3;19;24-26;46). Alter Symptome / Organ Überwachung / Lebensstil Überwachung und Behandlung der Symptomen Ref. Säugling Identifizierung Identifizierung + Quantifizierung von HGA (1-3) Kindheit Überwachung der Niere Regelmäßige Urin + Bluttests der Nierenfunktionen (1;2;4) Kindheit Diät Gesunde Diät, eiweißarme bzw. keine übermäßige Eiweiß-Einnahme , Fettleibigkeit vermeiden (3;5) Kindheit Sportaktivitäten Regelmäßige Sportaktivitäten zur Stärkung der Muskeln und Knochen, um die Beweglichkeit zu erhöhen bzw. zu erhalten ► Unterstützung der Gelenke. Vermeiden: Sport mit hoher Stauchung wie Fußball, Tennis, Squash, Kampfsportarten, Abfahrtski, Jogging oder Aerobic Empfohlen: Schwimmen, Fahrrad, Spazieren, Pilates, Tai Chi, Funktionstraining , Muskeltraining mit geringen Gewichten, dafür mehr Wiederholungen (1;6-8) Adoleszenz Wahl des Berufes Berufe mit schwerem körperlichem Einsatz sind zu vermeiden (1;6;8) Erwachsene Familienplanung Genetische Beratung : Gentest des Ehepartners ►</p> AKU + Nicht-Träger: ► alle Kinder sind Träger AKU + Träger: ► AKU-Kind : Trägerkind = 1:1 AKU + AKU: ► alle Kinder haben AKU Träger + Träger: ► Träger : Nicht-Träger : AKU = 2 :1 : 1 Träger + Nicht-Träger: ► Träger : Nicht-Träger = 1:1 (1-4;9) 20 + Rückenschmerzen Schmerztherapie wie NSAIDs und Progressive Muskelentspannung , Physiotherapie + Ergotherapie (1;2;4;6) 30 + Gefühlte Isolierung Beitreten zur DSAKU , AKU-Society , VfASS , DSAKU-facebook, AKU Internetforum , AKU-Facebook , Deutsche Rheuma-Liga 30 + ­ Rücken- + Gelenkschmerzen Angepasste Schmerztherapie durch NSAIDs, Knochenstoffwechsel, Physiotherapie + Ergotherapie (1;6;10; 11) 30 + Überwachung der Niere + Prostata Urin- + Bluttest der Niere, jährlicher Ultraschall der Niere/ Prostata (1;2;4;10-12) 40 + Überwachung des Herz + Arterien Jährliches EKG + Echokardiogramm (1;2;4;10-14) 40 + Starke Gelenkschmerzen Einsatz von Opiate gegen starken Schmerzen (1;2;4;6; 10;11) 40 + Arbeiten mit AKU Nationale / Regionale Organisationen von PARE , z.B. Deutsche Rheuma-Liga haben Erfahrung und Merkblätter zu Arbeiten mit Arthrose und Antrag auf Behinderung . (7;15) 50 + Schwere Arthropathie Endoprothetischer Gelenkeinsatz mit anschließender Physiotherapie (1;2;4;6; 10-12;16) 50 + Nieren- + Prostatasteine Chirurgische Entfernung der Steine (1;2;4;10-12) 50 + Aortastenose / mitrale Klappe Chirurgische Intervention ► Bypass + Herzklappenersatz (1;2;4;10-14) 50 + Berufsunfähigkeit Nationale/Regionale Organisationen von PARE , z.B. Deutsche Rheuma-Liga haben Erfahrung mit Antrag auf Berufsunfähigkeit: Deutsche Rheuma-Liga , Rheuma-Lotsin (7;15) Tabelle 1: Krankheitsüberwachung und Bewältigung. Da die ochronotische Arthropathie sehr stark einer früh einsetzenden Osteoathritis (Arthrose) ähnelt, hat die Deutsche Rheuma-Liga auch hierzu Merkblätter und Broschüren , um den Alltag mit Arthrose- bzw.Gelenkschmerzen zu bewältigen: Broschüren/Links: Kreative Videos mit praktischer Hilfestellung bezüglich Gelenkschutz Gelenkschutz Rücken stärken Schmerzen lindern Fatigue / Erschöpfung Leben und Lieben mit Rheuma Merkblätter: Merkblatt 1.19 (Kreuzschmerz Wirbelsäulenschaden) Merkblatt 4.1 (Nicht steroidale Antirheumatika) Merkblatt 4.2 (Analgetika) Merkblatt 5.4 (Thermotherapie bei Rheuma) Merkblatt 6.4 (Rehabilitation bei rheumatischen Erkrankungen) Merkblatt 6.5 (Soziale Leistungen und Hilfen) Merkblatt 6.8 (Rentenansprueche bei rheumatischen Erkrankungen) Merkblatt 6.11 (Gelenkendoprothesen bei Rheuma) Referenzliste Gahl, W.A., Introne, W., Kayser, M., Phornphutkul, C., and Suwannarat, P. (2011) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK1454/ . Kayser, M. A., Introne, W., and Gahl, W. A. (2009) Chapter 92: Alkaptonuria. In Vale, D., Beaudet, A. L., Vogelstein, B., Kinzler, K. W., Antonarakis, S. E., Ballabio, A., Scriver, C. R., Sly, W. S., and Childs, B., editors. The Scriver's Online Metabolic & Molecular Bases of Inherited Diseases , McGrawHill Companies, Columbus, 1-30. Mönch, E. and Link, R. (2006) Alkaptonurie. In Mönch, E. and Link, R., editors. Diagnostik und Therapie bei angeborenen Stoffwechselstörungen , SPS-Verlag, Heilbronn Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. D., Fitzpatrick, D. L., Anderson, P. D., Huizing, M., Anikster, Y., Gerber, L. H., and Gahl, W. A. (2002) Natural history of alkaptonuria. N.Engl.J.Med. 347, 2111-2121. Verein für angeborene Stoffwechselstörungen (2012) www.vfass.de . Perry, M. B., Suwannarat, P., Furst, G. P., Gahl, W. A., and Gerber, L. H. (2006) Musculoskeletal findings and disability in alkaptonuria. J.Rheumatol. 33, 2280-2285. Deutsche-Rheuma-Liga (2012) www.rheuma-liga.de . Introne, W. J., Kayser, M. A., and Gahl, W. A. (1993) Alkaptonuria. In Pagon, R.A.B.T.D.D.C.R.S.K., editor. GeneReviews [Internet] , University of Washington, Seattle, 1993-2003. Zatkova, A. (2011) An update on molecular genetics of Alkaptonuria (AKU). J Inherit.Metab Dis. 34, 1127-1136. Cox, T. F. and Ranganath, L. (2011) A quantitative assessment of alkaptonuria : Testing the reliability of two disease severity scoring systems. J.Inherit.Metab Dis. 34, 1153-1162. Ranganath, L. R. and Cox, T. F. (2011) Natural history of alkaptonuria revisited: analyses based on scoring systems. J Inherit.Metab Dis. 34, 1141-1151. Ranganath, L. (2011) http://www.alkaptonuria.info/files/download/MjAxMTAxMzEwNzM0MTctcHhja3FucHV1ZW9nZXptYXEvUmFuZ2FuYXRoLnBkZg==. Pettit, S. J., Fisher, M., Gallagher, J. A., and Ranganath, L. R. (2011) Cardiovascular manifestations of Alkaptonuria. J Inherit.Metab Dis. 34, 1177-1181. Hannoush, H., Introne, W. J., Chen, M. Y., Lee, S. J., O'Brien, K., Suwannarat, P., Kayser, M. A., Gahl, W. A., and Sachdev, V. (2012) Aortic stenosis and vascular calcifications in alkaptonuria. Mol.Genet.Metab 105, 198-202. Eular (2011) www.eular.org . Vinjamuri, S., Ramesh, C. N., Jarvis, J., Gallagher, J. A., and Ranganath, L. L. (2011) Nuclear medicine techniques in the assessment of alkaptonuria. Nucl.Med.Commun. 32, 880-886. http://dsaku.de/hilfe-bei-alkaptonurie/krankheitsbewaeltigung/_part1133 Frau Leona Wagner Mon, 07 Aug 2017 22:34:41 +0200 part1133 Mitgliedschaft Die DSAKU hat sich bewußt deutschsprachige und nicht deutsche Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie genannt, um AKU-Patienten aus Österreich, Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein mit einzuschließen. Es sind alle herzlich willkommen. Beitrittserklärung Kontakt zur DSAKU e.V. Vorteile einer DSAKU-Mitgliedschaft: Mitglieder erhalten DSAKU-Flugblätter für Patienten (Leitfaden Krankheitsbewältigung) und Ärzte (Leitfaden Diagnostik) sowie den AKUSSI (Punktesystem über den Schweregrad von Alkaptonurie) ausführliche telefonische Beratung Informationen zur eiweißarmen Ernährung jährliche DSAKUnews mit ausführlichen Berichten der DSAKU-Aktivitäten und Informationen über Alkaptonurie in Deutschland und international Finanzielle Förderung der Teilnahme an Patientenseminar und Mitgliederversammlung Kontaktpflege und Erfahrungsaustausch von Betroffenen bei den jährlichen Veranstaltungen Aktive Mitgestaltung der DSAKU-Aktivitäten durch Teilnahme an der Mitgliederversammlung Wissenschaftliche Zusammenfassung von den Internationalen wissenschaftlichen AKU-Workshops Unterstützung des ehrenamtlichen Vorstandes durch Öffentlichkeitsarbeit die Alkaptonurie im deutschsprachigem Raum bekannter zu machen, Informationen bezüglich Differentialdiagnostik mit Ziel der frühzeitigeren AKU-Diagnose zur Verfügung zu stellen und durch Bildung von Netzwerken bundesweit praktische Hilfestellungen an AKU-Betroffene zu leisten. http://dsaku.de/ueber-dsaku/mitgliedschaft/_part1125 Frau Leona Wagner Mon, 07 Aug 2017 22:06:25 +0200 part1125 Die DSAKU hat sich bewußt deutschsprachige und nicht deutsche Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie genannt, um AKU-Patienten aus Österreich, Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein mit einzuschließen. Es sind alle herzlich willkommen. Beitrittserklärung Kontakt zur DSAKU e.V. Vorteile einer DSAKU-Mitgliedschaft: Mitglieder erhalten DSAKU-Flugblätter für Patienten (Leitfaden Krankheitsbewältigung) und Ärzte (Leitfaden Diagnostik) sowie den AKUSSI (Punktesystem über den Schweregrad von Alkaptonurie) ausführliche telefonische Beratung Informationen zur eiweißarmen Ernährung jährliche DSAKUnews mit ausführlichen Berichten der DSAKU-Aktivitäten und Informationen über Alkaptonurie in Deutschland und international Finanzielle Förderung der Teilnahme an Patientenseminar und Mitgliederversammlung Kontaktpflege und Erfahrungsaustausch von Betroffenen bei den jährlichen Veranstaltungen Aktive Mitgestaltung der DSAKU-Aktivitäten durch Teilnahme an der Mitgliederversammlung Wissenschaftliche Zusammenfassung von den Internationalen wissenschaftlichen AKU-Workshops Unterstützung des ehrenamtlichen Vorstandes durch Öffentlichkeitsarbeit die Alkaptonurie im deutschsprachigem Raum bekannter zu machen, Informationen bezüglich Differentialdiagnostik mit Ziel der frühzeitigeren AKU-Diagnose zur Verfügung zu stellen und durch Bildung von Netzwerken bundesweit praktische Hilfestellungen an AKU-Betroffene zu leisten. ]]> 28.10.2017: DSAKU-Mitgliederversammlung und Wochenendseminar in Fulda Interessierte können Programm/Anmeldung herunterladen und an die angegebene Adresse schicken. Mitglieder werden gefördert und der Mitgliedsantrag befindet sich unter Mitgliedschaft . Diese Veranstaltung wird freundlicherweise von der Techniker Krankenkasse unterstützt. http://dsaku.de/veranstaltungen/_part1190 Frau Leona Wagner Mon, 07 Aug 2017 22:01:32 +0200 part1190 Interessierte können Programm/Anmeldung herunterladen und an die angegebene Adresse schicken. Mitglieder werden gefördert und der Mitgliedsantrag befindet sich unter Mitgliedschaft . Diese Veranstaltung wird freundlicherweise von der Techniker Krankenkasse unterstützt. ]]> Unsere Partner Um als kleiner Verein so professionell und effizient wie möglich unsere Ziele verfolgen zu können, haben wir ein Netzwerk von Partnern aufgebaut, mit deren Zusammenarbeit wir in der Lage sind durch Informationen und Versorgung sowohl im medizinischem als auch im sozialrechtlichem Bereich Hilfe für AKU-Patienten aller Altersgruppen zu leisten. Der Verein für angeborenen Stoffwechselstörungen (VfASS) in Berlin ist eine Interessengemeinschaft für Patienten mit angeborenen Stoffwechselstörungen und deren Eltern, Betreuer und Partner. Bisherige Schwertpunktbereiche sind Phenylketonurie und Harnstoffzyklusdefekte. Vorsitzender der VfASS ist der Stoffwechselexperte Prof. E. Mönch, Kinderarzt und Autor von dem Buch „Diagnostik und Therapie bei angeborenen Stoffwechselstörungen”, 2006, SPS Publications, Heilbronn. Die Allianz chronisch seltener Erkrankungen (ACHSE) unter der Schirmherrschaft von Eva Luise Köhler bietet Informationen und Veranstaltungen zu seltenen Erkrankungen in Deutschland. Die DSAKU e.V. ist seit 15.11.2013 Mitglied der ACHSE e.V.. Die europäische Organisation Rare Diseases Europe (EURODIS) ist die Stimme für Menschen mit seltenen Krankheiten in Europa. Sie hat Informationen bzgl. Alkaptonurie und bietet ein internationales Forum für den Austausch von AKU-Patienten. Die DSAKU e.V. ist seit 21.09.2015 Mitglied von EURODIS. Orphanet ist eine europäische Datenbank für seltene Erkrankungen und die DSAKU e.V. ist seit 2012 bei Orphanet Deutschland mit Sitz an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) registriert. Die Deutsche Rheuma-Liga (DRL) ist der größte Verein Deutschlands und vertritt die Interessen aller Patienten mit rheumatischen Erkrankungen zu der auch Alkaptonurie gehört. Die DRL hat Landesverbände in allen Bundesländern und ist in den meisten Ortschaften Deutschlands vertreten. Sie bietet Rheumapatienten auf ärztlichem Rezept Funktionstraining wie Wassergymnastik und Trockengymnastik an. Außerdem verfügt sie über mehrere Broschüren und Merkblätter zu rheumatischen Themen. Zusätzlich bietet die Rheuma-Lotsin für seltene Erkrankungen Hilfestellung bei Sozialrechtsfragen. Die European League against Rheumatism (EULAR) ist der europäische Dachverband aller Rheuma-ligen (PARE), rheumatologischen Gesellschaften und Berufsverbände für Physiotherapie in Europa. Die Vorsitzende der DSAKU, Leona Wagner hat sich im Auftrag der AKU-Society (GB) Anfang des Jahres zur Mitgliedsaufnahme der PARE beworben. Die EULAR bietet jährlich den Europäischen Rheumatologen Kongress mit ca. 15.000 Delegierten an. Die AKU-Society war durch Leona Wagner bei der EULAR2011 in London und ist bei der EULAR2012 in Berlin vertreten. Der EULAR Kongress bietet eine gute Gelegenheit ausführliche Informationen an Rheumatologen bzgl. Alkaptonurie für eine frühzeitigere Diagnose zu liefern und AKU-Patienten durch deren Ärzte zu identifizieren. http://dsaku.de/ueber-dsaku/partner/_part1106 Frau Leona Wagner Fri, 21 Jul 2017 15:28:00 +0200 part1106 Um als kleiner Verein so professionell und effizient wie möglich unsere Ziele verfolgen zu können, haben wir ein Netzwerk von Partnern aufgebaut, mit deren Zusammenarbeit wir in der Lage sind durch Informationen und Versorgung sowohl im medizinischem als auch im sozialrechtlichem Bereich Hilfe für AKU-Patienten aller Altersgruppen zu leisten. Der Verein für angeborenen Stoffwechselstörungen (VfASS) in Berlin ist eine Interessengemeinschaft für Patienten mit angeborenen Stoffwechselstörungen und deren Eltern, Betreuer und Partner. Bisherige Schwertpunktbereiche sind Phenylketonurie und Harnstoffzyklusdefekte. Vorsitzender der VfASS ist der Stoffwechselexperte Prof. E. Mönch, Kinderarzt und Autor von dem Buch „Diagnostik und Therapie bei angeborenen Stoffwechselstörungen”, 2006, SPS Publications, Heilbronn. Die Allianz chronisch seltener Erkrankungen (ACHSE) unter der Schirmherrschaft von Eva Luise Köhler bietet Informationen und Veranstaltungen zu seltenen Erkrankungen in Deutschland. Die DSAKU e.V. ist seit 15.11.2013 Mitglied der ACHSE e.V.. Die europäische Organisation Rare Diseases Europe (EURODIS) ist die Stimme für Menschen mit seltenen Krankheiten in Europa. Sie hat Informationen bzgl. Alkaptonurie und bietet ein internationales Forum für den Austausch von AKU-Patienten. Die DSAKU e.V. ist seit 21.09.2015 Mitglied von EURODIS. Orphanet ist eine europäische Datenbank für seltene Erkrankungen und die DSAKU e.V. ist seit 2012 bei Orphanet Deutschland mit Sitz an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) registriert. Die Deutsche Rheuma-Liga (DRL) ist der größte Verein Deutschlands und vertritt die Interessen aller Patienten mit rheumatischen Erkrankungen zu der auch Alkaptonurie gehört. Die DRL hat Landesverbände in allen Bundesländern und ist in den meisten Ortschaften Deutschlands vertreten. Sie bietet Rheumapatienten auf ärztlichem Rezept Funktionstraining wie Wassergymnastik und Trockengymnastik an. Außerdem verfügt sie über mehrere Broschüren und Merkblätter zu rheumatischen Themen. Zusätzlich bietet die Rheuma-Lotsin für seltene Erkrankungen Hilfestellung bei Sozialrechtsfragen. Die European League against Rheumatism (EULAR) ist der europäische Dachverband aller Rheuma-ligen (PARE), rheumatologischen Gesellschaften und Berufsverbände für Physiotherapie in Europa. Die Vorsitzende der DSAKU, Leona Wagner hat sich im Auftrag der AKU-Society (GB) Anfang des Jahres zur Mitgliedsaufnahme der PARE beworben. Die EULAR bietet jährlich den Europäischen Rheumatologen Kongress mit ca. 15.000 Delegierten an. Die AKU-Society war durch Leona Wagner bei der EULAR2011 in London und ist bei der EULAR2012 in Berlin vertreten. Der EULAR Kongress bietet eine gute Gelegenheit ausführliche Informationen an Rheumatologen bzgl. Alkaptonurie für eine frühzeitigere Diagnose zu liefern und AKU-Patienten durch deren Ärzte zu identifizieren. ]]> DSAKU Bericht von unserem Wochenendseminar in Würzburg 2016: Ungefähr die Hälfte der Teilnehmer traf sich am Vortag zur geselligen Runde in einer fränkischen Stube. Unsere Mitgliederversammlung und Patientenseminar fand im Gartenpavillion des Juliusspitals in Würzburg statt, in dem der Entdecker von Ochronose, Prof. Rudolf Virchow, ca. 160 Jahre zuvor operierte. Neben Bericht der DSAKU-Aktivitäten, Entlastung des Vorstandes und Vorstandsneuwahlen, erklärten sich während der Mitgliederversammlung 13 Mitglieder bereit, die Hebammen-Flugblätter zu verteilen. Zusätzlich kam der Wunsch die Veranstaltung 2017 in Fulda auf 2 Tage (Samstags/Sonntags) aufzuteilen und mehr Zeit für Kontaktaustausch einzuplanen. Thema wird Unfallprävention, Hilfsmittel im Alltag und Feldenkrais sein. Dr. Kress referierte in seinem Vortrag über die Geschichte von Alkaptonurie und Verfärbung des Harns, erklärte anschaulich die Prinzipien der Genetik und Mutationen, illustrierte die Aufgaben einer genetischen Beratung und ging kurz auf die Epigenetik ein. Es kamen viele Fragen seitens der 28 Teilnehmer. Ein kurzer Überblick über die DSAKU und den Krankheitsverlauf der Alkaptonurie wurde von der DSAKU-Vorsitzenden gegeben. Am Ende des Tages gab es eine Führung durch das 440-Jahre alte Juliusspitals, seinen Weinkeller unterm Krankenhaus sowie eine Weinverkostung mit Brotmahlzeit. Unsere Veranstaltung der DSAKU e.V. wurde freundlicherweise mit finanzieller Hilfe von der Techniker Krankenkasse unterstützt. Bericht von unserem Wochenendseminar in Münster 2015: Unsere vierte Veranstaltung und Mitgliederversammlung hatte die DSAKU am 24. Oktober 2015 im Franz-Hitze Haus in Münster. Zu dieser Veranstaltung kamen 17 Mitglieder und deren Angehörige. 3 DSAKU-Mitglieder mussten leider krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Nachdem sich alle Mitglieder vorgestellt hatten, hielten wir morgens unsere Mitgliederversammlung, in der einerseits über die Aktivitäten berichtet und andererseits Projekte der DSAKU lebhaft diskutiert wurden. Unter anderem soll die einfache, aber verschlüsselte Variante des vorläufigen Forums im Laufe des Jahres von den DSAKU-Mitgliedern ausgetestet werden. Bei Erfolg ist dann geplant, eine komplexere Variante mit Antwortmöglichkeit und Verknüpfung per E-Mail in Auftrag zu geben. Zusätzlich wünschten sich einige Mitglieder eine Einführung von Alkaptonurie in einfacher Sprache auf unserer Webseite. Hierzu wurde die AG „AKU: Einfach erklärt“ gegründet, die aus sogenannten „Laien“ und dem Webmaster besteht. Ferner plant die DSAKU in Zusammenarbeit mit der Jordanischen AKU-Society Flugblätter mit Informationen auf Arabisch für AKU-Flüchtlinge zu erstellen, denn aus Erfahrungen von den EULAR-Kongressen gibt es auf Grund von Blutsverwandtschaft eine weitaus größere Anzahl von AKU-Patienten im Nahen- und Mittleren-Osten. Des Weiteren wurde Marion Hoyer als Stellvertreterin sowie Ingo Vigelahn und Sandra Lauscher als Beisitzer einstimmig von den DSAKU-Mitgliedern gewählt. Bei der Vorstellung wurde offensichtlich wie unterschiedlich die Alkaptonurie bei den einzelnen AKU-Patienten verlaufen kann. Nach dem Mittagessen gab es einen interaktiven Vortrag über Alkaptonurie als angeborene Stoffwechselerkrankung und deren Folgeschäden in den verschiedenen Organen wie Knorpel, Gelenke, Herz und Niere. Anschließend referierte der Ganganalyse-Experte Prof. Dr. Dieter Rosenbaum von der Universität Münster sehr anschaulich die Prinzipien der Ganganalyse und deren mögliche Anwendung bei Alkaptonurie. Im Anschluss gab es eine kurze Vorstandssitzung, in der hauptsächlich die Endfassung des Flugblattes für Hebammen und Kinderärzte überarbeitet und die Pauschal- und Projektanträge besprochen wurden. Einen informellen Austausch gab es unter den DSAKU-Mitgliedern während dem Abend- essen und beim Frühstück. So wurde in lustiger Runde über das Entfernen von "AKU-Flecken" diskutiert. Hierzu wurde ein interaktives Experiment mit verschiedenen Konzentrationen einer leichten Säure wie Essigessenz und Wasser geplant. Insgesamt waren der DSAKU-Vorstand und seine Mitglieder sehr über die Entwicklung der DSAKU angetan, denn es gab sehr viele konstruktive Vorschläge und einige boten aktiv Ih re Mithilfe an. Vor allem aber stellte sich heraus, dass wir das gemeinsame Anliegen hatten, durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit weitere AKU- Patienten (besonders AKU-Kinder) in Deutschland zu identifizieren, um eine frühe Diagnose zu ermöglichen und frühzeitige therapeutische Maßnahmen einzuleiten zu können. Unsere Veranstaltung der DSAKU e.V. wurde freundlicherweise mit finanzieller Hilfe von der Techniker Krankenkasse unterstützt. Bericht von unserem Wochenendseminar in Berlin 2014: Unsere dritte Veranstaltung und Mitgliederversammlung hatte die DSAKU am 22. November 2014 in Berlin. Hierzu konnte die DSAKU e.V. die Räumlichkeiten der Deutschen Rheuma-Liga Berlin nutzen. Es waren 6 DSAKU-Mitglieder mit Angehörigen vor Ort, leider mussten einige krankheitsbedingt absagen. Bei der Wiederwahl wurden die DSAKU-Vorsitzende Leona Wagner und. Kassenwartin Barbara Vogel sowie die Kassenprüfer Rolf Wenzel und Wolfgang Röder einstimmig wiedergewählt. Des Weiteren wurde die vorgeschlagene Satzungsänderung unter §3 2.7 einstimmig wie folgt ergänzt: „Die Unterstützung der Erforschung der Ursachen, der Therapiemöglichkeiten und der Nebenwirkungen der Therapien von Alkaptonurie unter Einbeziehung ethischer Grundsätze für die medizinische Forschung am Menschen (Deklaration von Helsinki) und Patientenrechten“. Sowohl die Wiederwahl des Vorstandes als auch die Satzungsänderung wurden vom Amtsgericht Schweinfurt genehmigt. Nach dem Mittagessen gab es den üblichen Vortrag über die Alkaptonurie und den Aufgaben der DSAKU. Hierzu gab es viele Fragen seitens der DSAKU-Mitglieder und eingeladenen Gäste der Rheuma-Liga. Anschließend referierte die DSAKU-Vorsitzende Dr. Leona Wagner über die anatomischen und physiologischen Grundlagen der Schmerzentstehung. Im Anschluss stellte die eingeladene Diplom-Psychologin Christine Rosinsky-Stöckmann (selber Rheuma-Betroffene) verschiedene Verfahren zur psychologischen Bewältigung von Schmerzen vor. Bericht von unserem Wochenendseminar in Stuttgart 2013: Unsere zweite Veranstaltung und Mitgliederversammlung hatte die DSAKU am 9. November 2013 in Stuttgart und bundesweit durch eine Webkonferenz. Nach einem wissenschaftlichen Vortrag hatten wir unsere Mitgliederversammlung. Herr Nicolas Schödl wurde einstimmig als neuer Stellvertreter gewählt sowie die Beisitzer Ingeborg und Melanie Wagner. Nach dem Mittagessen referierte Frau Witt von der Rheuma-Liga Baden-Württemberg über die Angebote und Netzwerke der Rheuma-Liga Baden-Württemberg und auf bundesweiter Ebene. Anschließend zeigte die AKU-Patientin Katharina Gärtner anhand einer selbstgenähten Weste mit großer Rückentasche für eine Wärmeflasche wie der AKU durch Kreativität die Stirn geboten werden kann. Zu guter Letzt gab es in einer kleinen Runde die Warmwassergymnastik mit Schwimmtherapeutin Maika Waclawzyk im Mineralbad Leutze. Bericht von unserem Wochenendseminar in Erfurt 2013: Wochenendseminar für Betroffene und Familien mit Tyrosinämie Typ 1 und Alkaptonurie in Erfurt Unsere erste Veranstaltung hatte die DSAKU zusammen mit der VfASS e.V. am 20/21. April 2013 in Erfurt unter der Hauptleitung von Herrn Prof. Dr. E. Mönch. Neben Vorstellung der beiden Vereine, wurden auch über die beiden Krankheitsbilder Alkaptonurie und Tyrosinämie Typ 1 informiert. Außerdem referierte Prof. Dr. J. Sander über Konzentrationsbestimmungen von Tyrosin und Nitisinon im Blut. Die klinische Studie über Nitisinon zur Behandlung von AKU in Liverpool wurde vom Vorsitzenden der AKU-Society aus Großbritannien Dr. N. Sireau vorgestellt. Hierbei entstand eine lebhafte Diskussion über positive Erfahrungen bzgl. Nitisinon einerseits und die Ethik einer Plazebogruppe andererseits. Außerdem berichteten viele AKU-Patienten über ihre lange Odyssee bis zu Diagnose. Am Nachmittag gab es eine geschichtliche Führung durch das Rathaus und am Abend eine Mittelalterführung durch die schöne Altstadt. Die Teilnehmer wurden am folgenden Tag mit einem Kochkurs praktisch in die eiweißarme Ernährung eingeführt und bildeten sich spielerisch mit einem eiweißarmen Brettspiel weiter. Das Buffet war sehr üppig und lecker, so dass sich alle satt auf dem Heimweg machten. Später erhielt jeder Teilnehmer eine musikalisch unterbundene CD mit einem Videoclip der Veranstaltung. Die DSAKU möchtet sich außerdem bei den Firmen SOBI Biovitrum und Nutricia Metabolics für die freundliche Unterstützung bedanken. internet_bericht_erfurt2013.pdf Vereinsgründung 2012 DSAKU (Deutschsprachige Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie) wurde am 18.02.2012 in Gochsheim bei Schweinfurt gegründet. Zur Vereinsgründung kamen insgesamt 9 Personen und es wurde vor allem sie Details der Satzung bearbeitet. Des Weiteren wurde über die Aufgaben der DSAKU, Partnern und mögliche Öffentlichkeitsarbeiten diskutiert. Eine Mitgliedsversammlung und ein Workshop ist im Februar 2013 geplant. Abbildung 1: Gruppenbild zur Vereinsgründung am 18.2.2012 in Gochsheim bei Schweinfurt. Abbildung 2: Vorstand beim Unterschreiben der DASKU Satzung. Links, Vorsitzende Leona Wagner; Mitte, Stellvertretender Vorsitzender Dr. Andreas Müller-Wolpert; rechts, Kassenwartin Barbara Vogel. Informelles Treffen und Besprechung über die Notwendigkeit der Gründung einer deutschen Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie Ein erstes informelles Treffen fand am 10.12.2011 in Stuttgart statt. Nach einem anfänglichen Kennenlernen und einem leicht orientalischem Mittagessen mit englischen „Christmas Crackers“, wurde das AKU-Video gezeigt. Anschließend gab es eine Diskussion über Nitisinon als Behandlungtherapie für Alkaptonurie. Des Weiteren wurde die Notwendigkeit einer Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie in Deutschland als auch deren Aufgaben besprochen. http://dsaku.de/veranstaltungen/dsaku/_part1162 Frau Leona Wagner Thu, 20 Jul 2017 02:18:23 +0200 part1162 Bericht von unserem Wochenendseminar in Würzburg 2016: Ungefähr die Hälfte der Teilnehmer traf sich am Vortag zur geselligen Runde in einer fränkischen Stube. Unsere Mitgliederversammlung und Patientenseminar fand im Gartenpavillion des Juliusspitals in Würzburg statt, in dem der Entdecker von Ochronose, Prof. Rudolf Virchow, ca. 160 Jahre zuvor operierte. Neben Bericht der DSAKU-Aktivitäten, Entlastung des Vorstandes und Vorstandsneuwahlen, erklärten sich während der Mitgliederversammlung 13 Mitglieder bereit, die Hebammen-Flugblätter zu verteilen. Zusätzlich kam der Wunsch die Veranstaltung 2017 in Fulda auf 2 Tage (Samstags/Sonntags) aufzuteilen und mehr Zeit für Kontaktaustausch einzuplanen. Thema wird Unfallprävention, Hilfsmittel im Alltag und Feldenkrais sein. Dr. Kress referierte in seinem Vortrag über die Geschichte von Alkaptonurie und Verfärbung des Harns, erklärte anschaulich die Prinzipien der Genetik und Mutationen, illustrierte die Aufgaben einer genetischen Beratung und ging kurz auf die Epigenetik ein. Es kamen viele Fragen seitens der 28 Teilnehmer. Ein kurzer Überblick über die DSAKU und den Krankheitsverlauf der Alkaptonurie wurde von der DSAKU-Vorsitzenden gegeben. Am Ende des Tages gab es eine Führung durch das 440-Jahre alte Juliusspitals, seinen Weinkeller unterm Krankenhaus sowie eine Weinverkostung mit Brotmahlzeit. Unsere Veranstaltung der DSAKU e.V. wurde freundlicherweise mit finanzieller Hilfe von der Techniker Krankenkasse unterstützt. Bericht von unserem Wochenendseminar in Münster 2015: Unsere vierte Veranstaltung und Mitgliederversammlung hatte die DSAKU am 24. Oktober 2015 im Franz-Hitze Haus in Münster. Zu dieser Veranstaltung kamen 17 Mitglieder und deren Angehörige. 3 DSAKU-Mitglieder mussten leider krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Nachdem sich alle Mitglieder vorgestellt hatten, hielten wir morgens unsere Mitgliederversammlung, in der einerseits über die Aktivitäten berichtet und andererseits Projekte der DSAKU lebhaft diskutiert wurden. Unter anderem soll die einfache, aber verschlüsselte Variante des vorläufigen Forums im Laufe des Jahres von den DSAKU-Mitgliedern ausgetestet werden. Bei Erfolg ist dann geplant, eine komplexere Variante mit Antwortmöglichkeit und Verknüpfung per E-Mail in Auftrag zu geben. Zusätzlich wünschten sich einige Mitglieder eine Einführung von Alkaptonurie in einfacher Sprache auf unserer Webseite. Hierzu wurde die AG „AKU: Einfach erklärt“ gegründet, die aus sogenannten „Laien“ und dem Webmaster besteht. Ferner plant die DSAKU in Zusammenarbeit mit der Jordanischen AKU-Society Flugblätter mit Informationen auf Arabisch für AKU-Flüchtlinge zu erstellen, denn aus Erfahrungen von den EULAR-Kongressen gibt es auf Grund von Blutsverwandtschaft eine weitaus größere Anzahl von AKU-Patienten im Nahen- und Mittleren-Osten. Des Weiteren wurde Marion Hoyer als Stellvertreterin sowie Ingo Vigelahn und Sandra Lauscher als Beisitzer einstimmig von den DSAKU-Mitgliedern gewählt. Bei der Vorstellung wurde offensichtlich wie unterschiedlich die Alkaptonurie bei den einzelnen AKU-Patienten verlaufen kann. Nach dem Mittagessen gab es einen interaktiven Vortrag über Alkaptonurie als angeborene Stoffwechselerkrankung und deren Folgeschäden in den verschiedenen Organen wie Knorpel, Gelenke, Herz und Niere. Anschließend referierte der Ganganalyse-Experte Prof. Dr. Dieter Rosenbaum von der Universität Münster sehr anschaulich die Prinzipien der Ganganalyse und deren mögliche Anwendung bei Alkaptonurie. Im Anschluss gab es eine kurze Vorstandssitzung, in der hauptsächlich die Endfassung des Flugblattes für Hebammen und Kinderärzte überarbeitet und die Pauschal- und Projektanträge besprochen wurden. Einen informellen Austausch gab es unter den DSAKU-Mitgliedern während dem Abend- essen und beim Frühstück. So wurde in lustiger Runde über das Entfernen von "AKU-Flecken" diskutiert. Hierzu wurde ein interaktives Experiment mit verschiedenen Konzentrationen einer leichten Säure wie Essigessenz und Wasser geplant. Insgesamt waren der DSAKU-Vorstand und seine Mitglieder sehr über die Entwicklung der DSAKU angetan, denn es gab sehr viele konstruktive Vorschläge und einige boten aktiv Ih re Mithilfe an. Vor allem aber stellte sich heraus, dass wir das gemeinsame Anliegen hatten, durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit weitere AKU- Patienten (besonders AKU-Kinder) in Deutschland zu identifizieren, um eine frühe Diagnose zu ermöglichen und frühzeitige therapeutische Maßnahmen einzuleiten zu können. Unsere Veranstaltung der DSAKU e.V. wurde freundlicherweise mit finanzieller Hilfe von der Techniker Krankenkasse unterstützt. Bericht von unserem Wochenendseminar in Berlin 2014: Unsere dritte Veranstaltung und Mitgliederversammlung hatte die DSAKU am 22. November 2014 in Berlin. Hierzu konnte die DSAKU e.V. die Räumlichkeiten der Deutschen Rheuma-Liga Berlin nutzen. Es waren 6 DSAKU-Mitglieder mit Angehörigen vor Ort, leider mussten einige krankheitsbedingt absagen. Bei der Wiederwahl wurden die DSAKU-Vorsitzende Leona Wagner und. Kassenwartin Barbara Vogel sowie die Kassenprüfer Rolf Wenzel und Wolfgang Röder einstimmig wiedergewählt. Des Weiteren wurde die vorgeschlagene Satzungsänderung unter §3 2.7 einstimmig wie folgt ergänzt: „Die Unterstützung der Erforschung der Ursachen, der Therapiemöglichkeiten und der Nebenwirkungen der Therapien von Alkaptonurie unter Einbeziehung ethischer Grundsätze für die medizinische Forschung am Menschen (Deklaration von Helsinki) und Patientenrechten“. Sowohl die Wiederwahl des Vorstandes als auch die Satzungsänderung wurden vom Amtsgericht Schweinfurt genehmigt. Nach dem Mittagessen gab es den üblichen Vortrag über die Alkaptonurie und den Aufgaben der DSAKU. Hierzu gab es viele Fragen seitens der DSAKU-Mitglieder und eingeladenen Gäste der Rheuma-Liga. Anschließend referierte die DSAKU-Vorsitzende Dr. Leona Wagner über die anatomischen und physiologischen Grundlagen der Schmerzentstehung. Im Anschluss stellte die eingeladene Diplom-Psychologin Christine Rosinsky-Stöckmann (selber Rheuma-Betroffene) verschiedene Verfahren zur psychologischen Bewältigung von Schmerzen vor. Bericht von unserem Wochenendseminar in Stuttgart 2013: Unsere zweite Veranstaltung und Mitgliederversammlung hatte die DSAKU am 9. November 2013 in Stuttgart und bundesweit durch eine Webkonferenz. Nach einem wissenschaftlichen Vortrag hatten wir unsere Mitgliederversammlung. Herr Nicolas Schödl wurde einstimmig als neuer Stellvertreter gewählt sowie die Beisitzer Ingeborg und Melanie Wagner. Nach dem Mittagessen referierte Frau Witt von der Rheuma-Liga Baden-Württemberg über die Angebote und Netzwerke der Rheuma-Liga Baden-Württemberg und auf bundesweiter Ebene. Anschließend zeigte die AKU-Patientin Katharina Gärtner anhand einer selbstgenähten Weste mit großer Rückentasche für eine Wärmeflasche wie der AKU durch Kreativität die Stirn geboten werden kann. Zu guter Letzt gab es in einer kleinen Runde die Warmwassergymnastik mit Schwimmtherapeutin Maika Waclawzyk im Mineralbad Leutze. Bericht von unserem Wochenendseminar in Erfurt 2013: Wochenendseminar für Betroffene und Familien mit Tyrosinämie Typ 1 und Alkaptonurie in Erfurt Unsere erste Veranstaltung hatte die DSAKU zusammen mit der VfASS e.V. am 20/21. April 2013 in Erfurt unter der Hauptleitung von Herrn Prof. Dr. E. Mönch. Neben Vorstellung der beiden Vereine, wurden auch über die beiden Krankheitsbilder Alkaptonurie und Tyrosinämie Typ 1 informiert. Außerdem referierte Prof. Dr. J. Sander über Konzentrationsbestimmungen von Tyrosin und Nitisinon im Blut. Die klinische Studie über Nitisinon zur Behandlung von AKU in Liverpool wurde vom Vorsitzenden der AKU-Society aus Großbritannien Dr. N. Sireau vorgestellt. Hierbei entstand eine lebhafte Diskussion über positive Erfahrungen bzgl. Nitisinon einerseits und die Ethik einer Plazebogruppe andererseits. Außerdem berichteten viele AKU-Patienten über ihre lange Odyssee bis zu Diagnose. Am Nachmittag gab es eine geschichtliche Führung durch das Rathaus und am Abend eine Mittelalterführung durch die schöne Altstadt. Die Teilnehmer wurden am folgenden Tag mit einem Kochkurs praktisch in die eiweißarme Ernährung eingeführt und bildeten sich spielerisch mit einem eiweißarmen Brettspiel weiter. Das Buffet war sehr üppig und lecker, so dass sich alle satt auf dem Heimweg machten. Später erhielt jeder Teilnehmer eine musikalisch unterbundene CD mit einem Videoclip der Veranstaltung. Die DSAKU möchtet sich außerdem bei den Firmen SOBI Biovitrum und Nutricia Metabolics für die freundliche Unterstützung bedanken. internet_bericht_erfurt2013.pdf Vereinsgründung 2012 DSAKU (Deutschsprachige Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie) wurde am 18.02.2012 in Gochsheim bei Schweinfurt gegründet. Zur Vereinsgründung kamen insgesamt 9 Personen und es wurde vor allem sie Details der Satzung bearbeitet. Des Weiteren wurde über die Aufgaben der DSAKU, Partnern und mögliche Öffentlichkeitsarbeiten diskutiert. Eine Mitgliedsversammlung und ein Workshop ist im Februar 2013 geplant. Abbildung 1: Gruppenbild zur Vereinsgründung am 18.2.2012 in Gochsheim bei Schweinfurt. Abbildung 2: Vorstand beim Unterschreiben der DASKU Satzung. Links, Vorsitzende Leona Wagner; Mitte, Stellvertretender Vorsitzender Dr. Andreas Müller-Wolpert; rechts, Kassenwartin Barbara Vogel. Informelles Treffen und Besprechung über die Notwendigkeit der Gründung einer deutschen Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie Ein erstes informelles Treffen fand am 10.12.2011 in Stuttgart statt. Nach einem anfänglichen Kennenlernen und einem leicht orientalischem Mittagessen mit englischen „Christmas Crackers“, wurde das AKU-Video gezeigt. Anschließend gab es eine Diskussion über Nitisinon als Behandlungtherapie für Alkaptonurie. Des Weiteren wurde die Notwendigkeit einer Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie in Deutschland als auch deren Aufgaben besprochen. ]]> (Alkaptonuria) مرض التبول الأسود التعريف بالمرض : - يعتبرمرض الكابتونيوريا (المعروف بمرض التبول الأسود) من أمراض الاستقلاب الغذائية الوراثية ذي الصفة المتنحية والنادرة جدا في العالم .إن نسبة الاصابة عالميا بهذا المرض هي 1 لكل 250,000 شخص لكن نسبة الاصابة تزداد نتيجة التزاوج بين الأقارب و خاصة الحاملين لهذه الصفه الوراثية. اسباب المرض : طفرة جينية تؤدي الى خلل في انزيم homogentisate 1,2-dioxygenase المسؤول عن أيض البروتين وتحديدا ( Phenylalanine & (Tyrosine مما يؤدي الى تراكم مادة homogentisic acid في الجسم. ان جزءا كبيرا من هذا المركب يتم التخلص منه وطرحه خارج الجسم عن طريق البول والجزء المتبقي يتراكم في انسجة الجسم المختلفة كالغضاريف , فقرات الظهر, المفاصل, الاربطة ,الاوتار وصمامات القلب . اعراض المرض : ان اعراض هذا المرض تظهرعلى ثلاث مراحل : 1- المرحلة الاولى : وتبدأ منذ الولادة وتظهرعلى شكل بول داكن على فوط الاطفال . 2- المرحلة الثانية : وتبدأ من سن الثلاثين عاما حيث تكون الاعراض على شكل آلام في المفاصل والعمود الفقري وخاصة في اسفل الظهر والركبتين و الاكتاف والوركين بالاضافة الى تلون الجلد باللون الازرق في مناطق معينة كغضروف الاذن الخارجية, مقدمة الانف , اليدين, الوجنتين و ظهور بقع بنية في بياض العين . 3- المرحلة الثالثة : وهي مرحلة متقدمة حيث يؤدي المرض في بعض الأحيان الى صعوبة في المشي والحركة عندها يحتاج المريض الى اجراء عمليات جراحية لاستبدال المفاصل والاربطة التالفة . تشخيص المرض : يتم التشخيص الاولي عن طريق اجراء الفحوصات المخبرية لعينات البول و قياس مستوى مادة homogentisic acid في البول. طرق الوقاية والعلاج : لا يوجد علاج مثبت لهذا المرض حتى هذه اللحظة. حاليا تجرى دراسة عالمية لمحاولة استخدام دواء يدعى Nitisinone (Orfadin) لعلاج هذا المرض النادر. الطريقة الوحيدة التي ينصح بها لتأخير ظهور الاعراض و اطاله الفترة التي يمكن للمريض خلالها ان يعيش بشكل صحي و دون ان يشكو من اعراض:- 1- التقليل من تناول الأطعمة الغنية بالبروتين كاللحم والدجاج والبقوليات ومشتقات الألبان كالحليب والبيض . 2- اخذ بعض المسكنات في حالات الألم الشديد. 3- إجراء بعض التمارين الرياضية من خلال المعلاجه الفيزيائيه للمحافظة على ليونة المفاصل والاربطة. * هذه المعلومات مقدمة من جمعية مرضى التبول الاسود الاردنية. للمزيد من الاستفساريمكنكم التواصل مع أعضاء الفريق الطبي في الاردن: * هذه المعلومات مقدمة من جمعية مرضى التبول: - د. محمد السبوع, استاذ مشارك /كلية الطب/جامعة مؤته mohsb742@yahoo.com - د. نسرين موافي , استاذ مساعد /كلية الطب/جامعة مؤته yaznis@yahoo.com تم اعداد وطباعة هذه النشرات بدعم من AOK http://dsaku.de/hilfe-bei-alkaptonurie/-alkaptonuria-/_part1208 Frau Leona Wagner Fri, 31 Mar 2017 22:16:25 +0200 part1208 التعريف بالمرض : - يعتبرمرض الكابتونيوريا (المعروف بمرض التبول الأسود) من أمراض الاستقلاب الغذائية الوراثية ذي الصفة المتنحية والنادرة جدا في العالم .إن نسبة الاصابة عالميا بهذا المرض هي 1 لكل 250,000 شخص لكن نسبة الاصابة تزداد نتيجة التزاوج بين الأقارب و خاصة الحاملين لهذه الصفه الوراثية. اسباب المرض : طفرة جينية تؤدي الى خلل في انزيم homogentisate 1,2-dioxygenase المسؤول عن أيض البروتين وتحديدا ( Phenylalanine & (Tyrosine مما يؤدي الى تراكم مادة homogentisic acid في الجسم. ان جزءا كبيرا من هذا المركب يتم التخلص منه وطرحه خارج الجسم عن طريق البول والجزء المتبقي يتراكم في انسجة الجسم المختلفة كالغضاريف , فقرات الظهر, المفاصل, الاربطة ,الاوتار وصمامات القلب . اعراض المرض : ان اعراض هذا المرض تظهرعلى ثلاث مراحل : 1- المرحلة الاولى : وتبدأ منذ الولادة وتظهرعلى شكل بول داكن على فوط الاطفال . 2- المرحلة الثانية : وتبدأ من سن الثلاثين عاما حيث تكون الاعراض على شكل آلام في المفاصل والعمود الفقري وخاصة في اسفل الظهر والركبتين و الاكتاف والوركين بالاضافة الى تلون الجلد باللون الازرق في مناطق معينة كغضروف الاذن الخارجية, مقدمة الانف , اليدين, الوجنتين و ظهور بقع بنية في بياض العين . 3- المرحلة الثالثة : وهي مرحلة متقدمة حيث يؤدي المرض في بعض الأحيان الى صعوبة في المشي والحركة عندها يحتاج المريض الى اجراء عمليات جراحية لاستبدال المفاصل والاربطة التالفة . تشخيص المرض : يتم التشخيص الاولي عن طريق اجراء الفحوصات المخبرية لعينات البول و قياس مستوى مادة homogentisic acid في البول. طرق الوقاية والعلاج : لا يوجد علاج مثبت لهذا المرض حتى هذه اللحظة. حاليا تجرى دراسة عالمية لمحاولة استخدام دواء يدعى Nitisinone (Orfadin) لعلاج هذا المرض النادر. الطريقة الوحيدة التي ينصح بها لتأخير ظهور الاعراض و اطاله الفترة التي يمكن للمريض خلالها ان يعيش بشكل صحي و دون ان يشكو من اعراض:- 1- التقليل من تناول الأطعمة الغنية بالبروتين كاللحم والدجاج والبقوليات ومشتقات الألبان كالحليب والبيض . 2- اخذ بعض المسكنات في حالات الألم الشديد. 3- إجراء بعض التمارين الرياضية من خلال المعلاجه الفيزيائيه للمحافظة على ليونة المفاصل والاربطة. * هذه المعلومات مقدمة من جمعية مرضى التبول الاسود الاردنية. للمزيد من الاستفساريمكنكم التواصل مع أعضاء الفريق الطبي في الاردن: * هذه المعلومات مقدمة من جمعية مرضى التبول: - د. محمد السبوع, استاذ مشارك /كلية الطب/جامعة مؤته mohsb742@yahoo.com - د. نسرين موافي , استاذ مساعد /كلية الطب/جامعة مؤته yaznis@yahoo.com تم اعداد وطباعة هذه النشرات بدعم من AOK ]]> Alkaptonurie einfach erklärt Einleitung: Alkaptonurie (AKU) ist eine seltene Erbkrankheit des Eiweißabbaus. Sie wird autosomal-rezessiv vererbt, das heißt ein AKU-Patient hat 2 defekte "AKU-Gene" mit Mutationen von jeweils Vater und Mutter erhalten (siehe Abbildung 1). Durch die Mutationen kann das "AKU-Enzym" entweder nicht gebildet werden oder es ist nicht funktionsfähig und der Eiweißbaustein (Aminosäure) Tyrosin kann nicht vollständig abgebaut werden. Dies führt zu einer erhöhten Anreicherung des Zwischenproduktes Homogentinsinsäure (HGA), welches chemisch sehr reaktiv ist und zu BQA oxidiert. Ein Großteil der HGA wird über die Niere und Blase in den Urin ausgeschieden (Abbildung 2). Durch den Sauerstoff der Luft wird die HGA im Urin nach einiger Zeit zu BQA oxidiert und verursacht somit eine dunkel bis fast schwarze Verfärbung des Urins, das erste Zeichen von AKU im Säuglingsalter (siehe Abbildung 3). Ansonsten sind AKU-Patienten symptomlos bis ins frühe Erwachsenenalter (1,2). Jedoch wird BQA mit der Zeit biochemisch zu einer schwarzen kristallinen Substanz, dem ochronotischen Pigment, umgewandelt und dieses Pigment richtet durch schwarze Ablagerungen Schäden an mehreren Organen an (1-4). Zusätzlich entsteht im Blut und im Bindegewebe oxidativer Stress durch Bildung reaktiver Sauerstoffspezien (englisch, reactive oxygen species, ROS) und es kommt zu einer Entzündungsreaktion und Eiweißablagerung in verschiedenen Bindegeweben (5, 6). Die Folgen sind: Verfärbung der Skleren (Augäpfeln) und Ohrmuscheln (± 30 Jahre), Nieren- und Prostatasteine (± 50 Jahre), Aortenstenose (± 60 Jahre) und vor allem eine früheinsetzende invalidisierende Erkrankung der Wirbelsäule (± 30 Jahre) und Großgelenke (± 40 Jahre, ochronotische Arthropathie), die durch den Abbau des schwarzen Knorpels entsteht und sehr schmerzhaft ist (Abbildungen 4 und 5). Muskelfaser-, Sehnen- und Bänderrisse, verursacht durch Minimaltrauma sind weitere häufige Symptome der Alkaptonurie (1-4). Als chronisch systemische (betrifft mehrere Organe) Erkrankung sollte AKU regelmäßig und interdisziplinär durch mehrere diagnostische Verfahren überwacht werden, so dass frühzeitge therapeutische Maßnahmen ergriffen werden können. Den Schweregrad und Verlauf der AKU kann durch den sogenannten AKU-Schweregrad-Index (AKUSSI, Englisch = AKU-Severity-Score-Index) ermittelt werden, welcher von Prof. Dr. Ranganath und Prof. Dr. Cox der Uniklinik Liverpool entwickelt wurde (1-4, 7-11). Der Beginn und Verlauf der ochronotischen Arthrose kann unter Anderem über die 3D-Ganganalyse manifestiert werden (12). Derzeit gibt es keine heilende (kausale) Therapie für Alkaptonurie und die gegenwärtigen therapeutischen Maßnahmen bestehen aus Schmerztherapie , Physiotherapie, Ergotherapie, gelenkschonendes Funktionstraining und Ernährung sowie chirurgische Eingriffe durch Gelenkendoprothesen, Entfernung der Nieren- oder Prostatasteine und Herzklappenersatz. Momentan läuft die EU-finanzierte klinische Studie DevelopAKUre über Nitisinon für die kausale (heilende) Behandlung von Alkaptonurie (2). Tabelle 1 fasst die symptomatischen und zukünftige heilende Therapieansätze nach neusten wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse zusammen (1-14). Ein "gesunder Lebensstil" kann den Verlauf der Alkaptonurie maßgeblich positiv beeinflussen und die DSAKU e.V. hat aus diesem Grund einen Leitfaden der Krankheitsbewältigung basierend auf den Erkenntnissen der weltweiten AKU-Zentren zusammengestellt. Durch die Beeinträchtigung der Lebensqualität auf Grund von Schmerzen, Steifheit und Erschöpfung kommt es häufig zu psychischen Problemen und Einschränkungen im Alltag und auf Arbeit, was letztendlich zu einer Behinderung wie bei fast allen rheumatischen Erkrankungen führen kann. Unter Sozialrecht bietet die DSAKU e.V. in Zusammenarbeit iher Kooperationspartnern der Deutschen Rheuma-Liga e.V. und Unabhängige Patientenberatung Deutschland auch Hilfestellung zu diesem Thema (13, 14). Die Häufigkeit von AKU beträgt weltweit ca. 1:100 000 - 250 000, jedoch gibt es sogenannte Hotspots wie die in der Slowakei, Jordanien, Indien, Dominikanische Republik und Berlin (15,16). Die höchste Prävalenz mit ungefähr 1:19 000 ist jedoch in der Slowakei zu finden, während in einer in Berlin durchgeführten Pilotstudie eine Häufigkeitsrate von 1:31000 durch Neugeborenen-Screening ermittelt wurde (2). Durch Anfragen an einzelne Stoffwechselzentren, Kontaktanfragen von AKU-Patienten über die DSAKU-Internetseite sowie Literaturrecherche wurden inzwischen ca. 160 AKU-Patienten (80 Kinder und 80 Erwachsene) in Deutschland identifiziert ( http://www.dsaku.de/ueber-dsaku/aku-patienten-in-deutschland/ ). Abbildung 1: Autosomal-rezessive Vererbung von Alkaptonurie (AKU). Wenn beide Eltern Träger von einem mutiertem (defektem) AKU-Gen (rotes Rechteck) sind, erhält das AKU-Kind von jedem Elternteil jeweils ein mutiertes AKU-Gen. Rotes Rechteck = mutiertes Gen, weißes Rechteck = gesundes Gen. Autosomal, geschlechtlose Vererbung, das heißt Mädchen und Jungen sind gleichermaßen betroffen. Rezessiv, nur ein Kind mit 2 mutierten AKU-Gene entwickelt Alkaptonurie (17). Abbildung 2: Ausscheiden der meisten Homogentisinsäure (HGA) vom Blut (A) über die Niere (B) und Blase (C) in den Urin (Abbildung 3) (17). Abbildung 3: Nachdunkeln des Urins bei Alkaptonurie (AKU). Oxidierung der Homogentisinsäure (HGA) zu BQA durch Zugabe einer alkalischen Lösung (Lauge), die den AKU-Urin dunkel bis schwarz verfärbt (17). Zusammenfassung der Symptome: AKU-assozierten Symptome lassen sich in folgende drei Phasen zusammenfassen: Asymptomatisch: Verfärbung des Urin in der Luft ab dem Säuglingsalter bis ins frühe Erwachenenalter. Erste Schmerzen / Einschränkungen ab der 3. Dekade durch Rücken- und Gelenkschmerzen. Angepasster Lebenstil und Physio- / Ergotherapie können hier Abhilfe leisten. Beeinträchtigung der Lebensqualität und die Notwendigkeit von chirurgischen Eingriffen und maßgeschneiderter Schmerztherapie zu deren Verbesserung. Chronologisch: Verfäbung des Urins ab dem Säuglichsalter. Rückenschmerzen und Versteifung durch Degeneration der Wirbelsäule (± 30 Jahre). Verfärbung der Ohrmuschel(n) und Augapfels (± 30 Jahre). Gelenkschmerzen und Gelenkverschleiß durch den schwarzen Knorpel der ochronotische Arthrose (± 40 Jahre) Entzündung durch oxidativen Stress, Bildung reaktiver Sauerstoffspezien (ROS) und Eiweißablagerungen (Amyloidose AA) im Bindegewebe. Hörprobleme durch Verfärbung des Trommelfells und den Gehörknöchelchen. Nieren - / Prostatasteine (± 50 Jahre). Aortenstenose (± 60 Jahre). Abbildung 4: Kurze schematische Darstellung der AKU-assozierten Symptome. Ochronotische Arthrose der Wirbelsäule und Gelenken verursacht Probleme beim Gehen. Abbildung 5: Darstellung der AKU-Symptome durch Ochronose (Verfärbung des Bindegewebes) im Auge, Ohr. Gelenkknorpel und Herzklappen. Ochronose der Bandscheiben führt zur fortschreitenden Krümmung und Degeneration der Wirbelsäule (Bambuswirbelsäule) und schwarzer brüchiger Gelenkknorpel zu schmerzhaften Gelenkverschleiß einer ochronotischen Arthrose, wie in den alterabhängigen Röntgenbildern und dem Knochenszintigramm ersichtlich sind (1, 4, 17,18). "Unsichtbare" Symptome der Alkaptonurie: Starke Schmerzen (Morgen)Steifigkeit Erschöpfung Isolierung /Depression Persönliche Odyssee bis zur entgültigen Diagnose Beeintrachtigung der Lebensqualität Einschränkung im Alltag und auf Arbeit Therapien: Tabelle 1: Zusammenfassung symptomatischer und potentiellen kurativen Therapien für AKU nach den neusten Stand wissenschaftlicher und medizinischer Forschung (2). NIH, National Institut of Health ; NAC, National AKU Centre Liverpool. Therapie / Beratung Behandlung Kommentar Symptomatische Therapieansätze: Ernährung Vitamin C Empfohlen von den meisten deutschen Stoffwechselerperten, Wirksamkeit ist noch nicht erwiesen, konnte aber im Labor die Eiweißablagerung (Amyloidose AA) und ROS unterbinden. eiweißarme Diät Bezieht sich hauptsächlich auf tyrosin- und phenylalaninarmer Diät. Wirksamkeit ist noch nicht erwiesen, scheint bei Kindern jedoch die Ausscheidung der Homogentisinsäure mehr zu unterbinden als bei Erwachsenen. Einheiltung vielfach schwierig. Beratung zum Lebensstil Funktionstraining regelmäßiger Sport mit geringer Stauchung wie die Warmwasser-gymnastik wird wärmstens vom NIH und NAC sowie der DSAKU e.V. empfohlen. Berufswahl Vermeidung schwerer körperlicher Arbeiten Familienplanung Genetische Beratung Behinderung Sozialrecht ist durch Mangel an Informationen oft schwierig Frührente Therapien durch Gesundheitsberufe Physiotherapie Empfohlen um die Beweglichkeit zu erhalten Ergotherapie Empfohlen, um beruftätig zu bleiben und den Alltag zu bewäligen Schmerztherapie Angepasste Schmerztherapie Wichtig und empfehlenswert. Richtig sich nach dem WHO-Stufenschema. Wärme wird von fast allen AKU-Patienten als angenehm empfunden. Überwachung Diagnostische Verfahren Wichtig zur frühzeigen Erfassung der Symptome und eingreifen therapeutischen Maßnahmen. Wird oft durch Mangel an Informationen nicht vollständig wahrgenommen Chirurgie ( Endoprothesen , Nieren-/Prostatasteine, Herzklappenersatz ) Organtransplantation Nicht indiziert, da AKU nicht lebensbedrohlich ist Palliative Chirurgie Effektiv, aber invasiv. Siehe auch Anästhesie Heilende (kausale) HGA-reduzierende Therapien: Substratreduktionstherapie Nitisinon Derzeit untersucht durch klinische Studie ( www.developAKUre.eu ) Gentherapie HGD-Gen (AKU-Gen) Noch nicht verfügbar, Tierversuche scheinen aber erfolgsversprechend zu sein Enzymersatztherapie HGD-Enzym (AKU-Enzym) Noch nicht verfügbar, wird jedoch bei AKU-Mäusen im Blut schnell abgebaut und das nachfolgende Produkt MAA ist auch toxisch. Referenzen: Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. D., Fitzpatrick, D. L., Anderson, P. D., Huizing, M., Anikster, Y., Gerber, L. H., and Gahl, W. A. (2002) Natural history of alkaptonuria. N.Engl.J.Med. 347, 2111-2121. Ranganath, L. R., Jarvis, J. C., and Gallagher, J. A. (2013) Recent advances in management of alkaptonuria (invited review; best practice article) J Clin.Pathol. 66, 367-373. Ranganath, L. R. and Cox, T. F. (2011) Natural history of alkaptonuria revisited: analyses based on scoring systems. J Inherit.Metab Dis. 34, 1141-1151. Cox, T. F. and Ranganath, L. (2011) A quantitative assessment of alkaptonuria : Testing the reliability of two disease severity scoring systems. J.Inherit.Metab Dis. 34, 1153-1162. Braconi, D., Millucci, L., Bernardini, G., Santucci, A. (2015) Oxidative stress and mechanisms of ochronosis in alkaptonuria. Free Radic Biol Med. 88 (Pt A), 70-80. Millucci, L., Ghezzi, L., Bernardini, G., Braconi, D., Lupetti, P., Perfetto, F., Orl,andini, M., Santucci, A. (2014) Diagnosis of secondary amyloidosis in alkaptonuria. Diagn Pathol. 9 ,185-189. Vinjamuri, S., Ramesh, C. N., Jarvis, J., Gallagher, J. A., and Ranganath, L. L. (2011) Nuclear medicine techniques in the assessment of alkaptonuria. Nucl.Med.Commun. 32 , 880-886. Pettit, S. J., Fisher, M., Gallagher, J. A., and Ranganath, L. R. (2011) Cardiovascular manifestations of Alkaptonuria. J Inherit.Metab Dis. 34 , 1177-1181. Introne, W. J., Kayser, M. A., and Gahl, W. A. (2016) Alkaptonuria. In Pagon, R.A.B.T.D.D.C.R.S.K., editor. GeneReviews [Internet] , University of Washington, Seattle, 2003-2016. Kayser, M. A., Introne, W., and Gahl, W. A. (2009) Chapter 92: Alkaptonuria. In Vale, D., Beaudet, A. L., Vogelstein, B., Kinzler, K. W., Antonarakis, S. E., Ballabio, A., Scriver, C. R., Sly, W. S., and Childs, B., editors. The Scriver's Online Metabolic & Molecular Bases of Inherited Diseases , McGrawHill Companies, Columbus, 1-30. Perry, M. B., Suwannarat, P., Furst, G. P., Gahl, W. A., and Gerber, L. H. (2006) Musculoskeletal findings and disability in alkaptonuria. J.Rheumatol. 33, 2280-2285. Barton, G.J., King, S.L., Robinson, M.A., Hawken, M.B., and Ranganath, L.R. (2015) Age-Related Deviation of Gait from Normality in Alkaptonuria . JIMD Rep. 24 , 39-44. pubmed Deutsche-Rheuma-Liga (2012) www.rheuma-liga.de . Unabhängige Patientenberatung Deutschland (2016) www.patientenberatung.de Zatkova, A. (2011) An update on molecular genetics of Alkaptonuria (AKU). 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Durch die Mutationen kann das "AKU-Enzym" entweder nicht gebildet werden oder es ist nicht funktionsfähig und der Eiweißbaustein (Aminosäure) Tyrosin kann nicht vollständig abgebaut werden. Dies führt zu einer erhöhten Anreicherung des Zwischenproduktes Homogentinsinsäure (HGA), welches chemisch sehr reaktiv ist und zu BQA oxidiert. Ein Großteil der HGA wird über die Niere und Blase in den Urin ausgeschieden (Abbildung 2). Durch den Sauerstoff der Luft wird die HGA im Urin nach einiger Zeit zu BQA oxidiert und verursacht somit eine dunkel bis fast schwarze Verfärbung des Urins, das erste Zeichen von AKU im Säuglingsalter (siehe Abbildung 3). Ansonsten sind AKU-Patienten symptomlos bis ins frühe Erwachsenenalter (1,2). Jedoch wird BQA mit der Zeit biochemisch zu einer schwarzen kristallinen Substanz, dem ochronotischen Pigment, umgewandelt und dieses Pigment richtet durch schwarze Ablagerungen Schäden an mehreren Organen an (1-4). Zusätzlich entsteht im Blut und im Bindegewebe oxidativer Stress durch Bildung reaktiver Sauerstoffspezien (englisch, reactive oxygen species, ROS) und es kommt zu einer Entzündungsreaktion und Eiweißablagerung in verschiedenen Bindegeweben (5, 6). Die Folgen sind: Verfärbung der Skleren (Augäpfeln) und Ohrmuscheln (± 30 Jahre), Nieren- und Prostatasteine (± 50 Jahre), Aortenstenose (± 60 Jahre) und vor allem eine früheinsetzende invalidisierende Erkrankung der Wirbelsäule (± 30 Jahre) und Großgelenke (± 40 Jahre, ochronotische Arthropathie), die durch den Abbau des schwarzen Knorpels entsteht und sehr schmerzhaft ist (Abbildungen 4 und 5). Muskelfaser-, Sehnen- und Bänderrisse, verursacht durch Minimaltrauma sind weitere häufige Symptome der Alkaptonurie (1-4). Als chronisch systemische (betrifft mehrere Organe) Erkrankung sollte AKU regelmäßig und interdisziplinär durch mehrere diagnostische Verfahren überwacht werden, so dass frühzeitge therapeutische Maßnahmen ergriffen werden können. Den Schweregrad und Verlauf der AKU kann durch den sogenannten AKU-Schweregrad-Index (AKUSSI, Englisch = AKU-Severity-Score-Index) ermittelt werden, welcher von Prof. Dr. Ranganath und Prof. Dr. Cox der Uniklinik Liverpool entwickelt wurde (1-4, 7-11). Der Beginn und Verlauf der ochronotischen Arthrose kann unter Anderem über die 3D-Ganganalyse manifestiert werden (12). Derzeit gibt es keine heilende (kausale) Therapie für Alkaptonurie und die gegenwärtigen therapeutischen Maßnahmen bestehen aus Schmerztherapie , Physiotherapie, Ergotherapie, gelenkschonendes Funktionstraining und Ernährung sowie chirurgische Eingriffe durch Gelenkendoprothesen, Entfernung der Nieren- oder Prostatasteine und Herzklappenersatz. Momentan läuft die EU-finanzierte klinische Studie DevelopAKUre über Nitisinon für die kausale (heilende) Behandlung von Alkaptonurie (2). Tabelle 1 fasst die symptomatischen und zukünftige heilende Therapieansätze nach neusten wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse zusammen (1-14). Ein "gesunder Lebensstil" kann den Verlauf der Alkaptonurie maßgeblich positiv beeinflussen und die DSAKU e.V. hat aus diesem Grund einen Leitfaden der Krankheitsbewältigung basierend auf den Erkenntnissen der weltweiten AKU-Zentren zusammengestellt. Durch die Beeinträchtigung der Lebensqualität auf Grund von Schmerzen, Steifheit und Erschöpfung kommt es häufig zu psychischen Problemen und Einschränkungen im Alltag und auf Arbeit, was letztendlich zu einer Behinderung wie bei fast allen rheumatischen Erkrankungen führen kann. Unter Sozialrecht bietet die DSAKU e.V. in Zusammenarbeit iher Kooperationspartnern der Deutschen Rheuma-Liga e.V. und Unabhängige Patientenberatung Deutschland auch Hilfestellung zu diesem Thema (13, 14). Die Häufigkeit von AKU beträgt weltweit ca. 1:100 000 - 250 000, jedoch gibt es sogenannte Hotspots wie die in der Slowakei, Jordanien, Indien, Dominikanische Republik und Berlin (15,16). Die höchste Prävalenz mit ungefähr 1:19 000 ist jedoch in der Slowakei zu finden, während in einer in Berlin durchgeführten Pilotstudie eine Häufigkeitsrate von 1:31000 durch Neugeborenen-Screening ermittelt wurde (2). Durch Anfragen an einzelne Stoffwechselzentren, Kontaktanfragen von AKU-Patienten über die DSAKU-Internetseite sowie Literaturrecherche wurden inzwischen ca. 160 AKU-Patienten (80 Kinder und 80 Erwachsene) in Deutschland identifiziert ( http://www.dsaku.de/ueber-dsaku/aku-patienten-in-deutschland/ ). Abbildung 1: Autosomal-rezessive Vererbung von Alkaptonurie (AKU). Wenn beide Eltern Träger von einem mutiertem (defektem) AKU-Gen (rotes Rechteck) sind, erhält das AKU-Kind von jedem Elternteil jeweils ein mutiertes AKU-Gen. Rotes Rechteck = mutiertes Gen, weißes Rechteck = gesundes Gen. Autosomal, geschlechtlose Vererbung, das heißt Mädchen und Jungen sind gleichermaßen betroffen. Rezessiv, nur ein Kind mit 2 mutierten AKU-Gene entwickelt Alkaptonurie (17). Abbildung 2: Ausscheiden der meisten Homogentisinsäure (HGA) vom Blut (A) über die Niere (B) und Blase (C) in den Urin (Abbildung 3) (17). Abbildung 3: Nachdunkeln des Urins bei Alkaptonurie (AKU). Oxidierung der Homogentisinsäure (HGA) zu BQA durch Zugabe einer alkalischen Lösung (Lauge), die den AKU-Urin dunkel bis schwarz verfärbt (17). Zusammenfassung der Symptome: AKU-assozierten Symptome lassen sich in folgende drei Phasen zusammenfassen: Asymptomatisch: Verfärbung des Urin in der Luft ab dem Säuglingsalter bis ins frühe Erwachenenalter. Erste Schmerzen / Einschränkungen ab der 3. Dekade durch Rücken- und Gelenkschmerzen. Angepasster Lebenstil und Physio- / Ergotherapie können hier Abhilfe leisten. Beeinträchtigung der Lebensqualität und die Notwendigkeit von chirurgischen Eingriffen und maßgeschneiderter Schmerztherapie zu deren Verbesserung. Chronologisch: Verfäbung des Urins ab dem Säuglichsalter. Rückenschmerzen und Versteifung durch Degeneration der Wirbelsäule (± 30 Jahre). Verfärbung der Ohrmuschel(n) und Augapfels (± 30 Jahre). Gelenkschmerzen und Gelenkverschleiß durch den schwarzen Knorpel der ochronotische Arthrose (± 40 Jahre) Entzündung durch oxidativen Stress, Bildung reaktiver Sauerstoffspezien (ROS) und Eiweißablagerungen (Amyloidose AA) im Bindegewebe. Hörprobleme durch Verfärbung des Trommelfells und den Gehörknöchelchen. Nieren - / Prostatasteine (± 50 Jahre). Aortenstenose (± 60 Jahre). Abbildung 4: Kurze schematische Darstellung der AKU-assozierten Symptome. Ochronotische Arthrose der Wirbelsäule und Gelenken verursacht Probleme beim Gehen. Abbildung 5: Darstellung der AKU-Symptome durch Ochronose (Verfärbung des Bindegewebes) im Auge, Ohr. Gelenkknorpel und Herzklappen. Ochronose der Bandscheiben führt zur fortschreitenden Krümmung und Degeneration der Wirbelsäule (Bambuswirbelsäule) und schwarzer brüchiger Gelenkknorpel zu schmerzhaften Gelenkverschleiß einer ochronotischen Arthrose, wie in den alterabhängigen Röntgenbildern und dem Knochenszintigramm ersichtlich sind (1, 4, 17,18). "Unsichtbare" Symptome der Alkaptonurie: Starke Schmerzen (Morgen)Steifigkeit Erschöpfung Isolierung /Depression Persönliche Odyssee bis zur entgültigen Diagnose Beeintrachtigung der Lebensqualität Einschränkung im Alltag und auf Arbeit Therapien: Tabelle 1: Zusammenfassung symptomatischer und potentiellen kurativen Therapien für AKU nach den neusten Stand wissenschaftlicher und medizinischer Forschung (2). NIH, National Institut of Health ; NAC, National AKU Centre Liverpool. Therapie / Beratung Behandlung Kommentar Symptomatische Therapieansätze: Ernährung Vitamin C Empfohlen von den meisten deutschen Stoffwechselerperten, Wirksamkeit ist noch nicht erwiesen, konnte aber im Labor die Eiweißablagerung (Amyloidose AA) und ROS unterbinden. eiweißarme Diät Bezieht sich hauptsächlich auf tyrosin- und phenylalaninarmer Diät. Wirksamkeit ist noch nicht erwiesen, scheint bei Kindern jedoch die Ausscheidung der Homogentisinsäure mehr zu unterbinden als bei Erwachsenen. Einheiltung vielfach schwierig. Beratung zum Lebensstil Funktionstraining regelmäßiger Sport mit geringer Stauchung wie die Warmwasser-gymnastik wird wärmstens vom NIH und NAC sowie der DSAKU e.V. empfohlen. Berufswahl Vermeidung schwerer körperlicher Arbeiten Familienplanung Genetische Beratung Behinderung Sozialrecht ist durch Mangel an Informationen oft schwierig Frührente Therapien durch Gesundheitsberufe Physiotherapie Empfohlen um die Beweglichkeit zu erhalten Ergotherapie Empfohlen, um beruftätig zu bleiben und den Alltag zu bewäligen Schmerztherapie Angepasste Schmerztherapie Wichtig und empfehlenswert. Richtig sich nach dem WHO-Stufenschema. Wärme wird von fast allen AKU-Patienten als angenehm empfunden. Überwachung Diagnostische Verfahren Wichtig zur frühzeigen Erfassung der Symptome und eingreifen therapeutischen Maßnahmen. Wird oft durch Mangel an Informationen nicht vollständig wahrgenommen Chirurgie ( Endoprothesen , Nieren-/Prostatasteine, Herzklappenersatz ) Organtransplantation Nicht indiziert, da AKU nicht lebensbedrohlich ist Palliative Chirurgie Effektiv, aber invasiv. Siehe auch Anästhesie Heilende (kausale) HGA-reduzierende Therapien: Substratreduktionstherapie Nitisinon Derzeit untersucht durch klinische Studie ( www.developAKUre.eu ) Gentherapie HGD-Gen (AKU-Gen) Noch nicht verfügbar, Tierversuche scheinen aber erfolgsversprechend zu sein Enzymersatztherapie HGD-Enzym (AKU-Enzym) Noch nicht verfügbar, wird jedoch bei AKU-Mäusen im Blut schnell abgebaut und das nachfolgende Produkt MAA ist auch toxisch. Referenzen: Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. D., Fitzpatrick, D. L., Anderson, P. D., Huizing, M., Anikster, Y., Gerber, L. H., and Gahl, W. A. (2002) Natural history of alkaptonuria. N.Engl.J.Med. 347, 2111-2121. Ranganath, L. R., Jarvis, J. C., and Gallagher, J. A. (2013) Recent advances in management of alkaptonuria (invited review; best practice article) J Clin.Pathol. 66, 367-373. Ranganath, L. R. and Cox, T. F. (2011) Natural history of alkaptonuria revisited: analyses based on scoring systems. 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Der Name der jeweiligen seltenen Erkrankung kann auf der Patientenkarte selbst eingegeben werden. Die Karte steht under folgendem Link zum Ausdrucken zur Verfügung: Patientenkarte Das Ziel von OrphanAnesthesia ist die Entwicklung und Veröffentlichung von Leitfäden zur anästhesiologischen Betreuung von Patienten mit seltenen Erkrankungen wie zum Beispiel Alkaptonurie. Damit will das Projekt einen Beitrag zur Erhöhung der Patientensicherheit leisten. Die Leitfäden wurden jeweils von einem Anästhesist und einem Experten bezüglich der seltenen Krankheit erstellt. http://dsaku.de/was-ist-alkaptonurie/aerzteinfo/anaesthesie/_part1177 Frau Leona Wagner Thu, 22 Dec 2016 23:32:00 +0100 part1177 Rheumatologie-Orthopädie Einleitung Alkaptonurie (AKU,Omim 203500) ist eine sehr seltene autosomal-rezessive Erbkrankheit des Tyrosin-Stoffwechsels (ICD10: E70.2), welche durch die Enzymdefizienz der Homogentisat-1,2-Dioxygenase (HGD) aufgrund von Mutationen verursacht wird. Als Folge wird das Zwischenprodukt Homogentisinsäure (HGA) mehr als 2000fach angereichert. HGA oxidiert in Anwesenheit von Sauerstoff oder in einem alkalischen Milieu zu Benzochinonessigsäure (BQA), was wiederum zu einer Verfärbung des Urins an der Luft führt. BQA oxidiert und polymerisiert außerdem im frühen Erwachsenenalter zum ochronotischen Pigment, welches sich im Bindegewebe wie im Knorpel der Bandscheiben (± 30 Jahre) und Gelenke (± 40 Jahre), an den Ohrmuscheln (± 30 – 40 Jahre), Augäpfeln (± 30 – 40 Jahre), Sehnen, Bändern und Muskeln (± 40 Jahre), Nieren (± 50 Jahre), Prostata (± 50 Jahre) und Herzklappen (± 60 Jahre) anlagert. Das ochronotische Pigment verursacht eine schwarze Verfärbung des Knorpels, welcher anschließend abgebaut wird. Dabei entstehen ähnliche Symptome wie in einer früh einsetzenden Osteoarthrose (1-3). Derzeit gibt es keine Heilung der AKU, Behandlungen bestehen momentan aus Schmerztherapie, Physio- und Ergotherapie sowie der Entfernung der Nieren- und Prostatasteine, Gelenkendoprothesen und Herzklappenersatz. Eine von der Europäischen Kommission finanzierte klinische Studie über die Behandlung von AKU durch Nitisinon findet zur Zeit in Liverpool (Grossbritannien), Piestany (Slowakei) und Paris (Frankreich) statt, an der deutsche AKU-Patienten noch teilnehmen können. Die AKU-Pathogenese kann durch den AKU-Severity-Score-Index (AKUSSI) überwacht werden (3-5). Entstehung der ochronotischen Arthropathie (Ochronose) Oxidiertes BQA ist stark toxisch und induziert die Produktion von ROS-Molekülen wie O 2 -. and H 2 O 2. Daher sind HGA und BQA in der Lage Antioxidantien aufzubrauchen, was wiederum zu Oxidation verschiedener Makromoleküle durch posttranslationale Modifizierungen (PTM) wie Lipidperoxidierung sowie Thioloxidation, Carbonylierung und Thiol-Depletion von Proteinen führt. Außerdem verursachen die PTM’s eine erhöhte Proteinaggregation und bilden zusammen mit dem polymerisiertem BQA und Serum Amyloid Protein A (SAA), das melanin-ähnliche ochronotische Pigment. Deswegen wird Ochronose zusätzlich mit einer systemischen sekundären Melanin-ähnlichen Amyloidosis begleitet (6-16). Normalerweise beschützen Proteoglykane wie die Glykoaminoglykane (GAG's) das Kollagen. Jedoch durch Altern und oxidativen Stress lagert sich HGA und das ochronotische Pigment regelmäßig an die Kollegenmoleküle im kalzifiziertem Knorpel an und verdrängen die Proteoglykane wie GAG's, so dass der Gelenkknorpel schließlich brüchig wird und es entstehen durch biomechanischen Stress Mikrorisse, die bis in den hyalinen Gelenkknorpel hineinreichen. Diese Mikrorisse werden durch Mineralien-reichhaltigem Knochengewebe, den sogenannten "high density mineralised protrusions (HDMP)" ersetzt, die leicht in sogenannte „ Shards“ fragmentieren (17-23). Sobald sich ein ochronotisches Pigment bildet, wird es von einem zwischen Gelenkknorpel und subchondralen Knochen liegendem Chondrozyt aufgenommen (17). Weitere Chondrozyten nehmen das Pigment auf und begehen Apoptose, wobei einerseits NO und die Zytokine IL-1b, IL-6, IL-8, IL-10 und TNF-a freigesetzt werden, und andererseits eine Ziliopathie entsteht (9, 24, 25). Zusätzlich entstehen subchrondrale Zysten mit ochronotischen Pigmenten, die wiederum von Osteoklasten resorbiert werden. Dies führt letztendlich zum totalen Verlust des subchrondalen Knochens und der Knorpel liegt nun direkt auf dem Knochenschwammgewebe. Darüber hinaus phagozytieren vielkernige CD68-Riesenzellen die ochronotisch pigmentierten Chondrozyten und Shards. Dies verursacht Entzündungen des Gelenksschleimbeutels und den kompletten Abbau des Knorpels in der Endphase (17;26). Zusätzlich konnte erst kürzlich gezeigt werden, dass Chondrozyten, Synoviozyten und Osteblasten ebenfalls in der Lage sind, HGD zu exprimieren und HGA in der Zelle anzureichern (27). Erst kürzlich konnte eine erhöhte Angiogenese der Gelenkkapsel nachgewiesen werden (28). HGA im Serum AKU-Patienten weisen erhöhte SAA- und SAP-Werte im Serum auf. Des Weiteren verursacht HGA im Serum eine verringerte Aktiviät der Glutathionperoxidase, Lipidperoxidierung sowie Thioloxidation, Carbonylierung und Thiol-Depletion von Proteinen (8;11). Bewegungsapparat Eine Pigmentierung des in den Bandscheiben, der Schambeinfugen und Menisken vorkommenden Faserknorpels bzw. dem in den Gelenkknorpel vorkommenden Hyalinen Knorpels ist das häufigste Symptom. Der pigmentierte Knorpel wird anschließend brüchig und spaltet Knorpelbruchstücke ab, die radiologisch ähnliche Symptome aufweisen wie eine früh einsetzende Osteoarthrose. Der Rippenknorpel, das Kreuz-Darmbeingelenk und die Schambeinfuge können auch pigmentierter Faserknorpel enthalten. Sämtlicher pigmentierter Knorpel kann durch ein Knochenszinitgraph nachgewiesen werden wie in Abbildung 1 ersichtlich. Zusätzlich sind bei AKU-Patienten Befunde bzgl. Sehnen, Bänder und Muskeln mit Symptomen einer verdickten Achillessehne, Sehnenentzündung, Achillissehnenriss (Tabelle 1), Kreuzbandriss und Muskelfaserrisse häufig zu beobachten, die diagnostisch durch MRT oder Ultraschall nachgewiesen werden können (2;3;29-45). Knochenbrüche bei Minimaltrauma sind ebenfalls häufig zu beobachten. AKU ist assozoziiert mit Osteopenie, Osteoporose und sowohl männliche und weibliche AKU-Patienten der DSAKU berichteten des Öfteren über Osteoporose mit Vitamin D-Mangel (3-5). Abbildung 1: Knochenszintigraph mittels Tc99m Phophonat von 2 AKU-Patienten. A, deutsche AKU-Patientin (42 Jahre); B + C , gleiche AKU-Patientin (44 + 45 Jahre) aufgenommen 2 Jahre ( B ) und 3 Jahre ( C ) später; C , deutsche AKU-Patientin (47 Jahre). Tabelle 1: Zusammenfassung der verschiedenen Phasen der AKU-Tendinose (35). Phasen Ultraschallbefunder der Achillessehne 0 Normal Normale Achillissehne mit feinfasrigen Faszikeln mit einer Dicke von weniger als 5,2 cm 1 Frühe Tendinose Die feinfasrige Strukturen der Sehne sind nicht mehr im Ultraschall zu erkennen 2 Fortgeschrittene Tendinose Die feinfasrige Strukturen der Sehne sind abwesend, die Faszikeln weisen Knötchen auf und sind kalzifiziert, Sehne ist verdickt 3 Unvollständiger Ruptur Unvollständige Ruptur der Sehnenfaszikeln mit oder ohne Flüssigkeitsansammlung, Fettgewebe und/oder Gewebegranulation 4 Vollständige Ruptur Komplette Ruptur der Sehnenfaszikeln mit oder ohne Flüssigkeitsansammlung, Fettgewebe und/oder Gewebegranulation Ochronotische Sponylarthopathie Ochronotische Arthropathie wird bei allen AKU-Patienten diagnostiziert. Die Gelenksymptome betreffen gewöhnlich zuerst die Wirbelsäule in der 3. Dekade, wobei in einer klinischen Studie am NIH 49 % von 58 Patienten über Schmerzen im Lendenwirbelbereich vor dem Alter von 30 Jahren berichteten und 94 % vor dem Alter von 40 Jahren (1-3;5). Symptome im Bereich der Lendenwirbel und der Brustwirbeln treten für gewöhnlich vor den Symptomen der Halswirbeln auf. Meistens bleibt das Kreuz-Darmbeingelenk verschont. Dabei kommt es häufig zu einer Aufhebung der Kyphose und Lordose durch Verflachung, wobei gelegendlich auch Hyperkyphosen oder Hyperlordosen je nach beruflicher Tätigkeit auftreten. Des Weiteren sind unregelmäßige Konturen der Wirbeläule bei der Anteflexion zu beobachten, die einerseits durch prominentes Hervortreten und andererseits durch Depression der Dornfortsätze verursacht werden (39). Die Einschränkung der Beweglichkeit der Wirbelsäule korreliert direkt mit dem Schweregrad der Behinderung. Betroffene mit verringerter Vorwärtsbeugung verspüren eine Funktionseinschränkung und erhöhte Müdigkeit (30). Im Vergleich zur allgemeinen Spondylarthropathie schreitet die ochronotische Spondylarthrose weitaus schneller und massiver fort, während der Sulcus dorsalis im Gegensatz zu der Spondylitis ankylosans weder im Stehen noch in der Anteflexion bei AKU-Patienten sichtbar ist (39). Radiologische Befunde weisen eine Verschmälerung und Kalzifizierung der Bandscheiben, Ankylosis, Osteophyten und Skoliose auf. Eine Verringerung der Körpergröße wird oft erwähnt mit einer durchschnittlichen Verkürzung von 7,9 cm und einer Spannweite von 3,8-12,7 cm, welches wiederum ein Tannenbaumphänomen der Rückenhaut zur Folge hat (1-3;5;29-31;39-43). Abbildung 2: Verschmälerung und Kalzifizierung der Bandscheibenzwischenräume. Diese 4 Röntgenbilden beweisen die altersabhängige Bandscheibendegenerierung und sehr starke Kalzifizierung der Wirbelsäulen von AKU-Patienten. Das erste Röntgenbild stammt von einem 18-jährigen Patienten und zeigt normale Bandscheibenzwischenräume. Das zweite Röntgenbild ist von einem 34-jährigen Patienten und weist schon Verschmälerung und Kalzifizierung der Bandscheibenzwischenräume auf (Pfeil). Die dritten und vierten Röntgenbilder von jeweils 46- und 62- jährigen Patienten zeigen eine verstärke Verengung und Kalzifizierung aller Bandscheibenzwischenräumen, was wiederum den progressiven Verlauf der Alkaptonurie illustriert. [In Anlehnung an Phornputkul et al., 2002 (3)]. Die ochronotischen Spondyloarthropathie wurde von Jebaraj et al., 2013 in vier Phasen eingeteilt und sind in Tabelle 2 zusammengefasst (40). Tabelle 2: Zusammenfassung der verschiedenen Phasen der ochronotischen Sponylarthropathie (40). Phase Pathophysiologie Radiologische Bedunde 1 Erste Anzeichen entzündlicher Bandscheiben Normale Wirbelsäule mit geringer Verschmälerung der Zwischenwirbelräume bzw. Endplatten Sklerose 2 Erste Anzeichen verkalkter Bandscheiben Verkalkung von weniger als 3 Bandscheiben, Vakuumphänomen 3 Fibröse Ankylose Verkalkung von mehr als 3 Bandscheiben, Bambuswirbelsäule, V akkumphänomen 4 Knöcherne Ankylose Knöcherne Fusion der meisten dorsolumbalen Wirbeln Gelenke Von den großen Gelenken sind Knie, Hüfte und Schulter am meisten betroffen. Oft fängt es mit dem Knie in den 40-ern Jahren an, gefolgt von Hüfte, Schulter und Ellbogen. Alle AKU-Patienten leiden unter sehr starken Gelenkschmerzen und eingeschränkter Mobilität. Radiologische Befunde zeigen meistens sowohl die Verengung und Kalzifizierung des Gelenkspaltes als auch die Entwicklung von Osteophyten und subchrondalen Zysten (2;17-23;39;41, 47-49). Physische Untersuchungen weisen oft auf Gelenkschwellungen auf Grund von Schleimbeutelentzündungen, Entzündungen der Gelenkinnenhaut und Steifheit hin. Jedoch kann der Beginn der Symptome bei den Betroffenen erheblich variieren und lässt vermuten, dass weitere Faktoren wie Lebensstil, Diät, Umfeld und Prädisposition anderer Krankheiten eine wichtige Rolle spielen. Zum Beispiel ist die Niere für die Ausscheidung der großen Menge an HGA verantwortlich, und deswegen kann eine Nierenkrankheit wie im Falle einer Komorbidität mit Diabetes den Verlauf der Ochronose und die damit verbundenen Gelenkschäden sehr stark beschleunigen (44). Ungefähr 50 % der Betroffenen benötigen wenigstens einen endoprothetischen Gelenkeinsatz vor dem Alter von 55 Jahren (Abbildung 3). Bei einem Patienten wurde von 10 Endoprothesen berichtet, was manchmal bedeutet, dass AKU-Patienten im Rollstuhl landen. Im Allgemeinen beginnen die Gelenkprobleme bei Männern früher und verlaufen schneller als bei Frauen. Kleinere Gelenke scheinen weniger betroffen zu sein und in geringen Maßen aufzutreten (1-3;5;29-31;39;41;45, 47-49). Abbildung 3: Photos von Alkaptonuriepatienten mit schwarzen Gelenkknorpeln vor ihren endoprothetischen Gelenkeinsätzen. A, Kniegelenk; B , Ellenbogengelenk. [ Entnommen von www.akusociety.org ]. Differentialdiagnostik Urin Eine akute intermittierende Porphyrie (die auch dunklen Urin verursachen kann) wird durch Nachweis der Homogentisinsäure ausgeschlossen (39). Die HGA ist im Urin ungefähr 300-fach erhöht (3,12 ± 1,11 mmol/mM Kreatinin mit einer täglichen Ausscheidung von 0,4 - 12,4 g (2). Ferner scheiden AKU-Patienten vermehrt quervernetztes Telopeptid des Typ I Kollagen über den Urin aus (1;2;13). Radiologie Rheumatoide Arthritis, Osteoarthritis und Spondylitis ankylosans werden radiologisch ausgeschlossen (38). Serum Im Gegensatz zu der rheumatoiden Arthritis (RA) und Spondylitis ankylosans (SA) weisen AKU-Patienten weder einen Rheuma-Faktor (RA) noch HLA-B27 (SA) auf (41). Chirurgie Falls schwarz-pigmentierter Knorpel erst während einer orthopädischen Operation entdeckt wird, ist eine Differential-diagnostik bezüglich AKU-basierender Ochronose (dunkel-pigmentierter Knorpel und pigmenthaltige subchrondale Zysten) und einem durch Metastasen entstandenes Skelett-Melanom (schwarzes Knochengewebe) zu empfehlen ( 1-3;5;21-23;39;41;48;49-52 ). Medikamente wie das Antibiotikum Minocyklin kann auch zu Verfärbungen im Knorpel führen (53). Im Falle eines Skelett-Melanoms könnte die Entfernung einer Gewebeprobe für eine histologische Untersuchungen zu Streuung von Metastasen führen. Ausführliche dermatologische Untersuchungen und Blutanalysen auf das Vorhandenseins eines oder mehrerer maligne Melanomen sowie eine Lymphkontenbiopsie auf Melanom-Metastasen bestätigen den Befund eines Skelett-Melanoms, wobei in seltenen Fällen auch Melanom-Patienten schwarzen Harn durch schwarze Melanozyten ausscheiden können (50-52). Dagegen lässt sich eine AKU-basierende Ochronose mittels Bestimmung der HGA im Urin nachweisen (1;46). Ein erster Hinweis für eine AKU-basierende Ochronose während der OP wäre ein Blick auf Verfärbungen des Ohres vom Patienten (1-4). Auf Grund der histologischen Pathogenese kann die Ochronose im Knorpel in 4 Phasen eingeteilt werden: (Phase 1) leicht beige, (Phase 2) darke dunkelbraune Flecken, (Phase 3) großflächig schwarz und (Phase 4) fast komplett abgebaut. AKU-operierenden Orthopäden berichten vielmals, dass sich der Knorpel vor allem in den ersten zwei Phasen sehr leicht löst, während er in der dritten Phase hart und spröde ist. Auffallend ist auch das schnelle Fortschreiten von Phase 2 bis zum kompletten Abbau des Knorpels in Phase 4 (17). Trübe Synoivalflüssigkeit sowie Kristalle in der Synovia kommen auch häufig vor (25). Des Weiteren sind Knochenbrüche bei Minimaltrauma auch ein häufiges Phänomen (3-5). Informationen bezüglich Anästhesie bei AKU befinden sich unter folgendem Link: Anästhesie . Interdisziplinäre Diagnostik Als systemische Erkrankung wird empfohlen AKU interdisziplinär zu überwachen wie unter der Rubrik Diagnostik zusammengefasst. Diese interdisziplinäre Diagnostik wird für Erwachsene im AKU-Zentrum des Kompetenzzentrum für Seltene Stoffwechselerkrankungen der Charité angeboten. Therapien und Krankheitsbewältigung Informationen bezüglich symptomatischen Therapien und möglicher kausalen Therapieansätze sowie praktische Hilfestellungen zur Krankheitsbewältigung befinden sich jeweils unter den Rubriken Therapien , Krankheitsbewältigung und Schmerztherapie . Referenzliste Kayser, M. A., Introne, W., and Gahl, W. A. (2009) 92 Chapter 92: Alkaptonuria. In Vale, D. et.al. editors. The Scriver's Online Metabolic & Molecular Bases of Inherited Diseases , McGrawHill Companies, Columbus, 1-30. Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. 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BQA oxidiert und polymerisiert außerdem im frühen Erwachsenenalter zum ochronotischen Pigment, welches sich im Bindegewebe wie im Knorpel der Bandscheiben (± 30 Jahre) und Gelenke (± 40 Jahre), an den Ohrmuscheln (± 30 – 40 Jahre), Augäpfeln (± 30 – 40 Jahre), Sehnen, Bändern und Muskeln (± 40 Jahre), Nieren (± 50 Jahre), Prostata (± 50 Jahre) und Herzklappen (± 60 Jahre) anlagert. Das ochronotische Pigment verursacht eine schwarze Verfärbung des Knorpels, welcher anschließend abgebaut wird. Dabei entstehen ähnliche Symptome wie in einer früh einsetzenden Osteoarthrose (1-3). Derzeit gibt es keine Heilung der AKU, Behandlungen bestehen momentan aus Schmerztherapie, Physio- und Ergotherapie sowie der Entfernung der Nieren- und Prostatasteine, Gelenkendoprothesen und Herzklappenersatz. Eine von der Europäischen Kommission finanzierte klinische Studie über die Behandlung von AKU durch Nitisinon findet zur Zeit in Liverpool (Grossbritannien), Piestany (Slowakei) und Paris (Frankreich) statt, an der deutsche AKU-Patienten noch teilnehmen können. Die AKU-Pathogenese kann durch den AKU-Severity-Score-Index (AKUSSI) überwacht werden (3-5). Entstehung der ochronotischen Arthropathie (Ochronose) Oxidiertes BQA ist stark toxisch und induziert die Produktion von ROS-Molekülen wie O 2 -. and H 2 O 2. Daher sind HGA und BQA in der Lage Antioxidantien aufzubrauchen, was wiederum zu Oxidation verschiedener Makromoleküle durch posttranslationale Modifizierungen (PTM) wie Lipidperoxidierung sowie Thioloxidation, Carbonylierung und Thiol-Depletion von Proteinen führt. Außerdem verursachen die PTM’s eine erhöhte Proteinaggregation und bilden zusammen mit dem polymerisiertem BQA und Serum Amyloid Protein A (SAA), das melanin-ähnliche ochronotische Pigment. Deswegen wird Ochronose zusätzlich mit einer systemischen sekundären Melanin-ähnlichen Amyloidosis begleitet (6-16). Normalerweise beschützen Proteoglykane wie die Glykoaminoglykane (GAG's) das Kollagen. Jedoch durch Altern und oxidativen Stress lagert sich HGA und das ochronotische Pigment regelmäßig an die Kollegenmoleküle im kalzifiziertem Knorpel an und verdrängen die Proteoglykane wie GAG's, so dass der Gelenkknorpel schließlich brüchig wird und es entstehen durch biomechanischen Stress Mikrorisse, die bis in den hyalinen Gelenkknorpel hineinreichen. Diese Mikrorisse werden durch Mineralien-reichhaltigem Knochengewebe, den sogenannten "high density mineralised protrusions (HDMP)" ersetzt, die leicht in sogenannte „ Shards“ fragmentieren (17-23). Sobald sich ein ochronotisches Pigment bildet, wird es von einem zwischen Gelenkknorpel und subchondralen Knochen liegendem Chondrozyt aufgenommen (17). Weitere Chondrozyten nehmen das Pigment auf und begehen Apoptose, wobei einerseits NO und die Zytokine IL-1b, IL-6, IL-8, IL-10 und TNF-a freigesetzt werden, und andererseits eine Ziliopathie entsteht (9, 24, 25). Zusätzlich entstehen subchrondrale Zysten mit ochronotischen Pigmenten, die wiederum von Osteoklasten resorbiert werden. Dies führt letztendlich zum totalen Verlust des subchrondalen Knochens und der Knorpel liegt nun direkt auf dem Knochenschwammgewebe. Darüber hinaus phagozytieren vielkernige CD68-Riesenzellen die ochronotisch pigmentierten Chondrozyten und Shards. Dies verursacht Entzündungen des Gelenksschleimbeutels und den kompletten Abbau des Knorpels in der Endphase (17;26). Zusätzlich konnte erst kürzlich gezeigt werden, dass Chondrozyten, Synoviozyten und Osteblasten ebenfalls in der Lage sind, HGD zu exprimieren und HGA in der Zelle anzureichern (27). Erst kürzlich konnte eine erhöhte Angiogenese der Gelenkkapsel nachgewiesen werden (28). HGA im Serum AKU-Patienten weisen erhöhte SAA- und SAP-Werte im Serum auf. Des Weiteren verursacht HGA im Serum eine verringerte Aktiviät der Glutathionperoxidase, Lipidperoxidierung sowie Thioloxidation, Carbonylierung und Thiol-Depletion von Proteinen (8;11). Bewegungsapparat Eine Pigmentierung des in den Bandscheiben, der Schambeinfugen und Menisken vorkommenden Faserknorpels bzw. dem in den Gelenkknorpel vorkommenden Hyalinen Knorpels ist das häufigste Symptom. Der pigmentierte Knorpel wird anschließend brüchig und spaltet Knorpelbruchstücke ab, die radiologisch ähnliche Symptome aufweisen wie eine früh einsetzende Osteoarthrose. Der Rippenknorpel, das Kreuz-Darmbeingelenk und die Schambeinfuge können auch pigmentierter Faserknorpel enthalten. Sämtlicher pigmentierter Knorpel kann durch ein Knochenszinitgraph nachgewiesen werden wie in Abbildung 1 ersichtlich. Zusätzlich sind bei AKU-Patienten Befunde bzgl. Sehnen, Bänder und Muskeln mit Symptomen einer verdickten Achillessehne, Sehnenentzündung, Achillissehnenriss (Tabelle 1), Kreuzbandriss und Muskelfaserrisse häufig zu beobachten, die diagnostisch durch MRT oder Ultraschall nachgewiesen werden können (2;3;29-45). Knochenbrüche bei Minimaltrauma sind ebenfalls häufig zu beobachten. AKU ist assozoziiert mit Osteopenie, Osteoporose und sowohl männliche und weibliche AKU-Patienten der DSAKU berichteten des Öfteren über Osteoporose mit Vitamin D-Mangel (3-5). Abbildung 1: Knochenszintigraph mittels Tc99m Phophonat von 2 AKU-Patienten. A, deutsche AKU-Patientin (42 Jahre); B + C , gleiche AKU-Patientin (44 + 45 Jahre) aufgenommen 2 Jahre ( B ) und 3 Jahre ( C ) später; C , deutsche AKU-Patientin (47 Jahre). Tabelle 1: Zusammenfassung der verschiedenen Phasen der AKU-Tendinose (35). Phasen Ultraschallbefunder der Achillessehne 0 Normal Normale Achillissehne mit feinfasrigen Faszikeln mit einer Dicke von weniger als 5,2 cm 1 Frühe Tendinose Die feinfasrige Strukturen der Sehne sind nicht mehr im Ultraschall zu erkennen 2 Fortgeschrittene Tendinose Die feinfasrige Strukturen der Sehne sind abwesend, die Faszikeln weisen Knötchen auf und sind kalzifiziert, Sehne ist verdickt 3 Unvollständiger Ruptur Unvollständige Ruptur der Sehnenfaszikeln mit oder ohne Flüssigkeitsansammlung, Fettgewebe und/oder Gewebegranulation 4 Vollständige Ruptur Komplette Ruptur der Sehnenfaszikeln mit oder ohne Flüssigkeitsansammlung, Fettgewebe und/oder Gewebegranulation Ochronotische Sponylarthopathie Ochronotische Arthropathie wird bei allen AKU-Patienten diagnostiziert. Die Gelenksymptome betreffen gewöhnlich zuerst die Wirbelsäule in der 3. Dekade, wobei in einer klinischen Studie am NIH 49 % von 58 Patienten über Schmerzen im Lendenwirbelbereich vor dem Alter von 30 Jahren berichteten und 94 % vor dem Alter von 40 Jahren (1-3;5). Symptome im Bereich der Lendenwirbel und der Brustwirbeln treten für gewöhnlich vor den Symptomen der Halswirbeln auf. Meistens bleibt das Kreuz-Darmbeingelenk verschont. Dabei kommt es häufig zu einer Aufhebung der Kyphose und Lordose durch Verflachung, wobei gelegendlich auch Hyperkyphosen oder Hyperlordosen je nach beruflicher Tätigkeit auftreten. Des Weiteren sind unregelmäßige Konturen der Wirbeläule bei der Anteflexion zu beobachten, die einerseits durch prominentes Hervortreten und andererseits durch Depression der Dornfortsätze verursacht werden (39). Die Einschränkung der Beweglichkeit der Wirbelsäule korreliert direkt mit dem Schweregrad der Behinderung. Betroffene mit verringerter Vorwärtsbeugung verspüren eine Funktionseinschränkung und erhöhte Müdigkeit (30). Im Vergleich zur allgemeinen Spondylarthropathie schreitet die ochronotische Spondylarthrose weitaus schneller und massiver fort, während der Sulcus dorsalis im Gegensatz zu der Spondylitis ankylosans weder im Stehen noch in der Anteflexion bei AKU-Patienten sichtbar ist (39). Radiologische Befunde weisen eine Verschmälerung und Kalzifizierung der Bandscheiben, Ankylosis, Osteophyten und Skoliose auf. Eine Verringerung der Körpergröße wird oft erwähnt mit einer durchschnittlichen Verkürzung von 7,9 cm und einer Spannweite von 3,8-12,7 cm, welches wiederum ein Tannenbaumphänomen der Rückenhaut zur Folge hat (1-3;5;29-31;39-43). Abbildung 2: Verschmälerung und Kalzifizierung der Bandscheibenzwischenräume. Diese 4 Röntgenbilden beweisen die altersabhängige Bandscheibendegenerierung und sehr starke Kalzifizierung der Wirbelsäulen von AKU-Patienten. Das erste Röntgenbild stammt von einem 18-jährigen Patienten und zeigt normale Bandscheibenzwischenräume. Das zweite Röntgenbild ist von einem 34-jährigen Patienten und weist schon Verschmälerung und Kalzifizierung der Bandscheibenzwischenräume auf (Pfeil). Die dritten und vierten Röntgenbilder von jeweils 46- und 62- jährigen Patienten zeigen eine verstärke Verengung und Kalzifizierung aller Bandscheibenzwischenräumen, was wiederum den progressiven Verlauf der Alkaptonurie illustriert. [In Anlehnung an Phornputkul et al., 2002 (3)]. Die ochronotischen Spondyloarthropathie wurde von Jebaraj et al., 2013 in vier Phasen eingeteilt und sind in Tabelle 2 zusammengefasst (40). Tabelle 2: Zusammenfassung der verschiedenen Phasen der ochronotischen Sponylarthropathie (40). Phase Pathophysiologie Radiologische Bedunde 1 Erste Anzeichen entzündlicher Bandscheiben Normale Wirbelsäule mit geringer Verschmälerung der Zwischenwirbelräume bzw. Endplatten Sklerose 2 Erste Anzeichen verkalkter Bandscheiben Verkalkung von weniger als 3 Bandscheiben, Vakuumphänomen 3 Fibröse Ankylose Verkalkung von mehr als 3 Bandscheiben, Bambuswirbelsäule, V akkumphänomen 4 Knöcherne Ankylose Knöcherne Fusion der meisten dorsolumbalen Wirbeln Gelenke Von den großen Gelenken sind Knie, Hüfte und Schulter am meisten betroffen. Oft fängt es mit dem Knie in den 40-ern Jahren an, gefolgt von Hüfte, Schulter und Ellbogen. Alle AKU-Patienten leiden unter sehr starken Gelenkschmerzen und eingeschränkter Mobilität. Radiologische Befunde zeigen meistens sowohl die Verengung und Kalzifizierung des Gelenkspaltes als auch die Entwicklung von Osteophyten und subchrondalen Zysten (2;17-23;39;41, 47-49). Physische Untersuchungen weisen oft auf Gelenkschwellungen auf Grund von Schleimbeutelentzündungen, Entzündungen der Gelenkinnenhaut und Steifheit hin. Jedoch kann der Beginn der Symptome bei den Betroffenen erheblich variieren und lässt vermuten, dass weitere Faktoren wie Lebensstil, Diät, Umfeld und Prädisposition anderer Krankheiten eine wichtige Rolle spielen. Zum Beispiel ist die Niere für die Ausscheidung der großen Menge an HGA verantwortlich, und deswegen kann eine Nierenkrankheit wie im Falle einer Komorbidität mit Diabetes den Verlauf der Ochronose und die damit verbundenen Gelenkschäden sehr stark beschleunigen (44). Ungefähr 50 % der Betroffenen benötigen wenigstens einen endoprothetischen Gelenkeinsatz vor dem Alter von 55 Jahren (Abbildung 3). Bei einem Patienten wurde von 10 Endoprothesen berichtet, was manchmal bedeutet, dass AKU-Patienten im Rollstuhl landen. Im Allgemeinen beginnen die Gelenkprobleme bei Männern früher und verlaufen schneller als bei Frauen. Kleinere Gelenke scheinen weniger betroffen zu sein und in geringen Maßen aufzutreten (1-3;5;29-31;39;41;45, 47-49). Abbildung 3: Photos von Alkaptonuriepatienten mit schwarzen Gelenkknorpeln vor ihren endoprothetischen Gelenkeinsätzen. A, Kniegelenk; B , Ellenbogengelenk. [ Entnommen von www.akusociety.org ]. Differentialdiagnostik Urin Eine akute intermittierende Porphyrie (die auch dunklen Urin verursachen kann) wird durch Nachweis der Homogentisinsäure ausgeschlossen (39). Die HGA ist im Urin ungefähr 300-fach erhöht (3,12 ± 1,11 mmol/mM Kreatinin mit einer täglichen Ausscheidung von 0,4 - 12,4 g (2). Ferner scheiden AKU-Patienten vermehrt quervernetztes Telopeptid des Typ I Kollagen über den Urin aus (1;2;13). Radiologie Rheumatoide Arthritis, Osteoarthritis und Spondylitis ankylosans werden radiologisch ausgeschlossen (38). Serum Im Gegensatz zu der rheumatoiden Arthritis (RA) und Spondylitis ankylosans (SA) weisen AKU-Patienten weder einen Rheuma-Faktor (RA) noch HLA-B27 (SA) auf (41). Chirurgie Falls schwarz-pigmentierter Knorpel erst während einer orthopädischen Operation entdeckt wird, ist eine Differential-diagnostik bezüglich AKU-basierender Ochronose (dunkel-pigmentierter Knorpel und pigmenthaltige subchrondale Zysten) und einem durch Metastasen entstandenes Skelett-Melanom (schwarzes Knochengewebe) zu empfehlen ( 1-3;5;21-23;39;41;48;49-52 ). Medikamente wie das Antibiotikum Minocyklin kann auch zu Verfärbungen im Knorpel führen (53). Im Falle eines Skelett-Melanoms könnte die Entfernung einer Gewebeprobe für eine histologische Untersuchungen zu Streuung von Metastasen führen. Ausführliche dermatologische Untersuchungen und Blutanalysen auf das Vorhandenseins eines oder mehrerer maligne Melanomen sowie eine Lymphkontenbiopsie auf Melanom-Metastasen bestätigen den Befund eines Skelett-Melanoms, wobei in seltenen Fällen auch Melanom-Patienten schwarzen Harn durch schwarze Melanozyten ausscheiden können (50-52). Dagegen lässt sich eine AKU-basierende Ochronose mittels Bestimmung der HGA im Urin nachweisen (1;46). Ein erster Hinweis für eine AKU-basierende Ochronose während der OP wäre ein Blick auf Verfärbungen des Ohres vom Patienten (1-4). Auf Grund der histologischen Pathogenese kann die Ochronose im Knorpel in 4 Phasen eingeteilt werden: (Phase 1) leicht beige, (Phase 2) darke dunkelbraune Flecken, (Phase 3) großflächig schwarz und (Phase 4) fast komplett abgebaut. AKU-operierenden Orthopäden berichten vielmals, dass sich der Knorpel vor allem in den ersten zwei Phasen sehr leicht löst, während er in der dritten Phase hart und spröde ist. Auffallend ist auch das schnelle Fortschreiten von Phase 2 bis zum kompletten Abbau des Knorpels in Phase 4 (17). Trübe Synoivalflüssigkeit sowie Kristalle in der Synovia kommen auch häufig vor (25). Des Weiteren sind Knochenbrüche bei Minimaltrauma auch ein häufiges Phänomen (3-5). Informationen bezüglich Anästhesie bei AKU befinden sich unter folgendem Link: Anästhesie . Interdisziplinäre Diagnostik Als systemische Erkrankung wird empfohlen AKU interdisziplinär zu überwachen wie unter der Rubrik Diagnostik zusammengefasst. Diese interdisziplinäre Diagnostik wird für Erwachsene im AKU-Zentrum des Kompetenzzentrum für Seltene Stoffwechselerkrankungen der Charité angeboten. Therapien und Krankheitsbewältigung Informationen bezüglich symptomatischen Therapien und möglicher kausalen Therapieansätze sowie praktische Hilfestellungen zur Krankheitsbewältigung befinden sich jeweils unter den Rubriken Therapien , Krankheitsbewältigung und Schmerztherapie . Referenzliste Kayser, M. A., Introne, W., and Gahl, W. A. (2009) 92 Chapter 92: Alkaptonuria. In Vale, D. et.al. editors. The Scriver's Online Metabolic & Molecular Bases of Inherited Diseases , McGrawHill Companies, Columbus, 1-30. Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. 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Arthritis Rheum. 50 (11), 3698-701. ]]> Therapien bei Alkaptonurie Derzeit gibt es keine heilende (kausale) Therapie für Alkaptonurie und die gegenwärtigen therapeutischen Maßnahmen bestehen aus Schmerztherapie , Physiotherapie, Ergotherapie, gelenkschonendes Funktions-training und Ernährung sowie chirurgische Eingriffe durch Gelenkendoprothesen, Entfernung der Nieren- oder Prostatasteine und Herzklappenersatz. Momentan läuft die EU-finanzierte klinische Studie DevelopAKUre über Nitisinon für die kausale (heilende) Behandlung von Alkaptonurie (1, 2). Tabelle 1 fasst die symptomatischen und zukünftige heilende Therapieansätze nach neusten wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse zusammen (1-14). Ein "gesunder Lebensstil" kann den Verlauf der Alkaptonurie maßgeblich positiv beeinflussen und die DSAKU e.V. hat aus diesem Grund einen Leitfaden der Krankheitsbewältigung basierend auf den Erkenntnissen der weltweiten AKU-Zentren zusammengestellt. Durch die Beeinträchtigung der Lebensqualität auf Grund von Schmerzen, Steifheit und Erschöpfung kommt es häufig zu psychischen Problemen und Einschränkungen im Alltag und auf Arbeit, was letztendlich zu einer Behinderung wie bei fast allen rheumatischen Erkrankungen führen kann. Unter Sozialrecht bietet die DSAKU e.V. Mithilfe iher Kooperationspartnern der Deutschen Rheuma-Liga e.V. und Unabhängige Patientenberatung Deutschland auch Hilfestellung zu diesem Thema (13, 14). Tabelle 1: Zusammenfassung symptomatischer und potentiellen kurativen Therapien für AKU nach den neusten Stand wissenschaftlicher und medizinischer Forschung (2). NIH, National Institut of Health ; NAC, National AKU Centre Liverpool. Therapie / Beratung Behandlung Kommentar Symptomatische Therapieansätze: Ernährung Vitamin C Empfohlen von den meisten deutschen Stoffwechselerperten, Wirksamkeit ist noch nicht erwiesen, konnte aber im Labor die Eiweißablagerung (Amyloidose AA) und ROS unterbinden. eiweißarme Diät Bezieht sich hauptsächlich auf tyrosin- und phenylalaninarmer Diät. Wirksamkeit ist noch nicht erwiesen, scheint bei Kindern jedoch die Ausscheidung der Homogentisinsäure mehr zu unterbinden als bei Erwachsenen. Einheiltung vielfach schwierig. Beratung zum Lebensstil Funktionstraining regelmäßiger Sport mit geringer Stauchung wie die Warmwasser-gymnastik wird wärmstens vom NIH und NAC sowie der DSAKU e.V. empfohlen. Berufswahl Vermeidung schwerer körperlicher Arbeiten Familienplanung Genetische Beratung Behinderung Sozialrecht ist durch Mangel an Informationen oft schwierig Frührente Therapien durch Gesundheitsberufe Physiotherapie Empfohlen um die Beweglichkeit zu erhalten Ergotherapie Empfohlen, um beruftätig zu bleiben und den Alltag zu bewäligen Schmerztherapie Angepasste Schmerztherapie Wichtig und empfehlenswert. Richtig sich nach dem WHO-Stufenschema. Wärme wird von fast allen AKU-Patienten als angenehm empfunden. Überwachung Diagnostische Verfahren Wichtig zur frühzeigen Erfassung der Symptome und eingreifen therapeutischen Maßnahmen. Wird oft durch Mangel an Informationen nicht vollständig wahrgenommen Chirurgie ( Endoprothesen , Nieren-/Prostatasteine, Herzklappenersatz ) Organtransplantation Nicht indiziert, da AKU nicht lebensbedrohlich ist Palliative Chirurgie Effektiv, aber invasiv. Siehe auch Anästhesie Heilende (kausale) HGA-reduzierende Therapien: Substratreduktionstherapie Nitisinon Derzeit untersucht durch klinische Studie ( www.developAKUre.eu ) Gentherapie HGD-Gen (AKU-Gen) Noch nicht verfügbar, Tierversuche scheinen aber erfolgsversprechend zu sein Enzymersatztherapie HGD-Enzym (AKU-Enzym) Noch nicht verfügbar, wird jedoch bei AKU-Mäusen im Blut schnell abgebaut und das nachfolgende Produkt MAA ist auch toxisch. Referenzen: Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. D., Fitzpatrick, D. L., Anderson, P. D., Huizing, M., Anikster, Y., Gerber, L. H., and Gahl, W. A. (2002) Natural history of alkaptonuria. N.Engl.J.Med. 347, 2111-2121. Ranganath, L. R., Jarvis, J. C., and Gallagher, J. A. (2013) Recent advances in management of alkaptonuria (invited review; best practice article) J Clin.Pathol. 66, 367-373. Ranganath, L. R. and Cox, T. F. (2011) Natural history of alkaptonuria revisited: analyses based on scoring systems. 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Unabhängige Patientenberatung Deutschland (2016) www.patientenberatung.de http://dsaku.de/hilfe-bei-alkaptonurie/therapien/_part1217 Frau Leona Wagner Wed, 14 Dec 2016 20:34:00 +0100 part1217 Selbstauskunft der DSAKU e.V. Die DSAKU e.V. wird ausschließlich durch ehrenamtliche Arbeit getragen. Neben den Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen finanziert der Verein seine Arbeit durch Spenden und Förderung durch Krankenkassen. Die DSAKU e.V. ist wirtschaftlich unabhängig und neutral und hat seit Ihrer Gründung keine Einnahmen von Wirtschaftsunternehmen aus dem Gesundheitswesen erhalten. Als Mitglied der ACHSE e.V. sind wir indirekt bei der BAG-Selbsthilfe vertreten und schließen uns demzufolge den „ Leitsätzen der Selbsthilfe für die Zusammenarbeit mit Personen des privaten und öffentlichen Rechts, Organisationen und Wirtschaftsunternehmen, insbesondere im Gesundheitswesen“ an. Unser Verband lehnt jedwede Kooperation mit Wirtschaftsunternehmen und anderen leitsatzrelevanten Institutionen ab. Ergänzend weisen wir darauf hin, dass es in unserem Verein keine Unternehmen und Institutionen aus dem Bereich der Pharmazeutischen Industrie, Hilfsmittelhersteller und Leistungserbringer als Mitglieder gibt. Die DSAKU e.V. erklärt, in keinerlei Abhängigkeit von Wirtschaftsunternehmen zu stehen. http://dsaku.de/spenden/selbstauskunft-der-dsaku-e-v-/_part1215 Frau Leona Wagner Wed, 14 Dec 2016 17:37:06 +0100 part1215 Sozialrecht Bezüglich Sozialrechts empfiehlt die DSAKU ihre Partner, die Deutsche Rheuma-Liga e.V. und die Unabhängige Patientenorganisation Deutschland aufgrund deren professioneller Fachkompetenzen im Bereich Sozialrecht zu kontaktieren. Die DSAKU e.V. steht mit beiden Organisationen im Kontakt und hat Informationen über Alkaptonurie zur Verfügung gestellt. Im Allgemeinen sind anhand Erfahrungen der DSAKU e.V. bei Anträgen und Widersprüchen sachliche medizinische Informationen über AKU-Diagnostik und AKU-Pathogenese sowie eigene ärztliche Unterlagen wie Knochenszintigramm und Röntgenbilder sehr hilfreich. Des Weiteren rät die DSAKU den AKU-Patienten ihre durch AKU körperlichen Einschränkungen und psychischen Belastungen im Alltag ausführlich im Detail zu beschreiben. Deutsche Rheuma-Liga e.V. Die Deutsche Rheuma-Liga e.V. ist ein deutscher Verein, deren Bundesverband 1970 gegründet wurde und ihren Sitz in Bonn hat. Sie ist mit derzeit ca. 280.000 Mitgliedern eine der größten Selbsthilfeorganisationen im Gesundheits-bereich. Neben dem Bundesverband gibt es außerdem noch 16 Landesverbänden und Mitgliedverbände, die wiederum in mehreren AGs aufgeteilt sind, so dass die Deutsche Rheuma-Liga e.V. insgesamt über ein sehr dichtes Netzwerk verfügt. Da Alkaptonurie zu den selten rheumatischen Erkrankungen zählt, können die professionelle Sozialarbeiter und Sozialfachkräfte der Landeverbände kompetente Hilfe zu den einzelnen Fragestellungen bezüglich Sozialrechts leisten. Des Weiteren stellt die Deutsche Rheuma-Liga e.V. zusätzlich noch eine Reihe von Broschüren und Merkblätter zu dem Thema Sozialrecht zu Verfügung: Verwaltungsverfahren Soziale Leistungen und Hilfen für Rheumakranke Kurzjobs und mehr Kurzsozialbroschüre Merkblatt 6.8 (Rentenansprüche bei rheumatischen Erkrankungen) Unabhängige Patientenberatung Deutschlands (UPD) Die UPD ( http://www.patientenberatung.de/ ) berät im gesetzlichen Auftrag rund um das Thema Gesundheit – bei rechtlichen und medizinischen Fragen sowie bei psychosozialen Problemen im Umgang mit Krankheiten. Sie ist mit 21 Stellen bundesweit ( http://www.patientenberatung.de/beratung-vor-ort/ ) vertreten und ihr Angebot ist kostenfrei, neutral und unabhängig. Für die Beratung stehen jeweils ein Mediziner, Sozialarbeiter und Jurist zur Verfügung. Neben Deutsch informiert die UPD auch auf Russisch und Türkisch – sowohl über ein bundesweites Beratungstelefon als auch persönlich und telefonisch in einigen Beratungsstellen vor Ort. http://dsaku.de/hilfe-bei-alkaptonurie/sozialrecht/_part1135 Frau Leona Wagner Mon, 28 Nov 2016 15:07:00 +0100 part1135 Bezüglich Sozialrechts empfiehlt die DSAKU ihre Partner, die Deutsche Rheuma-Liga e.V. und die Unabhängige Patientenorganisation Deutschland aufgrund deren professioneller Fachkompetenzen im Bereich Sozialrecht zu kontaktieren. Die DSAKU e.V. steht mit beiden Organisationen im Kontakt und hat Informationen über Alkaptonurie zur Verfügung gestellt. Im Allgemeinen sind anhand Erfahrungen der DSAKU e.V. bei Anträgen und Widersprüchen sachliche medizinische Informationen über AKU-Diagnostik und AKU-Pathogenese sowie eigene ärztliche Unterlagen wie Knochenszintigramm und Röntgenbilder sehr hilfreich. Des Weiteren rät die DSAKU den AKU-Patienten ihre durch AKU körperlichen Einschränkungen und psychischen Belastungen im Alltag ausführlich im Detail zu beschreiben. Deutsche Rheuma-Liga e.V. Die Deutsche Rheuma-Liga e.V. ist ein deutscher Verein, deren Bundesverband 1970 gegründet wurde und ihren Sitz in Bonn hat. Sie ist mit derzeit ca. 280.000 Mitgliedern eine der größten Selbsthilfeorganisationen im Gesundheits-bereich. Neben dem Bundesverband gibt es außerdem noch 16 Landesverbänden und Mitgliedverbände, die wiederum in mehreren AGs aufgeteilt sind, so dass die Deutsche Rheuma-Liga e.V. insgesamt über ein sehr dichtes Netzwerk verfügt. Da Alkaptonurie zu den selten rheumatischen Erkrankungen zählt, können die professionelle Sozialarbeiter und Sozialfachkräfte der Landeverbände kompetente Hilfe zu den einzelnen Fragestellungen bezüglich Sozialrechts leisten. Des Weiteren stellt die Deutsche Rheuma-Liga e.V. zusätzlich noch eine Reihe von Broschüren und Merkblätter zu dem Thema Sozialrecht zu Verfügung: Verwaltungsverfahren Soziale Leistungen und Hilfen für Rheumakranke Kurzjobs und mehr Kurzsozialbroschüre Merkblatt 6.8 (Rentenansprüche bei rheumatischen Erkrankungen) Unabhängige Patientenberatung Deutschlands (UPD) Die UPD ( http://www.patientenberatung.de/ ) berät im gesetzlichen Auftrag rund um das Thema Gesundheit – bei rechtlichen und medizinischen Fragen sowie bei psychosozialen Problemen im Umgang mit Krankheiten. Sie ist mit 21 Stellen bundesweit ( http://www.patientenberatung.de/beratung-vor-ort/ ) vertreten und ihr Angebot ist kostenfrei, neutral und unabhängig. Für die Beratung stehen jeweils ein Mediziner, Sozialarbeiter und Jurist zur Verfügung. Neben Deutsch informiert die UPD auch auf Russisch und Türkisch – sowohl über ein bundesweites Beratungstelefon als auch persönlich und telefonisch in einigen Beratungsstellen vor Ort. ]]> 3 D-Ganganalyse Die 3D Ganganalyse wird vom Nationalen AKU-Zentrum in Liverpool (GB) zur quantitativen und qualitativen Analyse der abweichenden Gehbewegung bei AKU empfohlen. D as schwarze ochronotische Pigment und die daraus folgenden Knorpelschäden führen zu Fehlstellungen und Fehlbelastungen der Wirbelsäule und Großgelenke mit einer abrupten Abweichung zur normalen Gehbewegung in der 4. Dekade (1). Anhand dieses diagnostischen Messverfahren können anschließend gezielt therapeutische Empfehlungen wie Physiotherapie, Orthesen und chirurgische Eingriffe zur Prävention, Linderung und Überwachung von der AKU-assoziierten Arthrose weitergegeben werden, mit dem Ziel die Lebensqualität bei AKU-Patienten zu erhalten bzw. zu verbessern. Diese Empfehlungen beruhen auf Untersuchungen von Dr. Gabor Barton (Liverpool John Moores Universität), der sowohl am 7. Internationalen AKU-Workshop (Liverpool, 2013) als auch am 8. Internationalen AKU-Workshop in Stockholm 2014 Vorträge über die Effizienz der 3D-Ganganalyse and daraus folgenden Empfehlungen zur Prävention, Überwachung und Therapieansätzen von anatomischen Asymmetrien, Fehl- und Schonhaltungen sowie Überbelastung der Gelenke bei AKU-Patienten hielt. Demzufolge haben Patienten mit fortschreitender AKU Abweichungen der normalen Gehbewegung, die einerseits betroffene Gelenke schonen, anderseits aber zur Überbelastung und Abnutzung anderer Gelenken führen können. Einfache Orthesen können gerade bei Überbelastung der bei AKU häufig in Mitleidenschaft gezogenen Achillessehne und/oder des Sprunggelenkes hierzu Abhilfe leisten. Untersuchungen zur 3D-Wirbelsäulevermessung wurden bereits durchgeführt, jedoch noch nicht ausgewertet. Abnutzung der Wirbelsäule (Spondyloarthropathie) erfolgt in AKU vor der Polyarthrose und ist mit Wirbelsäulenverkrümmung und Steifigkeit verbunden. Die Großgelenke müssen daher oft bei Bewegungen die Stauchung auffangen, was wiederum eine biomechanische Abnutzung zur Folge hat. Die ersten alters-abhängigen Ergebnisse der 3D-Ganganalyse bei AKU wurden von Dr. G. Barton unter dem Titel " Age-Related Deviation of Gait from Normality in Alkaptonuria" publiziert (1). Des Weiteren gibt es ein anerkanntes Messverfahren innerhalb der Ganganalyse, in der anhand der Schrittzahl in einem definiertem Zeitabschnitt, Rückschlüsse auf die durch die Erkrankung verursachten Beeinträchtigungen im Alltag gezogen werden können. Dieses quantitative Ergebnis kann sicherlich bei sozialrechtliche Fragen wie Anträge auf Behinderung, Berufsunfähigkeit und Hilfsmitteln von Nutzen sein. Barton, G.J., King, S.L., Robinson, M.A., Hawken, M.B., and Ranganath, L.R. (2015) Age-Related Deviation of Gait from Normality in Alkaptonuria . JIMD Rep. 24 , 39-44. pubmed http://dsaku.de/hilfe-bei-alkaptonurie/3d-ganganalyse/_part1186 Frau Leona Wagner Sat, 26 Nov 2016 15:04:06 +0100 part1186 National 11. Veranstaltung 44. DGRh-Kongress 2016 in Frankfurt Die DSAKU e.V. hatte wieder einen Stand beim „44. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie“ am 31 August - 3 September 2016 am Congress Frankfurt am Main Messe. Mit Poster und Flyern (Ärzte-, Patienten und AKUSSI-Flyer (AKU-Severity-Score-Index, AKU-Schweregrad-Index) informierten wir Ärzte und Patienten über Alkaptonurie. Rheumahaus mit Info-Ständen von rheumatologischen Patientenorganisation und Fachgesellschaften. Bild 1: Blick zum Rheumahaus von unserem DSAKU-Inostand. Bild 2: DSAKU-Infostand mit DSAKU-Vorsitzende Dr. Leona Wagner. 10. Veranstaltung Tag der Seltenen Erkrankungen in Dessau, Mainz und Aachen Dieses Jahr nahm die DSAKU an drei verschiedenen Veranstaltungen zum T ag d er S eltenen E rkrankungen (TdSE) mit Infoständen teil; nämlich am 20.2. in Dessau (Städtisches Klinikum), am 26.2. im Mainzer Rathaus und am 29.2 in einem Aachener Einkaufszentrum. Besonders erwähnenswert war der Workshop von den verschiedenen Patientenvertretern in Dessau, in dem die Problematik der langen Odyssee der Diagnose und beim Durchsetzen von physiotherapeutischen Therapien sowie der Mangel an adäquaten medikamentösen Therapien bzw. Absetzen von Off-Label Medikamenten durch die Krankenkassen von Patienten mit seltenen Erkrankungen erörtert wurden. Anwesend war auch ein Vertreter von der AOK und Stoffwechselexperte Prof. Dr. Mohnike vom Mitteldeutschen Stoffwechselzentrum Seltener Erkrankungen in Magdeburg. Die Ergebnisse wurden dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Dr. R. Haseloff, überreicht. Die Veranstaltungen wurden in Dessau von der DSAKU-Vorsitzenden Leona Wagner, in Mainz von Familie Laux und in Aachen Ingo Vigelahn, Sandra Lauscher, DSAKU-Stellvertreterin Marion Hoyer, Arno Hoyer und Leona Wagner vertreten. Das offizielle ACHSE-Poster zum TdSE mit allen Städte-Veranstaltungen wurde von der DSAKU e.V. auf Deutsch und Englisch entworfen und sowohl national von der ACHSE e.V. als auch international auf der „Rare Disease Day (RDD)-Webseite veröffentlicht. Tag der Seltenen Ekrankungen am 20.2.2016 im Städtischem Klinikum Dessau: Tag der Seltenen Erkrankungen am 26.2.2016 im Mainzer Rathaus: " src="/dat/cms0/images/internet2.jpg" alt=" " width="1" height="1" /> Tag der Seltenen Erkankungen am 29.2.016 am Aquis Plaza Center in Aachen: 9. Veranstaltung Veranstaltungen der ACHSE e.V. Mitgliederversammlung der ACHSE e.V. 2015 Am 13. November 2015 nahm die DSAKU e.V. als ACHSE-Mitglied mit Stimmrecht an deren jährlicher Mitglieder-versammlung in Bad Hohenroda teil. Vertreten wurde die DSAKU e.V. durch die Beisitzerin Ingeborg Wagner. Fachtagung der ACHSE e.V. 2015 An der interessanten Fachtagung, bei der es um Datenbanken mit Informationen über seltene Erkrankungen ging, die eine frühe Diagnose und effizientere medizinische Versorgung gewährleisten sollen, konnten wir zu zweit am folgenden Tag teilnehmen. So wurde zum Beispiel SE-atlas (eine Art „google-map“ mit Einrichtungen der medizinischen Versorgung seltener Erkrankungen im deutschsprachigen Raum) und ZIPSE ( Zentrales Informationsportal über seltene Erkrankungen für Gesundheitsberufe) vorgestellt. Hauptreferent war diesmal der Bioinformatiker Herr Dr. Holger Storf (Verantwortlicher für SE-Atlas), welcher sehr anschaulich die einzelnen Datenbanken vorstellte und auch offen für praktische Verbesserungs-Vorschläge einzelner Patientenvertretern war. Hierzu hat die DSAKU e.V. mehrmals durch ihre Teilnahme an verschiedenen Umfragen Beiträge geleistet. Des Weiteren berichtete Frau Dr. Mundlos von der ACHSE e.V. über ein interessantes ACHSE-Projekt von nicht diagnostizierten Patienten, mit denen sich Medizinstudenten mit Schwerpunkt seltener Erkrankungen von der Universitätsklinik Bonn unter der Betreuung eines Oberarztes intensiv befassen. ACHSE-Seminar: „Internationale Vernetzung“ 27. - 28. November 2015 in Berlin Jedes Jahr veranstaltet die ACHSE e.V. für Ihre Mitglieder Seminare rund ums Thema Vereinsführung. Deswegen nahm die DSAKU e.V. als EURODIS-Mitglied und auf Grund Ihrer internationalen Netzwerke am Seminar zur „internationalen Vernetzung“ im November in Berlin teil. Im Seminar wurden der Nutzen und die Herausforderungen, die vereinsrechtlichen, steuerrechtlichen und juristischen EU-Richtlinien sowie kulturelle Aspekte bei einer internationalen Verne t zung und einem europäischem Verband (Verein) erörtert. Referenten waren EURODIS Senior Manager Anja Helm, Rechtsanwalt und Steuerberater Dr. Daniel J. Fischer und ACHSE-Geschäftsführerin Miriam Mann. Es war ein reger und interessanter Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Teilnehmern. 8. Veranstaltung 43. DGRh-Kongress 2015 in Bremen Wie jedes Jahr seit 2013 hatte die DSAKU auch wieder einen Infostand auf dem deutschen Rheumatologen-Kongress (DGRh-Kongress), welcher 2015 in Bremen stattfand. Üblicherweise wurden unser Stand von Ingeborg Wagner und der DSAKU-Vorsitzenden vertreten. Unser Stand war diesmal unmittelbar vor dem Plenarsaal und somit sehr günstig positioniert. Außerdem waren unsere DSAKU-Kugelschreiber und Süßigkeiten sehr beliebt und wir nutzten diese Gelegenheit, um über AKU zu informieren. Wir konnten mehrere AKU-Patienten identifizieren und den Rheumatologen wichtige Informationen vermitteln. Außerdem zeigten viele junge Rheumatologen reges Interesse an Alkaptonurie, so dass wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis waren. Meine Fachkompetenz bezüglich Alkaptonurie scheint mittlerweile anerkannt zu sein. Außerdem gab es eine interaktive Session zu seltenen rheumatischen Erkrankungen mit Ted-Fragen zu den einzelnen Diagnosen. Es war sichtbar, wie offen und interessiert Rheumatologen an diesem Thema waren, denn der Raum war komplett überfüllt. 7. Veranstaltung Workshop-Seminar (27-29.3.15) in Kühtai, Österreich: Qualität und Zeit in der Medizin (mit Schwerpunkt seltene und chronische Erkrankungen) Durch das geplante Differentialdiagnostik-Projekt mit der EULAR kam es zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen der DSAKU e.V. und der Innsbrucker rheumatologischen Arbeitsgruppe von Prof. Dr. M. Schirmer. Aus diesem Grund wurde die DSAKU-Vorsitzende als Gastrednerin zum Thema „ Zeit und Qualität aus Sicht einer chronischen Patientin“ eingeladen. In diesem Workshop referierten und diskutierten Vertreter aus der Medizin und medizinischem IT-Bereich (Ärzte, Patienten, diplomierte PflegerInnen, Therapeuten, IT-Fachleute, Ethiker, Wissenschaftler, Qualitätsmanager und Apotheker) über die Vielzahl der durch die moderne Medizin erhaltenen klinischen Daten, den Zeitmangel der Ärzte durch die vermehrte Bürokratie, die Herausforderungen der Diagnosen und medizinischen Versorgung chronischer und seltener Patienten sowie Lösungsvorschläge im Sinne einer strukturierten medizinischen Datenerfassung durch angepasste Software-Entwicklung. Hierzu wurden Beispiele aus Österreich und der Schweiz vorgetragen, die zum verbesserten Zeitmanagement für die Ärzte und erhöhten Qualität und Versorgung der Patienten führten. Als einzige Patientin und deutsche Vertreterin war es für mich als DSAKU-Vorsitzende sehr interessant hinter die Kulissen der vielen Aufgabenbereiche von Ärzten zu schauen und Einblicke in das österreichische und schweizerische Gesundheitssystem zu erhalten. Als Patientin mit einer seltenen chronischen Erkrankung konnte ich vermitteln, dass die durch die lange Odyssee verlorene Zeit oft einen gesundheitlichen Verlust der Lebensqualität zur Folge hat, die psychosomatische Assoziation der Symptome oft eine Fehldiagnose ist und welchen Herausforderungen diese Erkrankten gerade im Bereich des Sozialrechtes aufgrund mangeln-der Bekanntheit der Krankheit ausgesetzt sind. Nach den Vorträgen und Diskussionen kamen alle Beteiligten zum Ergebnis, dass wir nur in gemeinsamer kreativer Zusammenarbeit und gegenseitiger Rücksichtnahme etwas Positives erreichen können. Außerdem konnten die neusten AKU-Informationen an einen Schweizer Rheumatologen mit AKU-Patient vermittelt werden. 6. Veranstaltung(en) Tag der Seltenen Erkrankungen in Hannover, Dessau und Düsseldorf Dieses Jahr nahm die DSAKU e.V. an 3 Veranstaltungen für den Tag der seltenen Ekrankungen teil: 1. Rare Disease Day in Hannover an der MHH organisiert von Orphanet Deutschland : Datum: Freitag, den 20.1.2015 Uhrzeit: 14:00-18:00 Uhr Ort: Hörsaal H Gebäude J1 MHH Campus Flugblatt: flyer_rare_disease_day_2015.pdf Fotogalerie: BIlder 1 + 2: Collagen über den Tag der Seltenen Erkrankungen (TdSE) an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Das Orphanet Team Deutschland veranstaltete zum TdSE in Kooperation mit dem Zentrum für Seltene Erkrankungen (ZSE) Hannover ein Symposium mit 9 verschiedenen Vorträgen sowie 40 Infostände von verschiedenen Selbsthilfegruppen. Die Collagen wurden von Orphanet Deutschland zusammen und der DSAKU e.V. mit freundlicher Genemigung zur Verfügung gestellt. Copyright, Orphanet Deutschland 2015. Bild 3: Infostand der DSAKU e.V. mit Vorsitzende Leona Wagner 2. Tag der Seltenen Erkrankungen Dessau Datum: Samstag, den 21.2.2015 Uhrzeit: 9:30-15:30 Uhr Ort: Städtisches Kinikum Dessau Flugblatt: tag_der_seltenen_erkrankungen_21.02.2015_dessau.pdf Fotogalerie: 1. DSAKU Lufballons 2. DSAKU-Infostand mit Leona Wagner und Arne Börgel. 3. Ingeborg Wagner im Gespräch am DSAKU-Infostand. 1. Unterhaltung am DSAKU-Stand 2. Ehrung des Schirmherrn, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff mit Gemahlin durch Annette Byhahn und Prof. Dr. Christos Zouboulis. 3. Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt im Gespräch mit der Vorsitzenden der DSAKU e.V. Leona Wagern und Arne Börgel. 3. Aktionstag zu Seltenen Erkrankungen in Düsseldorf Motto: Häufiges Symptom – seltene Krankheit, Gemeinsam für die „Seltenen“ Datum: Samstag, den 28.2.2015 Uhrzeit: 10:00-14:00 Ort: Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf Programm: programm_rdd_2015.pdf Die teilnehmenden AKU-Patienten werden sich im Anschluss noch informell treffen. Hierzu ist jeder herzlich eingeladen. Die Teilnahme zu diesen Veranstaltungen ist kostenlos und jeder ist herzlich dazu eingeladen. Fotogalerie: Der Tag der Seltenen Erkrankungen in Düsseldorf wurde von der Arbeitsgemeinschaft für angeborene Stoffwechsel-störungen in der inneren Medizin ( ASIM e.V.) unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. S. vom Dahl organisiert. Das Programm bestand aus Infoständen verschiedener Selbsthilfegruppen, Vorträgen und Erfahrungsberichte über einzelne seltene Erkrankungen von Ärzten und Betroffenen sowie das Freilassen der ACHSE-Luftballons, Die DSAKU e.V. wurde in Düsseldorf von Ingo Vigelahn, Sandra Lauscher und Marion Hoyer vertreten. Bilder von oben links nach unten rechts: 1. Marion Hoyer, Sandra Lauscher und Ingo Vigelahn vor dem Haus der Universität. 2. Ingo Vigelhan, Marion Hoyer und Sandra Lauscher am DSAKU-Infostand 3. Infostände der Patientengruppen aus Sicht des DSAKU-Infostandes 4. Ingo Vigelahn am DSAKU-Infostand 5. Marion Hoyer und Sandra Lauscher am DSAKU-Infostand 6. Freilassen der ACHSE-Luftballons (Copyright ASIM2015) 5. Veranstaltung 42. DGRh-Kongress 2014 in Düsseldorf Die DSAKU e.V. hatte wieder einen Stand beim „42. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie“ am 17-20 September 2014 am CCD in Düsseldorf. Mit Poster und Flyern (Ärzte-, Patienten und AKUSSI-Flyer (AKU-Severity-Score-Index, AKU-Schweregrad-Index) informierten wir Ärzte und Patienten über Alkaptonurie. Es gab sehr interessante Gespräche und Informationsaustausch zwischen Vertretern der Rheumastiftung und der Deutschen Gesellschaft für orthopädische Rheumatologie bezüglich Differentialdiagnostik von Alkaptonurie. Insgesamt waren wir über die Resonanz der Ärzte, Patienten und Patientenvertretern anderer Selbsthilfegruppen sehr zufrieden. 4. Veranstaltung Tag der seltenen Erkrankungen 2014 in Dessau Am 22.2.2014 hatte die DSAKU ihren fünften Öffentlichkeitsauftritt zum „Tag der Seltenen Erkrankungen“ am Städtischen Klinikum Dessau. Die DSAKU hatte wieder einen Stand und einen Vortrag. Anschließend gab es eine Podiums-diskussion zwischen Vertretern aus Politik, der Ärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Achse e. V., der Krankenverwaltung, der Krankenkassen und der Patienten einer seltenen Erkrankung zu dem Thema „Gemeinsam für eine bessere Versorgung der Seltenen“. Schirmherr Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt machte seine Runde und sprach mit den Patientenvertretern von jedem Stand. Zum Schluss wurden ACHSE-Luftballons für die „Seltenen“ freigelassen. 3. Veranstaltung Mitgliederversammlung der ACHSE e.V. Am 14. November 2013 wurde die DSAKU e.V. einstimmig als Mitglied der ACHSE e.V. aufgenommen. Die DSAKU war sehr beeindruckt von den Arbeiten der ACHSE e.V. im Gesundheitswesen, Politik und der Öffentlichkeit sowie der Herz- lichkeit ihrer Mitarbeiter, des Vorstandes und Mitglieder. Außerdem konnte ich viel von den interessanten Gesprächen der einzelnen Selbsthilfegruppen mitnehmen und erhielt hilfreiche Ratschläge für die Leitung unseres Vereines. Als Mitglied der Achse e.V. hat die DSAKU e.V. natürlich auch einen Eintrag auf deren Webseite. Des Weiteren ist sie in der neusten ACHSEBroschüre beschrieben und wurde auch im Februar 2014 in ACHSE-Aktuell erwähnt. Schirmherrin der ACHSE e.V. ist die Frau des ehemaligen Bundespräsidenten Eva-Luise Köhler. 2. Veranstaltung 41. DGRh-Kongress in Mannheim/Heidelberg Die DSAKU e.V. hatte einen Stand beim „41. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie“ am 18-21 September 2013 in Mannheim. Dabei wurde durch ein Poster und Flyers auf den „AKU-Severity-Score-Index (AKUSSI, AKU-Schweregrad-Index)“ aufmerksam gemacht. Interessanterweise wurden auch zwei wissen-schaftliche Poster über Alkaptonurie von den orthopädischen Rheumatologen Dr. C. Biehl aus Bad Kreuznach und Prof. Dr. U. Lange aus Bad Nauheim unter dem Themenkreis „der besondere Fall“ präsentiert. 1. Veranstaltung Tag der seltenen Erkranungen in Köln Am 2.3.2013 nahm die DSAKU beim Bundesweiten Aktionstag zu seltenen Erkrankungen mit dem Thema: Häufiges Symptom - seltene Krankheit: Gemeinsam für die „Seltenen" in Köln teil. Hierzu hatte die DSAKU e.V. das Thema „Alter Rücken in jungem Körper“ Neben einem Ausstellungsstand gab die DSAKU Vorsitzende und AKU-Betroffene Dr. Leona auch einen Vortrag über Alkaptonurie. http://dsaku.de/veranstaltungen/konferenzen-national/_part1109 Frau Leona Wagner Fri, 11 Nov 2016 15:48:24 +0100 part1109 11. Veranstaltung 44. DGRh-Kongress 2016 in Frankfurt Die DSAKU e.V. hatte wieder einen Stand beim „44. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie“ am 31 August - 3 September 2016 am Congress Frankfurt am Main Messe. Mit Poster und Flyern (Ärzte-, Patienten und AKUSSI-Flyer (AKU-Severity-Score-Index, AKU-Schweregrad-Index) informierten wir Ärzte und Patienten über Alkaptonurie. Rheumahaus mit Info-Ständen von rheumatologischen Patientenorganisation und Fachgesellschaften. Bild 1: Blick zum Rheumahaus von unserem DSAKU-Inostand. Bild 2: DSAKU-Infostand mit DSAKU-Vorsitzende Dr. Leona Wagner. 10. Veranstaltung Tag der Seltenen Erkrankungen in Dessau, Mainz und Aachen Dieses Jahr nahm die DSAKU an drei verschiedenen Veranstaltungen zum T ag d er S eltenen E rkrankungen (TdSE) mit Infoständen teil; nämlich am 20.2. in Dessau (Städtisches Klinikum), am 26.2. im Mainzer Rathaus und am 29.2 in einem Aachener Einkaufszentrum. Besonders erwähnenswert war der Workshop von den verschiedenen Patientenvertretern in Dessau, in dem die Problematik der langen Odyssee der Diagnose und beim Durchsetzen von physiotherapeutischen Therapien sowie der Mangel an adäquaten medikamentösen Therapien bzw. Absetzen von Off-Label Medikamenten durch die Krankenkassen von Patienten mit seltenen Erkrankungen erörtert wurden. Anwesend war auch ein Vertreter von der AOK und Stoffwechselexperte Prof. Dr. Mohnike vom Mitteldeutschen Stoffwechselzentrum Seltener Erkrankungen in Magdeburg. Die Ergebnisse wurden dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Dr. R. Haseloff, überreicht. Die Veranstaltungen wurden in Dessau von der DSAKU-Vorsitzenden Leona Wagner, in Mainz von Familie Laux und in Aachen Ingo Vigelahn, Sandra Lauscher, DSAKU-Stellvertreterin Marion Hoyer, Arno Hoyer und Leona Wagner vertreten. Das offizielle ACHSE-Poster zum TdSE mit allen Städte-Veranstaltungen wurde von der DSAKU e.V. auf Deutsch und Englisch entworfen und sowohl national von der ACHSE e.V. als auch international auf der „Rare Disease Day (RDD)-Webseite veröffentlicht. Tag der Seltenen Ekrankungen am 20.2.2016 im Städtischem Klinikum Dessau: Tag der Seltenen Erkrankungen am 26.2.2016 im Mainzer Rathaus: " src="/dat/cms0/images/internet2.jpg" alt=" " width="1" height="1" /> Tag der Seltenen Erkankungen am 29.2.016 am Aquis Plaza Center in Aachen: 9. Veranstaltung Veranstaltungen der ACHSE e.V. Mitgliederversammlung der ACHSE e.V. 2015 Am 13. November 2015 nahm die DSAKU e.V. als ACHSE-Mitglied mit Stimmrecht an deren jährlicher Mitglieder-versammlung in Bad Hohenroda teil. Vertreten wurde die DSAKU e.V. durch die Beisitzerin Ingeborg Wagner. Fachtagung der ACHSE e.V. 2015 An der interessanten Fachtagung, bei der es um Datenbanken mit Informationen über seltene Erkrankungen ging, die eine frühe Diagnose und effizientere medizinische Versorgung gewährleisten sollen, konnten wir zu zweit am folgenden Tag teilnehmen. So wurde zum Beispiel SE-atlas (eine Art „google-map“ mit Einrichtungen der medizinischen Versorgung seltener Erkrankungen im deutschsprachigen Raum) und ZIPSE ( Zentrales Informationsportal über seltene Erkrankungen für Gesundheitsberufe) vorgestellt. Hauptreferent war diesmal der Bioinformatiker Herr Dr. Holger Storf (Verantwortlicher für SE-Atlas), welcher sehr anschaulich die einzelnen Datenbanken vorstellte und auch offen für praktische Verbesserungs-Vorschläge einzelner Patientenvertretern war. Hierzu hat die DSAKU e.V. mehrmals durch ihre Teilnahme an verschiedenen Umfragen Beiträge geleistet. Des Weiteren berichtete Frau Dr. Mundlos von der ACHSE e.V. über ein interessantes ACHSE-Projekt von nicht diagnostizierten Patienten, mit denen sich Medizinstudenten mit Schwerpunkt seltener Erkrankungen von der Universitätsklinik Bonn unter der Betreuung eines Oberarztes intensiv befassen. ACHSE-Seminar: „Internationale Vernetzung“ 27. - 28. November 2015 in Berlin Jedes Jahr veranstaltet die ACHSE e.V. für Ihre Mitglieder Seminare rund ums Thema Vereinsführung. Deswegen nahm die DSAKU e.V. als EURODIS-Mitglied und auf Grund Ihrer internationalen Netzwerke am Seminar zur „internationalen Vernetzung“ im November in Berlin teil. Im Seminar wurden der Nutzen und die Herausforderungen, die vereinsrechtlichen, steuerrechtlichen und juristischen EU-Richtlinien sowie kulturelle Aspekte bei einer internationalen Verne t zung und einem europäischem Verband (Verein) erörtert. Referenten waren EURODIS Senior Manager Anja Helm, Rechtsanwalt und Steuerberater Dr. Daniel J. Fischer und ACHSE-Geschäftsführerin Miriam Mann. Es war ein reger und interessanter Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Teilnehmern. 8. Veranstaltung 43. DGRh-Kongress 2015 in Bremen Wie jedes Jahr seit 2013 hatte die DSAKU auch wieder einen Infostand auf dem deutschen Rheumatologen-Kongress (DGRh-Kongress), welcher 2015 in Bremen stattfand. Üblicherweise wurden unser Stand von Ingeborg Wagner und der DSAKU-Vorsitzenden vertreten. Unser Stand war diesmal unmittelbar vor dem Plenarsaal und somit sehr günstig positioniert. Außerdem waren unsere DSAKU-Kugelschreiber und Süßigkeiten sehr beliebt und wir nutzten diese Gelegenheit, um über AKU zu informieren. Wir konnten mehrere AKU-Patienten identifizieren und den Rheumatologen wichtige Informationen vermitteln. Außerdem zeigten viele junge Rheumatologen reges Interesse an Alkaptonurie, so dass wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis waren. Meine Fachkompetenz bezüglich Alkaptonurie scheint mittlerweile anerkannt zu sein. Außerdem gab es eine interaktive Session zu seltenen rheumatischen Erkrankungen mit Ted-Fragen zu den einzelnen Diagnosen. Es war sichtbar, wie offen und interessiert Rheumatologen an diesem Thema waren, denn der Raum war komplett überfüllt. 7. Veranstaltung Workshop-Seminar (27-29.3.15) in Kühtai, Österreich: Qualität und Zeit in der Medizin (mit Schwerpunkt seltene und chronische Erkrankungen) Durch das geplante Differentialdiagnostik-Projekt mit der EULAR kam es zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen der DSAKU e.V. und der Innsbrucker rheumatologischen Arbeitsgruppe von Prof. Dr. M. Schirmer. Aus diesem Grund wurde die DSAKU-Vorsitzende als Gastrednerin zum Thema „ Zeit und Qualität aus Sicht einer chronischen Patientin“ eingeladen. In diesem Workshop referierten und diskutierten Vertreter aus der Medizin und medizinischem IT-Bereich (Ärzte, Patienten, diplomierte PflegerInnen, Therapeuten, IT-Fachleute, Ethiker, Wissenschaftler, Qualitätsmanager und Apotheker) über die Vielzahl der durch die moderne Medizin erhaltenen klinischen Daten, den Zeitmangel der Ärzte durch die vermehrte Bürokratie, die Herausforderungen der Diagnosen und medizinischen Versorgung chronischer und seltener Patienten sowie Lösungsvorschläge im Sinne einer strukturierten medizinischen Datenerfassung durch angepasste Software-Entwicklung. Hierzu wurden Beispiele aus Österreich und der Schweiz vorgetragen, die zum verbesserten Zeitmanagement für die Ärzte und erhöhten Qualität und Versorgung der Patienten führten. Als einzige Patientin und deutsche Vertreterin war es für mich als DSAKU-Vorsitzende sehr interessant hinter die Kulissen der vielen Aufgabenbereiche von Ärzten zu schauen und Einblicke in das österreichische und schweizerische Gesundheitssystem zu erhalten. Als Patientin mit einer seltenen chronischen Erkrankung konnte ich vermitteln, dass die durch die lange Odyssee verlorene Zeit oft einen gesundheitlichen Verlust der Lebensqualität zur Folge hat, die psychosomatische Assoziation der Symptome oft eine Fehldiagnose ist und welchen Herausforderungen diese Erkrankten gerade im Bereich des Sozialrechtes aufgrund mangeln-der Bekanntheit der Krankheit ausgesetzt sind. Nach den Vorträgen und Diskussionen kamen alle Beteiligten zum Ergebnis, dass wir nur in gemeinsamer kreativer Zusammenarbeit und gegenseitiger Rücksichtnahme etwas Positives erreichen können. Außerdem konnten die neusten AKU-Informationen an einen Schweizer Rheumatologen mit AKU-Patient vermittelt werden. 6. Veranstaltung(en) Tag der Seltenen Erkrankungen in Hannover, Dessau und Düsseldorf Dieses Jahr nahm die DSAKU e.V. an 3 Veranstaltungen für den Tag der seltenen Ekrankungen teil: 1. Rare Disease Day in Hannover an der MHH organisiert von Orphanet Deutschland : Datum: Freitag, den 20.1.2015 Uhrzeit: 14:00-18:00 Uhr Ort: Hörsaal H Gebäude J1 MHH Campus Flugblatt: flyer_rare_disease_day_2015.pdf Fotogalerie: BIlder 1 + 2: Collagen über den Tag der Seltenen Erkrankungen (TdSE) an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Das Orphanet Team Deutschland veranstaltete zum TdSE in Kooperation mit dem Zentrum für Seltene Erkrankungen (ZSE) Hannover ein Symposium mit 9 verschiedenen Vorträgen sowie 40 Infostände von verschiedenen Selbsthilfegruppen. Die Collagen wurden von Orphanet Deutschland zusammen und der DSAKU e.V. mit freundlicher Genemigung zur Verfügung gestellt. Copyright, Orphanet Deutschland 2015. Bild 3: Infostand der DSAKU e.V. mit Vorsitzende Leona Wagner 2. Tag der Seltenen Erkrankungen Dessau Datum: Samstag, den 21.2.2015 Uhrzeit: 9:30-15:30 Uhr Ort: Städtisches Kinikum Dessau Flugblatt: tag_der_seltenen_erkrankungen_21.02.2015_dessau.pdf Fotogalerie: 1. DSAKU Lufballons 2. DSAKU-Infostand mit Leona Wagner und Arne Börgel. 3. Ingeborg Wagner im Gespräch am DSAKU-Infostand. 1. Unterhaltung am DSAKU-Stand 2. Ehrung des Schirmherrn, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff mit Gemahlin durch Annette Byhahn und Prof. Dr. Christos Zouboulis. 3. Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt im Gespräch mit der Vorsitzenden der DSAKU e.V. Leona Wagern und Arne Börgel. 3. Aktionstag zu Seltenen Erkrankungen in Düsseldorf Motto: Häufiges Symptom – seltene Krankheit, Gemeinsam für die „Seltenen“ Datum: Samstag, den 28.2.2015 Uhrzeit: 10:00-14:00 Ort: Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf Programm: programm_rdd_2015.pdf Die teilnehmenden AKU-Patienten werden sich im Anschluss noch informell treffen. Hierzu ist jeder herzlich eingeladen. Die Teilnahme zu diesen Veranstaltungen ist kostenlos und jeder ist herzlich dazu eingeladen. Fotogalerie: Der Tag der Seltenen Erkrankungen in Düsseldorf wurde von der Arbeitsgemeinschaft für angeborene Stoffwechsel-störungen in der inneren Medizin ( ASIM e.V.) unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. S. vom Dahl organisiert. Das Programm bestand aus Infoständen verschiedener Selbsthilfegruppen, Vorträgen und Erfahrungsberichte über einzelne seltene Erkrankungen von Ärzten und Betroffenen sowie das Freilassen der ACHSE-Luftballons, Die DSAKU e.V. wurde in Düsseldorf von Ingo Vigelahn, Sandra Lauscher und Marion Hoyer vertreten. Bilder von oben links nach unten rechts: 1. Marion Hoyer, Sandra Lauscher und Ingo Vigelahn vor dem Haus der Universität. 2. Ingo Vigelhan, Marion Hoyer und Sandra Lauscher am DSAKU-Infostand 3. Infostände der Patientengruppen aus Sicht des DSAKU-Infostandes 4. Ingo Vigelahn am DSAKU-Infostand 5. Marion Hoyer und Sandra Lauscher am DSAKU-Infostand 6. Freilassen der ACHSE-Luftballons (Copyright ASIM2015) 5. Veranstaltung 42. DGRh-Kongress 2014 in Düsseldorf Die DSAKU e.V. hatte wieder einen Stand beim „42. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie“ am 17-20 September 2014 am CCD in Düsseldorf. Mit Poster und Flyern (Ärzte-, Patienten und AKUSSI-Flyer (AKU-Severity-Score-Index, AKU-Schweregrad-Index) informierten wir Ärzte und Patienten über Alkaptonurie. Es gab sehr interessante Gespräche und Informationsaustausch zwischen Vertretern der Rheumastiftung und der Deutschen Gesellschaft für orthopädische Rheumatologie bezüglich Differentialdiagnostik von Alkaptonurie. Insgesamt waren wir über die Resonanz der Ärzte, Patienten und Patientenvertretern anderer Selbsthilfegruppen sehr zufrieden. 4. Veranstaltung Tag der seltenen Erkrankungen 2014 in Dessau Am 22.2.2014 hatte die DSAKU ihren fünften Öffentlichkeitsauftritt zum „Tag der Seltenen Erkrankungen“ am Städtischen Klinikum Dessau. Die DSAKU hatte wieder einen Stand und einen Vortrag. Anschließend gab es eine Podiums-diskussion zwischen Vertretern aus Politik, der Ärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Achse e. V., der Krankenverwaltung, der Krankenkassen und der Patienten einer seltenen Erkrankung zu dem Thema „Gemeinsam für eine bessere Versorgung der Seltenen“. Schirmherr Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt machte seine Runde und sprach mit den Patientenvertretern von jedem Stand. Zum Schluss wurden ACHSE-Luftballons für die „Seltenen“ freigelassen. 3. Veranstaltung Mitgliederversammlung der ACHSE e.V. Am 14. November 2013 wurde die DSAKU e.V. einstimmig als Mitglied der ACHSE e.V. aufgenommen. Die DSAKU war sehr beeindruckt von den Arbeiten der ACHSE e.V. im Gesundheitswesen, Politik und der Öffentlichkeit sowie der Herz- lichkeit ihrer Mitarbeiter, des Vorstandes und Mitglieder. Außerdem konnte ich viel von den interessanten Gesprächen der einzelnen Selbsthilfegruppen mitnehmen und erhielt hilfreiche Ratschläge für die Leitung unseres Vereines. Als Mitglied der Achse e.V. hat die DSAKU e.V. natürlich auch einen Eintrag auf deren Webseite. Des Weiteren ist sie in der neusten ACHSEBroschüre beschrieben und wurde auch im Februar 2014 in ACHSE-Aktuell erwähnt. Schirmherrin der ACHSE e.V. ist die Frau des ehemaligen Bundespräsidenten Eva-Luise Köhler. 2. Veranstaltung 41. DGRh-Kongress in Mannheim/Heidelberg Die DSAKU e.V. hatte einen Stand beim „41. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie“ am 18-21 September 2013 in Mannheim. Dabei wurde durch ein Poster und Flyers auf den „AKU-Severity-Score-Index (AKUSSI, AKU-Schweregrad-Index)“ aufmerksam gemacht. Interessanterweise wurden auch zwei wissen-schaftliche Poster über Alkaptonurie von den orthopädischen Rheumatologen Dr. C. Biehl aus Bad Kreuznach und Prof. Dr. U. Lange aus Bad Nauheim unter dem Themenkreis „der besondere Fall“ präsentiert. 1. Veranstaltung Tag der seltenen Erkranungen in Köln Am 2.3.2013 nahm die DSAKU beim Bundesweiten Aktionstag zu seltenen Erkrankungen mit dem Thema: Häufiges Symptom - seltene Krankheit: Gemeinsam für die „Seltenen" in Köln teil. Hierzu hatte die DSAKU e.V. das Thema „Alter Rücken in jungem Körper“ Neben einem Ausstellungsstand gab die DSAKU Vorsitzende und AKU-Betroffene Dr. Leona auch einen Vortrag über Alkaptonurie. ]]> Rare Disease Day (RDD) Tag der Seltenen Erkrankungen 2016 Rare Disease Day Posters entworfen von der DSAKU e.V. Tag der Seltenen Erkrankungen 2015 Rare Disease Day Poster 2015 für Deutschland: Entworfen von Dr. Leona Wagner Das offizielle Video von Rare Disease Day 2015: Tag der Seltenen Erkrankungen 2014 Das offizielle Vido von Eurodis: RRD 2013 Tag der Seltenen Erkrankungen 2013 Das offizielle Vido von Eurodis: http://dsaku.de/veranstaltungen/konferenzen-international/rdd/_part1181 Frau Leona Wagner Fri, 11 Nov 2016 15:41:46 +0100 part1181 Tag der Seltenen Erkrankungen 2016 Rare Disease Day Posters entworfen von der DSAKU e.V. Tag der Seltenen Erkrankungen 2015 Rare Disease Day Poster 2015 für Deutschland: Entworfen von Dr. Leona Wagner Das offizielle Video von Rare Disease Day 2015: Tag der Seltenen Erkrankungen 2014 Das offizielle Vido von Eurodis: RRD 2013 Tag der Seltenen Erkrankungen 2013 Das offizielle Vido von Eurodis: ]]> AKU-Patienten in Deutschland Abbildung 1: Darstellung der in Deutschland identifizierten AKU-Patienten (letzter Stand Oktober 2016). Schwarze Zahlen repräsentieren AKU-Kinder, rote Zahlen erwachsene AKU-Patienten. Mittlerweile wurden ca. 160 AKU-Patienten in Deutschland erfasst (letzter Stand Oktober 2016). Diese Zahl setzt sich aus Anfragen der einzelnen Stoffwechselzentren, Kontaktaufnahmen zur DSAKU über das Internet, aus Geprächen mit Rheumatologen auf den Rheumatologen-Kongressen und Literaturrecherche über pubmed (1980-2016) zusammen. In diesem Zusammenhang möchtet sich die Vorsitzende der DSAKU e.V. Dr. Leona Wagner bei den einzelnen Stoffwechselexperten, Orthopäden und Rheumatologen bedanken. http://dsaku.de/ueber-dsaku/aku-patienten-in-deutschland/_part1167 Frau Leona Wagner Fri, 14 Oct 2016 13:38:02 +0200 part1167 Abbildung 1: Darstellung der in Deutschland identifizierten AKU-Patienten (letzter Stand Oktober 2016). Schwarze Zahlen repräsentieren AKU-Kinder, rote Zahlen erwachsene AKU-Patienten. Mittlerweile wurden ca. 160 AKU-Patienten in Deutschland erfasst (letzter Stand Oktober 2016). Diese Zahl setzt sich aus Anfragen der einzelnen Stoffwechselzentren, Kontaktaufnahmen zur DSAKU über das Internet, aus Geprächen mit Rheumatologen auf den Rheumatologen-Kongressen und Literaturrecherche über pubmed (1980-2016) zusammen. In diesem Zusammenhang möchtet sich die Vorsitzende der DSAKU e.V. Dr. Leona Wagner bei den einzelnen Stoffwechselexperten, Orthopäden und Rheumatologen bedanken. ]]> Welt-Rheuma-Tag (World Arthritis Day, WAD) Die DSAKU e.V. erstellt jedes Jahr ein Poster zum Welt-Rheuma-Tag , um die Öffentlichkeit auf die ultra-seltene rheumatische Erkrankung Alkaptonurie aufmerksam zu machen. 2015-2016 ist das Motto "Es ist in Deiner Hand, handle!", 2015 wurde zu einem "High five" aufgerufen, während 2016 ein aufgerufen wird, mit Bildern und Videos über die eigene Lebenserfahrung mit einer rheumatischen Erkrankung zu berichten. 2013-2014 war das WAD-Motto "gut Altern durch bessere Lebensweise (living better aging well)" Vision2043. Hierzu diente die EULAR-Zusammenfassung über die verschiedene Netzwerke zur Aufhebung der Isolierung bei seltenen Erkrankungen als Vorlage. Da die iItalienische AKU-Patientin "Luna Satellite" hierzu viele Anregungen gab, ist das Poster eine gemeinsame Produktion mit der italienischen AKU-Selbsthilfegruppe AimAKU im Namen der Internationalen AKU-Societies. Entworfen von Dr. Leona Wagner WAD 2013 WAD2012 WAD2011 Entworfen von Dr. Leona Wagner Entworfen von Dr. Leona Wagner Entworfen von Patrick Richter http://dsaku.de/veranstaltungen/konferenzen-international/wad/_part1180 Frau Leona Wagner Sun, 24 Jul 2016 00:01:21 +0200 part1180 Die DSAKU e.V. erstellt jedes Jahr ein Poster zum Welt-Rheuma-Tag , um die Öffentlichkeit auf die ultra-seltene rheumatische Erkrankung Alkaptonurie aufmerksam zu machen. 2015-2016 ist das Motto "Es ist in Deiner Hand, handle!", 2015 wurde zu einem "High five" aufgerufen, während 2016 ein aufgerufen wird, mit Bildern und Videos über die eigene Lebenserfahrung mit einer rheumatischen Erkrankung zu berichten. 2013-2014 war das WAD-Motto "gut Altern durch bessere Lebensweise (living better aging well)" Vision2043. Hierzu diente die EULAR-Zusammenfassung über die verschiedene Netzwerke zur Aufhebung der Isolierung bei seltenen Erkrankungen als Vorlage. Da die iItalienische AKU-Patientin "Luna Satellite" hierzu viele Anregungen gab, ist das Poster eine gemeinsame Produktion mit der italienischen AKU-Selbsthilfegruppe AimAKU im Namen der Internationalen AKU-Societies. Entworfen von Dr. Leona Wagner WAD 2013 WAD2012 WAD2011 Entworfen von Dr. Leona Wagner Entworfen von Dr. Leona Wagner Entworfen von Patrick Richter ]]> Endokrinologie /Urologie Tyrosin-Stoffwechsel Tyrosin wird in 5 Schritten zu Acetoacetat und Fumarat abgebaut (Abbildung 1). Alkaptonurie beruht auf auf einem Enzymdefekt der Homogentisat-1,2-Dioxygenase, wobei das Zwischenprodukt Homogentisat (HGA) nicht weiter zu Maleylacetoacetat abgebaut wird. Dies wiederum führt zu einer vielfachen Anreicherung von HGA, welches wiederum zu Benzochinonessigsäure (BQA) oxidiert. Die Oxidierung von HGA zu BQA verursacht die Dunkelfärbung des Urins in der Luft ab dem Säuglingsalter (1). Im Laufe der Jahre verursachen die durch oxidativen Stress entstandenen reaktive Sauerstoffspezien (ROS, reactive oxygen species) eine Polymerisation von BQA (BQA-Makromolekül), welches zusammen mit Amyloidose AA Ablagerungen das ochronotische Pigment bildet (2-8). Das ochronotische Pigment lagert sich im Erwachsenenalter an mehrere Bindegeweben wie z.B. Knorpel, Augapfel, Herzklappen, Sehnen, Bänder und Muskeln an. Des Weiteren werden die Stresshormone Andrenalin (Epinephrin) und Noradrenalin (Norepinephrin) sowie der Neurotransmitter Dopamin aus Tyrosin gebildet (Abbildung 1). Abbildung 1: Schematische Darstellung des Tyrosinkatabolismus und der Synthese von Dopamin, Norepinephrin und Epinephrin. Chemische Strukturen wurden mit ChemDraw Ultra 8.0 erstellt. Homogentisinsäure (HGA) HGA ist chemisch sehr reaktiv und oxidiert zu Benzochinonessigsäure (BQA) in Anwesenheit von Sauerstoff, im alkalischem Milieu oder durch das Kupfer(II) abhängige Enzym Homogentisinsäure Polyphenol-Oxygenase (1-3). Dies verursacht eine Dunkelfärbung des Urins. Somit sind Verfärbung der Windeln bei AKU-Säuglingen häufig die ersten Symptome, die zur Identifizierung von Alkaptonurie führen. Verdacht auf AKU kann durch den Nachweis von HGA im Urin mittels Gaschromatographie-Massen-spektrometrie bzw. LC-MS/MS bestätigt werden (Abbildung 1). Da betroffene Patienten ansonsten bis ins Erwachsenalter symptomlos sind, bemerken viele ihre Krankheit erst, wenn die Schmerz- und Pigmentsymptome auftreten oder sie anhand des schwarzen Knorpels während einer Operation identifiziert werden (1;3-7). Abbildung 2: Molekularstruktur und LC-MS/MS von Homogentisinsäure (HGA) and Benzochinonessigsäure (BQA). A , Molekularstruktur von HGA, B , Molekularstruktur von BQA. C , LC-MS/MS von HGA, D , LC-MS/MS von BQA. E, schwarz-gefärbter Urin aufgrund Oxidierung der HGA zu BQA. [Entnommen und verändert von Williams , 2011 (7)]. Labordiagnostik und endokrinologische Befunde (1;3;4;7-10): Allgemein: Die klinischen Befunde der Alkaptonurie umfassen die dunkle Verfärbung des Urins in der Luft durch das Vorhandensein von HGA und BQA, die Pigmentierung des Bindegewebes, auch als Ochronose bekannt, und die Arthrose der Wirbelsäule und der Großgelenken. Es sollte erwähnt sein, dass die Menge an HGA-Ausscheidung und der Schweregrad der Krankheit selbst innerhalb einer Familie mit gleichen Mutationen sehr stark schwanken können. Deshalb wird vermutet, dass Lebensstil, Diät und Prädisposition anderer Krankheiten einen wichtigen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit haben (1,3;11). Nichtsdestotrotz verursacht AKU 1,3,4 weder eine Verzögerung der Entwicklung noch kognitive Beeinträchtigungen noch verringert sie die Lebenserwartung der Betroffenen (1;3;12)! Differentialdiagnostik bezüglich abnorme Substanzen, die ein Nachdunkeln im Urin verursachen können (10): Urinanalysen: Wie bereits oben erwähnt, kann AKU im Säuglingsalter anhand der Verfärbung des Urins identifiziert werden. Ein Schnelltest für eine qualitative Bestätigung ist die Zugabe von alkalischen Lösungen wie zum Beispiel NaOH, Eisen(III)-chlorid + NaOH oder AgNO3 + NaOH, die alle die Verfärbung des Urins auf wenige Sekunden beschleunigen. HGA kann jedoch auch quantitativ durch HPLC, GC-MS/MS, LC-MS/MS ermittelt werden (Abbildung 2). Zur Differentialdiagnostik bezüglich Dunkelfärbung des Urins sollte zwischen akuter intermittierender Porphyrie (OMIM 176000), Erythropoetischer Porphyrie (OMIM 263700), d-Aminolaevulinsäuredehydratase-Defekt (OMIM 125270), Porphyria cutana tarda, Typ I (176090), Coproporphyrie (OMIM 121300) und Rote-Beete-Farbstoff Exkretoren (Beeturia, OMIM 109600) unterschieden werden (3). Zusätzlich sollte der Urin auf Anzeichen von Nierensteinen untersucht werden, da Urolithiasen sich häufig in AKU-Patienten bilden. Ferner scheiden AKU-Patienten vermehrt quervernetztes Telopeptid des Typ I Kollagen aus (1,3,4). Einfluss der Homogentisinsäure (HGA) auf klinische Labordiagnostik: Anhand einer kürzlich erschienen Publikation „ Interferences of homogentisic acid (HGA) on routine clinical chemistry assays in serum and urine and the implications for biochemical monitoring of patients with alkaptonuria. Curtis SL, Roberts NB, Ranganath LR. Clin Biochem. 2014 May;47(7-8):640-7. doi: 10.1016/j.clinbiochem.2013.12.016. Epub 2013 Dec 27 “ konnte gezeigt werden, dass die HGA die Konzentrationsbestimmung des Serum-Kreatinins mittels der enzymatischen Methode negativ (Verfälschung durch niedrigere gemessene Blutwerte) und Proteinbestimmung im Urin positiv (Verfälschung durch höher gemessene Werte) beeinflusst. Für die Konzentrationsbestimmung des Serum-Kreatinins wird daher die Jaffé-Methode empfohlen (8,9) . Stoffwechsel Allgemein sind bei AKU-Patienten Untersuchungen des Nierenstatus und des Knochenabbaus zu empfehlen. Eine klinische Studie des NIH mit 58 AKU-Patienten ergab folgende Laboranalysen (3): Ein Patient hatte aufgrund einer diabetischen Nephropathie eine verringerte Kreatinin-Clearance. Dieser Patient hatte außerdem erhöhte HGA-Werte im Plasma. Die durchschnittliche Gesamtcholesterinkonzentration war 190,1 ± 37,9 mg/dl (4,92 ± 0,98 mM), Ø Hämoglobin 139 ± 14 und die Ø alkalische Phosphatase 105,2 ± 58,1. 11 Patienten hatten erhöhte Erythrozytensedimentationsraten mit einer Spannweite von 55 bis 110 pro Stunde. 3 Patienten hatten erhöhte Osteocalcinwerte, währenddessen der Durchschnittswert von N-Telopeptide des Typ I Kollagen im Urin mit 73,6 ± 18 nmol/mmol Kreatinin bei 24 Patienten erhöht war. Die durchschnittliche Tyrosin-Konzentration im Plasma wurde mit 1,4 ± 0,3 mg/dl (79 ± 18 µM) ermittelt. Die durchschnittliche HGA-Konzentration im Plasma war 6,6 ± 2,6 µg/ml mit einer Spannweite von 3,0 bis 27,8 µg/ml während es bei gesunden Probanden nicht nachweisbar ist. Die HGA-Konzentrationen im Urin sind 300-fach erhöht (3,12 ± 1,11 mmol/mmol Kreatinin) im Vergleich zu Tyrosin-Stoffwechsel sehr komplex ist und im Zusammenhang mit den Schilddrüsenhormonen, den Stresshormonen Adrenalin und Noradrenalin sowie dem Dopamin-Stoffwechsel steht (Abbildung 2). Des Weiteren scheint eine Verbindung zwischen den Sexualhormonen und der Alkaptonurie zu bestehen, da der Verlauf der AKU-Pathogenese bei Männern früher mit schwerwiegenderen Symptomen eintritt als bei Frauen, und bei Frauen wiederum die AKU-Symptomen nach dem Klimakterium verstärkt auftreten. Bei einer Patientin wurde AKU erst nach Absetzen der Hormontherapie im Alter von 65 Jahre diagnostiziert, wobei sie im Alter zwischen 67 und 71 Jahren 5 Endoprothesen erhielt. Dies ist jedoch Bestand gegenwärtiger Forschung (persönliche Kommunikation 4. + 5. Internationaler AKU Workshop). Referenzliste Kayser, M. A., Introne, W., and Gahl, W. A. (2009) Chapter 92: Alkaptonuria. In Vale, D., Beaudet, A. L., Vogelstein, B., Kinzler, K. W., Antonarakis, S. E., Ballabio, A., Scriver, C. R., Sly, W. S., and Childs, B., editors. The Scriver's Online Metabolic & Molecular Bases of Inherited Diseases , McGrawHill Companies, Columbus, 1-30. Zannoni, V. G., Lomtevas, N., and Goldfinger, S. (1969) Oxidation of homogentisic acid to ochronotic pigment in connective tissue. Biochim.Biophys.Acta 177, 94-105. Mönch, E. und Link, R. (2006) Alkaptonurie. In Mönch, E. und Link, R. Diagnostik und Therapie bei angeborenen Stoffwechselstörungen , SPS-Verlag, Heilbronn, S. 55-72. Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. D., Fitzpatrick, D. L., Anderson, P. D., Huizing, M., Anikster, Y., Gerber, L. H., and Gahl, W. A. (2002) Natural history of alkaptonuria. N.Engl.J.Med. 347, 2111-2121. Cox, T. F. and Ranganath, L. (2011) A quantitative assessment of alkaptonuria : Testing the reliability of two disease severity scoring systems. J.Inherit.Metab Dis. 34, 1153-1162. Ranganath, L. R. and Cox, T. F. (2011) Natural history of alkaptonuria revisited: analyses based on scoring systems. J Inherit.Metab Dis. Williams, D. (2011 ) http://assets00.grou.ps/0F2E3C/wysiwyg_files/FilesModule/findakure/20110131074959-pxckqnpuueogezmaq/Williams.pdf. Curtis, S.L., Roberts, N.B., and Ranganath, L.R. (2014) Interferences of homogentisic acid (HGA) on routine clinical chemistry assays in serum and urine and the implications for biochemical monitoring of patients with alkaptonuria. Clin Biochem . 47 , 640-647 pubmed Sarah Curtis (2011) Chemical Measurments in Alkaptonuria. http://www.alkaptonuria.info/557296 Hübl, W. (2015) http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef3/lbef_harnfarbe.htm Gahl, W.A., Introne, W., Kayser, M., Phornphutkul, C., and Suwannarat, P. (2011) h ttp://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK1454/ . Ranganath, L. R., Jarvis, J. C., and Gallagher, J. A. (2013) Recent advances in management of alkaptonuria (invited review; best practice article). J Clin.Pathol. 66, 367-373. pubmed http://dsaku.de/was-ist-alkaptonurie/aerzteinfo/endokrinologie/_part1143 Frau Leona Wagner Wed, 13 Apr 2016 12:10:01 +0200 part1143 Tyrosin-Stoffwechsel Tyrosin wird in 5 Schritten zu Acetoacetat und Fumarat abgebaut (Abbildung 1). Alkaptonurie beruht auf auf einem Enzymdefekt der Homogentisat-1,2-Dioxygenase, wobei das Zwischenprodukt Homogentisat (HGA) nicht weiter zu Maleylacetoacetat abgebaut wird. Dies wiederum führt zu einer vielfachen Anreicherung von HGA, welches wiederum zu Benzochinonessigsäure (BQA) oxidiert. Die Oxidierung von HGA zu BQA verursacht die Dunkelfärbung des Urins in der Luft ab dem Säuglingsalter (1). Im Laufe der Jahre verursachen die durch oxidativen Stress entstandenen reaktive Sauerstoffspezien (ROS, reactive oxygen species) eine Polymerisation von BQA (BQA-Makromolekül), welches zusammen mit Amyloidose AA Ablagerungen das ochronotische Pigment bildet (2-8). Das ochronotische Pigment lagert sich im Erwachsenenalter an mehrere Bindegeweben wie z.B. Knorpel, Augapfel, Herzklappen, Sehnen, Bänder und Muskeln an. Des Weiteren werden die Stresshormone Andrenalin (Epinephrin) und Noradrenalin (Norepinephrin) sowie der Neurotransmitter Dopamin aus Tyrosin gebildet (Abbildung 1). Abbildung 1: Schematische Darstellung des Tyrosinkatabolismus und der Synthese von Dopamin, Norepinephrin und Epinephrin. Chemische Strukturen wurden mit ChemDraw Ultra 8.0 erstellt. Homogentisinsäure (HGA) HGA ist chemisch sehr reaktiv und oxidiert zu Benzochinonessigsäure (BQA) in Anwesenheit von Sauerstoff, im alkalischem Milieu oder durch das Kupfer(II) abhängige Enzym Homogentisinsäure Polyphenol-Oxygenase (1-3). Dies verursacht eine Dunkelfärbung des Urins. Somit sind Verfärbung der Windeln bei AKU-Säuglingen häufig die ersten Symptome, die zur Identifizierung von Alkaptonurie führen. Verdacht auf AKU kann durch den Nachweis von HGA im Urin mittels Gaschromatographie-Massen-spektrometrie bzw. LC-MS/MS bestätigt werden (Abbildung 1). Da betroffene Patienten ansonsten bis ins Erwachsenalter symptomlos sind, bemerken viele ihre Krankheit erst, wenn die Schmerz- und Pigmentsymptome auftreten oder sie anhand des schwarzen Knorpels während einer Operation identifiziert werden (1;3-7). Abbildung 2: Molekularstruktur und LC-MS/MS von Homogentisinsäure (HGA) and Benzochinonessigsäure (BQA). A , Molekularstruktur von HGA, B , Molekularstruktur von BQA. C , LC-MS/MS von HGA, D , LC-MS/MS von BQA. E, schwarz-gefärbter Urin aufgrund Oxidierung der HGA zu BQA. [Entnommen und verändert von Williams , 2011 (7)]. Labordiagnostik und endokrinologische Befunde (1;3;4;7-10): Allgemein: Die klinischen Befunde der Alkaptonurie umfassen die dunkle Verfärbung des Urins in der Luft durch das Vorhandensein von HGA und BQA, die Pigmentierung des Bindegewebes, auch als Ochronose bekannt, und die Arthrose der Wirbelsäule und der Großgelenken. Es sollte erwähnt sein, dass die Menge an HGA-Ausscheidung und der Schweregrad der Krankheit selbst innerhalb einer Familie mit gleichen Mutationen sehr stark schwanken können. Deshalb wird vermutet, dass Lebensstil, Diät und Prädisposition anderer Krankheiten einen wichtigen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit haben (1,3;11). Nichtsdestotrotz verursacht AKU 1,3,4 weder eine Verzögerung der Entwicklung noch kognitive Beeinträchtigungen noch verringert sie die Lebenserwartung der Betroffenen (1;3;12)! Differentialdiagnostik bezüglich abnorme Substanzen, die ein Nachdunkeln im Urin verursachen können (10): Urinanalysen: Wie bereits oben erwähnt, kann AKU im Säuglingsalter anhand der Verfärbung des Urins identifiziert werden. Ein Schnelltest für eine qualitative Bestätigung ist die Zugabe von alkalischen Lösungen wie zum Beispiel NaOH, Eisen(III)-chlorid + NaOH oder AgNO3 + NaOH, die alle die Verfärbung des Urins auf wenige Sekunden beschleunigen. HGA kann jedoch auch quantitativ durch HPLC, GC-MS/MS, LC-MS/MS ermittelt werden (Abbildung 2). Zur Differentialdiagnostik bezüglich Dunkelfärbung des Urins sollte zwischen akuter intermittierender Porphyrie (OMIM 176000), Erythropoetischer Porphyrie (OMIM 263700), d-Aminolaevulinsäuredehydratase-Defekt (OMIM 125270), Porphyria cutana tarda, Typ I (176090), Coproporphyrie (OMIM 121300) und Rote-Beete-Farbstoff Exkretoren (Beeturia, OMIM 109600) unterschieden werden (3). Zusätzlich sollte der Urin auf Anzeichen von Nierensteinen untersucht werden, da Urolithiasen sich häufig in AKU-Patienten bilden. Ferner scheiden AKU-Patienten vermehrt quervernetztes Telopeptid des Typ I Kollagen aus (1,3,4). Einfluss der Homogentisinsäure (HGA) auf klinische Labordiagnostik: Anhand einer kürzlich erschienen Publikation „ Interferences of homogentisic acid (HGA) on routine clinical chemistry assays in serum and urine and the implications for biochemical monitoring of patients with alkaptonuria. Curtis SL, Roberts NB, Ranganath LR. Clin Biochem. 2014 May;47(7-8):640-7. doi: 10.1016/j.clinbiochem.2013.12.016. Epub 2013 Dec 27 “ konnte gezeigt werden, dass die HGA die Konzentrationsbestimmung des Serum-Kreatinins mittels der enzymatischen Methode negativ (Verfälschung durch niedrigere gemessene Blutwerte) und Proteinbestimmung im Urin positiv (Verfälschung durch höher gemessene Werte) beeinflusst. Für die Konzentrationsbestimmung des Serum-Kreatinins wird daher die Jaffé-Methode empfohlen (8,9) . Stoffwechsel Allgemein sind bei AKU-Patienten Untersuchungen des Nierenstatus und des Knochenabbaus zu empfehlen. Eine klinische Studie des NIH mit 58 AKU-Patienten ergab folgende Laboranalysen (3): Ein Patient hatte aufgrund einer diabetischen Nephropathie eine verringerte Kreatinin-Clearance. Dieser Patient hatte außerdem erhöhte HGA-Werte im Plasma. Die durchschnittliche Gesamtcholesterinkonzentration war 190,1 ± 37,9 mg/dl (4,92 ± 0,98 mM), Ø Hämoglobin 139 ± 14 und die Ø alkalische Phosphatase 105,2 ± 58,1. 11 Patienten hatten erhöhte Erythrozytensedimentationsraten mit einer Spannweite von 55 bis 110 pro Stunde. 3 Patienten hatten erhöhte Osteocalcinwerte, währenddessen der Durchschnittswert von N-Telopeptide des Typ I Kollagen im Urin mit 73,6 ± 18 nmol/mmol Kreatinin bei 24 Patienten erhöht war. Die durchschnittliche Tyrosin-Konzentration im Plasma wurde mit 1,4 ± 0,3 mg/dl (79 ± 18 µM) ermittelt. Die durchschnittliche HGA-Konzentration im Plasma war 6,6 ± 2,6 µg/ml mit einer Spannweite von 3,0 bis 27,8 µg/ml während es bei gesunden Probanden nicht nachweisbar ist. Die HGA-Konzentrationen im Urin sind 300-fach erhöht (3,12 ± 1,11 mmol/mmol Kreatinin) im Vergleich zu Tyrosin-Stoffwechsel sehr komplex ist und im Zusammenhang mit den Schilddrüsenhormonen, den Stresshormonen Adrenalin und Noradrenalin sowie dem Dopamin-Stoffwechsel steht (Abbildung 2). Des Weiteren scheint eine Verbindung zwischen den Sexualhormonen und der Alkaptonurie zu bestehen, da der Verlauf der AKU-Pathogenese bei Männern früher mit schwerwiegenderen Symptomen eintritt als bei Frauen, und bei Frauen wiederum die AKU-Symptomen nach dem Klimakterium verstärkt auftreten. Bei einer Patientin wurde AKU erst nach Absetzen der Hormontherapie im Alter von 65 Jahre diagnostiziert, wobei sie im Alter zwischen 67 und 71 Jahren 5 Endoprothesen erhielt. Dies ist jedoch Bestand gegenwärtiger Forschung (persönliche Kommunikation 4. + 5. Internationaler AKU Workshop). Referenzliste Kayser, M. A., Introne, W., and Gahl, W. A. (2009) Chapter 92: Alkaptonuria. In Vale, D., Beaudet, A. L., Vogelstein, B., Kinzler, K. W., Antonarakis, S. E., Ballabio, A., Scriver, C. R., Sly, W. S., and Childs, B., editors. The Scriver's Online Metabolic & Molecular Bases of Inherited Diseases , McGrawHill Companies, Columbus, 1-30. Zannoni, V. G., Lomtevas, N., and Goldfinger, S. (1969) Oxidation of homogentisic acid to ochronotic pigment in connective tissue. Biochim.Biophys.Acta 177, 94-105. Mönch, E. und Link, R. (2006) Alkaptonurie. In Mönch, E. und Link, R. Diagnostik und Therapie bei angeborenen Stoffwechselstörungen , SPS-Verlag, Heilbronn, S. 55-72. Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. D., Fitzpatrick, D. L., Anderson, P. D., Huizing, M., Anikster, Y., Gerber, L. H., and Gahl, W. A. (2002) Natural history of alkaptonuria. N.Engl.J.Med. 347, 2111-2121. Cox, T. F. and Ranganath, L. (2011) A quantitative assessment of alkaptonuria : Testing the reliability of two disease severity scoring systems. J.Inherit.Metab Dis. 34, 1153-1162. Ranganath, L. R. and Cox, T. F. (2011) Natural history of alkaptonuria revisited: analyses based on scoring systems. J Inherit.Metab Dis. Williams, D. (2011 ) http://assets00.grou.ps/0F2E3C/wysiwyg_files/FilesModule/findakure/20110131074959-pxckqnpuueogezmaq/Williams.pdf. Curtis, S.L., Roberts, N.B., and Ranganath, L.R. (2014) Interferences of homogentisic acid (HGA) on routine clinical chemistry assays in serum and urine and the implications for biochemical monitoring of patients with alkaptonuria. Clin Biochem . 47 , 640-647 pubmed Sarah Curtis (2011) Chemical Measurments in Alkaptonuria. http://www.alkaptonuria.info/557296 Hübl, W. (2015) http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef3/lbef_harnfarbe.htm Gahl, W.A., Introne, W., Kayser, M., Phornphutkul, C., and Suwannarat, P. (2011) h ttp://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK1454/ . Ranganath, L. R., Jarvis, J. C., and Gallagher, J. A. (2013) Recent advances in management of alkaptonuria (invited review; best practice article). J Clin.Pathol. 66, 367-373. pubmed ]]> Medizinische Hilfe für AKU-Kinder Das Berliner Centrum für Seltene Erkrankungen (BCSE) ist eine Initiative des Instituts für Humangenetik und der Kinderklinik, welches sich dabei hauptsächlich auf seltene Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter spezialisiert hat. Dabei stehen vor allem eine frühzeitige Diagnose und eine durch ärztliche Koordination organisierte multidisziplinäre Therapie im Vordergrund. http://dsaku.de/hilfe-bei-alkaptonurie/charit-/kinder/_part1107 Frau Leona Wagner Fri, 16 Oct 2015 19:15:51 +0200 part1107 Das Berliner Centrum für Seltene Erkrankungen (BCSE) ist eine Initiative des Instituts für Humangenetik und der Kinderklinik, welches sich dabei hauptsächlich auf seltene Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter spezialisiert hat. Dabei stehen vor allem eine frühzeitige Diagnose und eine durch ärztliche Koordination organisierte multidisziplinäre Therapie im Vordergrund. ]]> Glossarien & Abkürzungsverzeichnis AA /AS Englisch: Amino acid = Aminosäure (AS) = Eiweißbaustein. Es gibt 22 natürlich vorkommende Aminosäuren. Man unterscheidet zwischen wesentlichen Aminosäuren, die vom Körper nicht synthetisiert werden können und über die Nahrung aufgenommen werden müssen, und nicht-wesentlichen Aminosäuren. Bei der AKU wird die Aminosäure Tyrosin nicht abgebaut und es kommt zur Anreicherung des Zwischenproduktes Homogentisinsäure, welches mit der Zeit Schäden am Bindegewebe verursacht. ACHSE e.V. Allianz Chronisch seltener Ekrankungen (deutscher Dachverband für seltene Erkrankungen) AKU Alkaptonurie, Störung des Tyrosin-Stoffwechsels Amyloidose AA entzündliche Eiweißablagerung, verursacht durch das Eiweißmolekül Serum Amyloid A (SAA). AKU ist mit einer AA-Amyloidose assoziiert. Anabolismus Aufbau bzw. Synthese von einfachen zu komplexeren Molekülen durch biochemische Prozesse. Anabolismus und Katabolismus bilden zusammen den Metabolismus = Stoffwechsel. Angeborene Stoffwechselstörung Stoffwechselstörung, die vererbt wurde APS Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Stoffwechselstörungen Arthropathie Krankheit der Gelenke ASIM: Arbeitsgemeinschaft für angeborene Stoffwechselstörungen Innere Medizin (z.B. Charité AKU-Zentrum) Autosomale Vererbung Geschlechtlose Vererbung BAG-Selbsthilfe: Bundesarbeitsgemeinschaft für Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen Befund Objektives Zeichen / Ergebnis anhand medizinischer Untersuchungen, von einem Arzt durchgeführt àanalog zu Beweisen BQA: Englisch: Benzoquinone acetic acid = Benzochinonessigsäure = Oxidationsprodukt der HGA, welches den AKU-Urin dunkel verfärbt Chondrozyt Knorpelzelle DAAD: Deutsch-Akademischer Austauschdienst: vergibt Forschungs-stipendium für das Ausland Degeneration Abnutzung wie z.B. Gelenke bei Arthrose DevelopAKUre Consortium der europäischen klinische Studie über Nitisinon zur Behandlung von AKU DGORh: Deutsche Gesellschaft für orthopädische Rheumatologie DGRh: Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie DGOU Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie Differenzialdiagnostik Sammelbegriff für die Gesamtheit aller Diagnosen, die anhand von Symptomen/Befunden in Betracht zu ziehen sind bzw. gezogen wurden DRL: Deutsche Rheuma-Liga e.V. Endokrinologie Lehre der Hormone Enzym Eiweißmolekül, das biochemische Prozesse katalysiert Epikrise abschließende, kritische Zusammenfassung eines Krankheitsverlaufs durch den behandelnden Arztes ESMAC European Society for Movement Analysis in Adults and Children Eular European League against Arthritis and Rheumatism (Dachverband Rheumatologen, Physio/Ergotherapeuten, Patienten, EU vernetzt) Eurordis European Orgnisation for Rare Diseases (EU-vernetzt) Evidenzbasierte Medizin In der evidenzbasierte Medizin beruhen medizinische Entscheidungen zur Versorgung eines Patienten auf dem neusten Stand der medizinischen Wissenschaft (klinische Studien + Veröffentlichungen) Fibroblast Zelle des Bindegewebes, welche Kollagen, GAGs und Enzyme produzieren. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Wundheilung. Findacure Gemeinnütziger Verein GmbH für Patientengruppen/klinische Studien FindAKUre Consortium AKU-Forschung GAG Glukosaminoglykane , mehrkettiges, lineares Zuckermolekül (Polysaccharid) bestehend aus zwei Zuckereinheiten (Disaccharid), die sich mehrfach verknüpfen. Wichtiger Bestandteil des Knorpels, wie z. B. Hyaluronsäure. Ganganalyse Untersuchungsmethode zur qualitativen und quantitativen Analyse der Gehbewegung . Sie setzt sich zusammen aus Untersuchungen zur Fortbewegung in Raum und Zeit, der Kinematik = Untersuchungsmethode der anatomischen bzw. geometrischen Voraussetzungen des Skelettes, der Kinetik = Untersuchungsmethode der äußeren und inneren Kräfte, die auf die Gelenke wirken sowie Elektromyographische Untersuchungen bezüglich der motorischen Nerven, die auf die Muskeln wirken und Fortbewegung verursachen. HGA Englisch: Homogentisic Acid = Homogentisinsäure = Zwischenprodukt des Tyrosin-Stoffwechsels, welches bei AKU nicht weiter abgebaut wird und sich somit im Körper anreichert bzw. vermehrt über den Urin ausgeschieden wird HGD Homogentisat 1,2 Dioxygenase, Enzym des Tyrosin-Stoffwechsels, welches die HGA in Maleyl Acetoacetat umwandelt. Die HGD ist bei AKU-Patienten aufgrund von Mutationen defekt, d.h. es funktioniert nicht und demzufolge wird die HGA bei AKU-Patienten angereichert. IAKUS Englisch = International AKU-Societies = Loser Verband aller weltweiten AKU-Selbsthilfegruppen. ICD-10 Englisch: International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems bzw. International Classification of Diseases (ICD) = Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme von der WHO (deutsche Version: ICD-10-GM = Verschlüsselung der Krankheiten für die Krankenkassenabrechnungen) Katabolismus Biochemischer Abbau von Stoffwechselprodukten. Die Alkaptonurie ist eine Störung der Tyrosinkatabolismus. Anabolismus und Katabolismus bilden zusammen den Metabolismus = Stoffwechsel. Kollagen Faserige Moleküle des Bindegewebes, welches es einerseits stützt und ihm andererseits Elastizität verleiht. Das ochronostische Pigment lagert sich regelmäßig an Kollagenmoleküle im Knorpel an und verursacht somit seine dunkle Verfärbung Kyphose Vorne gerichtete Krümmung der oberen Wirbelsäule (Buckel) LC-MS/MS Feindiagnostisches Analyseverfahren der Massenspektrometrie zur qualitativen und quantitativen Analyse von Molekülen. Wird heutzutage zur Bestimmung der HGA angewendet. Lordose Hohlkreuz, Krümmung der unteren Wirbelsäule Makrophag immunologische Fresszelle (Weiße Blutzelle). In AKU verschlingen Makrophagen die ochronotischen Knorpelbruckstücken. MedDRA Englisch: Medical dictionary for regulatory activities = Medizinisches Wörterbuch für Aktivitäten im Rahmen der Arzneimittelzulassung Mutation Dauerhafte Veränderung des Erbguts (DNS). Mittlerweile gibt es über 100 Mutationen des hgd-Gens, welche zu Änderungen des HGD-Eiweißmoleküls führen und es funktionsuntüchtig machen. NAMSE Nationales Aktionsbündnis Seltener Erkrankungen (setzt sich auf politscher Ebene für seltene Erkrankungen in Deutschland ein. Neuropeptid Kleines Eiweißmolekül (Peptid), welches meistens in Nervenzellen produziert wird und sowohl Neurotransmitter- als Hormon-Eigenschaften besitzt Neurotransmitter Botenstoffe für die Aktivierung der Nervenzelle Ochronose Beige / braune oder schwarze Verfärbung des Bindegewebes bei AKU. Es wird durch das ochronotische Pigment verursacht. Ochronotische Arthropahie Arthrose der AKU, verursacht durch des ochronotische Pigment, welches den Knorpel dunkel verfärbt und zu Knorpelschäden führt. ORL: Österreichische Rheuma-Liga Orphanet: europäische Datenbank seltener Erkrankungen Osteoblast Knochenbildende Zelle Osteoklast Knochenzelle, welche das Knochengewebe durch Ausschüttung von Säuren + Enzymen abbaut. Pädiatrie Fachbereich der Kinderärzte PARE= EULAR-Patienten Abteilung Patients-Like me kommerzielles Patientenforum (USA) mit guter Biostatistik, verkauft Daten an Pharma-Industrie bzw. andere Organisationen Polyarthrose Arthrose von mehr als 5 Gelenken Polymerisation Chemischer Prozess, in der durch mehrere Verknüpfungen eines oder zweier Moleküle ein mehrkettiges Makromolekül entsteht. Beispiele: Kautschukà Autoreifen oder BQA à Pyomelanin = Bestandteil des ochronotischen Pigments bei AKU, welches die dunkle Verfärbung des Bindegewebes verursacht. ProRare Austria Österreichischer Dachverband selterner Erkrankungen ProRaris Suisse Schweizer Dachverband selterner Erkrankungen Protein Eiweißmolekül Rareconnect Patientenforum Eurodis & NORD NordamerikaSelteneErkrankungen) Rezessive Vererbung Rezessive Vererbung bedeuted zurücktretende Vererbung, d.h. sie tritt nur in Erscheinung, wenn 2 defekte (mutierte) Gene vorliegen. Die AKU wird rezessiv vererbt, d.h. AKU-Patienten haben jeweils ein mutiertes Gen vom Vater und der Mutter geerbt. Kinder von AKU-Patienten sind alle Träger, wenn der Partner kein mutiertes hgd-Gen besitzt. RRD Englisch: Rare Disease Day = Tag der Seltenen Erkrankungen. Findet jedes Jahr am 28. bzw. im Schaltjahr am 29. Februar statt. ROS Englisch: Reactive Oxygen Species = Reaktive Sauerstoffspezies . Sie entstehen bei oxidativen Stress und stehen mit vielen Krankheiten wie z.B. AKU und Altern im Zusammenhang. SAA Serum Amyloid A, Eiweißmolekül, welches bei chronischen Entzündungen durch Immunbotenstoffe von der Leber in die Blutbahn ausgeschüttet wird und bei hohe Konzentrationen die Eiweißablagerung Amyloidose AA verursacht. AKU ist mit einer Erhöhung von SAA assoziiert SE-Atlas Kartierung von Versorgungseinrichtungen für Menschen mit Seltenen Erkrankungen Skoliose Seitliche Krümmung der Wirbelsäule Spondylarthropathie Arthrose der Wirbelsäule SRL: Schweizer Rheuma-Liga Stoffwechsel Gesamtheit der chemischen Prozesse, die für den Erhalt, Funktion, Wachstum und Energiegewinnung der Zelle, Organe bzw. des Organismus nötig sind. Die notwendigen Rohstoffe für den Stoffwechsel werden über die Nahrung aufgenommen und nicht verwertbare Abfallprodukte über den Atem, Schweiß, Urin und Fäkalien ausgeschieden. Der Stoffwechsel wird auch Metabolismus genannt und besteht aus Anabolismus (Synthese biochemischer Moleküle) und Katabolismus (Abbau biochemischer Moleküle) Symptom Zeichen, das auf eine Erkrankung bzw. Verletzung hinweist. Wird in subjektives Symptom (vom Patient) und objektives Symptom (Außenstehender, z.B. Arzt) unterteilt. TdSE Tag der Seltenen Erkrankungen (28. bzw. 29. Februar) UPD: Unabhängige Patientenberatung Deutschlands (kostenlose Beratung von Patienten bei medizinischen, sozialrechtlichen und juristischen Fragen und in allen Bundesländern vertreten) VfA Verband forschender Arzneimittelhersteller VfASS Verein für angeborene Stoffwechselstörung WAD Englisch: Word Arthritis Day = Welt-Rheuma-Tag. Findet jedes Jahr am 12. Oktober statt ZSE Zentrum Seltener Erkrankungen in Deutschland, Liste: ZIPSE Zentrales Informationsportal über seltene Erkrankungen Zytokine Immunbotenstoffe http://dsaku.de/glossarien/abkuerzungen/_part1193 Frau Leona Wagner Sat, 01 Aug 2015 09:51:06 +0200 part1193 http://dsaku.de/veranstaltungen/_part1164 Frau Leona Wagner Fri, 31 Jul 2015 13:06:05 +0200 part1164 Hilfe bei Alkaptonurie Alkaptonurie ist eine sehr komplexe progressive Krankheit und AKU-Patienten sind mehreren Herausforderungen bzw. Problemen oft gleichzeitig ausgesetzt, angefangen von der Diagnostik bis hin zum Sozialrecht. Oft fühlen sich AKU-Patienten mit ihren Problemen allein gelassen und isoliert von der medizinischen Versorgung, der Gesellschaft und dem Sozialsystem. Die DSAKU ist bemüht Hilfe an AKU-Patienten und deren Angehörigen in allen Altersgruppen und Lebenslagen wie folgt zu geben: Informationen über Alkaptonurie, die zu früheren Diagnose, besseren medizinischen Versorgung und Therapie von AKU-Patienten führen Hilfe und Informationen zur Krankheitsbewältigung Informationen zu verschiedenen Schmerztherapien 3D Ganganalyse Funktions- und Krafttraining Eiweißarme Ernährung Hilfestellung bei Sozialrechtsfragen durch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Rheuma-Liga Vermittlung von Genberatungsstellen In der Krankheitsbewältigung der Alkaptonurie sollten sich Arzt, Patient und Physiotherapeut als Team betrachten. Wichtig ist auch, dass sich die einzelnen Fachärzte gegenseitig zum Wohle des AKU-Patienten austauschen und zusammenarbeiten. Die DSAKU möchte zusätzlich AKU-Patienten Hilfestellungen zum sogenannten Selbst-Management der Krankheit geben, d.h. wie durch Ernährung und Sportaktivitäten der Krankheitsverlauf verlangsamt werden kann. In Bezug auf Öffentlichkeitsarbeit möchte die DSAKU folgende Hinweise geben: Alkaptonurie ist ein Gendefekt, basierend auf einer Mutation. Deswegen haben die AKU-assoziierten Schmerzen einen physiologischen Hintergrund. Oft gehen mikroskopische und biochemische Prozesse, die Schmerzen verursachen vor der makroskopischen Veränderungen einher. Ein Röntgenbild, das noch keine AKU-assoziierte Symptome aufweist, ist demzufolge kein Indiz des nicht vorhanden sein der Schmerzen. AKU-Patienten sollten aber auch Verständnis für ihre Ärzte aufbringen, da es sehr viel Zeit benötigt sich über eine so seltene und komplexe Krankheit wie Alkaptonurie zu belesen. Die DSAKU hat sich deswegen zum Ziel gesetzt durch Informationen auch hierfür Hilfe zu leisten und zu vermitteln. http://dsaku.de/hilfe-bei-alkaptonurie/_part1137 Frau Leona Wagner Tue, 02 Jun 2015 23:22:53 +0200 part1137 Allgemein Alkaptonurie (AKU) wird autosomal rezessiv vererbt und betrifft den Phenylalanin- und Tyrosin- Stoffwechsel wie in Abbildung 1 dargestellt (1-3). Dabei wird das Zwischenprodukt Homogentisinsäure (HGA) durch eine Störung des Enzyms Homogentisat 1,2-Dioxygenase (HGD) nicht weiter abgebaut. Es kommt zu einer 2.000-fachen Anreicherung von HGA. Die Fehlfunktion von HGD beruht entweder auf homozygotischen oder heterozygotischen Mutationen des HGD-Gens (1;4). Mittlerweile gibt es weltweit mehr als 100 Mutationen, die mit der komplexen hexameren Proteinstruktur des HGD-Enzymes interferieren und zu einer Inaktivität des Enzymes führen, auch HGD-Defizient genannt (4). Die Häufigkeit von AKU beträgt weltweit ca. 2 - 10 : 1.000.000, jedoch gibt es sogenannte Hotspots wie die Slowakei, Jordanien, Indien, Dominikanische Republik und Berlin. Dabei sind die meisten AKU-Patienten mit einer Prävalenz von ca. 1 : 20. 000 in der Slowakei zu finden (3-7). HGA ist chemisch sehr reaktiv und oxidiert zu Benzochinonessigsäure (BQA). Dies verursacht eine Dunkelfärbung des Urins durch den Sauerstoff der Luft. Somit sind Verfärbung der Windeln bei AKU-Säuglingen häufig die ersten Symptome, die zur Identifizierung von Alkaptonurie führen. Verdacht auf AKU kann durch den Nachweis von HGA im Urin mittels Gaschromatographie-Massen-Spektrometer bzw. LC-MS/MS bestätigt werden. Da betroffene Patienten ansonsten bis ins Erwachsenalter symptomlos sind, bemerken viele ihre Krankheit erst, wenn die Schmerz- und Pigmentsymptome auftreten oder sie anhand des schwarzen Knorpels während einer Operation identifiziert werden (1-3). Abbildung 1: Schematische Darstellung des Stoffwechsels von Tyrosin Abbau. Eine Störung des Enzymes Homogentisat-1,2-Dioxygenase verursacht die Erbkrankheit Alkaptonurie durch Anreicherung von Homogentisinsäure (HGA). Enzyme sind kursiv und blau beschrieben, die entstandenen Metaboliten fett gedruckt (3). Ungewöhnliche Pigmentierung von über Knorpel liegender Haut wird meistens nach dem dritten Lebensjahrzehnt festgestellt. Beschwerden an der Muskulatur und am Skelett beginnen in der 3. Dekade mit Steifheit und Rückenschmerzen. Die großen peripheren Gelenke werden meist mehrere Jahre nach Beginn der Beschwerden an der Wirbelsäule betroffen. Oft geht die Gelenkfunktion vollständig verloren, und ein chirurgischer endoprothetischer Gelenkeinsatz wird erforderlich (1;2;8;9). Die ochronotische Arthropathie ist meist ein degenerativer Prozess, aber in einigen Fällen können auch Gelenkentzündungen beobachtet werden. Die Gelenkbeweglichkeit ist stark eingeschränkt, Ankylosen sind möglich. Da einige Patienten keinen dunklen Urin haben, ist bei Verdacht auf ochronotischer Arthropathie die quantitative Analyse von Homogentisinsäure zu empfehlen. Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule zeigen eine Degeneration der Bandscheiben und dichte Kalzifizierungen vor allem im Lumbalbereich. Diese Kalzifizierungen können tastbar sein, besonders im Ohrknorpel. Eine akute intermittierende Porphyrie (die auch dunklen Urin verursachen kann) wird durch Nachweis der Homogentisinsäure ausgeschlossen, Rheumatoide Arthritis, Osteoarthritis und Spondylitis ankylosans werden radiologisch ausgeschlossen (1;2;8-10). Des Weiteren neigen Alkaptonuriepatienten häufig zu Muskelfaserrissen, Sehnenentzündungen bzw. -rissen (meistens die Achillessehne) und spontanen Bänderrissen, welche sich durch MRT und Ultraschall diagnostizieren lassen (1;2;10;11). Einen Überblick bezüglich der Verteilung der Ochronose im ganzen Körper eines Alkaptonuriepatienten kann durch ein Knochenszintigraph erhalten werden (8;10). Außerdem ist Messung der Knochendichte eine zusätzliche radiologische Methode, die in der Diagnostik von Alkaptonurie angewendet werden kann (10). Weitere für AKU typische Symptome wie Nieren- und Prostatasteine werden durch Ultraschall identifiziert, während Kalzifizierung der Arterien, Aorta und mitralen Herzklappen mittels Echokardiogramm untersucht werden sollte. Eine Fortgeschrittene Kalzifizierung der Aorta und Mitralklappe kann zu einer Aorta-Stenose und Herzklappenersatz in der 6. Dekade führen (1;2;8;9). Familienangehörigen ist eine genetische Beratung zu empfehlen. Medikamentöse Therapie kann das Tempo der Pigmentablagerung verringern. Hierdurch sollten Gelenk- und Herz-Kreislauf-Komplikationen im späteren Leben minimiert werden. Leider gibt es für die Krankheit bis heute keine präventiven oder kurativen Maßnahmen. Eine diätetische Einschränkung ist hilfreich, die Compliance aber oft unzureichend. Die Therapie mit Nitisinon (NTBC) zielt auf eine Modifizierung des gestörten Phe-Tyr-Stoffwechsels. Durch Behandlung mit anti-oxidativen organischen Verbindungen (z.B. N-Azetyl-Zystein) soll einer Umwandlung von HGA in polymere Substanzen vorgebeugt werden. Frühere Versuche mit Ascorbinsäure waren aber recht unbefriedigend. Bei älteren Patienten kann eine Entfernung oder Fusionierung der Bandscheiben erforderlich sein. Auch Endoprothesen der Hüft- und Kniegelenke sind evtl. indiziert. Obwohl die Lebenserwartung nicht signifikant verringert ist, führen die funktionellen Einschränkungen zu einem zunehmenden Verlust an Mobilität Orphanet:Alkaptonurie (1;2;8;9;12). Referenzliste Kayser, M. A., Introne, W., and Gahl, W. A. (2009) Chapter 92: Alkaptonuria. In Vale, D., Beaudet, A. L., Vogelstein, B., Kinzler, K. W., Antonarakis, S. E., Ballabio, A., Scriver, C. R., Sly, W. S., and Childs, B., editors. The Scriver's Online Metabolic & Molecular Bases of Inherited Diseases , McGrawHill Companies, Columbus, 1-30. Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. D., Fitzpatrick, D. L., Anderson, P. D., Huizing, M., Anikster, Y., Gerber, L. H., and Gahl, W. A. (2002) Natural history of alkaptonuria. N.Engl.J.Med. 347, 2111-2121. Mönch, E. and Link, R. (2006) Alkaptonurie. In Mönch, E. and Link, R., editors. Diagnostik und Therapie bei angeborenen Stoffwechselstörungen , SPS-Verlag, Heilbronn Zatkova, A. (2011) An update on molecular genetics of Alkaptonuria (AKU). J Inherit.Metab Dis. 34, 1127-1136. Jebaraj, I. (2011) http://www.alkaptonuria.info/557296 . Al Sbou, M., Mwafi, N., and Lubad, M. A. (2011) Identification of forty cases with alkaptonuria in one village in Jordan. Rheumatol.Int. (in press) Goicoechea, d. J., Lorda, I., Gallardo, M. E., Perez, B., Perez, D. F., Mendoza, H., and Rodriguez, d. C. (2002) Alkaptonuria in the Dominican Republic: identification of the founder AKU mutation and further evidence of mutation hot spots in the HGO gene. J.Med.Genet. 39, E40. Cox, T. F. and Ranganath, L. (2011) A quantitative assessment of alkaptonuria : Testing the reliability of two disease severity scoring systems. J.Inherit.Metab Dis. 34 , 1153-1162. Gahl, W.A., Introne, W., Kayser, M., Phornphutkul, C., and Suwannarat, P. (2011) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK1454/ . Vinjamuri, S., Ramesh, C. N., Jarvis, J., Gallagher, J. A., and Ranganath, L. L. (2011) Nuclear medicine techniques in the assessment of alkaptonuria. Nucl.Med.Commun. 32, 880-886. Jebaraj, I. and Rao, A. (2006) Achilles tendon enthesopathy in ochronosis. J.Postgrad.Med. 52, 47-48. Porfirio, B. (2011) http://www.rarediseasecommunities.org/en/community/alkaptonuria-aku/article/orphanet-article-on-aku-2007 . http://dsaku.de/was-ist-alkaptonurie/allgemein/_part1130 Frau Leona Wagner Tue, 02 Jun 2015 09:43:10 +0200 part1130 Alkaptonurie (AKU) wird autosomal rezessiv vererbt und betrifft den Phenylalanin- und Tyrosin- Stoffwechsel wie in Abbildung 1 dargestellt (1-3). Dabei wird das Zwischenprodukt Homogentisinsäure (HGA) durch eine Störung des Enzyms Homogentisat 1,2-Dioxygenase (HGD) nicht weiter abgebaut. Es kommt zu einer 2.000-fachen Anreicherung von HGA. Die Fehlfunktion von HGD beruht entweder auf homozygotischen oder heterozygotischen Mutationen des HGD-Gens (1;4). Mittlerweile gibt es weltweit mehr als 100 Mutationen, die mit der komplexen hexameren Proteinstruktur des HGD-Enzymes interferieren und zu einer Inaktivität des Enzymes führen, auch HGD-Defizient genannt (4). Die Häufigkeit von AKU beträgt weltweit ca. 2 - 10 : 1.000.000, jedoch gibt es sogenannte Hotspots wie die Slowakei, Jordanien, Indien, Dominikanische Republik und Berlin. Dabei sind die meisten AKU-Patienten mit einer Prävalenz von ca. 1 : 20. 000 in der Slowakei zu finden (3-7). HGA ist chemisch sehr reaktiv und oxidiert zu Benzochinonessigsäure (BQA). Dies verursacht eine Dunkelfärbung des Urins durch den Sauerstoff der Luft. Somit sind Verfärbung der Windeln bei AKU-Säuglingen häufig die ersten Symptome, die zur Identifizierung von Alkaptonurie führen. Verdacht auf AKU kann durch den Nachweis von HGA im Urin mittels Gaschromatographie-Massen-Spektrometer bzw. LC-MS/MS bestätigt werden. Da betroffene Patienten ansonsten bis ins Erwachsenalter symptomlos sind, bemerken viele ihre Krankheit erst, wenn die Schmerz- und Pigmentsymptome auftreten oder sie anhand des schwarzen Knorpels während einer Operation identifiziert werden (1-3). Abbildung 1: Schematische Darstellung des Stoffwechsels von Tyrosin Abbau. Eine Störung des Enzymes Homogentisat-1,2-Dioxygenase verursacht die Erbkrankheit Alkaptonurie durch Anreicherung von Homogentisinsäure (HGA). Enzyme sind kursiv und blau beschrieben, die entstandenen Metaboliten fett gedruckt (3). Ungewöhnliche Pigmentierung von über Knorpel liegender Haut wird meistens nach dem dritten Lebensjahrzehnt festgestellt. Beschwerden an der Muskulatur und am Skelett beginnen in der 3. Dekade mit Steifheit und Rückenschmerzen. Die großen peripheren Gelenke werden meist mehrere Jahre nach Beginn der Beschwerden an der Wirbelsäule betroffen. Oft geht die Gelenkfunktion vollständig verloren, und ein chirurgischer endoprothetischer Gelenkeinsatz wird erforderlich (1;2;8;9). Die ochronotische Arthropathie ist meist ein degenerativer Prozess, aber in einigen Fällen können auch Gelenkentzündungen beobachtet werden. Die Gelenkbeweglichkeit ist stark eingeschränkt, Ankylosen sind möglich. Da einige Patienten keinen dunklen Urin haben, ist bei Verdacht auf ochronotischer Arthropathie die quantitative Analyse von Homogentisinsäure zu empfehlen. Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule zeigen eine Degeneration der Bandscheiben und dichte Kalzifizierungen vor allem im Lumbalbereich. Diese Kalzifizierungen können tastbar sein, besonders im Ohrknorpel. Eine akute intermittierende Porphyrie (die auch dunklen Urin verursachen kann) wird durch Nachweis der Homogentisinsäure ausgeschlossen, Rheumatoide Arthritis, Osteoarthritis und Spondylitis ankylosans werden radiologisch ausgeschlossen (1;2;8-10). Des Weiteren neigen Alkaptonuriepatienten häufig zu Muskelfaserrissen, Sehnenentzündungen bzw. -rissen (meistens die Achillessehne) und spontanen Bänderrissen, welche sich durch MRT und Ultraschall diagnostizieren lassen (1;2;10;11). Einen Überblick bezüglich der Verteilung der Ochronose im ganzen Körper eines Alkaptonuriepatienten kann durch ein Knochenszintigraph erhalten werden (8;10). Außerdem ist Messung der Knochendichte eine zusätzliche radiologische Methode, die in der Diagnostik von Alkaptonurie angewendet werden kann (10). Weitere für AKU typische Symptome wie Nieren- und Prostatasteine werden durch Ultraschall identifiziert, während Kalzifizierung der Arterien, Aorta und mitralen Herzklappen mittels Echokardiogramm untersucht werden sollte. Eine Fortgeschrittene Kalzifizierung der Aorta und Mitralklappe kann zu einer Aorta-Stenose und Herzklappenersatz in der 6. Dekade führen (1;2;8;9). Familienangehörigen ist eine genetische Beratung zu empfehlen. Medikamentöse Therapie kann das Tempo der Pigmentablagerung verringern. Hierdurch sollten Gelenk- und Herz-Kreislauf-Komplikationen im späteren Leben minimiert werden. Leider gibt es für die Krankheit bis heute keine präventiven oder kurativen Maßnahmen. Eine diätetische Einschränkung ist hilfreich, die Compliance aber oft unzureichend. Die Therapie mit Nitisinon (NTBC) zielt auf eine Modifizierung des gestörten Phe-Tyr-Stoffwechsels. Durch Behandlung mit anti-oxidativen organischen Verbindungen (z.B. N-Azetyl-Zystein) soll einer Umwandlung von HGA in polymere Substanzen vorgebeugt werden. Frühere Versuche mit Ascorbinsäure waren aber recht unbefriedigend. Bei älteren Patienten kann eine Entfernung oder Fusionierung der Bandscheiben erforderlich sein. Auch Endoprothesen der Hüft- und Kniegelenke sind evtl. indiziert. Obwohl die Lebenserwartung nicht signifikant verringert ist, führen die funktionellen Einschränkungen zu einem zunehmenden Verlust an Mobilität Orphanet:Alkaptonurie (1;2;8;9;12). Referenzliste Kayser, M. A., Introne, W., and Gahl, W. A. (2009) Chapter 92: Alkaptonuria. In Vale, D., Beaudet, A. L., Vogelstein, B., Kinzler, K. W., Antonarakis, S. E., Ballabio, A., Scriver, C. R., Sly, W. S., and Childs, B., editors. The Scriver's Online Metabolic & Molecular Bases of Inherited Diseases , McGrawHill Companies, Columbus, 1-30. Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. D., Fitzpatrick, D. L., Anderson, P. D., Huizing, M., Anikster, Y., Gerber, L. H., and Gahl, W. A. (2002) Natural history of alkaptonuria. N.Engl.J.Med. 347, 2111-2121. Mönch, E. and Link, R. (2006) Alkaptonurie. In Mönch, E. and Link, R., editors. Diagnostik und Therapie bei angeborenen Stoffwechselstörungen , SPS-Verlag, Heilbronn Zatkova, A. (2011) An update on molecular genetics of Alkaptonuria (AKU). J Inherit.Metab Dis. 34, 1127-1136. Jebaraj, I. (2011) http://www.alkaptonuria.info/557296 . Al Sbou, M., Mwafi, N., and Lubad, M. A. (2011) Identification of forty cases with alkaptonuria in one village in Jordan. Rheumatol.Int. (in press) Goicoechea, d. J., Lorda, I., Gallardo, M. E., Perez, B., Perez, D. F., Mendoza, H., and Rodriguez, d. C. (2002) Alkaptonuria in the Dominican Republic: identification of the founder AKU mutation and further evidence of mutation hot spots in the HGO gene. J.Med.Genet. 39, E40. Cox, T. F. and Ranganath, L. (2011) A quantitative assessment of alkaptonuria : Testing the reliability of two disease severity scoring systems. J.Inherit.Metab Dis. 34 , 1153-1162. Gahl, W.A., Introne, W., Kayser, M., Phornphutkul, C., and Suwannarat, P. (2011) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK1454/ . Vinjamuri, S., Ramesh, C. N., Jarvis, J., Gallagher, J. A., and Ranganath, L. L. (2011) Nuclear medicine techniques in the assessment of alkaptonuria. Nucl.Med.Commun. 32, 880-886. Jebaraj, I. and Rao, A. (2006) Achilles tendon enthesopathy in ochronosis. J.Postgrad.Med. 52, 47-48. Porfirio, B. (2011) http://www.rarediseasecommunities.org/en/community/alkaptonuria-aku/article/orphanet-article-on-aku-2007 . ]]> Spendenaufruf Die Deutschsprachige Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie (DSAKU) braucht finanzielle Unterstützung um ihre Ziele und Aufgaben bezüglich Alkaptonurie im deutschsprachigen Raum so effizient wie möglich verfolgen zu können. Bitte machen Sie mit und unterstützen Sie uns mit einer Spende. Wir freuen uns über jede Zuwendung! Bankverbindung: Kontoinhaber: Deutschsprachige Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie e.V. Kontonummer: 7116187 Bankleitzahl: 79069010 Bank: VR-Bank Schweinfurt eG IBAN: DE20790690100007116187 BIC: GENODEF1ATE Einzugsermächtigung Spende DSAKU http://dsaku.de/spenden/spendenaufruf/_part1157 Frau Leona Wagner Tue, 03 Mar 2015 18:02:07 +0100 part1157 Die Deutschsprachige Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie (DSAKU) braucht finanzielle Unterstützung um ihre Ziele und Aufgaben bezüglich Alkaptonurie im deutschsprachigen Raum so effizient wie möglich verfolgen zu können. Bitte machen Sie mit und unterstützen Sie uns mit einer Spende. Wir freuen uns über jede Zuwendung! Bankverbindung: Kontoinhaber: Deutschsprachige Selbsthilfegruppe für Alkaptonurie e.V. Kontonummer: 7116187 Bankleitzahl: 79069010 Bank: VR-Bank Schweinfurt eG IBAN: DE20790690100007116187 BIC: GENODEF1ATE Einzugsermächtigung Spende DSAKU ]]> Genetik Alkaptonurie (AKU, OMIM 203500) wird autosomal rezessiv vererbt und betrifft den Phenylalanin- und Tyrosin- Stoffwechsel wie in Abbildung 1 dargestellt (1-7). Dabei wird das Zwischenprodukt Homogentisinsäure (HGA) durch eine Störung des Enzyms Homogentisat 1,2-Dioxygenase (HGD) nicht weiter abgebaut, und es kommt zu einer ca. 2.000-fachen Anreicherung von HGA. Die Fehlfunktion von HGD beruht entweder auf homozygotischen oder heterozygotischen Mutationen des HGD-Gens (3). Mittlerweile gibt es weltweit mehr als 100 Mutationen, die mit der komplexen hexameren Proteinstruktur des HGD-Enzymes interferieren und zu einer Inaktivität des Enzymes führen, auch HGD-Defizienz genannt (1;8-19). Folgen der Alkaptonurie sind: Dunkelfärbung des Urins an der Luft durch die Oxidierung von Homogentisinsäure zu Benzochinonessigsäure, grau-blaue Färbung der Skleren und der Ohrmuscheln (Ochronose) und eine invalidisierende Erkrankung der axialen und peripheren Gelenke (ochronotische Arthropathie), die durch Knorpelabbau verursacht wird (1-4;7;20;21). Abbildung 1: Schematische Darstellung des Stoffwechsels von Tyrosin Abbau. Eine Störung des Enzymes Homogentisat-1,2-Dioxygenase verursacht die Erbkrankheit Alkaptonurie durch Anreicherung von Homogentisinsäure (HGA) . Enzyme sind kursiv und blau beschrieben, die entstandenen Metaboliten fett gedruckt. Homogentisat 1,2 Dioxygenase Homogentisat 1,2-Dioxygenase (EC. 1.13.11.5, HGD, uniprot Q93099 ) ist eine zytosolische Oxidoreduktase, die hauptsächlich in der Leber, Prostata, Niere, Dünn- und Dickdarm exprimiert wird. Kofaktor Fe 2+ und O 2 werden für die katalytische Reaktion um den aromatischen Ring der Homogentisinsäure aufzuspalten benötigt (1;2;4). Diese enzymatische Reaktion besteht aus mehreren Schritten. Zunächst koordiniert das Fe 2+ zu der Karbonylgruppe und dem ortho-Phenolsauerstoff der HGA, und anschließend zu His335, His371 und Glu341 der HGD. Danach wird ein Sauerstoffmolekül an das Fe 2+ gebunden, welches dann eine Peroxo-Brücke am aromatischen Ring bildet. Das instabile Intermediat zerfällt, was wiederum zur Öffnung des aromatischen Ringes führt und es entsteht das Endprodukt Maleylacetoacetat (MAA) (22). Das HGD -Gen befindet sich auf Chromosom 3 (3q21-q23) wie in Abbildung 2 dargestellt. Die DNA umfasst 54.363 Basenpaare und besteht aus 14 Exonen, die wiederum eine 1.715 Basen lange mRNA transkriptieren (2;4;23). Das translatierte HGD-Monomer enthält 445 Aminosäuren, hat ein Molekulargewicht von ca. 50 kDa und wird am N6-Lys98 durch eine Acetylierung post-translational modifiziert (2;24;25). Jedoch ergab die Kristallstruktur der HGD (Pdb: 1EY2) für das bioaktive HGD Enzym eine hexamere Struktur, zusammengesetzt aus einem Dimer zweier Trimerscheiben, die aufeinander gestapelt sind wie in Abbildung 3 illustriert (10). Die Kristallstruktur des HGD-Monomeres mit 2,3 Å ergab zwei Domänen, bestehend aus einer mit 280 Residuen langen N -Terminalen Domäne, die eine zentrale β-Sandwich-Struktur aufweist und von einem β-Faltblatt flankiert wird, welches eine Wechselwirkung mit der 140 Residuen langen C-Terminalen Domäne der benachbarten Untereinheit eingeht (2;10). Abbildung 2: Chromosom 3 mit Genlocus der Homogentisat 1,2 Dioxygenase (HGD) an 3q21-q23 und der daraus resultierenden HGD Proteinstruktur. Die Koordinaten der HGD Kristallstruktur wurden von Pdb 1EY2 entnommen und mit Chimera 1.5.3 graphisch dargestellt (2;4;10;13). AKU verursachende Mutationen des HGD-Enzyms AKU-Patienten sind entweder homozygot oder compound heterozygot bezüglich Mutationen des HGD-Genes. Diese werden hauptsächlich durch mehrere sogenannte „hotspots“ im HGD-Gen verursacht, die entweder aus CCC bzw. GGG repeats, c.342 + 1 G oder CpG Dinukleotiden bestehen und über das ganze Gen verteilt sind (2;13). Die meisten der Mutationen (66 %) sind sogenannte „Missense Mutationen“ und verursachen einen Austausch der Aminosäure in der Proteinstruktur. 13 % der Mutationen verursachen ein „alternatives Splicing“ und 12 % einen „Frameshift“, während 7 % der Mutationen in ein Stopcodon resultieren, was wiederum zu einer C-terminalen Trunkierung im Protein führt. Nur jeweils 1 % aller Mutationen ergeben entweder eine Expansion oder eine Deletion wie in Abbildung 4 zusammengefasst (13). Ein Grund für die große Anzahl der AKU verursachenden Mutationen liegt in der komplexen Hexamerstruktur des bioaktiven HGD-Enzymes. Kleinste durch eine Mutationen verursachte Veränderung in der Primärstruktur von HGD können verheerende Konformationsänderungen hervorrufen und die Quartärstruktur so beeinträchtigen, dass das Enzym inaktiv wird, was als HGD-Defizienz bezeichnet wird und Alkaptonurie zur Folge hat. Demzufolge konnten schon mittels Strukturanalysen folgende Mutationen anhand ihrer Einflüsse auf die Proteinstruktur der HGD gegliedert werden wie in Tabelle 1 zusammengestellt (9;13). Abbildung 3: Schematische Zusammensetzung der bioaktiven Homogentisat 1,2-Dioxygenase (HGD) mit aktivem Zentrum. Das bioaktive HGD-Enzym besteht aus 6 Untereinheiten, wovon 3 Untereinheiten jeweils eine trimere Scheibe bilden. 2 dieser trimeren Scheiben stapeln sich zu einem Hexamer aufeinander. Somit ist das HGD Enzym ein Dimer zweier Trimeren. Das aktive Zentrum mit den Residuen His335, His371 und Glu341, die jeweils an das Fe 2+ koordinieren, ist im Insert dargestellt. Die Koordinaten der HGD Untereinheiten, der Trimeren und des Hexamers wurden aus Pdb: 1EY2-bio entnommen und mit dem Softwareprogramm Chimera 1.5.3 graphisch bearbeitet (9;10). Tabelle 1: Zusammenfassung der AKU-Mutationen, die mit der Proteinstruktur der HGD interferieren und zu HGD-Defizienz führen (9;13). Einfluss der AKU-Mutationen auf die Proteinstruktur Mutationen Einfluss auf das aktive Zentrum Direkte Beeinträchtigung durch Unterbrechung der Liganden-bindung mit dem Kofaktor Fe 2+ H371R, H292R Indirekte Beeinträchtigung durch Konformationsänderungen R330S, W97G Beeinträchtigung des Substratzuganges zum aktiven Zentrum K57N Einfluss auf die Tertiärstruktur des HGD Monomeres Durch Unterbrechung der hydrophobischen Wechselwirkungen W97G, V300G, V181F, F227S, P230S, P230T Durch Unterbrechung der elektrostatischen Wechselwirkungen D153G, K248R Durch Unterbrechung der Wasserstoffbrücken S189I Durch sterische Hinderung G161R, G270R, G260R Beeinträchtigung der Quartärstruktur des HGD Trimeres Durch Unterbrechung der Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Untereinheiten E42A, E168K, L25P, W60G, Y62C, A122D, M368V Durch Verlust der Residuen L430und N440, die für die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Untereinheiten wichtig sind. Stopmutationen mit C-Terminaler Trunkierung als Folge Beeinträchtigung der Quartärstruktur des HGD-Hexamers Durch Unterbrechung der Wechselwirkungen zwischen den Trimerscheiben R225H, I216T, R53W, W322R, D294N Eine genetische Datenbank aller weltweit bekannten genetischen hgd Mutationen wurde kürzlich durch Dr. A. Zatkova aus der Slowakei zusammengefasst (Abbildung 4) und ins Internet gestellt (6;18). Abbildung 4: Zusammenfassung aller von AKU-Patienten identifizierten hgd -Mutationen des HGD-Genes. A, schematische Darstellung der hgd -Mutationen am HGD-Gen. B , Prozentuale Verteilung der verschiedenen Punkt-mutationen, die in AKU-Patienten gefunden wurden [Entnommen mit freundlicher Genehmigung von Zatkova , 2011 (13;19)] Epidemiologie Die Häufigkeit von AKU beträgt weltweit ca. 1 : 100.000 - 250.000, jedoch gibt es sogenannte Hotspots wie die Slowakei, Jordanien, Indien, Dominikanische Republik und Berlin. Die zahlreichste Prävalenz mit ca. 1 : 19. 000 ist jedoch in der Slowakei zu finden, während in Berlin Häufigkeitsrate von 1 : 31. 000 ermittelt wurde (4;8;9;11;13;16;17;26-34). In der von Dr. Zatkova zusammengefassten Datenbank wurden von den zehn untersuchten deutschen AKU-Patienten vier verschiedene Mutationen identifiziert, wobei M368V mit über 55 % die am häufigsten vorkommende Mutation in Deutschland ist wie in Abbildung 5 dargestellt (13). Abbildung 5: Darstellung der in Deutschland vorkommenden AKU-Mutanten und deren prozentuale Verteilung aus der i nternatonalen Datenbank der hgd -Mutationen von Frau Dr. Zatkova (13). Die Mutationen wurden in die Kristallstruktur von Pdb: 1EY2 eingebaut und mit dem Softwareprogramm Chimera 1.5.3 graphisch bearbeitet . Pinke Markierungen weisen auf die Mutationen in den hier angezeigten HGD-Monomeren hin (10). Abbildung 5 zeigt außerdem, dass die Verteilung der AKU-Mutationen teilweise regional abhängig ist. So konnte zum Beispiel die Mutationen G270R häufig in der Slowakei, R225H in der Türkei und G131R in Mitteleuropa nachgewiesen werden (siehe Abbildung 6) (4;8;13;16;17). Abbildung 6: Lokale Häufigkeiten der AKU-Mutationen in der Slowakei (G270R), Türkei (R225H) und Mitteleuropa (G161R) (4). Referenzliste Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. D., Fitzpatrick, D. L., Anderson, P. D., Huizing, M., Anikster, Y., Gerber, L. H., and Gahl, W. A. (2002) Natural history of alkaptonuria. N.Engl.J.Med. 347, 2111-2121. Kayser, M. A., Introne, W., and Gahl, W. A. (2009) Chapter 92: Alkaptonuria. In Vale, D., Beaudet, A. L., Vogelstein, B., Kinzler, K. W., Antonarakis, S. E., Ballabio, A., Scriver, C. R., Sly, W. S., and Childs, B., editors. The Scriver's Online Metabolic & Molecular Bases of Inherited Diseases , McGrawHill Companies, Columbus, 1-30. Gahl, W.A., Introne, W., Kayser, M., Phornphutkul, C., and Suwannarat, P. (2011 ) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK1454/ . Mönch, E. und Link, R. (2006) Alkaptonurie. In Mönch, E. und Link, R. Diagnostik und Therapie bei angeborenen Stoffwechselstörungen , SPS-Verlag, Heilbronn, S. 55-72. Timmis, O. (2011 ) http://www.rarediseasesindia.org/aku . Porfirio, B. (2011 ) http://www.rarediseasecommunities.org/en/community/alkaptonuria-aku/article/orphanet-article-on-aku-2007 . Cox, T. F. and Ranganath, L. (2011) A quantitative assessment of alkaptonuria : Testing the reliability of two disease severity scoring systems. J.Inherit.Metab Dis. 34, 1153-1162. Uyguner, O., Goicoechea, d. J., Cefle, A., Baykal, T., Kayserili, H., Cefle, K., Demirkol, M., Yuksel-Apak, M., Rodriguez, d. C., and Wollnik, B. (2003) Molecular analyses of the HGO gene mutations in Turkish alkaptonuria patients suggest that the R58fs mutation originated from central Asia and was spread throughout Europe and Anatolia by human migrations. J.Inherit.Metab Dis. 26, 17-23. Rodriguez, J. M., Timm, D. E., Titus, G. P., Beltran-Valero, D. B., Criado, O., Mueller, H. A., Rodriguez, d. C., and Penalva, M. A. (2000) Structural and functional analysis of mutations in alkaptonuria. Hum.Mol.Genet. 9, 2341-2350. Titus, G. P., Mueller, H. A., Burgner, J., Rodriguez, d. C., Penalva, M. A., and Timm, D. E. (2000) Crystal structure of human homogentisate dioxygenase. Nat.Struct.Biol. 7, 542-546. Fernandez-Canon, J. M., Granadino, B., Beltran-Valero, D. B., Renedo, M., Fernandez-Ruiz, E., Penalva, M. A., and Rodriguez, d. C. (1996) The molecular basis of alkaptonuria. Nat.Genet. 14, 19-24. Zatkova, A., Polakova, H., Micutkova, L., Zvarik, M., Bosak, V., Ferakova, E., Matusek, J., Ferak, V., and Kadasi, L. (2000) Novel mutations in the homogentisate-1,2-dioxygenase gene identified in Slovak patients with alkaptonuria. J.Med.Genet. 37, 539-542. Zatkova, A. (2011) An update on molecular genetics of Alkaptonuria (AKU). J Inherit.Metab Dis. 34, 1127-1136. Zatkova, A., Chmelikova, A., Polakova, H., Ferakova, E., and Kadasi, L. (2003) Rapid detection methods for five HGO gene mutations causing alkaptonuria. Clin.Genet. 63, 145-149. Elcioglu, N. H., Aytug, A. F., Muller, C. R., Gurbuz, O., Ergun, T., Kotiloglu, E., and Elcioglu, M. (2003) Alkaptonuria caused by compound heterozygote mutations. Genet.Couns. 14, 207-213. Srsen, S., Muller, C. R., Fregin, A., and Srsnova, K. (2002) Alkaptonuria in Slovakia: thirty-two years of research on phenotype and genotype. Mol.Genet.Metab 75, 353-359. http://dsaku.de/was-ist-alkaptonurie/aerzteinfo/genetik/_part1142 Frau Leona Wagner Sun, 15 Feb 2015 00:07:02 +0100 part1142 Alkaptonurie (AKU, OMIM 203500) wird autosomal rezessiv vererbt und betrifft den Phenylalanin- und Tyrosin- Stoffwechsel wie in Abbildung 1 dargestellt (1-7). Dabei wird das Zwischenprodukt Homogentisinsäure (HGA) durch eine Störung des Enzyms Homogentisat 1,2-Dioxygenase (HGD) nicht weiter abgebaut, und es kommt zu einer ca. 2.000-fachen Anreicherung von HGA. Die Fehlfunktion von HGD beruht entweder auf homozygotischen oder heterozygotischen Mutationen des HGD-Gens (3). Mittlerweile gibt es weltweit mehr als 100 Mutationen, die mit der komplexen hexameren Proteinstruktur des HGD-Enzymes interferieren und zu einer Inaktivität des Enzymes führen, auch HGD-Defizienz genannt (1;8-19). Folgen der Alkaptonurie sind: Dunkelfärbung des Urins an der Luft durch die Oxidierung von Homogentisinsäure zu Benzochinonessigsäure, grau-blaue Färbung der Skleren und der Ohrmuscheln (Ochronose) und eine invalidisierende Erkrankung der axialen und peripheren Gelenke (ochronotische Arthropathie), die durch Knorpelabbau verursacht wird (1-4;7;20;21). Abbildung 1: Schematische Darstellung des Stoffwechsels von Tyrosin Abbau. Eine Störung des Enzymes Homogentisat-1,2-Dioxygenase verursacht die Erbkrankheit Alkaptonurie durch Anreicherung von Homogentisinsäure (HGA) . Enzyme sind kursiv und blau beschrieben, die entstandenen Metaboliten fett gedruckt. Homogentisat 1,2 Dioxygenase Homogentisat 1,2-Dioxygenase (EC. 1.13.11.5, HGD, uniprot Q93099 ) ist eine zytosolische Oxidoreduktase, die hauptsächlich in der Leber, Prostata, Niere, Dünn- und Dickdarm exprimiert wird. Kofaktor Fe 2+ und O 2 werden für die katalytische Reaktion um den aromatischen Ring der Homogentisinsäure aufzuspalten benötigt (1;2;4). Diese enzymatische Reaktion besteht aus mehreren Schritten. Zunächst koordiniert das Fe 2+ zu der Karbonylgruppe und dem ortho-Phenolsauerstoff der HGA, und anschließend zu His335, His371 und Glu341 der HGD. Danach wird ein Sauerstoffmolekül an das Fe 2+ gebunden, welches dann eine Peroxo-Brücke am aromatischen Ring bildet. Das instabile Intermediat zerfällt, was wiederum zur Öffnung des aromatischen Ringes führt und es entsteht das Endprodukt Maleylacetoacetat (MAA) (22). Das HGD -Gen befindet sich auf Chromosom 3 (3q21-q23) wie in Abbildung 2 dargestellt. Die DNA umfasst 54.363 Basenpaare und besteht aus 14 Exonen, die wiederum eine 1.715 Basen lange mRNA transkriptieren (2;4;23). Das translatierte HGD-Monomer enthält 445 Aminosäuren, hat ein Molekulargewicht von ca. 50 kDa und wird am N6-Lys98 durch eine Acetylierung post-translational modifiziert (2;24;25). Jedoch ergab die Kristallstruktur der HGD (Pdb: 1EY2) für das bioaktive HGD Enzym eine hexamere Struktur, zusammengesetzt aus einem Dimer zweier Trimerscheiben, die aufeinander gestapelt sind wie in Abbildung 3 illustriert (10). Die Kristallstruktur des HGD-Monomeres mit 2,3 Å ergab zwei Domänen, bestehend aus einer mit 280 Residuen langen N -Terminalen Domäne, die eine zentrale β-Sandwich-Struktur aufweist und von einem β-Faltblatt flankiert wird, welches eine Wechselwirkung mit der 140 Residuen langen C-Terminalen Domäne der benachbarten Untereinheit eingeht (2;10). Abbildung 2: Chromosom 3 mit Genlocus der Homogentisat 1,2 Dioxygenase (HGD) an 3q21-q23 und der daraus resultierenden HGD Proteinstruktur. Die Koordinaten der HGD Kristallstruktur wurden von Pdb 1EY2 entnommen und mit Chimera 1.5.3 graphisch dargestellt (2;4;10;13). AKU verursachende Mutationen des HGD-Enzyms AKU-Patienten sind entweder homozygot oder compound heterozygot bezüglich Mutationen des HGD-Genes. Diese werden hauptsächlich durch mehrere sogenannte „hotspots“ im HGD-Gen verursacht, die entweder aus CCC bzw. GGG repeats, c.342 + 1 G oder CpG Dinukleotiden bestehen und über das ganze Gen verteilt sind (2;13). Die meisten der Mutationen (66 %) sind sogenannte „Missense Mutationen“ und verursachen einen Austausch der Aminosäure in der Proteinstruktur. 13 % der Mutationen verursachen ein „alternatives Splicing“ und 12 % einen „Frameshift“, während 7 % der Mutationen in ein Stopcodon resultieren, was wiederum zu einer C-terminalen Trunkierung im Protein führt. Nur jeweils 1 % aller Mutationen ergeben entweder eine Expansion oder eine Deletion wie in Abbildung 4 zusammengefasst (13). Ein Grund für die große Anzahl der AKU verursachenden Mutationen liegt in der komplexen Hexamerstruktur des bioaktiven HGD-Enzymes. Kleinste durch eine Mutationen verursachte Veränderung in der Primärstruktur von HGD können verheerende Konformationsänderungen hervorrufen und die Quartärstruktur so beeinträchtigen, dass das Enzym inaktiv wird, was als HGD-Defizienz bezeichnet wird und Alkaptonurie zur Folge hat. Demzufolge konnten schon mittels Strukturanalysen folgende Mutationen anhand ihrer Einflüsse auf die Proteinstruktur der HGD gegliedert werden wie in Tabelle 1 zusammengestellt (9;13). Abbildung 3: Schematische Zusammensetzung der bioaktiven Homogentisat 1,2-Dioxygenase (HGD) mit aktivem Zentrum. Das bioaktive HGD-Enzym besteht aus 6 Untereinheiten, wovon 3 Untereinheiten jeweils eine trimere Scheibe bilden. 2 dieser trimeren Scheiben stapeln sich zu einem Hexamer aufeinander. Somit ist das HGD Enzym ein Dimer zweier Trimeren. Das aktive Zentrum mit den Residuen His335, His371 und Glu341, die jeweils an das Fe 2+ koordinieren, ist im Insert dargestellt. Die Koordinaten der HGD Untereinheiten, der Trimeren und des Hexamers wurden aus Pdb: 1EY2-bio entnommen und mit dem Softwareprogramm Chimera 1.5.3 graphisch bearbeitet (9;10). Tabelle 1: Zusammenfassung der AKU-Mutationen, die mit der Proteinstruktur der HGD interferieren und zu HGD-Defizienz führen (9;13). Einfluss der AKU-Mutationen auf die Proteinstruktur Mutationen Einfluss auf das aktive Zentrum Direkte Beeinträchtigung durch Unterbrechung der Liganden-bindung mit dem Kofaktor Fe 2+ H371R, H292R Indirekte Beeinträchtigung durch Konformationsänderungen R330S, W97G Beeinträchtigung des Substratzuganges zum aktiven Zentrum K57N Einfluss auf die Tertiärstruktur des HGD Monomeres Durch Unterbrechung der hydrophobischen Wechselwirkungen W97G, V300G, V181F, F227S, P230S, P230T Durch Unterbrechung der elektrostatischen Wechselwirkungen D153G, K248R Durch Unterbrechung der Wasserstoffbrücken S189I Durch sterische Hinderung G161R, G270R, G260R Beeinträchtigung der Quartärstruktur des HGD Trimeres Durch Unterbrechung der Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Untereinheiten E42A, E168K, L25P, W60G, Y62C, A122D, M368V Durch Verlust der Residuen L430und N440, die für die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Untereinheiten wichtig sind. Stopmutationen mit C-Terminaler Trunkierung als Folge Beeinträchtigung der Quartärstruktur des HGD-Hexamers Durch Unterbrechung der Wechselwirkungen zwischen den Trimerscheiben R225H, I216T, R53W, W322R, D294N Eine genetische Datenbank aller weltweit bekannten genetischen hgd Mutationen wurde kürzlich durch Dr. A. Zatkova aus der Slowakei zusammengefasst (Abbildung 4) und ins Internet gestellt (6;18). Abbildung 4: Zusammenfassung aller von AKU-Patienten identifizierten hgd -Mutationen des HGD-Genes. A, schematische Darstellung der hgd -Mutationen am HGD-Gen. B , Prozentuale Verteilung der verschiedenen Punkt-mutationen, die in AKU-Patienten gefunden wurden [Entnommen mit freundlicher Genehmigung von Zatkova , 2011 (13;19)] Epidemiologie Die Häufigkeit von AKU beträgt weltweit ca. 1 : 100.000 - 250.000, jedoch gibt es sogenannte Hotspots wie die Slowakei, Jordanien, Indien, Dominikanische Republik und Berlin. Die zahlreichste Prävalenz mit ca. 1 : 19. 000 ist jedoch in der Slowakei zu finden, während in Berlin Häufigkeitsrate von 1 : 31. 000 ermittelt wurde (4;8;9;11;13;16;17;26-34). In der von Dr. Zatkova zusammengefassten Datenbank wurden von den zehn untersuchten deutschen AKU-Patienten vier verschiedene Mutationen identifiziert, wobei M368V mit über 55 % die am häufigsten vorkommende Mutation in Deutschland ist wie in Abbildung 5 dargestellt (13). Abbildung 5: Darstellung der in Deutschland vorkommenden AKU-Mutanten und deren prozentuale Verteilung aus der i nternatonalen Datenbank der hgd -Mutationen von Frau Dr. Zatkova (13). Die Mutationen wurden in die Kristallstruktur von Pdb: 1EY2 eingebaut und mit dem Softwareprogramm Chimera 1.5.3 graphisch bearbeitet . Pinke Markierungen weisen auf die Mutationen in den hier angezeigten HGD-Monomeren hin (10). Abbildung 5 zeigt außerdem, dass die Verteilung der AKU-Mutationen teilweise regional abhängig ist. So konnte zum Beispiel die Mutationen G270R häufig in der Slowakei, R225H in der Türkei und G131R in Mitteleuropa nachgewiesen werden (siehe Abbildung 6) (4;8;13;16;17). Abbildung 6: Lokale Häufigkeiten der AKU-Mutationen in der Slowakei (G270R), Türkei (R225H) und Mitteleuropa (G161R) (4). Referenzliste Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. D., Fitzpatrick, D. L., Anderson, P. D., Huizing, M., Anikster, Y., Gerber, L. H., and Gahl, W. A. (2002) Natural history of alkaptonuria. N.Engl.J.Med. 347, 2111-2121. Kayser, M. A., Introne, W., and Gahl, W. A. (2009) Chapter 92: Alkaptonuria. In Vale, D., Beaudet, A. L., Vogelstein, B., Kinzler, K. W., Antonarakis, S. E., Ballabio, A., Scriver, C. R., Sly, W. S., and Childs, B., editors. The Scriver's Online Metabolic & Molecular Bases of Inherited Diseases , McGrawHill Companies, Columbus, 1-30. Gahl, W.A., Introne, W., Kayser, M., Phornphutkul, C., and Suwannarat, P. 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Zatkova, A., Chmelikova, A., Polakova, H., Ferakova, E., and Kadasi, L. (2003) Rapid detection methods for five HGO gene mutations causing alkaptonuria. Clin.Genet. 63, 145-149. Elcioglu, N. H., Aytug, A. F., Muller, C. R., Gurbuz, O., Ergun, T., Kotiloglu, E., and Elcioglu, M. (2003) Alkaptonuria caused by compound heterozygote mutations. Genet.Couns. 14, 207-213. Srsen, S., Muller, C. R., Fregin, A., and Srsnova, K. (2002) Alkaptonuria in Slovakia: thirty-two years of research on phenotype and genotype. Mol.Genet.Metab 75, 353-359. ]]> Alkaptonurie Veröffentlichungen Link zu den neustens pubmed-Papers über Alkaptonurie Empfehlungen: Reviews: Ranganath, L. R., Jarvis, J. C., and Gallagher, J. A. (2013) Recent advances in management of alkaptonuria (invited review; best practice article). J Clin.Pathol. 66, 367-373. pubmed Cox, T. F. and Ranganath, L. (2011) A quantitative assessment of alkaptonuria : Testing the reliability of two disease severity scoring systems. 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Funktions- und Krafttraining Wassergymnastik wie von der Deutschen Rheuma-Liga e.V. angeboten, hat sich als eine sehr erfolgreiche Therapie bei AKU-Patienten bewährt. Eiweißarme Ernährung ist bedonders wichtig bei der medikamentöse Therapie durch Nitininon. Hilfestellung bei Sozialrechtsfragen durch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Rheuma-Liga viele AKU-Patienten müssen sich mit Schwerbehinderung im Beruf sowie eine frühzeitige Berufsunfähigkeit auseinander setzen. Vermittlung von Genberatungsstellen es kamen einige Anfragen seitens AKU-Patienten, ob ihre Angehörige wie Kinder und Enkelkinder auch betroffen sind. Zur Lösung dieser AKU-assoziierten Problematiken organisiert die DSAKU einmal im Jahr eine Veranstaltung für AKU-Patienten um hier praktische Hilfestellung zu leisten und einen Erfahrungsaustausch zwischen Patienten zu ermöglichen. Des Weiteren möchtet die DSAKU zur verbesserten Öffentlichkeit bezüglich Alkaptonurie beitragen und nimmt deswegen an mehreren Veranstaltungen wie Tag der seltenen Erkrankungen, Rheumatologen-kongresss sowie Weltarthrosetag teil. Um ihre Ziele so effizient und professionell wie möglich umsetzen zu können braucht die DSAKU Geld. Bitte ünterstützen Sie uns durch eine Spende! Link zum Spendenaufruf: http://dsaku.de/spenden/_part1171 Frau Leona Wagner Fri, 23 Jan 2015 09:36:39 +0100 part1171 In ihrem ersten Jahr hat die DSAKU e.V. folgende Bedürfnisse der Patienten bezüglich Alkaptonurie in Deutschland festgestellt: Informationen über Alkaptonurie, die zu früheren Diagnose, besseren medizinischen Versorgung und Therapie von AKU-Patienten führen viele AKU-Patienten durchlaufen eine lange Odyssee bis zu Ihrer Diagnose. Hilfe und Informationen zur Krankheitsbewältigung viele AKU-Patienten fühlen sich mit Ihrer Krankheit allein gelassen und aud sich selber gestellt. Informationen zu verschiedenen Schmerztherapien erwachsene AKU-Patienten benötigen eine für sie angepasste Schmerztherapie. Funktions- und Krafttraining Wassergymnastik wie von der Deutschen Rheuma-Liga e.V. angeboten, hat sich als eine sehr erfolgreiche Therapie bei AKU-Patienten bewährt. Eiweißarme Ernährung ist bedonders wichtig bei der medikamentöse Therapie durch Nitininon. Hilfestellung bei Sozialrechtsfragen durch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Rheuma-Liga viele AKU-Patienten müssen sich mit Schwerbehinderung im Beruf sowie eine frühzeitige Berufsunfähigkeit auseinander setzen. Vermittlung von Genberatungsstellen es kamen einige Anfragen seitens AKU-Patienten, ob ihre Angehörige wie Kinder und Enkelkinder auch betroffen sind. Zur Lösung dieser AKU-assoziierten Problematiken organisiert die DSAKU einmal im Jahr eine Veranstaltung für AKU-Patienten um hier praktische Hilfestellung zu leisten und einen Erfahrungsaustausch zwischen Patienten zu ermöglichen. Des Weiteren möchtet die DSAKU zur verbesserten Öffentlichkeit bezüglich Alkaptonurie beitragen und nimmt deswegen an mehreren Veranstaltungen wie Tag der seltenen Erkrankungen, Rheumatologen-kongresss sowie Weltarthrosetag teil. Um ihre Ziele so effizient und professionell wie möglich umsetzen zu können braucht die DSAKU Geld. Bitte ünterstützen Sie uns durch eine Spende! Link zum Spendenaufruf: ]]> Schmerztherapie Unter Schmerztherapie versteht man alle therapeutischen Maßnahmen, die zu einer Reduktion der Schmerzen führen. Bei Schmerz wird im allgemeinem zwischen akuten und chronischen Schmerzen unterschieden. Akuter Schmerz Akute Schmerzen im Verlauf der Alkaptonurie dienen als Warner und Hinweis zur Diagnose zugrundeliegender AKU-Symptome wie z.B. Blockaden der Wirbelsäulen , Prostata und Nierensteine, akute Gelenkschmerzen. In diesen Fällen ist neben der medikamentösen Schmerztherapie vor allem die kausale Behandlung wie Manuelle Therapie bei LWS-, BWS- und HWS-Syndromen , chirurgische Entfernung der Prostata- und Nierensteine sowie Einsatz von Endoprothesen indiziert (1-3). Chronischer Schmerz Chronischer Schmerz geht über den erwarteten Zeitraum hinaus, in der normalerweise eine Heilung stattfindet. In der Alkaptonurie sind dies hauptsächlich chronische Rücken- und Gelenkschmerzen aufgrund der zugrundeliegenden ochronotischen Arthropathie. Die Behandlung chronischer AKU-Schmerzen erfordert einen interdisziplinären Ansatz, ein sogenanntes individuelles angepasstes Schmerzmanagement, meistens bestehend aus medikamentöser Schmerztherapie, Physiotherapie und/oder Thermotherapie, Massagetherapie, Akupunktur/Akupressur und Psychotherapie (1). Medikamentöse Schmerzbehandlung Eine individuelle an dem AKU-Patienten angepasste medikamentöse Schmerztherapie wird von den AKU-Experten am National Institute of Health (NIH) in Bethesda, USA und dem Royal Liverpool University Hospital (GB) empfohlen. Diese bezieht sich hauptsächlich auf das von der WHO empfohlene Stufenschema der Schmerztherapie und basiert anfänglich auf Nicht-opioide, peripher wirksame Analgetika, anschließend auf Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) und später auf Opioide, zentral wirksame Analgetika. Bei einer Beteiligung der Muskeln, wie sie in der Alkaptonurie häufig vorkommt, werden auch zentrale Muskelrelaxanzien eingesetzt, während Kortison indessen weniger verabreicht wird. Schmerztherapie bei AKU Beim 8. Internationalen AKU-Workshop 2014 in Stockholm, gab es zum ersten Mal einen Vortrag und Untersuchungen hinsichtlich Schmerzen bei AKU, der von dem Schmerztherapeuten Dr. Andrew Jones (Uniklinik Liverpool) gehalten wurde (4). Seine Erkenntnisse bezogen sich auf Untersuchungen von ca. 30. Britischen AKU-Patienten, die an der nationalen Studie bezüglich einer 2 mg Nitisinon off-label Behandlung am Nationalen AKU-Zentrum teilnehmen. Laut Dr. Jones verhalten sich die Schmerzen bei AKU-Patienten ähnlich wie bei Krebs (WHO empfohlene Stufenschema der Schmerztherapie). Hierbei gilt es auch die synaptische Plastizität des individuellen AKU-Patienten sowohl peripher, Rückenmark als auch im ZNS zu berücksichtigen. Gemäß der Erfahrung von Dr. Jones scheinen die Schmerzen an der Schulter bei AKU-Patienten am ausgeprägten zu sein, gefolgt von Schmerzen an der Lendenwirbel. Suprascapularer Nervblock erwies sich als effiziente Schmerztherapie für die Schulter, aber auch 5 % Lidocainpflaster, Triggerpunkt- injektionen (Lokalanästhesie) und Schmerznervverödung (Thermo Injektion) waren je nach Lokalisation und Art der Schmerzen erfolgreich. Deswegen ist eine angepasste Schmerztherapie für AKU-Patienten unabkömmlich. Physiotherapeutische / physikalische Maßnahmen Manuelle Therapie ► Behandlung von LWS, BWS und HWS-Syndromen Massagetherapie ► schmerzhafte Muskelverspannungen Thermotherapie (Wärme + Kältetherapie) Wärme: Indikationen: Chronischen Entzündungen, Muskelverspannungen und degenerativen Erkrankungen der Gelenke und Wirbelsäule wie im Falle der Alkaptonurie Anwendung: heiße Umschläge, Moor- + Fangopackungen, heißes Bad, Wärmepflaster Kälte: Indikationen: Akute Entzündungen und akute Traumen nach einer Operation Anwendung: Beutel mit Eiswürfel, gefrorene Erbsen, Kältebeutel, Kühlgelpackungen 5 - 15 Minuten auf betroffene Stelle. Warnung: Wenn Kältegefühl zu Kälteschmerz führt ist die Anwendung sofort zu beenden Elektrotherapie Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) Akupunktur (vor allem bei Rücken- und Knieschmerzen) Akupressur Schröpfen / Schröpfmassage Reflexzonenmassage Psychologische Schmerzbewältigung Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen Autogenes Training Selbsthypnose Hypnose Ablenkung (mental, sozial oder Aktivitäten) Herausfinden der Grenzen bzgl. Belastungen Allmähliche Steigerung der Aktivitäten Funktionstraining Auch zum Thema SChmerz hat die Rheuma-Liga auch hierzu Merkblätter und Broschüren , um den Alltag mit Arthrosenschmerzen zu bewältigen. Gelenkschutz im Alltag Merkblatt 1.19 Kreuzschmerz – Wirbelsäulenschaden Merkblatt 4.1 Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) Merkblatt 4.2 Analgetika (reine Schmerzmittel) Merkblatt 5.4 Thermotherapie bei Rheuma Referenzliste Gahl, W.A., Introne, W., Kayser, M., Phornphutkul, C., and Suwannarat, P. (2011) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK1454/. Kayser, M. A., Introne, W., and Gahl, W. A. (2009) Chapter 92: Alkaptonuria. In Vale, D., Beaudet, A. L., Vogelstein, B., Kinzler, K. W., Antonarakis, S. E., Ballabio, A., Scriver, C. R., Sly, W. S., and Childs, B., editors. The Scriver's Online Metabolic & Molecular Bases of Inherited Diseases , McGrawHill Companies, Columbus, 1-30. Perry, M. B., Suwannarat, P., Furst, G. P., Gahl, W. A., and Gerber, L. H. (2006) Musculoskeletal findings and disability in alkaptonuria. J.Rheumatol. 33 , 2280-2285. Jones, A., Chronic pain in AKU patients , 8th International AKU Workshop on AKU, 16 October 2014, Stockholm. http://dsaku.de/hilfe-bei-alkaptonurie/schmerztherapie/_part1163 Frau Leona Wagner Fri, 16 Jan 2015 13:03:56 +0100 part1163 Medizinische Hilfe für erwachsene AKU-Patienten Das Interdisziplinäre Stoffwechsel-Centrum der Charité in Berlin ist Teil des Kompetenzzentrums Seltene Stoffwechselkrankheiten ( www.Seltene-Stoffwechselkrankheiten.de ). Im Kompetenzzentrum werden erwachsene Patienten mit Stoffwechselkrankheiten interdisziplinär betreut. Patienten mit AKU können dort, da AKU eine systemische Erkrankung ist, d.h. mehrere Organe sind betroffen, interdisziplinär betreut werden. Diese Interdisziplinäre Behandlung und Betreuung der betroffenen AKU-Patienten ist durch die Zugehörigkeit des Interdisziplinären Stoffwechsel-Centrums zu der Charité, der größten Universitätsklinik Deutschlands, gewährleistet. Aus diesem Grund empfiehlt die DSAKU vor allem erwachsenen AKU-Patienten das Interdisziplinäre Stoffwechsel-Centrum der Charité in Berlin aufzusuchen, um sich in regelmäßigen vorgegebenen Abständen auf die AKU-assoziierten Symptome interdisziplinär untersuchen zu lassen. Die Kontaktdaten des Interdisziplinären Stoffwechsel-Centrums können unter folgendem Link abgerufen werden: SWC Anmeldung und Sprechzeiten Dabei sollten AKU-Patienten folgende Dokumente dabei haben: Überweisung durch Internisten mit Hausärztlicher Tätigkeit; Internisten, Gynäkologen, Neurologen / Endokrinologen / Rheumatologe Krankenkassen-Chipkarte Personalausweis oder Pass aktuelle Befunde (falls vorhanden) http://dsaku.de/hilfe-bei-alkaptonurie/charit-/erwachsene/_part1108 Frau Leona Wagner Wed, 10 Dec 2014 21:12:32 +0100 part1108 Das Interdisziplinäre Stoffwechsel-Centrum der Charité in Berlin ist Teil des Kompetenzzentrums Seltene Stoffwechselkrankheiten ( www.Seltene-Stoffwechselkrankheiten.de ). Im Kompetenzzentrum werden erwachsene Patienten mit Stoffwechselkrankheiten interdisziplinär betreut. Patienten mit AKU können dort, da AKU eine systemische Erkrankung ist, d.h. mehrere Organe sind betroffen, interdisziplinär betreut werden. Diese Interdisziplinäre Behandlung und Betreuung der betroffenen AKU-Patienten ist durch die Zugehörigkeit des Interdisziplinären Stoffwechsel-Centrums zu der Charité, der größten Universitätsklinik Deutschlands, gewährleistet. Aus diesem Grund empfiehlt die DSAKU vor allem erwachsenen AKU-Patienten das Interdisziplinäre Stoffwechsel-Centrum der Charité in Berlin aufzusuchen, um sich in regelmäßigen vorgegebenen Abständen auf die AKU-assoziierten Symptome interdisziplinär untersuchen zu lassen. Die Kontaktdaten des Interdisziplinären Stoffwechsel-Centrums können unter folgendem Link abgerufen werden: SWC Anmeldung und Sprechzeiten Dabei sollten AKU-Patienten folgende Dokumente dabei haben: Überweisung durch Internisten mit Hausärztlicher Tätigkeit; Internisten, Gynäkologen, Neurologen / Endokrinologen / Rheumatologe Krankenkassen-Chipkarte Personalausweis oder Pass aktuelle Befunde (falls vorhanden) ]]> Alkaptonurie in der deutschsprachigen Presse Quelle: Badische Zeitung 7.7.2012 Ochronose: Wenn Ohren, Augen und Knochen sich dunkel verfärben Manche Erkrankungen können Ärzte auf den ersten Blick erkennen – wenn sie darauf achten. So sind dunkle Flecken auf der weißen Augenhaut und eine bläulich-schwarze Pigmentierung des Ohrknorpels ein klarer Hinweis auf eine Ochronose. Die Krankheit ist angeboren, warum sie dennoch häufig erst im späteren Erwachsenenalter erkannt wird, erläutert ein Experte in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift ( pubmed )“ ... Quelle: Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2013 Seltene Erkrankung Ochronose: Wird meist erst spät erkannt Ochronose zeigt sich durch dunkle Flecken auf der weißen Augenhaut und einer bläulich-schwarze Verfärbung des Ohrknorpels. Wenn Ärzte darauf achten würden, könnten sie die Erkrankung auf den ersten Blick erkennen. Doch das tun sie offensichtlich nicht, sagt ein Experte, denn die angeborene Krankheit werde häufig erst im späteren Erwachsenenalter erkannt. ... Quelle: Berliner Ärzteblatt 19.07.2013/ Quelle: DMW 2013, Facharztwissen Alkaptonurie: natürlicher Verlauf und Behandlungsansätze Bei der Alkaptonurie akkumuliert aufgrund eines fehlerhaften Enzyms (Homogentisat-1,2-Dioxygenase, HGO) Homogentisinsäure. Klinisch zeigt sich bei dieser seltenen, autosomal rezessiv vererbten Erkrankung eine Ochronose sowie eine Zerstörung des Bindegewebes. Die Autoren untersuchten 58 Alkaptonurie-Patienten im Alter von 4 bis 80 Jahre mit klinischen, biochemischen, radiologischen und molekularbiologischen Methoden, um den pathogenetischen Prozess zu verfolgen. Bei einem mittleren Alter von 55 Jahren war ein Gelenkersatz notwendig. Ferner konnten eine Beteiligung der Herzklappen (im mittleren Alter von 54 Jahren), Nierensteine (64 Jahre) und eine Arteriosklerose (59 Jahre) als typische Begleiterkrankungen festgestellt werden. Eine Regressionsanalyse legt die Vermutung nahe, dass die radiographisch ermittelte Schwere der Erkrankung ab dem 30. Lebensjahr zunimmt. ( pubmed )... Quelle: Dtsch Arztebl 2003; 100(20): A-1366 / B-1139 / C-1066 http://dsaku.de/aktuelles/presse/_part1183 Frau Leona Wagner Fri, 14 Nov 2014 22:24:48 +0100 part1183 Quelle: Badische Zeitung 7.7.2012 Ochronose: Wenn Ohren, Augen und Knochen sich dunkel verfärben Manche Erkrankungen können Ärzte auf den ersten Blick erkennen – wenn sie darauf achten. So sind dunkle Flecken auf der weißen Augenhaut und eine bläulich-schwarze Pigmentierung des Ohrknorpels ein klarer Hinweis auf eine Ochronose. Die Krankheit ist angeboren, warum sie dennoch häufig erst im späteren Erwachsenenalter erkannt wird, erläutert ein Experte in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift ( pubmed )“ ... Quelle: Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2013 Seltene Erkrankung Ochronose: Wird meist erst spät erkannt Ochronose zeigt sich durch dunkle Flecken auf der weißen Augenhaut und einer bläulich-schwarze Verfärbung des Ohrknorpels. Wenn Ärzte darauf achten würden, könnten sie die Erkrankung auf den ersten Blick erkennen. Doch das tun sie offensichtlich nicht, sagt ein Experte, denn die angeborene Krankheit werde häufig erst im späteren Erwachsenenalter erkannt. ... Quelle: Berliner Ärzteblatt 19.07.2013/ Quelle: DMW 2013, Facharztwissen Alkaptonurie: natürlicher Verlauf und Behandlungsansätze Bei der Alkaptonurie akkumuliert aufgrund eines fehlerhaften Enzyms (Homogentisat-1,2-Dioxygenase, HGO) Homogentisinsäure. Klinisch zeigt sich bei dieser seltenen, autosomal rezessiv vererbten Erkrankung eine Ochronose sowie eine Zerstörung des Bindegewebes. Die Autoren untersuchten 58 Alkaptonurie-Patienten im Alter von 4 bis 80 Jahre mit klinischen, biochemischen, radiologischen und molekularbiologischen Methoden, um den pathogenetischen Prozess zu verfolgen. Bei einem mittleren Alter von 55 Jahren war ein Gelenkersatz notwendig. Ferner konnten eine Beteiligung der Herzklappen (im mittleren Alter von 54 Jahren), Nierensteine (64 Jahre) und eine Arteriosklerose (59 Jahre) als typische Begleiterkrankungen festgestellt werden. Eine Regressionsanalyse legt die Vermutung nahe, dass die radiographisch ermittelte Schwere der Erkrankung ab dem 30. Lebensjahr zunimmt. ( pubmed )... Quelle: Dtsch Arztebl 2003; 100(20): A-1366 / B-1139 / C-1066 ]]> Genberatung Bei Familienplanung ist AKU-Patienten und auch deren direkten AKU-Familienangehörigen eine Genberatung zu empfehlen. Eine schematische Darstellung sämtlicher Konstellation von AKU-Patienten und deren Familienmitglieder ist in Abbildung 1 gegeben. Für AKU-Patienten ergibt sich die größte Wahrscheinlichkeit, dass der Partner nicht-Träger ist. Hierbei sollte aber berücksichtigt werden, dass alle Kinder selber Träger des defekten AKU-Gen sind. Diese sollten wiederum bei einer Familienplanung eine Genberatung aufsuchen. Jedoch laut Statistik werden auch sie aller wahrscheinlich nach einen Nicht-Träger als Partner haben, so dass nur die Hälfte dieser Kinder Träger sind. Eine ungünstige Kombination ergibt sich aus der Partnerschaft zwischen Träger und AKU-Patient, da die Hälfte der Nachkommen dann AKU-Kinder sein werden. Abzuraten ist eine Familienplanung zweier AKU-Patienten, da in diesem Fall alle Kinder unter Akaptonurie leiden werden. Das Institut für Humangenetik von der Universität Würzburg bietet AKU-Patienten an, ihre AKU-Mutation(en) zu analysieren. Außerdem können sowohl Betroffene, Partner oder Angehörige genetisch beraten werden . Eine weitere Liste genetischer Beratungsstellen aus ganz Deutschland kann von der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik (GfH) e.V. erhalten werden. Analysierte AKU-Mutationen sollten entweder bei der Genetikerin und Erstellerin der weltweiten Datenbank der AKU-Mutationen Frau Dr. Andrea Zatkova aus der Slowakei registriert oder von ihr selber analysiert werden. Abbildung 1. Schematische Darstellung der Alkaptonurievererbung. Diese Abbildung basiert auf Schnappschüsse des Alkaptonurie-Video von Danilo Halle und Patrick Richter und wurde von der DSAKU-Vorsitzende in die verschiedenen Möglichkeitsvarianten angepasst. http://dsaku.de/hilfe-bei-alkaptonurie/genberatung/_part1155 Frau Leona Wagner Fri, 14 Nov 2014 22:23:27 +0100 part1155 Bei Familienplanung ist AKU-Patienten und auch deren direkten AKU-Familienangehörigen eine Genberatung zu empfehlen. Eine schematische Darstellung sämtlicher Konstellation von AKU-Patienten und deren Familienmitglieder ist in Abbildung 1 gegeben. Für AKU-Patienten ergibt sich die größte Wahrscheinlichkeit, dass der Partner nicht-Träger ist. Hierbei sollte aber berücksichtigt werden, dass alle Kinder selber Träger des defekten AKU-Gen sind. Diese sollten wiederum bei einer Familienplanung eine Genberatung aufsuchen. Jedoch laut Statistik werden auch sie aller wahrscheinlich nach einen Nicht-Träger als Partner haben, so dass nur die Hälfte dieser Kinder Träger sind. Eine ungünstige Kombination ergibt sich aus der Partnerschaft zwischen Träger und AKU-Patient, da die Hälfte der Nachkommen dann AKU-Kinder sein werden. Abzuraten ist eine Familienplanung zweier AKU-Patienten, da in diesem Fall alle Kinder unter Akaptonurie leiden werden. Das Institut für Humangenetik von der Universität Würzburg bietet AKU-Patienten an, ihre AKU-Mutation(en) zu analysieren. Außerdem können sowohl Betroffene, Partner oder Angehörige genetisch beraten werden . Eine weitere Liste genetischer Beratungsstellen aus ganz Deutschland kann von der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik (GfH) e.V. erhalten werden. Analysierte AKU-Mutationen sollten entweder bei der Genetikerin und Erstellerin der weltweiten Datenbank der AKU-Mutationen Frau Dr. Andrea Zatkova aus der Slowakei registriert oder von ihr selber analysiert werden. Abbildung 1. Schematische Darstellung der Alkaptonurievererbung. Diese Abbildung basiert auf Schnappschüsse des Alkaptonurie-Video von Danilo Halle und Patrick Richter und wurde von der DSAKU-Vorsitzende in die verschiedenen Möglichkeitsvarianten angepasst. ]]> Funktions- und Krafttraining bei Alkaptonurie Für die Vorsitzende der DSAKU Leona Wagner ist Sport wie Funktions- und Krafttraining die größte Hilfe ihre Alkaptonuriekrankheit zu bewältigen. Dabei wurde Ihr bei der klinischen Studie am National Institut of Health (NIH) in Bethesda (USA) die Wassergymnastik von den AKU-Experten wärmstens empfohlen, da durch den Wasserwiderstand die Muskeln vermehrt gefordert werden, jedoch die Stauchung am geringsten ist. Zusätzlich wurde ihr aufgrund ihrer Überbeweglichkeit Krafttraining von ihrem Orthopäde angeraten, um durch Muskelaufbau die Gelenke zu stabilisieren und Bänder zu entlasten. Aus diesem Grund nimmt sie regelmäßig an der Wassergymnastik der Deutschen Rheuma-Liga teil und geht 2 x wöchentlich zum Kieser Training. Außerdem hat sie ihr eigenes Schwimm- und Wassergymnastikprogramm für das private Schwimmen entwickelt. Das Funktions- und Krafttraining verfolgt hierbei folgende Ziele: Erhalt und Stärkung der Muskeln Stabilisierung der Gelenke Beweglichkeit der Gelenke Entlastung der Bänder und Sehnen Funktionstraining Die Deutsche Rheuma-Liga bietet auf ärztliches Rezept Funktionstraining in Form von Wasser- und Trockengymnastik an. Informationen dazu können bei den Gruppen der Rheuma-Liga vor Ort oder in den Geschäftsstellen der Landesverbände erhalten werden. Abbildung 1: Wassergymnastik mit der Deutschen Rheuma-Liga, Arbeitsgruppe Halle. Außerdem bietet die Deutsche Rheuma-Liga zusätzlich Broschüren mit Übungen wie zum Beispiel gegen Rückenschmerzen oder Arthrose, welche bei den Landesverbände eingefordert werden können. Bewegungsübungen Rücken Funktionstraining Sport- und Endoprothese Krafttraining AKU-Patienten wird unbedingt ein sub-maximales Training empfohlen, d.h. weniger Gewichte dafür aber mehr Wiederholungen. Zuviel Gewichte schadet den Gelenken, also kein falscher Ehrgeiz! Die Geräte sollten genau dem Körper des AKU-Patienten angepasst werden, damit keine Fehlstellungen wie z.B. Hohlkreuze entstehen. Außerdem sollte das Krafttraining von einem medizinisch ausgebildeten Personal begleitet werden wie es in physiotherapeutischen Praxen, Rehakliniken oder auch im Kieser Training der Fall ist (Abbildung 2)). Optimal ist ein gezieltes Training der durch den Beruf oder Alltag am meisten belasteten Gelenke. So hatte die Vorsitzende Leona Wagner 2003 ein Impingement an der Schulter mit Bursitis (Schleimbeutelentzündung), verursacht durch häufiges Pipettieren im Labor. Durch gezieltes Krafttraining des Infraspinatus Muskels (siehe Abbildung 3) wurde die Schulter weitgehend schmerzfrei und konnte sogar höheren Belastungen ausgesetzt werden. Abbildung 2: Leona Wagner beim Krafttraining. Abbildung 3: Angepasstes Krafttraining zur Stärkung der Schulter. Häufiges Pipettieren im Labor verursachte ein Impingement mit einer Schleimbeutelentzündung. Durch gezieltes Trainieren des Infraspinatusmuskels, wurde die Schulter weitgehend schmerzfrei und der Beruf konnte ohne Komplikationen weiterhin ausgeführt werden. Selbst ist die Frau oder der Mann… Oft wird Leona Wagner belächelt, wenn sie ihr Schwimmprogramm mit Aqua-Jogging beginnt. Nach ein paar Bauchübungen werden zehn Bahnen gekrault, dann ist sie diejenige, die lächelnd in die verdutzte Gesichter schaut. Aushängen am Beckenrand wird als sehr angenehm bei Rückenschmerzen empfunden und hilft gegen Blockaden. Auf dem Brett oder Schlauch (Poolnoodle) stehen fördert die Mikromuskulatur zur Stabilität des Rückens, jedoch ist es in diesem Fall eine große Herausforderung. Abbildung 4: Leona Wagner beim Schwimmtraining. Sportarten mit geringer und hoher Stauchung: Sportarten mit geringer Stauchung C Mobilität + Stabilität der Gelenke Sportarten mit hoher Stauchung D Sehnen- / Bänderrisse + Abnutzung der Gelenke Spazieren gehen /Wandern / Nordic Walking Jogging Fahrrad fahren Mountain-Bike Tai Chi Judo / Karate /Ju-Jutsu Langlauf - Ski Abfahrt-Ski Yoga Fußball /Handball/ Basketball Tanzen Squash /Tennis Pilates Aerobic Trockengymnastik Extrem-Sport Sport mit Endoprothese Ein sehr interessanter Artikel über Sport mit Endoprothese ist in der Zeitschrift ORTHOpress zu finden. Die etwas andere Art der Sportmotivation: http://dsaku.de/hilfe-bei-alkaptonurie/funktionstraining/_part1134 Frau Leona Wagner Fri, 14 Nov 2014 22:23:01 +0100 part1134 Für die Vorsitzende der DSAKU Leona Wagner ist Sport wie Funktions- und Krafttraining die größte Hilfe ihre Alkaptonuriekrankheit zu bewältigen. Dabei wurde Ihr bei der klinischen Studie am National Institut of Health (NIH) in Bethesda (USA) die Wassergymnastik von den AKU-Experten wärmstens empfohlen, da durch den Wasserwiderstand die Muskeln vermehrt gefordert werden, jedoch die Stauchung am geringsten ist. Zusätzlich wurde ihr aufgrund ihrer Überbeweglichkeit Krafttraining von ihrem Orthopäde angeraten, um durch Muskelaufbau die Gelenke zu stabilisieren und Bänder zu entlasten. Aus diesem Grund nimmt sie regelmäßig an der Wassergymnastik der Deutschen Rheuma-Liga teil und geht 2 x wöchentlich zum Kieser Training. Außerdem hat sie ihr eigenes Schwimm- und Wassergymnastikprogramm für das private Schwimmen entwickelt. Das Funktions- und Krafttraining verfolgt hierbei folgende Ziele: Erhalt und Stärkung der Muskeln Stabilisierung der Gelenke Beweglichkeit der Gelenke Entlastung der Bänder und Sehnen Funktionstraining Die Deutsche Rheuma-Liga bietet auf ärztliches Rezept Funktionstraining in Form von Wasser- und Trockengymnastik an. Informationen dazu können bei den Gruppen der Rheuma-Liga vor Ort oder in den Geschäftsstellen der Landesverbände erhalten werden. Abbildung 1: Wassergymnastik mit der Deutschen Rheuma-Liga, Arbeitsgruppe Halle. Außerdem bietet die Deutsche Rheuma-Liga zusätzlich Broschüren mit Übungen wie zum Beispiel gegen Rückenschmerzen oder Arthrose, welche bei den Landesverbände eingefordert werden können. Bewegungsübungen Rücken Funktionstraining Sport- und Endoprothese Krafttraining AKU-Patienten wird unbedingt ein sub-maximales Training empfohlen, d.h. weniger Gewichte dafür aber mehr Wiederholungen. Zuviel Gewichte schadet den Gelenken, also kein falscher Ehrgeiz! Die Geräte sollten genau dem Körper des AKU-Patienten angepasst werden, damit keine Fehlstellungen wie z.B. Hohlkreuze entstehen. Außerdem sollte das Krafttraining von einem medizinisch ausgebildeten Personal begleitet werden wie es in physiotherapeutischen Praxen, Rehakliniken oder auch im Kieser Training der Fall ist (Abbildung 2)). Optimal ist ein gezieltes Training der durch den Beruf oder Alltag am meisten belasteten Gelenke. So hatte die Vorsitzende Leona Wagner 2003 ein Impingement an der Schulter mit Bursitis (Schleimbeutelentzündung), verursacht durch häufiges Pipettieren im Labor. Durch gezieltes Krafttraining des Infraspinatus Muskels (siehe Abbildung 3) wurde die Schulter weitgehend schmerzfrei und konnte sogar höheren Belastungen ausgesetzt werden. Abbildung 2: Leona Wagner beim Krafttraining. Abbildung 3: Angepasstes Krafttraining zur Stärkung der Schulter. Häufiges Pipettieren im Labor verursachte ein Impingement mit einer Schleimbeutelentzündung. Durch gezieltes Trainieren des Infraspinatusmuskels, wurde die Schulter weitgehend schmerzfrei und der Beruf konnte ohne Komplikationen weiterhin ausgeführt werden. Selbst ist die Frau oder der Mann… Oft wird Leona Wagner belächelt, wenn sie ihr Schwimmprogramm mit Aqua-Jogging beginnt. Nach ein paar Bauchübungen werden zehn Bahnen gekrault, dann ist sie diejenige, die lächelnd in die verdutzte Gesichter schaut. Aushängen am Beckenrand wird als sehr angenehm bei Rückenschmerzen empfunden und hilft gegen Blockaden. Auf dem Brett oder Schlauch (Poolnoodle) stehen fördert die Mikromuskulatur zur Stabilität des Rückens, jedoch ist es in diesem Fall eine große Herausforderung. Abbildung 4: Leona Wagner beim Schwimmtraining. Sportarten mit geringer und hoher Stauchung: Sportarten mit geringer Stauchung C Mobilität + Stabilität der Gelenke Sportarten mit hoher Stauchung D Sehnen- / Bänderrisse + Abnutzung der Gelenke Spazieren gehen /Wandern / Nordic Walking Jogging Fahrrad fahren Mountain-Bike Tai Chi Judo / Karate /Ju-Jutsu Langlauf - Ski Abfahrt-Ski Yoga Fußball /Handball/ Basketball Tanzen Squash /Tennis Pilates Aerobic Trockengymnastik Extrem-Sport Sport mit Endoprothese Ein sehr interessanter Artikel über Sport mit Endoprothese ist in der Zeitschrift ORTHOpress zu finden. Die etwas andere Art der Sportmotivation: ]]> Diagnostische und physische Untersuchungen Das Entstehen der AKU-Symptome ist altersabhängig, obwohl der Beginn und Schweregrad unter den Patienten sehr stark variieren kann (1-7). Tabelle 1 umfasst deswegen die altersabhängige diagnostische und physische Untersuchungen, die in den klinischen Studien am NIH und RLUH eingesetzt wurden (1-10) . Prof. Dr. Cox (Biostatistiker) und Prof. Dr. Ranganath, Leiter der klinischen Studie am „Royal Liverpool University Hospital (RLUH)“ und medizinischer Berater der „AKU-Society“ haben kürzlich einen „Alkaptonuria Severity Score Index (AKUSSI)“ entwickelt, welcher ein Punktesystem zur Bestimmung des Schweregrades der AKU-Pathogenese ist (6;7;11). Das AKUSSI-Punktesystem wird maßgeblich in der klinischen Studie in Liverpool zur Überwachung der Wirksamkeit von Nitisinon bei AKU eingesetzt und ist in der Tabelle 2 zusammengefasst (6;7;11). Tabelle 1: Zusammenfassung der altersabhängigen Symptome der AKU-Pathogenese und die dafür empfohlenen diagnostischen und physischen Untersuchungen. Alter (Jahre) Symptome Diagnostische Methode Ref. Säugling Schwarzfärbung des Urins/ Verfärbung der Windeln -Schnelltest: Zugabe einer Alkalischen oder Eisen(III)Chlorid Lösung ► Urin wird schwarz - Quantifizierung von HGA: LC-MS/MS oder GC-MS/MS (1-3) Jedes Alter Identifizierung der HGD- Mutation Schicken von biologischem Material zu Dr. Zatkova: http://hgddatabase.cvtisr.sk/home.php?select_db=HGD (11) » 20 + Allgemeine Pigmentierung: Gelenke und andere Organe Knochenszinitgramm: ► Rheumatologie-Orthopädie Gesamter Überblick der ochronotischer Pigmentierung (5-8) » 20 - 30 Erste Anzeichen von Schmerzen Röntgenbild der Wirbelsäule: Zeichen von Verengung der Bandscheibenzwischenräume Physische Untersuchungen: Schobertest / Kyphose / Lordose/ Skoliose /Blockaden (5-7) > 30 Muskelfaserrisse + Sehnenentzündungen /Bänderrisse/ Synovialitis / Bursitis Ultraschall, MRT, physische Untersuchungen (2-7;12-17) > 30 ­Rücken- + Knieschmerzen Röntgenaufnahmen, MRT, physische Untersuchungen, Arthroskopie (1-3;5;6;8) » 40 + Pigmentierung: Augapfel, Ohrmuschel, Armachseln Reguläre physische Untersuchungen + Fotographie zur Dokumentation (1-3;6-8) > 40 ­­Rückenschmerzen Hüft- + Schulterschmerzen Röntgen: Verschmälerung des Gelenkspaltes, Athropathie, Osteophyten, Kalzifizierung (1-3;5-8) > 50 + Herz-Kreislaufbefunde Aortiastenose / Herzklappen: Echokardiogramm, EKG Herzkranzgefäße: CT (1-3;6-10;18) > 50 + Nieren- / Prostatasteine Ultraschall, CT (1-3;6-8) > 50 + ­­Arthropathie (Knie, Hüfte, Schulter) Endoprothetischer Gelenkeinsatz (1-3;5-8;19) > 50 Hörprobleme Hörtest (1;6-8) > 60 + ­Herzbefunde Echokardiogramm, EKG à Bypass / Künstliche Herzklappen (1-3;6-10;18) Tabelle 2: Zusammenfassung des „AKU Severity Score Index“ (AKUSSI) von Prof. Dr. L Ranganath und Prof. Dr. T. Cox, anhand dessen der Schweregrad der Alkaptonuriepathogenese gemessen werden kann (6;7;11) Organ Merkmal Punkte Merkmal Punkte Auge Pigmentierung rechtes Auge nasal 4 Pigmentierung linkes Auge nasal 4 Pigmentierung rechtes Auge temporal 4 Pigmentierung linkes Auge temporal 4 Ohr Keine Pigmentierung am rechten Ohr 0 Keine Pigmentierung am linken Ohr 0 Pigmentierung rechtes Ohr vorhanden 2 Pigmentierung linkes Ohr vorhanden 2 Pigmentierung rechtes Ohr ausgeprägt 4 Pigmentierung linkes Ohr ausgeprägt 4 Niere/Prostata Prostatasteine 4 Nierensteine 4 Knochen Osteopenie 4 Knochenbrüche 8 Neurologisch Schlaganfall 8 Parkinson 8 Weitere Pigmentierungen Zähne 4 Haut 4 Steine der Speicheldrüse 4 Verfärbung der Larynx (Sprachbox) 8 Gehör Hörprobleme 4 Verfärbng des Mittelohrs 6 Herz-Kreislauf Vorhofflimmern 4 Andere Arrhythmien 2 Aortensklerose 6 Aortenstenose 8 Herzinsuffizienz 8 Bänder/Sehnen/ Muskeln Bänderisse 8 Sehnenrisse 8 Muskelrisse 8 Zwischensumme Maximale Punkte aller klinischen Merkmale 134 Gelenke Klinisches Punktesystem für Gelenkschmerzen (jeweils 1 Punkt für Schulter, Ellbogen, Handgelenk, Knie, Hüfte, Sprunggelenk, Fuß) 14 Punkte vom Knochenszintigraph (jeweils 2 Punkte für Schulter, Ellbogen, Handgelenk, Knie, Hüfte, Sprunggelenk, Fuß) 28 2 Punkte pro Athroskopie (jeweils 2) 6 4 Punkte pro Endoprothese (maximal 10 Endoprothese) 40 Zwischensumme Maximale Punkte für die Gelenke 88 Wirbelsäule Klinische Punktesystem für Schmerzen der Wirbelsäule (2 pro Hals-, Brust-, Lendenwirbeln, Iliaksakralgelenk, Costochondralgelenke (Rippen) 8 Punkte für das Schambein anhand Schmerzen oder Knochenszinitgraph 4 Kyphose (konvexe Krümmung der Wirbelsäule, Rundrücken) 4 Skoliose (seitliche Krümmung) 4 Punkte vom Knochenszintigraph (4 pro Hals-, Brust-, Lendenwirbeln, Ilioksakralgelenk, Costochondralgelenke (Rippen) 20 Zwischensumme Maximale Punkte für die Wirbelsäule 40 Gesamtsumme AKUSSI (Gesamtpunktzahl für klinische Merkmale + Gelenke + Wirbelsäule) 262 Iliosakralgelenk: Darm-Kreuzbein-Gelenk, AKUSSI: AKU-Severity Score Index Referenliste Gahl, W.A., Introne, W., Kayser, M., Phornphutkul, C., and Suwannarat, P. (2011) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK1454/. Kayser, M. A., Introne, W., and Gahl, W. A. (2009) Chapter 92: Alkaptonuria. In Vale, D., Beaudet, A. L., Vogelstein, B., Kinzler, K. W., Antonarakis, S. E., Ballabio, A., Scriver, C. R., Sly, W. S., and Childs, B., editors. The Scriver's Online Metabolic & Molecular Bases of Inherited Diseases , McGrawHill Companies, Columbus, 1-30. Phornphutkul, C., Introne, W. J., Perry, M. B., Bernardini, I., Murphey, M. D., Fitzpatrick, D. L., Anderson, P. D., Huizing, M., Anikster, Y., Gerber, L. H., and Gahl, W. A. (2002) Natural history of alkaptonuria. N.Engl.J.Med. 347, 2111-2121. Perry, M. B., Suwannarat, P., Furst, G. P., Gahl, W. A., and Gerber, L. H. (2006) Musculoskeletal findings and disability in alkaptonuria. J.Rheumatol. 33, 2280-2285. Vinjamuri, S., Ramesh, C. N., Jarvis, J., Gallagher, J. A., and Ranganath, L. L. (2011) Nuclear medicine techniques in the assessment of alkaptonuria. Nucl.Med.Commun. 32, 880-886. Cox, T. 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Diagnostik und Therapie bei angeborenen Stoffwechselstörungen , SPS-Verlag, Heilbronn, S. 55-72. Identifizierung: AKU-Kindern werden meistens anhand der Dunkelfärbung ihres Urins oder während eines gezielten Neugeborenen-Screening der Homogentisinsäure (HGA) mittels LC-MS/MS identifiziert. Im Falle einer gegebenen Urinverfärbung und Verdacht auf Alkaptonurie sollte folgende Differentialdiagnostik vorgenommen werden (1): Alkaptonurie (OMIM 203500) Akute intermitterende Porphyrie (OMIM 176000) Erythropoetische Porphyrie (OMIM 263700) δ-Aminolaevulinsäuredehytratase-Defekt (OMIM 125270) Porphyria cutana tarda, Typ I (OMIM 176090) Coproporphyrie (OMIM 121300) Rote Beete Farbstoff Exkretoren (Beeturia) (OMIM 109600) Blut im Urin Hierbei ist zu beachten, dass die HGA-Konzentration im Urin bei AKU-Kindern um ein vielfaches (300 - 500) höher ist als die von gesunden Kindern wie in Tabelle 1 anhand eines Beispiels dargestellt. Tabelle 1: Altersabhängige HGA-Konzentrationen im Urin eines AKU-Mädchen im Vergleich zu gesunden Kindern (2). Alter (Jahren) HGA Konzentration Gesunde Kinder (n = 84) AKU-Mädchen (n = 1) mg/mmol Kreatinin (± SD) mg/l (± SD) mg/mmol Kreatinin (±SD) mg/l (± SD) 0-1 2,41 ± 1,56 5,33 ± 4,69 353 2466 2-3 2,82 ± 2,23 9,29 ± 6,43 786 - 843 2634 - 3460 4-6 2,79 ± 2,06 11,53 ± 6,24 333 - 455 3335 - 3502 7-10 1,29 ± 0,56 11,25 ± 7,37 11-18 1,23 ± 0,79 12,26 ± 4,98 Ansonsten sind AKU- Kinder bzgl. der Alkptonuriepathogenese bis ca. in den 30ziger Jahren symptomlos. Jedoch lässt sich die Entwicklung der späteren AKU-assoziierten Symptome in der Kindheit durch folgende Maßnahmen am meisten steuern (3): Eiweißarme Diät (phenylalnin- und tyrosinreduzierte Diät) Vermeidung von Mikroschäden des Bewegungsapparates durch Unterlassen von Sportaktivitäten mit hoher Stauchung Medikamentöse Behandlung mit Nitisinon in Begleitung einer notwendigen eiweißarmen Diät. Eiweißarme Diät Bei einer eiweißarmen Diät im Kindesalter sollte jedoch in Erwägung gezogen werden, dass Eiweiß ein wichtiger Bestandteil für das Wachstum ist und dementsprechend dem Alter angepasst werden muss wie in Tabelle 2 zusammengefasst. Wichtig ist hierbei besonders die Einnahme von essentiellen Aminosäuren unter anderem auch Phenylalanin, die selbst nicht im Körper produziert werden können. Zusätzlich ist zu beachten, dass der durchschnittliche Tyrosinbedarf bei Kindern mit der Zeit abnimmt (siehe Tabelle3). Tabelle 2: Erfahrungswerte für eine altersabhängige Eiweißzufuhr bei einer eiweißarmen Diät (1;4). Alter Natürliches Eiweiß (g/kg Körpergewicht/Tag) 0 – 2 Monate Keine Reduktion 3 – 12 Monate 1,5 - 2,0 Kleinkinder 1,4 - 1,6 Schulkinder 1,3 - 1,6 Jugendliche 0,8 - 1,1 Tabelle 3: Durchschnittlicher altersabhängiger Tyrosinbedarf bei Kindern (1;5). Alter (Monate) Tyrosin (mg/kg/Körpergewicht/Tag 0 80 – 60 6 60 - 30 Alter (Jahre) Tyrosin (mg/kg/Körpergewicht/Tag 1 60 - 30 4 50 - 25 7 40 - 20 11 30 - 15 15 30 - 10 Nitisinon Im Falle einer medikamentösen Behandlung mit Nitisinon ist eine eiweißreduzierte Diät erforderlich, da unter Normalkost die Tyrosinkonzentrationen im Blut zu stark ansteigen. Optimal ist, wenn die Abweichungen der Serumkonzentrationen von Tyrosin und Phenylalanin von den Normwerten nur gering sind (Tabelle 4). Die Phenylalaninkonzentration sollte den unteren Normwert nicht unterschreiten. Unter diesen Umständen kann eine bis zu 1000 µM Tyrosinkonzentration im Serum komplikationslos toleriert werden (1). Um die erforderliche eiweißreduzierte Diät einhalten zu können, sollte ein Diätassistent unbedingt hinzugezogen werden. Tabelle 4 : Normale Tyrosin- und Phenyalaninkonzentrationen (µM/) im Serum von Kindern zwischen 3 Monaten und 14 Jahren. Aminosäuren 0 - 3 Monate (µM) 3 Monate – 14 Jahre (µM) Nicht-Nüchtern Nüchtern Tyrosin 67 (25 – 99) 54 (32 - 76) Phenylalanin 77 (21 – 133) 48 (34 – 62) Kontrolluntersuchungen: Körpergewicht, Länge, Kopfumfang Blutbild (mit Thrombozyten) Konzentration Spurenelemente Quantitative Bestimmung folgender Aminosäuren im Serum/Plasma: Tyrosin, Phenylalanin, Methionin, Isoleucin, Leucin und Valin. Quantitative Bestimmung der Homogentisinsäure im Urin und Serum: HGA Bei weiteren Fragen kann auch der Verein für Angeborene Stoffwechselerkrankungen e.V. (VfASS) ein wichtiger Partner der DSAKU, kontaktiert werden. Referenzliste Mönch, E. und Link, R. (2006) Alkaptonurie. In Mönch, E. and Link, R. Diagnostik und Therapie bei angeborenen Stoffwechselstörungen , SPS-Verlag, Heilbronn, S. 55-72. Olah, A. V., Llyes, I., Szoke, A., Csizy, I., Toth, J., and Varga, J. (2003) Urinary homogentisic acid in alkaptonuric and healthy children. Clin.Chem.Lab Med. 41, 356-359. Gahl, W.A., Introne, W., Kayser, M., Phornphutkul, C., and Suwannarat, P. (2011) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK1454/. Müller, E. (2003) Aminosäurestoffwechselstörungen mit milden Verlauf. In Müller, E., editor. Praktische Diätetik in der Pädiatrie: Grundlagen für die Ernährungstherapie. , SPS Verlag, Heilbronn, 73-75. Elsas, L. J. and Acosta, P. B. (1999) Nutritional support of inherited metabolic disease. In Shils, M. E., Olson, J. A., Shike, M., and Ross, A. C., editors. Modern Nutrition in Health and Disease , Lea & Febiger, Philadelphia, 1003-1056. http://dsaku.de/was-ist-alkaptonurie/aerzteinfo/paediatrie/_part1156 Frau Leona Wagner Fri, 14 Nov 2014 22:22:03 +0100 part1156 Was ist Alkaptonurie Alkaptonurie (AKU) ist eine sehr seltene autosomal-rezessive Erbkrankheit des Tyrosin -Stoffwechsels. Alkaptonuriepatienten haben eine 2.000-fache höhere Anreicherung des Zwischenproduktes Homogentisinsäure (HGA). Folgen sind: Dunkelfärbung des Urins an der Luft, grau-blaue Färbung der Skleren und der Ohrmuscheln (Ochronose) und eine invalidisierende Erkrankung der axialen und peripheren Gelenke (ochronotische Arthropathie), die durch Knorpelabbau verursacht wird. Anbei der Link zu einem Animationsvideo über Alkaptonurie von Patrick Richter und Danilo Halle unter der Produktion und wissenschaftlichen Anleitung von Dr. Leona Wagner. Sprecherin ist Deborah Le Guillou. Wissenschaftliche und klinische Bilder wurden freundlicherweise von Prof. Dr. L. Ranganath, Prof. Dr. J. Gallagher and Dr. W. Introne zur Verfügung gestellt. https://www.youtube.com/watch?v=t5EgHvSYDPM Das komplette Video wurde für den Weltarthosetag 2011 erstellt und ist in 5 Abschnitten unterteilt, (1) Interview mit Dr. N. Sireau, Vorsitzender der AKU-Society (Cambridge), (2) Animation über was ist AKU, (3) Wassergymnastik der Deutschen-Rheumaliga, AG Halle, (4) Interview mit der DSAKU Vorsitzende Dr. Leona Wagner über ihre positive Erfahrungen mit Sport sowie (5) Interview von Prof. Dr. L. Ranganath, (Uniklinik Liverpool). http://dsaku.de/was-ist-alkaptonurie/_part1129 Frau Leona Wagner Fri, 14 Nov 2014 22:21:23 +0100 part1129 Die DSAKU verfolgt folgende Ziele Die Information und kostenlose Beratung der Alkaptonuriepatienten (AKU-Patienten), deren Eltern und Erziehungsberechtigten. Kontaktpflege und Aussprachemöglichkeit zwischen den Betroffenen bzw. deren Eltern oder Erziehungsberechtigten in Workshops und Seminaren. Kontaktaufnahme zu nationalen und internationalen medizinischen und anderen Organisationen, die eine ähnliche Zielsetzung haben, wie zum Beispiel das interdisziplinäre Stoffwechselzentrum Berlin an der Charité für erwachsene AKU-Patienten oder das Berliner Zentrum für seltenen Erkrankungen an der Charité für AKU-Kinder. Des Weiteren internationale Workshops der AKU-Society in Großbritannien. Unterstützung und Ausdehnung der Förderung von Maßnahmen zur Früherkennung und Frühdiagnostik von Alkaptonurie. Aufklärung der Ärzteschaft über die Möglichkeiten der Diagnose und Therapie sowie der allgemeinen Öffentlichkeit über Behandlungschancen und Erfolge. Mithilfe bei der Erfassung von epidemiologischen Daten bezüglich Alkaptonurie in Deutschland beziehungsweise für den deutschsprachigen Raum. Vermittlung von Hilfestellung und Beratung der Betroffenen bezüglich Arbeiten mit der Behinderung, Berufsunfähigkeit und anderen sozialen Fragen durch die Zusammenarbeit der Rheuma-Lotsin für seltene Erkrankungen von der deutschen Rheuma-Liga e.V.. Aufklärung und Information über die besonderen Probleme der jeweils Betroffenen für ein besseres Verständnis für die besonderen und berechtigten Forderungen bei Behörden, Krankenkassen und Versicherungen etc. jeder Art. Kooperation mit nationalen und internationalen Selbsthilfeorganisationen, die sich mit Alkaptonurie befassen, insbesondere Alkaptonuria (AKU) – Society, Verein für angeborene Stoffwechselstörungen (VfASS), Deutsche Rheuma-Liga (DRL), Rheumaliga Schweiz, Österreichische Rheumaliga (ÖRL), European League against Arthritis/Rheumatism (EULAR), Allianz chronisch seltener Erbkrankheiten (Achse e.V.) und Rare Diseases of Europe (Eurodis). Die Unterstützung der Erforschung der Ursachen, der Therapiemöglichkeiten und der Nebenwirkungen der Therapien von Alkaptonurie. Kooperation mit den Fachgesellschaften, die sich mit Alkaptonurie befassen, insbesondere mit der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Stoffwechselstörungen (APS), der Arbeitsgemeinschaft angeborene Stoffwechselstörungen in der inneren Medizin (ASIM), der Arbeitsgemeinschaft der Regionalen Kooperativen Rheuma-Zentren (AGRZ), der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGRORh), der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), Zusammenarbeit mit den Teams der Stoffwechselzentren und den Zentren für Neugeborenenscreening. http://dsaku.de/ueber-dsaku/aufgaben/_part1127 Frau Leona Wagner Fri, 14 Nov 2014 22:20:44 +0100 part1127